Zwang und Anerkennung

Sozialanthropologische Herausforderungen und theologisch-ethische Implikationen im Umgang mit psychischer Devianz
 
 
Mohr Siebeck (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 30. November 2017
  • |
  • 372 Seiten
 
E-Book | PDF mit Adobe DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-16-155199-4 (ISBN)
 
Anerkennung gilt als einer der Schlüsselbegriffe für eine tragfähige Beschreibung menschlicher Lebensvollzüge. Antworten auf die Fragen, wer wir sind, wer reden darf und wessen Stimme Gehör findet oder aber wem unter welchen Voraussetzungen welche Rechte zuzugestehen sind, gelten als Ergebnis der Aushandlung von Anerkennungsprozessen. Zugleich lässt sich am Phänomen psychischer Devianz paradigmatisch zeigen, wie fragil und mitunter prekär Anerkennungsvollzüge sind. Gewissermaßen als Lackmustest für die Belastbarkeit einer Theorie der Anerkennung geht Matthias Braun der Frage nach, wie sich das Verhältnis von Anerkennung und der Anwendung von Zwang zum Wohle anderer denken lässt. Dabei zeigt er auf, wie fundamental sich die Verletzbarkeit leiblicher Selbstbezüge in die Aushandlung von Geltungsansprüchen einschreibt. Die theoretischen Überlegungen werden dabei dem Ansatz einer konkreten Ethik folgend darauf hin befragt, welche ethischen und rechtlichen Orientierungsmarker sich für die Anwendung von Zwang im Umgang mit psychischer Devianz finden lassen.
  • Deutsch
  • Tübingen
  • |
  • Deutschland
  • 4,60 MB
978-3-16-155199-4 (9783161551994)
3161551990 (3161551990)
weitere Ausgaben werden ermittelt
  • Cover
  • Vorwort
  • Inhaltsverzeichnis
  • I. Teil: Methodisch-konzeptionelle Verortungen
  • 1. Einleitung
  • 1.1 Das Problem
  • 1.2 Ziele der Studie
  • 1.3 Der Gang der Untersuchung
  • 2. Methodologische Verortung
  • 2.1. Abgrenzung von Bottom-up- und Top-down-Ansätzen
  • 2.2. Die sogenannte Prinzipienethik als Ausweg?
  • 2.3 Zum Verhältnis von Ethik und Empirie
  • 3. Die Herausforderungen der Anwendung von Zwang
  • 3.1 Psychische Pathologien und die Anwendung von Zwang
  • 3.2 Ist die Anwendung von Zwang alternativlos?
  • 3.3 Die Anwendung von Zwang als Brennlinse leiblicher Selbstbezüglichkeit
  • II. Teil: In prekären Verhältnissen
  • 4. Anerkennungsräume als Voraussetzung eines Selbstbezugs
  • 4.1 Hegelsche Spuren: Die Bildung von Selbstbewusstsein
  • 4.2 Zwischen Moral und praktischer Sittlichkeit
  • 4.3. Sittlichkeit als Eröffnung von individuellen Möglichkeitsräumen
  • 5. Herausforderungen eines Modells intersubjektiver Anerkennung
  • 5.1 Anerkennung als fundierender Möglichkeitsraum
  • 5.2 Zwischen Erkennen und An-Erkennen
  • 5.3 Die doppelte Ambiguität der Subjektivation
  • 5.4 Zwischenfazit
  • 6. Eine Theorie responsiver intersubjektiver Anerkennung
  • 6.1 In den Fängen von Da-Sein und Mit-Sein
  • 6.2 Prekärer Selbstbezug
  • 6.3 Selbstbezug als Antwort auf ein In-Anspruch-genommen-Sein
  • 6.4 Leibliche Verstrickungen
  • 6.5 Gewürdigte Anerkennung
  • 6.6 Selbst-Bezeugung zwischen Zeugnis und Bekenntnis
  • 7. Konsequenzen und Herausforderungen
  • 7.1 Gestiftete Bezeugung
  • 7.2 Stellvertretende Bezeugung
  • 7.3 Fürsorgende Bezeugung
  • III. Teil: Gestaltungslinien im Umgang mit Zwang
  • 8. Psychische Devianz: Zwischen Kreativität und Pathologie
  • 8.1 In den Fängen des Wahnsinns
  • 8.2 Die Freiheit zur Krankheit
  • 8.3 Ein theologischer Seitenblick: Markus 5, 1-20.
  • 9. Rechtliche Herausforderungen im Umgang mit Zwang in psychiatrischen Kontexten
  • 9.1 Der rechtliche Rahmen der Unterbringung
  • 9.2 Rechtliche Regelung der Zwangsbehandlung
  • 9.3 Bleibende Herausforderungen
  • 10. Ethische Perspektiven im Umgang mit Zwang angesichts einer Theorie responsiv-intersubjektiver Anerkennung leiblicher Selbstbezüge
  • 10.1 Zusammenfassung des Argumentationsgangs
  • 10.2 Die Anwendung von Zwang im Umgang mit psychischer Krankheit
  • 10.3 Ausblick: Zum Verhältnis von Anerkennung und Rechtfertigung
  • Literatur
  • Sachregister
  • Namensregister

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