Die Michael Jackson Tapes

Intime Gespräche des King of Pop mit seinem Therapeuten
 
 
Hannibal Verlag
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 18. November 2011
  • |
  • 304 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-85445-360-4 (ISBN)
 
Einfühlsam, analytisch und kompetent zeigt Rabbi Shmuley Boteach in seinem Buch eine bisher unbekannte, teils liebenswerte, teils erschreckende Seite im Leben und Charakter von Superstar Michael Jackson auf: Jahrelang begleitete Rabbi Shmuley, Therapeut und geistliche Autorität, den King of Pop und stand ihm beratend zur Seite. "Es war Michael Jacksons dringlichster Wunsch, dass dieses Buch publiziert wird. Es enthält die intimsten, authentischsten, schmerzhaftesten und erhellendsten Gespräche, die er jemals zur Veröffentlichung freigab", schreibt Shmuley Boteach, der elf Jahre lang an der Oxford University gelehrt hatte und insgesamt 21 Bücher veröffentlichte, die in 17 Sprachen übersetzt wurden, im Vorwort nunmehr auf Deutsch im Hannibal Verlag erschienenen Buches "Die Michael Jackson Tapes". Bereits kurz nach dem Erscheinen in den USA stand das Buch von Shmuley Boteach im Mittelpunkt des Medieninteresses und löste zahlreiche kontroverse Diskussionen um Michael Jackson, sein wild bewegtes Leben und seinen plötzlichen Tod aus.

"Mir bot sich die Möglichkeit, einem Mann bei der existentiellen Veränderung und Rehabilitation zu helfen, der zu einem Freund geworden war, einem Star, der meine Liebe zu Kindern teilte und fest an die Notwendigkeit ihrer Wertschätzung innerhalb unserer Kultur glaubte", schreibt der Autor. Aber er lernte auch die dunkle Seite des Superstars kennen. Wenn Michael Jackson, der sich gern im intellektuellen Rampenlicht bei seinen Vorträgern vor den Studenten der Oxford University, die ihm Rabbi vermittelt hat, sonnt, aber andererseits gelangweilt abwinkt, wenn er in Newark, New Jersey, mithelfen soll, arme Kinder zu unterstützen.

Es waren schicksalhafte Zeiten für Michael Jackson, bei denen Rabbi Shmuley Boteach mehr oder minder zufällig dabei war. So war er mit seiner Frau und den Kindern einer Einladung Jacksons auf dessen Neverland-Ranch just in den Tagen gefolgt, in denen auch der krebskranke Junge Gavin mit seiner Familie zur Erholung dort war und den Skandal um Jacksons angebliche Homosexualität auslöste. Auch die Kinder Shmuley Boteachs waren eingeladen gewesen die Nacht im Schlafzimmer Jacksons zu verbringen, der Rabbi hatte das Ansinnen jedoch abgelehnt. Boteach schreibt, wie Jackson sich mit merkwürdigen Freunden umgibt, stets Liebe sucht und sich nicht zu schade dafür ist, einen zweitrangigen Diplomaten überreden zu wollen, ihm eine Ernennung zum UNO-Botschafter zu vermitteln. Shmuley Boteach erlebte Drogenexzesse Jacksons mit, Zusammenbrüche und schüchterne Versuche Annäherung an das weibliche Geschlecht zu finden. Michael Jackson: "Meine erste Freundin war Tatum O'Neal. Sie gewann den Academy Award für Paper Moon. Ich war damals sechszehn und sie dreizehn. Und was war ich naiv! Sie wollte alles, und ich war überhaupt nicht an Sex interessiert, da für einen Zeugen Jehovas in dieser Hinsicht viele Gebote bestehen."

In den Sitzungen mit Rabi Shmuley Boteach, die auf Wunsch Jacksons auf Tonband aufgezeichnet wurden, erzählt er bisher unbekannte Einzelheiten über seine schwierige Beziehung zu seiner Familie, die harte Kindheit, in der er zum Superstar gedrillt werden sollte, seine Lieben und Ehen und seine Einstellung zu Gott und dem Tod: "Ja, ich würde am liebsten irgendwann einfach verschwinden. Ich würde alles hinwerfen, wenn nicht die Kinder und Babys wären. Ich würde den Tod wählen, wenn ich diese Aufgabe in meinem Leben verlöre. Ich meine das aus tiefstem Herzen. Ich will kein langes Leben führen. das will ich nicht, nein - nein. Ich finde das Altern hässlich, sehr hässlich. Es ist schlimm, wenn der Körper zerfällt und sich Falten bilden. Ich will nicht alt werden, dem kann ich nichts abgewinnen. Ich will nicht in den Spiegel blicken und das Alter sehen. Damit kann ich nicht umgehen, wirklich nicht. Die Leute meinen, dass das Altern schön sei und dies und das. Da bin ich ganz anderer Ansicht."

