Die Wirtschaftswissenschaft nach dem Kriege

Neunundzwanzig Beiträge über den Stand der deutschen und ausländischen sozialökonomischen Forschung nach dem Kriege. Erster Band: Wirtschaftspolitische Ideologien. Festgabe für Lujo Brentano zum 80. Geburtstag
 
 
Duncker & Humblot (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 10. Februar 2015
  • |
  • IX, 390 Seiten
 
E-Book | PDF mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-428-56332-6 (ISBN)
 
Im Rahmen des Projekts 'Duncker & Humblot reprints' heben wir Schätze aus dem Programm der ersten rund 150 Jahre unserer Verlagsgeschichte, von der Gründung 1798 bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs 1945. Lange vergriffene Klassiker und Fundstücke aus den Bereichen Rechts- und Staatswissenschaften, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, Geschichte, Philosophie und Literaturwissenschaft werden nach langer Zeit wieder verfügbar gemacht.
Reprint der Ausgabe von 1925
  • Deutsch
  • Berlin
  • |
  • Deutschland
  • 44,15 MB
978-3-428-56332-6 (9783428563326)
10.3790/978-3-428-56332-6
weitere Ausgaben werden ermittelt
'Palyi, Melchior; Wirtschaftswissenschaftler, * 14.3.1892 Budapest, ┼ 28.7.1970 Chicago (Illinois, USA). (evangelisch)

Nach dem Abitur am Ev. Gymnasium in Budapest (1909) studierte P. an der dortigen Universität, der Handelshochschule und der Univ. München Jura, Privat- und Volkswirtschaftslehre. 1915 wurde er mit der von M. J. Bonn angeregten Arbeit >Die romantische Geldtheorie< (1916) zum Dr. rer. cam. promoviert. Nach kurzer Tätigkeit im österr.-ungar. Staatsdienst nahm P. 1918-22 einen Lehrauftrag an der Handelshochschule München wahr. 1920-22 wirkte er an der Edition nachgelassener Schriften Max Webers mit. P.s Forschungen betrafen vornehmlich die aktuellen Zahlungsbilanz- und Währungsprobleme und das Bankwesen der deutschen Nachkriegszeit. 1921 habilitierte er sich in Göttingen mit der Schrift >Der Streit um die Staatliche Theorie des Geldes<. 1922 an die Handelshochschule Berlin umhabilitiert, erhielt P. bis zu seiner Emigration keinen Ruf auf eine Professur. Er lehrte vorübergehend in Kiel und - als Gastprofessor - an engl. und amerik. Universitäten. 1929 wurde er an der Handelshochschule Berlin zum Honorarprofessor ernannt. Vielfältig waren P.s Kontakte zur Wirtschaftspraxis und zu Wirtschaftspolitikern. 1928-33 gehörte er einem Wissenschaftlichen Beirat der Deutschen Bank an. In seiner Funktion als Direktor des 1931 gegründeten >Instituts für Währungsforschung< in Berlin verteidigte er publizistisch die Politik der Reichsbank in der Krise und trat für den Erhalt des Goldstandards ein.

1933 emigrierte P., wegen seiner jüd. Abstammung und als kämpferischer Liberaler bedroht, über England in dieUSA. Hier unterrichtete er an verschiedenen Universitäten und führte Forschungsprojekte u.a. zu Fragen der Ordnung von Kreditmärkten durch. Er wurde amerik. Staatsbürger. 1937-40 war P. Partner in einem Handelsgeschäft, seit 1940 selbständiger Unternehmensberater und Publizist. Höchst kritisch verfolgte er nach 1945 die Entwicklung der Währungsordnungen. Er warnte beständig vor der Bedrohung individueller Freiheiten durch den modernen Staat und vor inflatorischen Tendenzen. In Zeitungsartikeln und mehreren Büchern warb er, wie schon in der Weltwirtschaftskrise, für einen weltweiten Goldstandard.'

Borchardt, Knut, in: Neue Deutsche Biographie 20 (2001), S. 25 f.
  • Intro
  • Inhalt
  • M. J. Bonn: Geleitwort. Lujo Brentano als Wirtschaftspolitiker
  • I. Die wirtschaftspolitischen Strömungen
  • Leopold von Wiese: Gibt es noch Liberalismus?
  • Inhalt
  • Heinrich Herkner: Sozialpolitischer Liberalismus
  • Inhalt
  • I.
  • II.
  • III.
  • IV.
  • C. von Tyszka: Die freihändlerische Bewegung nach dem Kriege
  • Inhalt
  • Carl Brinkmann: Imperialismus als Wirtschaftspolitik
  • Inhalt
  • I.
  • II.
  • III.
  • IV.
  • Gerhart v. Schulze-Gaevernitz: Amerikas Überimperialismus
  • Inhalt
  • Theodor Cassau: Die sozialistische Ideenwelt vor und nach dem Kriege
  • Inhalt
  • Carl Landauer: Die Ideologie des Wirtschaftsparlamentarismus
  • Inhalt
  • I. Der Wirtschaftsparlamentarismus als sozialer Föderalismus
  • II. Die Argumente für den Wirtschaftsparlamentarismus
  • a) Argumente allgemeiner staatspolitischer Zweckmäßigkeit
  • b) Argumente vom Standpunkte bestimmter politischer Grundanschauungen
  • III. Schlußbetrachtung
  • Goetz Briefs: Die wirtschafts- und sozialpolitischen Ideen des Katholizismus
  • Inhalt
  • Fritz Baade: Die neuen agrarischen Ideen seit 1914
  • Inhalt
  • I.
  • II.
  • III.
  • IV.
  • V.
  • VI.
  • Paul Honigsheim: Romantische und religiös-mystisch verankerte Wirtschaftsgesinnungen
  • Inhalt
  • Literaturangaben und Anmerkungen
  • II. Ideologie und Praxis in der Wirtschaftspolitik
  • Franz Oppenheimer: Pseudoprobleme der Wirtschaftspolitik
  • Inhalt
  • Walther Lötz: Der Staat und die Finanzen
  • Inhalt
  • A. Der Zustand des Staats in seiner Wirkung auf die Finanzen
  • B. Welche Einflüsse übt jeweils die Ordnung der Finanzen auf den Staat?
  • Rudolf Kaulla: Die Aufwertungsfrage und das Wesen des Geldes
  • Inhalt
  • I.
  • II.
  • III.
  • IV.
  • V.

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