Praxishandbuch Heilpraktiker für Psychotherapie

Therapieleitfaden, Recht und Praxisführung
 
 
Karl F. Haug (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 14. Dezember 2016
  • |
  • 184 Seiten
 
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978-3-13-205331-1 (ISBN)
 
Endlich da! Das erste Praxishandbuch für Heilpraktiker für Psychotherapie - mit allen notwendigen Informationen für die Eröffnung und Führung einer Praxis: Gesetzliche Grundlagen, Therapieleitfäden, Rahmenbedingungen und Ethikrichtlinien in der Psychotherapie, Befundberichte, Abrechnung und Supervision.

Hier finden Sie direkt umsetzbare Anleitungen zu allen Themen der Praxisorganisation.
Zahlreiche Kopiervorlagen auf CD und zum Download unterstützen Sie dabei und sparen richtig Zeit.
Außerdem bekommen Sie Antworten auf Ihre Fragen zu den Therapiesitzungen selbst:
- Wie sollte der Erstkontakt mit meinen Klienten verlaufen?
- Welche Rahmenbedingungen für die Psychotherapie setze ich?
- Wo sind meine Grenzen?
- Wie gestalte ich meine therapeutische Beziehung zum Patienten?
- Welche Therapieverfahren darf ich anwenden?

Perfekt für Ihren Start und als Nachschlagewerk in der laufenden Praxis. Ideal auch für Diplom-Psychologen, die ohne Kassenzulassung nach dem Heilpraktikergesetz arbeiten wollen.
  • Deutsch
  • Stuttgart
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  • Deutschland
  • Medizinische Fachberufe
  • 23
  • |
  • 23 Abbildungen
  • Höhe: 24 cm
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  • Breite: 17 cm
  • 5,41 MB
978-3-13-205331-1 (9783132053311)
weitere Ausgaben werden ermittelt
1 - Susanne Juliana Bosch: Praxishandbuch Heilpraktiker für Psychotherapie [Seite 1]
1.1 - Innentitel [Seite 5]
1.2 - Impressum [Seite 6]
1.3 - Widmung [Seite 7]
1.4 - Danksagung [Seite 8]
1.5 - Vorwort [Seite 9]
1.6 - Zur Arbeit mit diesem Buch [Seite 10]
1.7 - Inhalt [Seite 11]
1.8 - Teil 1 Gesetzliche Grundlagen: Rechte und Pflichten [Seite 15]
1.8.1 - 1 Praxisinformationen [Seite 16]
1.8.1.1 - Einleitung [Seite 16]
1.8.1.2 - Gesetzliche Grundlagen für die Praxis [Seite 16]
1.8.1.2.1 - Heilpraktiker für Psychotherapie [Seite 17]
1.8.1.2.2 - Das Heilpraktikergesetz und die 1. Durchführungsverordnung [Seite 17]
1.8.1.2.3 - Verbote für den Heilpraktiker [Seite 19]
1.8.1.2.4 - Pflichten und Berufsordnung für Heilpraktiker [Seite 19]
1.8.1.2.5 - Berufsbezeichnung [Seite 23]
1.8.1.2.6 - Patientenrechtegesetz [Seite 24]
1.8.1.2.7 - Werbung [Seite 26]
1.8.1.3 - Eröffnung einer Heilpraktikerpraxis [Seite 33]
1.8.1.3.1 - Meldung der Praxis [Seite 33]
1.8.1.3.2 - Praxisname [Seite 33]
1.8.1.3.3 - Logo [Seite 35]
1.8.1.3.4 - Praxisräume [Seite 35]
1.8.1.3.5 - Businessplan [Seite 37]
1.8.1.3.6 - Patientenakquise/Werbung [Seite 37]
1.8.1.3.7 - Homepage und Internet [Seite 39]
1.8.1.3.8 - Versicherungswesen [Seite 41]
