Was ändert sich ab 60plus

Finanzen, Versicherungen, Vorsorge und Pflege
 
 
Akademische Arbeitsgemeinschaft Verlagsgesellschaft
  • 2. Auflage
  • |
  • erschienen am 1. Februar 2018
  • |
  • 333 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-96533-097-9 (ISBN)
 

Was ändert sich ab 60plus?
Mit steigendem Lebensalter sehen sich Menschen, nicht nur mit Veränderungen durch den normalen Alterungsprozess konfrontiert. Es ändern sich mit 60+ viele finanzielle als auch rechtliche Rahmenbedingungen. Die finanzielle Situation ab 60 muss völlig neu bewertet werden. Rente und Pensionen allein schränken den Lebensstandard ein.
Der Wechsel vom Berufsleben in den Ruhestand ist für Männer wie Frauen ein gewaltiger Einschnitt, der mit viel Unsicherheit verbunden ist. Jetzt gilt es wichtige Entscheidungen zu treffen, bevor die Versäumnisse einen im Ruhestand einholen.

Finanzielle Vorbereitung auf den Ruhestand
Umso wichtiger ist es, z.B. frühzeitig Kapitalanlagen auf die neue Lebenssituation hin zu optimieren, Kostenfaktoren wie Versicherungen auf den Prüfstand zu stellen oder zu wissen, was man zur Rente hinzuverdienen kann. Aber auch Entscheidungen rund um die Gesundheit, Pflege im Alter und das Erbe müssen - wenn noch nicht geschehen - spätestens mit 60 dringend getroffen werden.Dieser Ratgeber "Was ändert sich ab 60plus?" gibt Ihnen Sicherheit, die neue Situation individuell optimal anzugehen und rechtzeitig die richtigen Entscheidungen für einen geruhsamen Ruhestand zu treffen.

  • Wie kann ich meinen Lebensstandard halten?
  • Was muss ich zu Renteneintritt, Rentenhöhe und Hinzuverdienst wissen?
  • Welche Kapitalanlagen gehören auf den Prüfstand?
  • Bleibt meine private Krankenversicherung bezahlbar und wie kann ich in die gesetzliche Krankenversicherung wechseln?
  • Welche Versicherungen brauche ich nicht mehr oder müssen angepasst werden?
  • Bin ich in Fragen der Gesundheit und Pflege rechtlich gut abgesichert?
  • Brauche ich eine Patientenverfügung, Betreuungsverfügung oder Vorsorgevollmacht?
  • Was muss ich zur rechtlichen und finanziellen Absicherung meiner Angehörigen tun?
  • Brauche ich ein Testament?
2. aktualisierte Auflage
  • Deutsch
  • Mannheim
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  • Deutschland
  • 0,74 MB
978-3-96533-097-9 (9783965330979)
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Dr. Otto N. Bretzinger ist Jurist und Journalist. Er ist Autor zahlreicher Publikationen, u.a. zu den Themen Erb-, Miet-, Arbeits- und Verbraucherrecht und Finanzen. Beim WDR Köln war er bei der Redaktion ARD-Ratgeber Recht verantwortlich für den Rechtsinformationsdienst und den Newsletter "recht aktuell". Im Fernsehen (z. B. "ARD Buffet", ARD Ratgeber Recht") und beim Rundfunk (z. B. Deutschland Radio) ist er regelmäßiger Gesprächspartner bei verbraucherrechtlichen Themen. Er schreibt für verschiedene Tageszeitungen und die Verbraucherzentralen in Deutschland und betreut seit Jahren sehr erfolgreich den AVV steuertipps Verbauchercontent.

Was ändert sich ab 60plus? - Finanzen, Versichrungen, Vorsorge und Pflege

1   Vorwort

Für viele Menschen markiert der 60. Geburtstag einen besonderen Moment. Den längsten Teil des Arbeitslebens hat man hinter sich gebracht, man freut sich auf die letzten Berufsjahre und daran anschließend auf den Ruhestand. Der Ruhestand kommt nicht aus heiterem Himmel, denn der Übergang vom Arbeitsleben in die Rente oder Pension ist vorprogrammiert. Jeder weiß, dass er um das 65. Lebensjahr herum bzw. künftig etwas später in Rente gehen wird. Diese Vorhersehbarkeit hat den Vorteil, dass man sich rechtzeitig mit der weiteren Lebensplanung auseinandersetzen kann. Denn der bevorstehende Übergang in den Ruhestand ist wie kein anderes Ereignis ein bedeutender Einschnitt, der das bisherige Leben deutlich verändert. Und viele Menschen fühlen sich verunsichert und stehen dem Übergang mit gemischten Gefühlen gegenüber.

