Perfect Players - Die Liebe gewinnt

 
 
LYX (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 1. März 2020
  • |
  • 327 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-7363-1335-4 (ISBN)
 
Was, wenn man nicht an die Liebe glaubt und den Traummann findet?

Ivy Hayes hat ein einzigartiges Talent, das sie zum Beruf gemacht hat - sie ist unschlagbar darin, für andere Schluss zu machen, ohne dass es böses Blut gibt. Ihre Trennungs-Agentur "Ditched" ist ein erfolgreiches Startup-Unternehmen, dessen Dienste sogar Prominente in Anspruch nehmen. Ivy glaubt nicht an die Liebe und lässt sich grundsätzlich nicht auf eine ernsthafte Beziehung ein. Doch als sie den Football-Star Becket Jones kennenlernt, gerät ihre Überzeugung, dass der Mann, der ihr Herz erweichen kann, nicht existiert, gehörig ins Wanken. So sehr Ivy auch versucht, einen Haken an Becket zu finden - es will ihr nicht gelingen. Er ist nicht nur unwiderstehlich heiß, sondern auch kinderlieb, fürsorglich und zutiefst romantisch. Doch so sehr sie sich insgeheim danach sehnen mag, ihre Überzeugungen über Bord zu werfen - an seiner Seite stünde sie im Rampenlicht, und dann wäre es nur noch eine Frage der Zeit, bis jemand ihre schmerzliche Vergangenheit wieder ans Licht zerren würde.

"Ein perfektes Buch mit einem perfekten Helden. Becket ist der ultimative Traumtyp!" SULTRY SIRENS BOOK BLOG
1. Aufl. 2020
  • Deutsch
  • Köln
  • |
  • Deutschland
  • 1,09 MB
978-3-7363-1335-4 (9783736313354)

3


Ivy

Universität von Louisiana.

Hauptstudium

Erstmals vereinen wir unsere »Gaben«. Und ich bin nervös wie nie.

Sehr viel nervöser als bei meiner ersten inoffiziellen Aufgabe, als ich Darcy geholfen habe, die Beziehung zum Jahrgangssprecher unserer Schule zu beenden.

Bryce senkt das Kinn, neigt den Kopf zur Seite, sieht Loreen mit großen braunen Welpenaugen an. »Du brauchst jemanden auf deiner Wellenlänge, der eine Familie gründen und ein Haus mit weißem Zaun drum rum besitzen will. So einer bin ich nicht. Ich würde mich verraten, wenn ich so ein Mensch sein wollte. Darum möchte ich nicht, dass wir weiter zusammen sind, denn dann müsste ich dich hassen.«

Sei ehrlich und bring die Dinge auf den Punkt.

Bryce seufzt und fasst sein Gerede zusammen. »Du hast Besseres verdient: jemanden, der all das möchte, sich für Kunst begeistert, gern Wiederholungen von Sex and the City schaut und nicht allergisch gegen deine Katze ist.«

Er verzieht den Mund zu einem melancholischen Lächeln. »Jemanden, der dich und dein Talent schätzt, Popcorn in der Mikrowelle zu rösten, ohne dass es verbrennt oder Maiskörner am Boden zurückbleiben. Jemanden, der es toll findet, wie du dich um ihn kümmerst, wenn es nach Regen aussieht, und dafür sorgst, dass er immer genug Schnupftücher und Hustenbonbons in der Tasche hat. Jemanden wie .«

Führe Positives auf und sprich über das Gute, das dein Partner für dich getan hat.

Meine Finger krümmen sich in nervöser Erwartung. Das macht er prima. Nur noch etwas mehr .

»Vielleicht jemanden wie Ethan Filmore.«

Volltreffer. Erwähne einen attraktiven Studienkollegen, der womöglich Interesse hat. In Laurens Fall ist es Ethan, der demnächst seinen Abschluss in Kunst & Design macht und den Lauren seit zwei, drei Semestern aus Seminaren kennt.

Danke, Darce! Um dies einzufädeln, hat sie ihre Magie spielen lassen.

»Gut gemacht«, murmle ich, während ich das Paar über einige Tische weg im Innenhof des Cafés beobachte. »Jetzt, Darce«, flüstere ich ins Mikrofon meines Ohrhörers.

Schon taucht Ethan auf. Sein künstlerisches Auftreten ist klischeehaft, doch er hat Ausstrahlung, das muss ich ihm lassen - vor allem mit der Baskenmütze, die er immer trägt.