Auf eindrucksvolle Weise geling es Shmuley Boteach in diesem Buch den Menschen hinter der Maske des Michael Jackson zu entdecken und einen zerrissenen, zwiespältigen, selbstgefälligen und gleichzeitig sensiblen, aufopferungsvollen, einmaligen, hochbegabten Künstler vorzufinden.
  • Deutsch
  • 0,76 MB
978-3-85445-360-4 (9783854453604)
3854453604 (3854453604)
weitere Ausgaben werden ermittelt
Rabbi Shmuley Boteach ist einer der weltweit führenden Beziehungsexperten und eine geistliche Autorität. Seine 21 Bücher sind Bestseller geworden und wurden in 17 Sprachen übersetzt. Darüber hinaus verfasst er eine preisgekrönte, in vielen Zeitungen erscheinende Kolumne, die von Millionen Lesern begeistert verfolgt wird. Er unterstützte Oprah Winfrey als Experte für die Themen Liebe, Ehe und Erziehung in der Sendung Oprah and Friends. Er lehrte elf Jahre an der Oxford University. Die angesehene amerikanische Zeitschrift Newsweek bezeichnet ihn als den berühmtesten Rabbi der USA. Rabbi Shmuley wurde von der London Times mit dem angesehenen Titel 'Prediger des Jahres' gewürdigt, mit dem National Fatherhood Award geehrt und erhielt die höchste Auszeichnung für seine brillanten Kommentare von der American Jewish Press Association. Er lebt mit seiner Frau Debbie und ihren neun Kindern in New Jersey.

Die Zeichen der Zeit

Ein Gespräch über das Sterben in jungen Jahren

Michael sprach oft über die Kraft der Mysterien. Er zog sich nicht nur wegen seiner Schüchternheit zurück, sondern verfolgte damit eine bestimmte Absicht. Manchmal musste er sich verstecken, sich rarmachen, um das öffentliche Interesse aufrechtzuerhalten. Omnipräsenz bedeutet in der Welt der Celebrities den Tod. Und so fragte ich ihn …

Shmuley Boteach: Du würdest also sagen, dass die frühe Auflösung der Beatles das Beste war, das ihnen passieren konnte. Genau darum haben sie diese bis heute andauernde Ausstrahlung, weil sie plötzlich – Kabumm – nicht mehr präsent waren und das Publikum nie das Gefühl der Langeweile empfand. Ihre Karriere versandete nicht einfach so.

Michael Jackson: Ja, auch Marilyn Monroe starb früh. Sie wurde nicht alt und hässlich. Für mich liegt darin auch das Geheimnis eines James Dean.

SB: Die Leute sagen aber immer noch: »Ich wünschte, sie wären noch zusammen.«

MJ: Ja, ja.

SB: Und du [als Fan] hältst dann an diesem Wunsch fest, wirst ein Teil davon. Die Öffentlichkeit trägt zu ihrer Popularität bei, weil sie die Beatles unbedingt wieder zurückhaben will.

MJ: Auf jeden Fall. Man würde sich nicht mehr für sie interessieren, wären sie jetzt alt und verschroben.

SB: Michael, besteht für dich darin ein Grund, eines Tages auszusteigen und zu sagen: »Das war’s nun.«

MJ: Ja, ich würde am liebsten irgendwann einfach verschwinden. Die Leute würden mich nicht mehr sehen, und ich könnte mich um die Kinder kümmern, ohne aufzufallen. Der plötzliche Rückzug ist sehr wichtig. Wir sind Menschen, die sich wandeln. Wir brauchen die Veränderung in unserem Leben. In der Natur erleben wir auch Winter, Frühling, Sommer und Herbst.

An diesem Punkt angelangt, fragte ich mich besorgt, was Michael wohl mit dem Begriff »Verschwinden« meint. Sich aus dem Showbusiness zurückzuziehen, ist eine Sache – einen Todeswunsch in sich zu tragen, eine andere. So fragte ich nach …

SB: Okay, du willst aber ein langes und gesundes Leben führen. Du möchtest nicht einfach verschwinden, Gott bewahre, ähnlich den anderen Stars wie zum Beispiel Marilyn Monroe. Du willst doch nicht jung sterben?

