Historical Saison Band

Miss Sylvies unschickliches Geheimnis / Süße Rache des Herzens /
 
 
HarperCollins Germany (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 1. Februar 2011
  • |
  • 384 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Adobe DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-86349-699-9 (ISBN)
 
Miss Sylvies unschickliches Geheimnis von BRENDAN, MARY
Ihr Ruf ist in Gefahr! Silvies Schicksal und ihre Zukunft liegen in den Händen von Adam Townsend, Marquess of Rockingham. Denn nur er weiß, in welch unschickliche Lage sie sich gebracht hat. Kann sie den adligen Frauenschwarm zum Schweigen bringen - und seine Lippen mit federleichten Frühlingsküssen für immer versiegeln?

Süße Rache des Herzens von BRENDAN, MARY
Schnell rollt die Kutsche durch den lauen Frühlingsabend, und bang schlägt Rachels Herz: Wie wird Connor Flint sie empfangen? Wird er ihr als Ehrenmann ihr Erbe lassen, das ihr Vater im Glücksspiel an ihn verloren hat? Oder sich an ihr rächen? Schließlich hat sie Connor einst verschmäht, obwohl ihr Herz ihn wollte .
  • Deutsch
  • Hamburg
  • 0,55 MB
978-3-86349-699-9 (9783863496999)
386349699X (386349699X)

1. KAPITEL

Sechs Jahre später

"Hast du denn nicht manchmal Sehnsucht nach einem Gatten und eigenen Kindern, Rachel?"

"Ich habe dir doch gesagt, dass ich mich gern damit zufriedengebe, deinen Paul mit dir zu teilen."

"Nein, sei bitte ernst", schalt Lucinda sie und kicherte. "Hast du es je bedauert, Mr. Featherstone abgewiesen zu haben?"

Rachel sah einen Augenblick verwirrt aus. "Oh, jetzt weiß ich, wen du meinst!", rief sie plötzlich und brach in Gelächter aus. Natürlich, der letzte Mann, der um sie angehalten hatte. Und genau das war auch der einzige Grund für seine Anziehungskraft, erkannte sie jetzt amüsiert. Man hatte sie davon überzeugt - und nicht ohne Grund, wie sich herausstellte - dass er vielleicht der letzte heiratsfähige Mann war, der sie hofieren würde. Kaum einen Monat nach Bekanntgabe ihrer Verlobung war ihr allerdings klar geworden, dass sie doch nicht so verzweifelt darauf aus war, in den Ehestand zu treten.

Da ihre Freundin noch auf eine Antwort wartete, tat Rachel den Herrn mit einem Lachen ab. "Du lieber Himmel, nein! Er war ein notorischer Duellant und ein Spieler und in beidem nicht besonders erfolgreich. Für meinen Geschmack war er viel zu häufig abgebrannt. Und ich habe das ungute Gefühl, er spekulierte darauf, durch mich an Windrush zu kommen, um seine leeren Taschen wieder zu füllen."

"Na schön, aber was war mit dem anderen Gentleman? Der mithilfe eines silbernen Gehstocks ging, weil er ein wenig hinkte, und das Gesicht eines Adonis hatte ."

"Es ist seltsam, dass du auf Philip Moncur zu sprechen kommst", sagte Rachel nachdenklich. "Vor einem Monat ungefähr schickte er mir einige Gedichte, obwohl ich seit über drei Jahren nichts mehr von ihm gehört hatte . seit also unsere Verlobung aufgelöst wurde."

"Wie schmeichelhaft, dass er sich an deine Vorliebe für Wordsworth und Keats erinnert hat."

"Nun, wenn er sich erinnert hat, dann hat es jedenfalls nichts genützt, denn er schickte mir irgendwelchen Blödsinn, den er selbst verbrochen hat - einen Vierzeiler, der meine ätherische und klassische Gemütsruhe rühmte. Als ich darauf nicht einging, folgte eine Ode, in der er mich mit einer Marmorstatue verglich: düster und wunderschön, doch der heißblütigen Sonne seiner Anbetung bedürftig, um zum Leben zu erwachen ."