Die Pläne und Vorstellungen für den absehbaren Ruhestand sind sehr unterschiedlich. Doch der Einstieg in den Ruhestand muss von jedem gleichermaßen vorbereitet werden. Schließlich sind mit dem Ruhestand auch finanzielle und rechtliche Veränderungen verbunden, denen man sich stellen muss. Am besten ist es, den Wechsel vom aktiven Berufsleben in den Ruhestand längerfristig, also einige Jahre vor dem Tag X zu planen. Dabei will dieser Ratgeber helfen.

Mit dem Übergang vom aktiven Berufsleben in den Ruhestand ist im Regelfall eine Änderung der finanziellen Verhältnisse verbunden. Neben einer Budgetplanung, in der die voraussichtlichen Einnahmen beim Eintritt in den Ruhestand den voraussichtlichen Ausgaben gegenübergestellt werden, müssen ab 60 vor allem auch die vorhandenen Kapitalanlagen auf den Prüfstand. Ein wichtiger Aspekt ist dabei vor allem die Sicherheit der Geldanlage. Manches, das bisher sinnvoll war, wird jetzt weniger empfehlenswert. Umgekehrt können aber jetzt Finanzprodukte interessant werden, die zuvor nicht zur Diskussion gestanden haben.

Auch der Versicherungsbedarf muss den neuen Lebensverhältnissen angepasst werden. Auf so manche Police kann nämlich im Alter getrost verzichtet werden.

Im Regelfall ist die Rente bzw. Pension die wichtigste Einnahme im Ruhestand. Deshalb ist es wichtig, sich rechtzeitig darüber zu informieren, ab wann man in Ruhestand gehen und mit welcher Rente bzw. Pension man rechnen kann. Der Absprung aus dem Job will gut vorbereitet sein. Wer sich rechtzeitig informiert, kann unter Umständen noch an der einen oder anderen Schraube drehen. Maßgebend ist allerdings letztlich, was von der Rente oder der Pension nach Abzug von Steuern und Sozialversicherungsbeiträgen noch übrig bleibt. Auch darüber informiert dieser Ratgeber.

Wer eine gesetzliche Rente bezieht, ist grundsätzlich in einer eigenen Krankenversicherung der Rentner (KVdR) versichert. Dabei handelt es sich allerdings nicht um eine eigene Krankenkasse, sondern um die Bezeichnung für einen Status. Die Krankenversicherung der Rentner wird von den normalen gesetzlichen Krankenkassen betrieben. Auch wer in der Krankenversicherung der Rentner ist, kann seine Krankenkasse frei wählen. Wer bereits im Berufsleben privat krankenversichert war, wird im Regelfall auch im Ruhestand in der privaten Krankenversicherung versichert sein. In diesem Fall gelten die Beitrags- und Prämienregelungen der jeweiligen privaten Krankenversicherung. Nicht selten klagen Ruheständler über unbezahlbar hohe Prämien. Vor allem Bezieher kleiner Renten und Pensionen stöhnen über die Beitragslast. Dann muss über Sparmaßnahmen nachgedacht werden, weil eine Rückkehr in die gesetzliche Krankenversicherung grundsätzlich nicht in Betracht kommt.

Ein höheres Lebensalter geht vielfach mit Krankheit und Gebrechlichkeit einher. Aber auch durch einen Unfall oder eine Krankheit kann aus heiterem Himmel die Situation eintreten, dass man auf fremde Hilfe angewiesen ist, weil man den Alltag alleine nicht mehr bewältigen kann. Pflegebedürftigkeit ist häufig auch mit finanziellen Einschnitten verbunden. Und betroffen sind nicht nur die Pflegebedürftigen, sondern auch die Angehörigen, die die Pflege übernehmen und unter Umständen sogar mitfinanzieren müssen. Im Ernstfall kann ein Pflegefall ein Vermögen kosten. Wann Pflegebedürftigkeit vorliegt, wird in diesem Ratgeber ebenso behandelt wie die verschiedenen Leistungen für Pflegebedürftige aus der sozialen Pflegeversicherung.

Wichtig ist es auch, rechtzeitig rechtliche Vorsorge zu treffen. So kann durch Unfall, Krankheit oder Alter jeder Mensch in die Situation kommen, dass er wichtige Angelegenheiten seines Lebens (z.B. Bankgeschäfte, Abschluss oder Kündigung eines Mietvertrags sowie Entscheidungen bei medizinischen Maßnahmen) nicht mehr selbstverantwortlich regeln kann. Wer in diesem Fall gewährleistet wissen will, dass im Falle der Handlungsunfähigkeit seine persönlichen, finanziellen und medizinischen Interessen gewahrt werden, sollte Vorsorge in Form einer Vorsorgevollmacht, einer Patientenverfügung und einer Betreuungsverfügung treffen.