MJ: Hm, du stellst eine interessante Frage. Bist du dir sicher, dass du meine Antwort hören willst?

SB: Ja, das bin ich.

MJ: Okay, dann werde ich dir eine ehrliche Antwort geben. Okay, hm. Mein größter Traum, der mir geblieben ist – die anderen Träume habe ich mir bereits durch die Musik erfüllt, ich liebe die Musik und das Entertainment –, ist das Projekt für Kinder, das wir beide verfolgen. Ja, mich interessiert [nichts anderes], das stimmt wirklich, meine Karriere ist mir egal, das kannst du mir wirklich glauben. Was mich antreibt, sind die Kinder. Wenn ich nicht dieses Ziel vor Augen hätte, würde ich ernsthaft … das habe ich dir schon erzählt, und ich schwöre bei Gott, dass jedes Wort stimmt – ich würde alles hinwerfen, wenn nicht die Kinder und Babys wären. Und das ist meine ernsthafte und ehrliche Antwort … und wie ich schon eben sagte, würde ich den Tod wählen, wenn ich diese Aufgabe in meinem Leben verlöre. Ich meine das aus tiefstem Herzen.

Aus seiner Stimme konnte ich die Wahrheit heraushören. Die Antwort wirkte auf mich extrem alarmierend. Hatte er mir wirklich gesagt, dass er den Tod wählen würde? Das konnte ich nicht glauben, und ich bat ihn, das klarzustellen.

SB: Den Tod zu wählen, wie im Fall von Marilyn Monroe?

MJ: So ähnlich. Ich würde einen Weg finden, den Planeten zu verlassen, da mir das Leben ohne die Babys und Kinder nichts mehr bedeutet.

SB: Du betrachtest Kinder als einen Teil deines Lebens, als einen Funken Gottes hier auf Erden?

MJ: Für mich sind sie es. Das schwöre ich.

SB: Für dich bedeuten Kinder Spiritualität?

MJ: Kinder strahlen das Reine und Spirituelle aus, und ich kann nicht ohne sie leben. Wenn du mir jetzt sagst: »Michael, du darfst nie wieder ein Kind sehen«, würde ich mich umbringen. Das schwöre ich bei Gott, denn ich hätte nichts anderes, wofür es sich zu leben lohnt. So ist es. Ehrlich.

Ich fühlte Überraschung und Erschrecken. Ich musste ihn wieder zur Vernunft bringen und sagte …

SB: Du möchtest also lange leben?

MJ: Ich will das Wort »schwören« zurücknehmen, denn ich schwöre niemals auf den Namen Gottes. Ich nehme das zurück. Könntest du bitte die Frage noch einmal wiederholen?

SB: Du hast davon gesprochen, »zu verschwinden«. Ich das Verschwinden für dich wichtig?

MJ: Ich will kein langes Leben führen … das will ich nicht, nein – nein. Ich finde das Altern hässlich, sehr hässlich. Es ist schlimm, wenn der Körper zerfällt und sich Falten bilden. Ich will nicht alt werden, dem kann ich nichts abgewinnen, Shmuley. Ich will nicht in den Spiegel blicken und das Alter sehen. Damit kann ich nicht umgehen, wirklich nicht. Die Leute meinen, dass das Altern schön sei und dies und das. Da bin ich ganz anderer Ansicht.

SB: Du möchtest als früher sterben?

MJ: Hm … Ich will nicht altern. Ich will lieber …

Mir ist klar, dass ich Michael an dieser Stelle nicht hätte unterbrechen dürfen. Jedoch empfand ich den Hinweis auf einen Suizid als äußerst alarmierend und fühlte die Notwendigkeit, ihn zum Leben zu inspirieren. Ich sagte …

SB: Und was wäre, wenn du im Geiste immer jung bleiben würdest?

MJ: Das ist für mich sehr wichtig.

SB: Du magst vielleicht Falten haben, willst aber sicherlich Prince und Paris aufwachsen sehen?

MJ: Ja, das will ich.

SB: Möchtest du ihre Kinder sehen?

MJ: Ich will nicht alt und vergesslich werden. Ich will immer jugendlich bleiben, die Energie zum Herumrennen haben, Verstecken spielen, eines meiner Lieblingsspiele. Als wir dich das letzte Mal besuchten, hätte ich am liebsten Verstecken gespielt. Du hast so ein schönes, großes Haus. Ich hasse es zu sehen, wenn Menschen alt werden, Shmuley.

Ja, wir konnten über Spiele reden, aber nicht, wenn Michael über die Option eines Suizids sprach. Ich lenkte das Gespräch wieder auf die Möglichkeit, älter zu werden, aber trotzdem jugendlich und voller Leben zu sein.