Lucinda unterdrückte ein Lachen. "Ich habe das Gefühl, er dürstet danach, dich in einer von Madame Bouillons Togen zu sehen."

"Ich würde sagen, er will mich ohne diese Toga sehen. Alberner Mann! Warum macht er mir nicht gleich einen unsittlichen Antrag?"

"Rachel! Du würdest doch sicher nicht auf so einen Antrag eingehen?"

"Warum nicht? Ich denke, die Ehe wird allgemein überschätzt. Es hat seine Vorteile, eine Mätresse zu sein - Geld und Freiheit, um nur zwei zu nennen."

"Du meine Güte! Und ich hätte geschworen, dass du nie wieder etwas sagen oder tun könntest, das mich so schockieren würde!" Lucinda lachte, wenn auch ein wenig unsicher. "Erzähl bitte June nichts von diesen Theorien. Du weißt, wie viel sie auf deine Meinung gibt. Es wäre entsetzlich, wenn sie auch irgendwann im letzten Moment Reißaus nähme aus lauter ." Sie brach ab und sah Rachel um Verzeihung heischend an.

"Panik?", beendete Rachel scheinbar ungerührt, obwohl ihre Freundin recht taktlos auf ihre erste gelöste Verlobung anspielte, auf die sonst niemand und unter keinen Umständen zu sprechen kam. "Oh, mit June ist es ganz anders." Sie fächelte sich Luft zu, da die Wärme des schönen Frühlingstages begann, ihr ein wenig zu schaffen zu machen. "Wie könnte ich Bedenken haben, was Junes Verlobung angeht? Immerhin brauchte ich ganze drei Monate, um sie einzufädeln."

"Ungefähr so lange wie für meine Verlobung mit Paul", fügte Lucinda leise hinzu.

"Ja, es muss in etwa genauso lange gedauert haben." Rachel legte in gespielter Nachdenklichkeit den Kopf schief. "Mein Problem ist, dass ich zu selbstlos bin. Stattdessen hätte ich versuchen müssen, einen dieser großartigen Männer für mich zu behalten." Sie seufzte theatralisch. "Jetzt bin ich endgültig eine alte Jungfer und muss mir gefallen lassen, dass armselige Dichterlinge mir alberne Verschen schicken."

Lucinda lachte. "Ich finde eher, Moncur erinnert an Lord Byron. Er sieht hinreißend aus und ist so wunderbar empfindsam."

Eine kleine Weile verbrachten sie in freundschaftlichem Schweigen und betrachteten vom Sitz ihres Landauers aus die im Hyde Park promenierenden Damen, die an diesem außergewöhnlich warmen Frühlingstag zarte Musselinkleider und hübsche Sonnenschirme trugen.

"Jener erste Gentleman, Rachel . du weißt doch, der irische Major .", als sie sich dem Ausgang des Parks näherten.

"Wer?", fragte Rachel recht scharf, als ärgerte es sie, dass ihre Freundin den Gesprächsfaden wieder aufgriff. "Oh, der." Sie seufzte gelangweilt. "Das ist so lange her, Lucinda, dass ich mich kaum noch erinnern kann, wie er aussah ."

"Nun, dann sieh doch mal nach links und frische dein Gedächtnis auf", schlug Lucinda ihr verschmitzt vor.

Rachel folgte ihrer Aufforderung neugierig und mit einem ungläubigen Lächeln um die sinnlichen Lippen. Doch das Lachen verging ihr sofort.

So oft hatte sie sich gefragt, was sie empfinden würde, sollte sie ihn jemals wiedersehen. Nach sechs Jahren schien es zunehmend unwahrscheinlich, dass ihre Wege sich je wieder kreuzen könnten. Besonders, da sie mit ihrer Mutter und ihren Schwestern London nur noch für gelegentliche Einkaufsausflüge aufsuchte und um ihre Freundin Lucinda zu besuchen. Diese Woche waren sie und ihre Familie nur wegen der Vorbereitungen für Junes Hochzeit hier.