1.8.1.4 - Berufsverband [Seite 42]
1.8.1.5 - Steuerliche Hinweise [Seite 43]
1.8.1.5.1 - Buchführung [Seite 45]
1.8.1.5.2 - Umsatzsteuer [Seite 45]
1.9 - Teil 2 Klientenkontakt und therapeutischerRahmen [Seite 47]
1.9.1 - 2 Erstkontakt mit dem Klienten [Seite 48]
1.9.1.1 - Einleitung [Seite 48]
1.9.1.2 - Erstes Telefonat [Seite 48]
1.9.1.2.1 - Roter Faden beim ersten Telefonat [Seite 49]
1.9.1.2.2 - Therapeutisches Verhalten beim Telefonat [Seite 51]
1.9.1.3 - Erste Sitzung [Seite 51]
1.9.1.3.1 - Therapeutisches Verhalten im Gespräch [Seite 52]
1.9.1.3.2 - Grundstruktur des Erstgesprächs [Seite 52]
1.9.1.4 - Befunderhebung/Anamnese [Seite 56]
1.9.1.4.1 - Anmerkungen zur Liste [Seite 56]
1.9.1.5 - Behandlungsvertrag [Seite 60]
1.9.2 - 3 Rahmenbedingungen einer Psychotherapie [Seite 62]
1.9.2.1 - Einleitung [Seite 62]
1.9.2.2 - Dauer der Sitzung [Seite 63]
1.9.2.3 - Dauer der Psychotherapie [Seite 64]
1.9.2.4 - Kontakt zwischen den Sitzungen [Seite 65]
1.9.2.4.1 - Ausnahmesituationen für eine Kontaktaufnahme zwischen den Sitzungen [Seite 66]
1.9.2.5 - Aufbau einer therapeutischen Sitzung [Seite 67]
1.9.2.5.1 - Arbeitsbereich: die Sitzgruppe [Seite 67]
1.9.2.5.2 - Gespräch im therapeutischen Prozess [Seite 68]
1.9.2.5.3 - Besondere Gesprächssituationen [Seite 69]
1.9.2.6 - Honorar [Seite 71]
1.9.2.7 - Möglichkeiten der Kostenerstattung für Patienten [Seite 72]
1.9.2.7.1 - Einzelfallentscheidung der Kostenübernahme durch gesetzliche Kassen [Seite 72]
1.9.2.7.2 - Beispielbericht Kostenerstattungverfahren [Seite 75]
1.9.2.7.3 - Fortführungsantrag ambulante Psychotherapie [Seite 75]
1.9.2.8 - Rechnung nach dem GebüH [Seite 77]
1.9.2.8.1 - Checkliste nach dem GebüH [Seite 80]
1.9.3 - 4 Therapeutische Beziehung [Seite 81]
1.9.3.1 - Einleitung [Seite 81]
1.9.3.2 - Übertragung und Gegenübertragung [Seite 82]
1.9.3.2.1 - Übertragung [Seite 82]
1.9.3.2.2 - Gegenübertragung [Seite 83]
1.9.3.3 - Eigenreflexion und Supervision [Seite 83]
1.9.3.4 - Nähe und Distanz [Seite 84]
1.9.3.5 - Michelangelo-Prinzip [Seite 85]
1.9.3.6 - Psychohygiene für Therapeuten [Seite 85]
1.9.3.6.1 - Risiken für Therapeuten [Seite 86]
1.9.3.6.2 - Michelangelo-Prinzip in der Anwendung [Seite 87]
1.9.3.6.3 - Kleine Klopfübung [Seite 88]
1.9.3.6.4 - Meditation [Seite 89]
1.9.3.6.5 - Körper abklopfen [Seite 89]
1.9.3.6.6 - Verbindung mit Himmel und Erde [Seite 90]
1.9.3.7 - Supervision [Seite 90]
1.9.3.8 - Intervision [Seite 91]
1.10 - Teil 3 Psychotherapieverfahren [Seite 93]
1.10.1 - 5 Therapieverfahren [Seite 94]
1.10.1.1 - Einleitung [Seite 94]
1.10.1.2 - Psychotherapieverfahren [Seite 94]
1.10.1.3 - Kassenzugelassene Therapieverfahren [Seite 95]
1.10.1.4 - Anerkannte Therapieverfahren [Seite 95]
1.10.1.5 - Psychotherapieschulen und zugeordnete Verfahren [Seite 95]
1.10.1.5.1 - Psychoanalytische und psychodynamisch orientierte Therapieverfahren [Seite 95]
