Blutschnee

Thriller
 
 
Heyne Verlag
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 29. Juni 2011
  • |
  • 416 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-641-06776-2 (ISBN)
 
Wenn der Jäger zum Gejagten wird

Inmitten eines eisigen Schneesturms kämpft sich Joe Pickett durch die Wälder. Er ist auf der Suche nach dem Jäger Lamar Gardiner - und findet ihn mit durchgeschnittener Kehle und von zwei Pfeilen durchbohrt an einen Baum genagelt. Rasch wird Joe klar: Dieser Fall besitzt politische Brisanz, und seine Gegner sind zu allem entschlossen. Er muss von diesem Berg fliehen, vor dem Sturm und vor dem Mörder, der irgendwo im Dickicht gerade seinen Bogen spannt.

  • Deutsch
  • München
  • |
  • Deutschland
Heyne
  • 0,76 MB
978-3-641-06776-2 (9783641067762)
3641067766 (3641067766)
weitere Ausgaben werden ermittelt
"Vierter Teil: Schneegeister (S. 292-293)

34

Zwei Monate waren vergangen, und stärkere Schneefälle hatte es nicht mehr gegeben – nur gelegentlich lag morgens eine dünne Pulverschicht. Selbst im März, wenn es in Wyoming sonst am meisten schneit, gab es keine Niederschläge. Andauernder Sonnenschein in größerer Höhe hatte den warmen Föhnwind Chinook von den Rocky Mountains herab ostwärts wehen und den Schnee in den Tälern schmelzen lassen. In den Bergen allerdings lag er noch zwei bis drei Meter hoch.

Am ehemaligen Lager der Souveränen warteten die kaputten Schneeraupen wie reglose Kolosse. Ihre Wohnwagen, Wohnmobile und anderen Fahrzeuge waren auch noch nicht weggeschafft und würden wohl bis zum Frühsommer stehen bleiben, wenn die Straßen in die Berge wieder geöffnet wurden und Sattelschlepper mit Tiefladern den Zeltplatz erreichen konnten. Ermittler und einige wenige Journalisten ausgenommen, hatte es im Lager seit der Explosion fast keine Besucher gegeben. Im Großen und Ganzen sah es dort noch immer so aus wie an jenem Tag im Januar.

Gleich nach den Ereignissen in den Bergen war eine interne Untersuchung der Bundesforstverwaltung eingeleitet worden, um zu ermitteln, ob gegen Grundsätze der Behörde verstoßen oder den Vorschriften Genüge geleistet worden war. Das FBI kündigte Vergleichbares hinsichtlich der Aktivitäten von Sonderermittler Dick Munker an. Robey Hersig hatte zögernd beim Generalstaatsanwalt in Cheyenne vorgefühlt, ob nicht auch der Staat Wyoming eine Untersuchung der Vorfälle anstrengen sollte, hatte sich aber mit der Begründung, es handele sich um eine Angelegenheit des Bundes, eine Abfuhr geholt.

Wade Brockius gehörte zu denen, deren Leichen in dem ausgebrannten Wohnwagen gefunden worden waren. Er lag über Jeannie Keeley, als hätte er sie schützen wollen, und Aprils Leichnam wurde neben den Überresten ihrer Mutter gefunden. Auch Eunice Cobb war entdeckt und identifiziert worden. Sie war es, die brennend aus dem Wohnwagen gerannt war. Pfarrer B. J. Cobb kündigte an, er wolle die Bundesforstverwaltung und das FBI wegen rechtswidriger Tötung verklagen und einen Prozesskostenfond mit Sitz in seiner Kirche gründen.

Man hatte ihm mitgeteilt, er müsse damit rechnen, dass es bis zum Prozess fünf Jahre dauern würde, falls seine Klage überhaupt zugelassen werde. Cobb hatte lauthals gegen den »internen« Charakter der Ermittlungen durch die Bundesbehörden protestiert, eine unabhängige Untersuchung gefordert und vorgeschlagen, das US-Justizministerium solle eine Arbeitsgruppe dafür einsetzen. Sein Vorschlag fand keinerlei Beachtung. Melinda Strickland war in Saddlestring geblieben.

Sie war zur vorübergehenden Bezirksleiterin der Forstverwaltung ernannt worden und hatte Lamar Gardiners Amt und Schreibtisch übernommen. Zwei weibliche Angestellte hatten schon Beschwerde eingereicht und geltend gemacht, Strickland habe im Zorn mit Büchern nach ihnen geworfen. Joe und Marybeth Pickett bezahlten die Beerdigungen von April und Jeannie Keeley mit Geld, das sie nicht besaßen. Obwohl sie auch noch die Kosten des Anwalt zu begleichen hatten, den sie beauftragt hatten, April zurückzuholen, verschuldeten sie sich weiter, um die Särge und die Grabstellen auf dem Friedhof des Twelve Sleep County zu kaufen. Die Gräber lagen neben der Ruhestätte von Ote Keeley, dem ermordeten Ausrüster, der hier vier Jahre zuvor in seinem Pick-up beigesetzt worden war. Dass sie diese Begräbnisse ausrichteten, löste bei manchem in Saddlestring Verwunderung aus und war in den Lokalen der Stadt Gesprächsthema."

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