Das Althochdeutsche aus textlinguistischer Sicht

Soziopragmatische Einordnung und ausgewählte textgrammatische Studien
 
 
De Gruyter (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 23. Januar 2017
  • |
  • XII, 380 Seiten
 
E-Book | PDF mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-11-051719-4 (ISBN)
 
Die vorliegende Studie untersucht das Althochdeutsche erstmalig aus einer dezidiert textlinguistischen Perspektive. Hierzu wird das Gros der althochdeutschen Textdenkmäler zuerst einer soziopragmatischen Einordnung unterzogen. Im Anschluss werden ausgewählte Texte aus dem Kommunikationsbereich der pastoralen Seelsorge bzw. des Gottesdienstes textgrammatisch analysiert. Die Kombination von sozio- und systemlinguistischem Ansatz ermöglicht profunde Aussagen über die an die Texte gestellten kommunikativen Aufgaben und deren erfolgreiche Umsetzung. Für beide Analyseschritte werden theoretisch reflektierte Systematiken entwickelt. Der aus zwei sich ergänzenden Perspektiven (soziolinguistisch und textgrammatisch) erfolgende Zugriff auf das Althochdeutsche stellt eine qualitativ neue Bearbeitung des Forschungsgegenstandes dar, setzt wichtige Impulse für eine Auseinandersetzung mit dem Thema und regt zudem dazu an, die entwickelten Analyseinstrumentarien an weiteren historischen Sprachstufen zu erproben.
  • Deutsch
  • Berlin/Boston
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  • USA
  • Für Beruf und Forschung
  • 10,17 MB
978-3-11-051719-4 (9783110517194)
http://www.degruyter.com/isbn/9783110517194
weitere Ausgaben werden ermittelt
Christian Braun, Karl-Franzens-Universität Graz, Österreich
  • Intro
  • Vorwort
  • Inhalt
  • 1 Einleitung
  • 2 Der Text als Gegenstand linguistischer Betrachtung
  • 2.1 Die Textlinguistik im Spannungsfeld linguistischer Schulen
  • 2.2 Rhetorik und Stilistik als Vorläufer der Textlinguistik
  • 2.3 Aspekte der modernen Textlinguistik
  • 2.3.1 Der Text aus strukturalistischer Sicht
  • 2.3.2 Der Text aus strukturalistisch-funktionaler Sicht
  • 2.3.3 Der Text aus semantischer Sicht
  • 2.3.3.1 Der isotopische Zugriff
  • 2.3.3.2 Der makrostrukturelle Zugriff
  • 2.3.3.3 Der textthematische Zugriff
  • 2.3.4 Der Text aus pragmatisch-kommunikativer Sicht
  • 2.3.4.1 Sprechakttheorie
  • 2.3.4.2 Kommunikationszentrierte Ansätze
  • 2.3.5 Der Text aus kognitiver Sicht
  • 2.3.6 Integrative Ansätze
  • 2.3.6.1 Textlinguistik bei Brinker
  • 2.3.6.2 Textlinguistik bei de Beaugrande / Dressler
  • 3 Theoretische Grundlagen
  • 3.1 Zur theoretischen Verortung des Textbegriffs
  • 3.2 Texte in Gruppen: Textklassen, Texttypen, Textmuster, Textsorten
  • 3.2.1 Textklassen
  • 3.2.2 Texttypen
  • 3.2.3 Textmuster
  • 3.2.4 Textsorten
  • 3.3 Texte in Netzen
  • 3.3.1 Text und Diskurs
  • 3.3.2 Text und Textallianz
  • 3.3.3 Text und Textensemble
  • 3.3.4 Text und Hypertext
  • 3.4 Eigenschaften von Texten
  • 3.4.1 Externe Merkmale
  • 3.4.2 Textinterne und textinduzierte Eigenschaften
  • 3.4.2.1 Kohärenz und Kohäsion
  • 3.4.2.2 Merkmale textgrammatischer Kohärenz
  • 3.4.2.2.1 Wiederaufnahme/Rekurrenz
  • 3.4.2.2.2 Konnexion
  • 3.4.2.2.3 Zu den grammatischen Kategorien des Verbs
  • 3.4.2.2.4 Textoberflächengestaltung/Textarchitektonik
  • 3.4.2.3 Das Textthema
  • 3.4.2.4 Die Textfunktion
  • 4 Das Althochdeutsche aus textlinguistischer Sicht
  • 4.1 Allgemeine Überlegungen
  • 4.1.1 Das Althochdeutsche als Periode in der deutschen Sprachgeschichte
  • 4.1.1.1 Zum Terminus Althochdeutsch
  • 4.1.1.2 Zeitliche Erstreckung
  • 4.1.1.3 Räumliche Einordnung
  • 4.1.1.4 Historisch-kultureller Hintergrund
  • 4.1.1.4.1 Das fränkische Reich
  • 4.1.1.4.2 Die römische Kirche
  • 4.1.1.4.3 Die Mission
  • 4.1.1.4.4 Die karolingische Renaissance
  • 4.1.1.5 Rahmenbedingungen althochdeutscher Textproduktion
  • 4.1.1.5.1 Klösterliche Überlieferung
  • 4.1.1.5.2 Mundartliche Gebundenheit
  • 4.1.1.6 Sprachliche Merkmale
  • 4.1.2 Die althochdeutschen Sprachdenkmäler
  • 4.1.2.1 Binnengliederung des Quellmaterials