1.10.1.5.2 - Kognitiv-Verhaltenstherapeutische Ansätze [Seite 97]
1.10.1.5.3 - Humanistische Ansätze [Seite 99]
1.10.1.5.4 - Systemische Ansätze [Seite 100]
1.10.1.5.5 - Ergänzende spezielle Therapieverfahren [Seite 101]
1.10.1.6 - Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen [Seite 105]
1.10.1.6.1 - Kriterien seriöser Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen [Seite 105]
1.10.2 - 6 Interventionen in der Psychotherapie [Seite 107]
1.10.2.1 - Einleitung [Seite 107]
1.10.2.2 - Basisinterventionen [Seite 107]
1.10.2.3 - Welche Behandlung bei welchem Krankheitsbild [Seite 109]
1.10.2.3.1 - Interventionen ICD-10, Kapitel F 0 [Seite 109]
1.10.2.3.2 - Interventionen ICD-10, Kapitel F 1 [Seite 111]
1.10.2.3.3 - Interventionen ICD-10, Kapitel F 2 [Seite 115]
1.10.2.3.4 - Interventionen ICD-10, Kapitel F 3 [Seite 118]
1.10.2.3.5 - Interventionen ICD-10, Kapitel F 4 [Seite 121]
1.10.2.3.6 - Interventionen ICD-10, Kapitel F 5 [Seite 130]
1.10.2.3.7 - Interventionen ICD-10, Kapitel F 6 [Seite 136]
1.10.2.3.8 - Interventionen ICD-10, Kapitel F 7 [Seite 142]
1.10.2.3.9 - Interventionen ICD-10, Kapitel F 8 [Seite 143]
1.10.2.3.10 - Interventionen ICD-10, Kapitel F 9 [Seite 144]
1.10.2.4 - Tabellarische Kurzzusammenfassung [Seite 146]
1.10.2.4.1 - Interventionen Kapitel F 0 [Seite 146]
1.10.2.4.2 - Interventionen Kapitel F 1 [Seite 146]
1.10.2.4.3 - Interventionen Kapitel F 2 [Seite 147]
1.10.2.4.4 - Interventionen Kapitel F 3 [Seite 147]
1.10.2.4.5 - Interventionen Kapitel F 4 [Seite 148]
1.10.2.4.6 - Interventionen Kapitel F 5 [Seite 149]
1.10.2.4.7 - Interventionen Kapitel F 6 [Seite 150]
1.10.2.4.8 - Interventionen Kapitel F 7 [Seite 151]
1.10.2.4.9 - Interventionen Kapitel F 8 [Seite 151]
1.10.2.4.10 - Interventionen Kapitel F 9 [Seite 151]
1.10.2.5 - Schlussbemerkungen: Interventionen [Seite 152]
1.10.3 - 7 Sondersituationen in der Behandlung [Seite 153]
1.10.3.1 - Einleitung [Seite 153]
1.10.3.2 - Kompetenzgrenze wahrnehmen [Seite 153]
1.10.3.2.1 - Intensive Gefühle - Gegenübertragung [Seite 153]
1.10.3.2.2 - Kompetenzgrenze erreicht [Seite 155]
1.10.3.3 - Notfälle [Seite 155]
1.10.3.3.1 - Störungsbilder, die von einem Arzt begutachtet werden müssen [Seite 155]
1.10.3.4 - Adressen Krisenintervention [Seite 162]
1.10.3.5 - Traumatisierte Patienten [Seite 163]
1.10.3.5.1 - Psychoedukation [Seite 163]
1.10.3.5.2 - Unterscheidung der Traumatypen [Seite 164]
1.10.3.5.3 - Übungen zur Stabilisierung und zur Aktivierung von Ressourcen [Seite 166]
1.11 - Teil 4 Anhang [Seite 173]
1.11.1 - 8 Kontakt mit anderen Berufsgruppen [Seite 174]
1.11.2 - 9 Abkürzungen [Seite 177]
1.11.3 - 10 Glossar [Seite 178]
1.11.4 - 11 Adressen und nützliche Links [Seite 180]
1.11.5 - 12 Literatur [Seite 182]
1.12 - Sachverzeichnis [Seite 185]
2 - Leere Seite [Seite 2]