»Ach«, fängt Lauren an, »mach dich doch nicht schlecht, Bryce.« Sie umfasst seine Hand auf dem kleinen runden Tisch. »Du warst genau, was ich brauchte, aber wo du es jetzt sagst .« Sie verstummt nachdenklich.

»Du nimmst es mir also nicht übel?«, fragt er leise, drückt kurz und sanft ihre Rechte, entzieht ihr dann die Hand.

Genau wie wir es geübt haben.

Verlassen sollen sie sich besser fühlen als vorher.

Laurens Mund öffnet sich. Ihr Blick springt zwischen Bryce und Ethan hin und her, der sich dem Tisch nun nähert.

»Entschuldigt die Störung.« Ethan sieht verlegen drein, und sein Blick gleitet zu Bryce, ehe er ihn mit brennender Intensität auf Lauren richtet. »Ich wollte fragen, ob du am Freitag mit mir in die Ausstellung gehen magst.«

Sie errötet. »Ich, äh, ja. Sehr gern.« Jetzt ist sie knallrot.

Das geht ja echt leicht! Sicher, Lauren und Bryce waren nur vier Monate zusammen, aber laut Bryce begann ihre Entfremdung vor acht Wochen. Solche problemlosen Trennungen helfen uns, die weit schwierigeren durchzustehen. Jeder braucht mal eine Atempause, sogar ich.

Leuten beim Beenden ihrer Beziehung zu helfen ist anstrengender, als man denkt.

»Toll, eine Begleitung zu haben, die sich auskennt.« Ethan tritt von einem Fuß auf den anderen. Sofort straffe ich mich und versuche ihm telepathisch zu vermitteln, er solle selbstbewusst bleiben und das ausstrahlen. »Und obendrein eine Schönheit ist.«

Lauren macht große Augen und öffnet staunend den Mund. »Das ist echt total -«, beginnt sie, bremst sich aber, weil Bryce noch dabeisitzt.

Der lächelt sie freundlich an, zwinkert ihr zu, steht auf. »Macht ihr zwei mal hübsch Pläne fürs Wochenende.«

»Bye, Bryce!« Sie lächelt dankbar und konzentriert sich wieder auf Ethan, der sich sofort auf den leeren Stuhl setzt.

Bryce geht, wirkt erleichtert und schiebt sich hinter mir vorbei. Ein kurzes Nicken, schon ist er auf und davon, um das Singledasein einmal mehr zu genießen. Mein Blick ruht erleichtert auf Lauren und Ethan, die sich nun angeregt über mittelalterliche Kunst oder was auch immer unterhalten. Endlich kann ich entspannt durchatmen.

»Saubere Arbeit.« Darcys Kommentar in meinem Ohrhörer lässt mich zufrieden lächeln. »Fünfzig ehrlich verdiente Dollar.«

»Wir müssen die Preise raufsetzen«, sagt Leif, unser Techniker, der darauf besteht, immer mitzuhören - für den Fall, dass die Dinge aus dem Ruder laufen. Stets gelingt es ihm, nützliche Hintergrundinformationen über unsere Kunden und über die Leute zu recherchieren, von denen sie sich trennen wollen.

»Wir sind an der Uni. Da schwimmt kaum jemand im Geld«, raune ich.

»Wir sollten unsere Gebühren für potenzielle Kunden zumindest aufschlüsseln. Das wäre sinnvoll, zumal Darcy ihre vielfältigen Fähigkeiten nun offiziell in unser Unternehmen einbringt.«

Seufzend streife ich mir die Kuriertasche über. »Lass uns später darüber reden. Ich muss los.« Ich beende die Verbindung, stecke Handy und Ohrhörer in eine Seitentasche und kehre ins Wohnheim zurück.

Höchste Zeit, mich auf die Besprechung mit dem Betreuer meiner Examensarbeit vorzubereiten.

»Miss Hayes, ich bin etwas besorgt.«

Dr. Robicheaux bekommt schmale Augen, und zwischen den Brauen steht jene Stirnfalte, die stets Übles verheißt. Mein Magen zieht sich vor Anspannung zusammen, denn für mich hängt viel von meiner Abschlussarbeit ab, genauer: von der Zulassung meiner Arbeit.