SB: Hast du noch nie Menschen gesehen, die älter wurden, aber ihre Jugendlichkeit bewahrten? Sie benehmen sich, als wären sie jung.

MJ: Ja, wenn sie sich ein junges Herz bewahrt haben. Ich liebe das. Wenn sie vergesslich werden, die Haut sich in Falten legt [und] ihr Körper verfällt – das schmerzt mich. Oder wenn sie …

SB: Meinst du damit Menschen in deiner Nähe, Menschen, die du liebst? Wirkt deine Mutter alt auf dich? Dein Vater? Kennst du im Business Entertainer, die alt geworden sind?

MJ: Ja, Menschen, die ich sehr geliebt habe und die gestorben sind. Ich habe das nicht verstanden. Zum Beispiel Fred Astaire. Er war mein Freund. Ich mochte diesen Mann, ich liebte ihn – und ich begreife seinen Tod einfach nicht. Seit ich ganz klein war, ein Kind, lebte Fred Astaire in der Nähe unseres Hauses und unterhielt sich immer mit mir. Er lehrte mich verschiedene Dinge, erzählte mir, dass ich einmal ein großer Star sein werde. Damals habe ich noch nicht darüber nachgedacht. Ihn in den Filmen tanzen zu sehen, beeindruckte mich ungemein. Ich wusste nicht, dass sich jemand so wunderschön bewegen konnte. Und dann erreichte er langsam den Punkt … Eines Tages sprach er mich an: »Weißt du, Michael, wenn ich jetzt eine Drehung tanzen müsste, würde ich direkt auf das Gesicht fallen. Ich habe meinen Gleichgewichtssinn verloren.« Als er mir das nächste Mal die Tür öffnete, [machte] er kleine und unsichere Schritte – so wie ich jetzt, Shmuley. Kleine, winzige Schritte, die mir das Herz brachen. Das schmerzte mich so sehr. An dem Tag, an dem er starb, brachte mich das um, es brachte mich um. Es zerstörte mich. Und das ist …

SB: Denk mal an [Prinzessin] Diana. Das, was ihr zustieß, war eine große Tragödie, Michael.

Ich versuchte ihn daran zu erinnern, dass die Nachteile des Alterns nicht so schlimm sind wie ein junger, tragischer Tod.

MJ: Das war eine große Tragödie. Sie hat mich aus der Bahn geworfen. Ich denke, sie hat jeden verwirrt.

SB: Es ist nicht erstrebenswert, früh zu sterben. Vielleicht wirst du dann zu einem Mythos, Michael. Aber das Leben ist doch viel zu wertvoll, oder?...

Dateiformat: EPUB
Kopierschutz: Wasserzeichen-DRM (Digital Rights Management)

Systemvoraussetzungen:

Computer (Windows; MacOS X; Linux): Verwenden Sie eine Lese-Software, die das Dateiformat EPUB verarbeiten kann: z.B. Adobe Digital Editions oder FBReader - beide kostenlos (siehe E-Book Hilfe).

Tablet/Smartphone (Android; iOS): Installieren Sie bereits vor dem Download die kostenlose App Adobe Digital Editions (siehe E-Book Hilfe).

E-Book-Reader: Bookeen, Kobo, Pocketbook, Sony, Tolino u.v.a.m. (nicht Kindle)

Das Dateiformat EPUB ist sehr gut für Romane und Sachbücher geeignet - also für "fließenden" Text ohne komplexes Layout. Bei E-Readern oder Smartphones passt sich der Zeilen- und Seitenumbruch automatisch den kleinen Displays an. Mit Wasserzeichen-DRM wird hier ein "weicher" Kopierschutz verwendet. Daher ist technisch zwar alles möglich - sogar eine unzulässige Weitergabe. Aber an sichtbaren und unsichtbaren Stellen wird der Käufer des E-Books als Wasserzeichen hinterlegt, sodass im Falle eines Missbrauchs die Spur zurückverfolgt werden kann.

Weitere Informationen finden Sie in unserer E-Book Hilfe.


Download (sofort verfügbar)

9,99 €
inkl. 19% MwSt.
Download / Einzel-Lizenz
ePUB mit Wasserzeichen-DRM
siehe Systemvoraussetzungen
E-Book bestellen

Unsere Web-Seiten verwenden Cookies. Mit der Nutzung dieser Web-Seiten erklären Sie sich damit einverstanden. Mehr Informationen finden Sie in unserem Datenschutzhinweis. Ok