2 Erstkontakt mit dem Klienten


"Das haben wir noch nie probiert, also geht es sicher gut."

Astrid Lindgren, Pipi Langstrumpf

2.1 Einleitung


Der Erstkontakt mit Ihrem Klienten ist in mehrerlei Hinsicht wichtig. Zum einen ist Ihr eigener Auftritt dafür entscheidend, ob ein Klient wirklich zu Ihnen kommt oder nicht. Zum anderen habe ich schon sehr häufig die Erfahrung gemacht, dass Laien nicht wissen, dass die Therapie bei einem Heilpraktiker für Psychotherapie eine Privatleistung ist. Es ist schwierig, die verschiedenen Ausbildungswege zu verstehen und zu wissen, wer von diesen Personen nun eine Kassenzulassung hat und wer nicht. Auch die Unterschiede zwischen den Therapieverfahren sind für Laien schwer zu erkennen. Welches Verfahren für welches Störungsbild geeignet ist, das ist nicht einfach zu durchschauen.

Ihr erster Kontakt mit einem neuen Klienten sollte deshalb möglichst strukturiert sein und ihm alle wichtigen Informationen vermitteln. Hierzu möchte ich Ihnen einen "roten Faden" an die Hand geben, den Sie als Grundlage für den Erstkontakt am Telefon verwenden können.

Nach dem ersten Telefonat folgt die erste Sitzung. Auch hier sollten wichtige Informationen von beiden Seiten ausgetauscht werden. Ebenso sollte Ihr persönliches Auftreten kompetent, sympathisch und authentisch sein, damit die Anbahnung einer guten, vertrauensvollen therapeutischen Beziehung möglich ist. In den ersten Sitzungen wird der Befund erhoben und die Anamnese erstellt. Auch der Beziehungsaufbau findet in dieser ersten Phase der Therapie statt. Wie Sie sich auf diese Faktoren gut vorbereiten können, möchte ich Ihnen in diesem Kapitel erläutern.

Zum Thema Befunderhebung und Anamnese stelle ich Ihnen 2 Fragebögen vor. Eine Struktur für den psychopathologischen Befund (AMDP-System) und einen sehr ausführlichen Fragebogen zur Lebensgeschichte nach Lazarus. Schließlich ist noch das Abschließen eines schriftlichen Behandlungsvertrages mit Ihrem Klienten ein wichtiger Aspekt der ersten Sitzung. Auch hierzu erhalten Sie Informationen und einen Mustervertrag, den Sie für Ihre Bedürfnisse als Vorlage verwenden dürfen.

2.2 Erstes Telefonat


Meist beginnt die Kontaktaufnahme mit einem neuen Patienten mit einem ersten Telefonat. Der Klient hat Ihre Telefonnummer entweder im Internet recherchiert oder als Empfehlung bekommen. Häufig kommt der Anstoß, eine Psychotherapie durchzuführen, von außen, von einem Arzt oder von jemandem aus dem Freundes- oder Bekanntenkreis. Hinzu kommt, dass es für die meisten Menschen eine große Überwindung darstellt, einen solchen Schritt zu wagen. Sie sollten deshalb unbedingt auf alle wichtigen Informationen hinweisen, sowie einen kompetenten Eindruck machen und dem Klienten Akzeptanz vermitteln, um so seine Therapiemotivation zu stärken.