Schließlich gehört zu einer umfassenden Vorsorgeplanung auch, rechtzeitig den Nachlass zu regeln. Denn nur so können erbrechtliche und steuerliche Fehlplanungen vermieden werden.

2   Wie sich das Haushaltsbudget und die Finanzplanung auf die neuen Lebensverhältnisse auswirken

Einführung

Ab 60 sollte man sich Gedanken über die Finanzplanung für die kommenden Jahre machen. Denn mit dem Übergang vom aktiven Berufsleben in den Ruhestand ist im Regelfall auch eine Änderung der finanziellen Verhältnisse verbunden. Sinnvoll ist es, zunächst einmal eine Art »Kassensturz« zu machen und im Rahmen einer Budgetplanung die voraussichtlichen Einnahmen beim Eintritt in den Ruhestand den voraussichtlichen Ausgaben gegenüberzustellen.

Und auch die vorhandenen Kapitalanlagen müssen auf den Prüfstand. Denn künftig geht es um andere Ziele als bisher. Ein wichtiger Aspekt ist vor allem die Sicherheit der Geldanlage, sei es für den eigenen Bedarf oder für den der Kinder oder Enkelkinder. Manches, das bisher sinnvoll war, wird jetzt weniger empfehlenswert. Umgekehrt können aber jetzt Finanzprodukte interessant werden, die zuvor nicht zur Diskussion gestanden haben.

2.1   Kassensturz

Das Rentenniveau sinkt. Es liegt derzeit bei rund 48 % des letzten erzielten Erwerbseinkommens - Tendenz weiterhin fallend. Konkret bedeutet das, dass derjenige, der nur auf die gesetzliche Rente vertraut und keine zusätzliche Altersvorsorge getroffen hat, mit um die Hälfte reduzierten Einkünften im Rentenalter auskommen muss.

Aber auch, wer ausreichend fürs Alter finanziell vorgesorgt hat, wird sich unter Umständen auf gravierende gesamtwirtschaftliche und/oder persönliche Veränderungen einstellen müssen.

  • Ein Unsicherheitsfaktor besteht in der Höhe der Inflationsrate, die dafür verantwortlich ist, dass die Lebenshaltungskosten steigen. Eine durchschnittliche jährliche Inflationsrate von 1,5 % hat zur Folge, dass im Lauf von zehn Jahren die Lebenshaltungskosten um 16 % steigen. Bei 2 % Inflationsrate müssen die Einkünfte schon um 22 % steigen, um die höheren Lebenshaltungskosten auszugleichen. Inwieweit diese Steigerungen durch Rentenanpassungen oder erhöhte Zinserträge ausgeglichen werden können, bleibt abzuwarten.

  • Die Kosten für Gesundheit und Pflege werden unter Umständen steigen. Und dabei geht es nicht nur um überschaubare Zuzahlungen zu Medikamenten, sondern unter Umständen um notwendige größere Investitionen wie beispielsweise ein behindertengerechter Umbau der Wohnung.

  • Andererseits hat der bevorstehende Eintritt in den Ruhestand auch seine positiven Seiten. So besteht jetzt Gelegenheit für längere Urlaubsaufenthalte und man hat mehr Zeit, den Hobbys nachzugehen. Schön, wenn nach einem langen Arbeitsleben genügend Geld für das eigene Wohlbefinden vorhanden ist.

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Tipp: Wichtig ist es, sich wegen der bevorstehenden Änderung der Lebensverhältnisse mit den finanziellen Konsequenzen zu befassen. Im Prinzip geht es darum, die Einnahmenveränderungen im Rentenalter den Ausgabenveränderungen gegenüberzustellen. Daraus ergibt sich dann im schlechtesten Fall eine Einkommenslücke, mit der man sich auseinandersetzen muss, indem die Einnahmen erhöht (z.B. durch Ausübung eines Nebenjobs) oder die Kosten gesenkt werden. Die Vollendung des 60. Lebensjahrs ist der richtige Anlass, eine entsprechende Budgetplanung zu erstellen. Kurzum: Kassensturz ist angesagt. Und der sollte so früh als möglich vorgenommen werden. Denn dann bleibt unter Umständen noch Zeit, an der einen oder anderen Schraube zu drehen.

2.2   Budgetplanung

Egal ob Unternehmer oder Privatperson: Eine ordentliche Budgetplanung schützt...

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