  • 4.1.2.2 Textsorten des Althochdeutschen
  • 4.1.2.3 Zusammenfassung
  • 4.2 Zur Verbindung von historischer Soziopragmatik und historischer Textlinguistik innerhalb eines integrativen Modells
  • 4.2.1 Vorüberlegungen
  • 4.2.2 Anforderungen
  • 4.2.3 Zwischenresümée
  • 4.3 Zu einem Modell soziopragmatischer Parametrisierung
  • 4.3.1 Grundsätzliche Überlegungen
  • 4.3.2 Der Kontext-Begriff
  • 4.3.3 Zu einer genaueren Betrachtung der kontextuellen Ebenen
  • 5 Soziopragmatische Klassifikationsfaktoren althochdeutscher Texte
  • 5.1 Einführende Überlegungen
  • 5.2 Die einzelnen Sprachdenkmäler in Übersicht
  • 5.2.1 Althochdeutsche Beichten
  • 5.2.2 Althochdeutsche Gebete
  • 5.2.3 Althochdeutsche Predigtsammlung A-C
  • 5.2.4 Basler Rezepte
  • 5.2.5 Althochdeutsche Benediktinerregel
  • 5.2.6 Carmen ad Deum/Sancte Sator
  • 5.2.7 Christus und die Samariterin
  • 5.2.8 De Heinrico
  • 5.2.9 Exhortatio ad plebem christianam
  • 5.2.10 Fränkisches Taufgelöbnis (A)
  • 5.2.11 Freisinger oder Altbairisches Paternoster
  • 5.2.12 Fuldaer Federprobe
  • 5.2.13 Georgslied
  • 5.2.14 Hicila-Vers/Kicila-Vers
  • 5.2.15 Hildebrandslied
  • 5.2.16 Hirsch und Hinde
  • 5.2.17 Althochdeutscher Isidor und Monsee-Wiener Fragmente
  • 5.2.18 Kasseler Gespräche
  • 5.2.19 Kleriker und Nonne/Liebesantrag an eine Nonne/Suavissima nunna
  • 5.2.20 Lex Salica-Fragment
  • 5.2.21 Ludwigslied
  • 5.2.22 Murbacher Hymnen
  • 5.2.23 Muspilli
  • 5.2.24 Otfrids Evangelienbuch
  • 5.2.25 Pariser (Altdeutsche) Gespräche
  • 5.2.26 Petruslied
  • 5.2.27 Physiologus
  • 5.2.28 Priestereid
  • 5.2.29 Psalm 138
  • 5.2.30 Spinnwirtelspruch/St. Galler Spottvers/St. Galler Vers
  • 5.2.31 St. Galler Paternoster und Credo
  • 5.2.32 St. Galler Schreibervers
  • 5.2.33 St. Galler Schularbeit
  • 5.2.34 St. Galler Spottvers
  • 5.2.35 St. Galler Sprichwörter
  • 5.2.36 Straßburger Eide
  • 5.2.37 (Althochdeutscher) Tatian
  • 5.2.38 Trierer Kapitular
  • 5.2.39 Trierer Spruch/(Trierer) Reimspruch/Trierer Gregorius-Spruch/(Zweiter) Trierer Teufelsspruch
  • 5.2.40 Weingartner Buchunterschrift
  • 5.2.41 Weißenburger Katechismus
  • 5.2.42 Würzburger Markbeschreibung II
  • 5.3 Althochdeutsche Zaubersprüche und Verwandtes
  • 5.3.1 Der Zauberspruch als Sprechakt
  • 5.3.2 Überlegungen zum historisch-kulturellen Hintergrund der Zaubersprüche
  • 5.3.3 Zu den soziopragmatischen Faktoren
  • 6 Parametergestützte Auswertungen und Überlegungen
  • 6.1 Personenkonstellationen und Motive der Aufzeichnung
  • 6.2 Die Sprachdenkmäler und ihre Kommunikationsbereiche
  • 6.2.1 Zur Berücksichtigung der relevanten kommunikativen Parameter
  • 6.2.1.1 Zum Problem der Vermischung verschiedener kommunikativer Bereiche
  • 6.2.1.2 Zum Problem oszillierender parametrischer Netze
  • 6.2.2 Die einzelnen Kommunikationsbereiche
  • 6.3 Wider die "Volkssprache" - das tradierte althochdeutsche Schrifttum als elitäre Gruppensprache
  • 6.3.1 Mönche und Kleriker als soziale Gruppe
  • 6.3.2 Das tradierte Althochdeutsche als monastisch-klerikale Gruppensprache
  • 6.3.2.1 Das frühchristliche Latein - Althochdeutsch als Sondersprache?
  • 6.3.2.2 Moderne Fach- und Sondersprachen - das Althochdeutsche als Verteilersprache?
  • 6.3.2.3 Zusammenfassung
  • 7 Ausgewählte textgrammatische Studien althochdeutscher Texte
  • 7.1 Das Korpus
  • 7.2 Der textgrammatische Zugriff
  • 7.2.1 Grundlagen und Methodik
  • 7.2.2 Ersatzkompetenz und Satzbegriff
  • 7.3 Einzelstudien
  • 7.3.1 Fränkisches Taufgelöbnis (A) (FT)
  • 7.3.2 St. Galler Credo (St.GC)
  • 7.3.3 Fuldaer Beichte (FB)
  • 7.3.4 Lorscher Beichte (LB)
  • 7.3.5 Exhortatio ad plebem christianam (Eapc)
  • 7.3.6 Otlohs Gebet (OG)
  • 7.3.7 Augsburger Gebet (AG)
  • 7.3.8 Petruslied (PL)
  • 7.3.9 Spezialfälle: Die Freisinger Gebete/so genannten Gebete Sigiharts(GS)
  • 7.4 Auswertung
  • 8 Zusammenfassung und Ausblick
  • Verzeichnisse, Quellen- und Bildnachweise

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