2.2.1 Roter Faden beim ersten Telefonat


Hier folgt eine Liste ( ? Abb. 2.1) für Ihren ersten Telefonkontakt mit einem Klienten, die Ihnen als roter Faden dienen kann (nach Franziska Luschas, kleiner KVT Boss: www.youtube.com). Sie können sich sowohl wichtige Notizen machen als auch Dinge abhaken, die Sie im Gespräch erwähnt haben. Ergänzen Sie nach persönlichem Empfinden die Punkte, die Ihnen am Herzen liegen.

Abb. 2.1 Formular für Notizen beim telefonischen Erstgespräch.

2.2.1.1 Hinweise zur Liste "Der rote Faden"

Beginnen Sie mit allgemeinen Informationen wie Datum, Name und Telefonnummer.

Eine wertvolle Frage ist, woher der Klient Ihre Telefonnummer hat. Damit erfahren Sie, ob man Sie weiterempfohlen hat und ob Sie im Internet gut zu finden sind. Vielleicht waren ja andere Werbemaßnahmen von Ihnen erfolgreich? Zu Beginn des Telefonates sollten Sie nach dem Grund des Anrufes fragen. Ich habe mir angewöhnt, die Formulierung so zu gestalten: "Können Sie mir kurz schildern, worum es geht?". Das erste Telefonat soll keine vollständige Beratungssituation sein. Aber Sie möchten gerne einschätzen können, ob der Klient bei Ihnen richtig ist und nicht zum Beispiel Physiotherapie mit Psychotherapie verwechselt hat.

Fragen Sie dann nach, ob der Anrufer weiß, dass Sie Heilpraktiker für Psychotherapie sind und keine Kassenzulassung besitzen. Danach nennen Sie bitte Ihr Honorar. Der Klient muss genau wissen, welche Kosten auf ihn zukommen. Erklären Sie ihm auch die möglichen Sondersituationen, die entstehen können: Eine Paarsitzung dauert vielleicht 90 Minuten (statt 60 Minuten). Deshalb ist sie entsprechend teurer. Eine Sitzung mit einem Kind beträgt 45 Minuten und ist deshalb entsprechend günstiger. Fragen Sie nach, ob eine private Krankenversicherung oder eine private Zusatzversicherung vorliegt und notieren Sie sich das. Falls Ihr Klient das bejaht, dann müssen Sie eine Rechnung nach dem Gebührenverzeichnis für Heilpraktiker (GebüH) ausstellen, die ganz bestimmte Informationen enthalten muss (Kap. ? 3). Sie können dem Klienten erklären, dass in diesem Fall eventuell eine Teilkostenerstattung über seine private Versicherung möglich ist. Ich rate dem Klienten, bei der privaten Kasse anzurufen und nachzufragen. So erfährt er schnell, ob die Kosten für Heilpraktiker (Psychotherapie) im Leistungsumfang der Versicherung enthalten ist (Ziffer 19 des GebüH) und wenn ja, wie viel ihm erstattet wird.

Wenn der Anrufer es bereits weiß, dass er einen Eigenanteil zu finanzieren hat, können Sie zur Terminvereinbarung kommen. Ich nenne zuerst den nächsten freien Termin, der in meiner Praxis meist in wenigen Wochen verfügbar ist. Gleichzeitig frage ich jedoch nach bestimmten Tagen und Zeitfenstern, die für den Patienten am besten umsetzbar sind. Sollte es zu einer Psychotherapie mit regelmäßigen Terminen kommen, müssen die Zeiten der Sitzungen natürlich für beide Seiten gut koordiniert sein.

Dann folgen Hinweise zum Ablauf der ersten Sitzung und wie lange diese dauern wird. Beschreiben Sie kurz, wie Sie arbeiten werden.