»Ihnen ist sicher klar, wie abgebrüht der von Ihnen gewählte Ansatz wirkt?«

Abgebrüht? Ich beiße vor Anspannung die Zähne zusammen, bleibe aber cool und schaue ihn von meinem Stuhl vor seinem Schreibtisch an. »Bei allem Respekt: Nur weil ich nicht daran glaube, dass alle Welt dazu bestimmt ist, für alle Zeit im allein selig machenden Hafen der Ehe zu landen, bin ich doch nicht abgebrüht, Sir.« Ich stoße ein dumpfes Lachen aus. »Schließlich steht nirgendwo geschrieben, dass alle an dieses Disney-Szenario glauben müssen«, füge ich hinzu und hätte beinahe »an diesen Disney-Quatsch« gesagt.

»Aber falls Sie mit diesem Ansatz eine Praxis eröffnen wollen«, er hält inne, senkt den Kopf und sieht mich über seine dicke, dunkle Hornbrille hinweg an, »dürfte es schwer für Sie werden, Patienten zu finden.« Er schürzt die Lippen. »Und sie zu behalten.«

Ich muss mich beherrschen, um nicht mit der Wahrheit herauszuplatzen, dass ich mein Gewerbe schon längst ohne Approbation betreibe. Das würde nicht nur mich ruinieren, sondern auch Darcy und Leif schaden, und die beiden darf ich da nicht reinziehen. Vor allem Darcy nicht. Auf sie konnte ich mich immer unbedingt verlassen.

»Vielleicht sollten Sie eine Therapie machen«, fährt Robicheaux fort. »Das dürfte Ihnen nützen und helfen, dass Ihr Vorleben«, wie er das Wort ausspricht, jagt mir Schauer über den Rücken, »und Ihre Erfahrungen als Pflegekind nicht Ihre Ansichten beeinträchtigen.«

Ich verschränke die Finger und lege die Hände in den Schoß. Da sitze ich auf meinem bequemen Lederstuhl gegenüber dem riesigen Schreibtisch meines Betreuers Robicheaux, den ich ein Menschenalter zuvor unter dem Namen André kannte.

Höchste Zeit, das Offensichtliche nicht länger zu leugnen.

»Meine Erfahrungen als Pflegekind waren andere als gemeinhin vermutet. Ich wurde nie missbraucht.« Das stimmt. Meine schlimmsten Erfahrungen habe ich lange vor meiner Zeit als Pflegekind gemacht.

Nach der Verwandlung meiner Mutter.

Ehe ich fortfahre, versuche ich mich zu beruhigen. »Seit wann wissen Sie davon?«

Seit wann wissen Sie, wer ich bin?, soll das eigentlich heißen. Ich hatte gehofft, Robicheaux' »Verwandtschaftsradar« nicht zu aktivieren. Zumal er von meiner Vergangenheit weiß.

Kaum habe ich meine Frage gestellt, bekommt seine Maske einen winzigen Riss, und er hebt die Mundwinkel auf jene jungenhafte Art, die ich aus langer Vorzeit kenne.

»Es ist schwer, Sie zu vergessen.« Seine leise Antwort erstaunt mich. »Ich wollte das nicht früher ansprechen, um Sie nicht zu verschrecken.« Er betrachtet mich mit tiefdunkelbraunen Augen, und seine Nachdenklichkeit ist nicht frei von Zuneigung. »Haben Sie hinterher in der Matheprüfung geschummelt?«

Diese Anspielung auf unsere gemeinsame Vergangenheit schnürt mir den Hals zu und lässt mein Herz unregelmäßig schlagen. Verzweifelt führe ich mir vor Augen, dass ich jahrelang keine Panikattacke erlitten habe und dies ein schlechter Zeitpunkt für einen Rückfall wäre.

Ich atme tief ein und zwinge mich, geduldig zu bleiben und einen lockeren Ton anzuschlagen. »Ja.« Ich nicke knapp und lächle angespannt. »Ihretwegen natürlich.«

Er verzieht den Mund zur Ahnung eines aufrichtigen Lächelns, und in seine Augenwinkel treten Fältchen. »Freut mich, dass ich helfen konnte.« Seine dunklen Augen mustern mich, aber nicht lüstern, wie ich das von Männern gewöhnt bin, sondern besorgt, fast brüderlich. »Es scheint Ihnen gut zu gehen.« Als ich schon antworten will, fügt er hinzu: »Ein rein äußerlicher...

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