Im Lauf der Jahre hatte sie sich auch immer wieder gefragt, wie er bei einer zufälligen Begegnung aussehen mochte, wie sie aussehen mochte und ob die Zeit sie so verändert haben würde, dass sie sich nicht wiedererkannten. In jedem Fall waren solche Gedanken natürlich müßig und belanglos, und Rachel, vernünftig, wie sie war, verbannt sie auf der Stelle. Jetzt erfuhr sie die niederschmetternde Wahrheit: Ein einziger Blick auf Major Connor Flint genügte, um ihr Herz stocken zu lassen. "Oh, Isabel. Wie sehr wünschte ich, du wärst jetzt bei mir .", flüsterte sie mit gequälter Stimme.

Lucinda hörte den schmerzvollen Ton und fügte beunruhigt hinzu: "Er ist es wahrscheinlich gar nicht. Entschuldige, wie dumm von mir. Der Mann dort drüben scheint mir viel zu jung, und der Major muss doch inzwischen über dreißig sein . und hat sicher einen dicken Bauch und ergrauendes Haar. Und außerdem weilt er gewiss in Irland."

"Doch, er ist es", widersprach Rachel gedankenverloren. Oh ja, er war es. Sie hatte ihn sofort wiedererkannt. Obwohl er recht weit von ihnen entfernt war, glaubte sie, seine blauen Augen sehen und den melodiösen irischen Akzent hören zu können.

Mühsam riss sie den Blick von seinem Gesicht los und musterte seine Kutsche. Er fuhr einen gefährlich hohen Phaeton, an seiner Seite saß eine zierliche Dame, die in zitronengelbem Musselin sehr elegant und apart aussah. Ihr Gesicht wurde allerdings von einem Schirm verdeckt, den sie zum Schutz gegen die Sonne aufgespannt hatte. Nur eine einzige Strähne, genauso schwarz wie das Haar des Majors, lugte unter dem mit Stiefmütterchen geschmückten Strohhut hervor.

"Ich glaube, er wird von Signorina Laviola begleitet", sagte Lucinda. "Ja, sie ist es", fuhr sie aufgeregt fort, als die Frau den Kopf von ihrem Begleiter abwandte.

"Starr doch nicht so, Lucinda", drängte Rachel sie. "Er könnte sich umdrehen und uns sehen."

"Dazu ist er wohl zu gefesselt von seinem Singvögelchen. Lord Harley übrigens auch. Siehst du, da drüben steht er mit einigen seiner genauso dumm gaffenden Freunde. Wie es heißt, war die liebreizende Laviola kurz davor gewesen, Harley zu erhören, bis sie ihn zugunsten eines reicheren Galans wie eine heiße Kartoffel fallen ließ."

Rachel konnte sich vorstellen, wer dieser reichere Galan war. Sie ließ sich abrupt in die weichen Polster des Landauers sinken und hielt ihren Sonnenschirm so, dass er sie zwar nicht vor der Sonne, aber vor neugierigen Blicken zu ihrer Linken schützen konnte. "Was versperrt uns denn bloß den Weg?", rief sie ungeduldig. Der Landauer und der Phaeton standen auf etwa gleicher Höhe, wenn auch in einiger Entfernung zueinander. Keiner von beiden konnte sich allerdings fortbewegen, da ganz plötzlich Gefährte jeder erdenklichen Art die enge Straße zu blockieren schienen.

Auch Lucinda reckte den Hals und beugte sich so weit wie möglich vor, um die italienische Sopranistin besser sehen zu können. Die Signorina war erst seit wenigen Monaten in London, doch die Gerüchteküche hatte bereits zu kochen begonnen, kaum dass sie erschienen war. Niemand sprach über etwas anderes als ihre süße Engelsstimme - und den himmlischen Leib, den jeder Teufel in sein Bett locken wollte. So hatte Lucinda sich jedenfalls sagen lassen. Noch entschlossener, einen weiteren Blick zu erhaschen, bog sie sich zur Seite. Ihre Absicht wurde jedoch von einer Droschke zu ihrer Linken vereitelt, deren Räder sich in die eines Brauereiwagens verkeilt hatten. Der Kutscher hatte versucht, sich zwischen den Wagen und ein...

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