  • Werden Sie vorwiegend zusammen sprechen, damit eine Befunderhebung stattfinden kann?

  • Werden Sie im Verlauf weiterer Sitzungen auch andere Methoden anwenden?

  • Welche Methoden könnten das sein und was sollte Ihr Klient im Vorfeld darüber wissen?

Sprechen Sie auch an, ob der Patient zum Termin etwas mitbringen soll. Wenn Sie zum Beispiel Barzahlung bevorzugen, muss der Klient genügend Bargeld dabei haben. Oder Sie möchten, dass gewisse Informationen vom Patienten notiert werden. Dann sollte er etwas zum Schreiben dabei haben.

Vergessen Sie bitte nicht anzusprechen, wie bei einer kurzfristigen Absage vorzugehen ist.

Ein Punkt des "roten Fadens" ist, die Anfahrt zu Ihrer Praxis zu klären. Auf meiner Homepage habe ich die Anfahrt beschrieben und Fotos des Hauses eingefügt. So kann der Klient sich vorab ein "Bild" machen. Sie sollten auf Parkplätze hinweisen und auch etwas dazu sagen, ob der Klient im Wartebereich warten soll bis Sie ihn aufrufen. Soll er anklopfen, wenn er vor Ihrer Zimmertür steht?

Zuletzt fragen Sie nach, ob es etwas gibt, das vergessen wurde. Möglicherweise hat der Anrufer noch eine Frage oder möchte noch eine zusätzliche Information loswerden.

2.2.2 Therapeutisches Verhalten beim Telefonat


Ihr Verhalten am Telefon entscheidet mit, ob der Klient in der Folge zu Ihnen kommen wird. Sie sollten einen klaren, kompetenten und freundlichen Eindruck hinterlassen. Um dies zu erreichen, ist es wertvoll, sich mit ein paar Hinweisen auseinanderzusetzen.

Das erste Telefonat ist kein Beratungsgespräch. Achten Sie bitte unbedingt auf die Zeit und vermeiden Sie ein zu detailliertes Einsteigen auf die Problembereiche des Klienten. Auch zum Schutz des Patienten ist dies hilfreich. Sie brauchen zwar eine kurze Information, um welche Schwierigkeiten es geht, um sicher zu sein, dass der Anrufer auch richtig bei Ihnen ist. Bedenken Sie aber auch, dass eine minutiöse Schilderung einer belastenden Situation emotional sehr aufwühlend sein kann. Eventuell ist es notwendig, den Klienten etwas in seinen Schilderungen zu bremsen. Sie können ihm Ihre Beweggründe ruhig offen nennen. Er wird es verstehen, dass Sie nicht möchten, dass schon das Telefonat tiefe Gefühle bei ihm auslöst.

Achten Sie bei Ihren Ausführungen darauf, sich kurz zu fassen. Vermutlich ist der Mensch am anderen Ende der Leitung nervös oder hat Angst und ist gar nicht aufnahmefähig für fachspezifische Informationen. Auch Fremdwörter sind möglichst zu vermeiden oder Sie erklären diese direkt. Das vermittelt auch den Eindruck einer Gleichwertigkeit.

Werten Sie die Schilderungen Ihres Gegenübers nicht. Der Klient braucht eine wertneutrale Atmosphäre, um sich angenommen zu fühlen. Damit er Vertrauen in Sie fassen kann. Sprechen Sie wichtige Informationen direkt an. Reden Sie bitte nicht um den heißen Brei, wenn es zum Beispiel um Ihr Honorar geht. Seien Sie bitte auch ehrlich, wenn Sie den Eindruck haben, dass der Anrufer bei Ihnen falsch ist, weil Sie die Kompetenz für die Behandlung nicht besitzen. Sagen Sie das offen und ehrlich! Lassen Sie Ihrem Gegenüber Zeit, damit der Patient Fragen formulieren kann, die eventuell im...

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