MARCO POLO Reiseführer Athen

Reisen mit Insider-Tipps. Inklusive kostenloser Touren-App
 
 
MAIRDUMONT (Verlag)
  • 16. Auflage
  • |
  • erschienen am 6. August 2020
  • |
  • 144 Seiten
 
E-Book | ePUB ohne DRM | Systemvoraussetzungen
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-575-41563-9 (ISBN)
 

MARCO POLO E-Books sind besonders praktisch für unterwegs und sparen Gewicht im Reisegepäck!

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E-Book basiert auf: 16. Auflage 2020

Städtereise mit Strandurlaub: Entdecke Athen mit dem MARCO POLO Reiseführer Im Straßencafé sitzen, wo einst Sokrates und Platon wandelten, griechisch tanzen lernen oder im Akrópolis Museum Meisterwerke antiker Kunst bestaunen: Athen wird nie langweilig. Egal, ob du in die Geschichte Athens eintauchen willst oder das griechische Lebensgefühl auf dem Markt und in den Tavernen genießt, dein MARCO POLO Reiseführer ist der perfekte Begleiter für deinen individuellen Griechenland-Urlaub.
Agorá, Akrópolis und Areopag: In Athen trifft Geschichte auf modernes Leben! Mit den MARCO POLO Insidertipps erlebst du die Stadt wie die Einheimischen. Athen perfekt im Überblick: Mit den MARCO POLO Erlebnistouren verpasst du keine der Besonderheiten der Stadt Mehr als Kebab und Souvláki: Wo du die moderne Athener Küche probieren kannst, verraten dir die MARCO POLO Restaurant- Tipps Von griechischer Designermode bis Flohmarkt-Fundstü >Weniger suchen, mehr entdecken: mit der kostenlosen MARCO POLO Touren App (mit Online- und Offlinekarten) Extra-Tipps für den Urlaub mit Kindern, für Low- Budget oder für schlechtes Wetter
In deinem MARCO POLO Reiseführer findest du alles, was du für deinen Urlaub brauchst: Wissenswertes zum Reiseziel, Tipps für Übernachtungen, Infos zur Anreise und zum ÖPNV. Wo der Strand nur eine Trambahnfahrt entfernt ist, erwartet dich eine Städtereise, die abwechslungsreicher nicht sein könnte. Also, pack deinen MARCO POLO Reiseführer ein und ab nach Athen!
  • Deutsch
  • Ostfildern
  • |
  • Deutschland
  • 100,00 MB
978-3-575-41563-9 (9783575415639)
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Was für eine Bescherung: An einem Heiligabend kam der Bremer Griechenland-Guru erstmals nach Athen. Seitdem lässt Klaus Bötig die Stadt um die Akrópolis nicht mehr los. Viele Kellner wissen, wie er seinen griechischen Mokka trinkt (ohne Zucker), und manch einer kennt auch seinen Lieblingswein (Retsina). An Athen stört ihn nur, dass auch hier der Tag nur 24 Stunden hat.
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So tickt Athen


© mauritius images/imageBROKER: S. Jordan

Wachwechsel der Evzonen vor dem Parlament

Entdecke Athen


© mauritius images/Alamy: M. Gonda

Früher Abend an der antiken Agorá: Noch findet man Platz in den Restaurants .

Schon im Landeanflug auf Athen enthüllt die griechische Metropole einen Aspekt ihrer Schönheit. Aus welcher Richtung die Maschine auch kommt, schwebt sie immer über Inseln und Ägäis ein, fällt der Blick aus den Kabinenfenstern auf hohe Berge, Strände, felsige Küsten und ein überwiegend weißes Häusermeer, in dem fast die Hälfte aller Hellenen zu Hause ist.

Athen von Anfang an


Nur zwei bis drei Stunden nach der Landung kannst bereits mitten in der lebendigen Athener Geschichte sitzen, denn die Verkehrsverbindungen vom Flughafen in die Innenstadt sind rund um die Uhr ausgezeichnet. Einen besonders schönen Einstieg ins Athener Lebensgefühl bieten dir die Straßencafés in der Odós Adrianoú gleich gegenüber der antiken Agorá. Hier überblickst du das parkähnliche Gelände des antiken Marktplatzes, auf dem einst große Philosophen wie Sokrates und Platon wandelten, und schaust auf das Thiseion, Griechenlands besterhaltenen antiken Tempel. Dahinter erheben sich der nackte Fels des Areopags und der steile Felshang der von Tempeln gekrönten Akrópolis. Zwischen den Cafés und der Agorá rattert alle paar Minuten Athens älteste Metrolinie vorbei, auf der anderen Seite der Fußgängerpromenade sitzen Straßenhändler. Straßenmusikanten ziehen vorbei und spielen meist mehr oder minder gut "Ein Schiff wird kommen". In deinem Rücken erlebt das Flohmarktviertel einen willkommenen Aufschwung im Zeichen der Wirtschaftskrise.

Die Stadt erlaufen


Wenn du dann zu einem ersten Stadtrundgang aufbrichst, wirst du schnell feststellen, wie kurz die Entfernungen zwischen fast allen wichtigen historischen Sehenswürdigkeiten, ganz unterschiedlichen Stadtteilen mit fotogenen Ansichten, Einkaufs- und Vergnügungsvierteln sind. In Athen brauchst du auf keinen Fall ein Auto und nur selten eine der drei Metrolinien, einen der abgasarmen Busse, einen Trolleybus oder die hier Tram genannte, hochmoderne Straßenbahn. Fast alles erreichst du bequem und ohne langweilige Durststrecken zu Fuß. Anders als noch kurz vor den Olympischen Sommerspielen 2004, die Athen stark verändert haben, brauchst du den einst berüchtigten Athener Smog nicht mehr zu fürchten. Die Luft in Athen ist dank zahlreicher Verkehrsbeschränkungen und neuer Massenverkehrsmittel deutlich sauberer geworden, immer mehr Straßen werden zu reinen Fußgängerzonen. Überhaupt bessert sich das Umweltbewusstsein der Athener zwar langsam, aber stetig. So beteiligen sich immer mehr Stadtbewohner am Müll-Recycling oder installieren auf ihren Hausdächern Sonnenkollektoren für die Warmwasserbereitung.

Zwischen Antike und Neuzeit


Durch Athen zu bummeln macht Spaß und wird nie langweilig. Auf dem Weg vom Thissío, die Nordseite des Akrópolis-Hügels entlang zum Akrópolis-Museum fühlst du dich kaum noch in einer Großstadt. Links säumen berühmte Altertümer die breite, ganz Fußgängern vorbehaltene Promenade, die einmal eine vierspurige Autostraße war. Rechts sind niedrige Hügel von dichtem Grün bedeckt, zwischen denen sich antike Bauten verstecken: die Pnyx als Stätte der antiken Volksversammlung oder das Philopáppos-Denkmal. Im modernen Akrópolis-Museum, das selbst schon eine architektonische Sehenswürdigkeit darstellt, wird man schließlich auf vielfältige Weise mit Athens bekanntestem Bauwerk bekannt gemacht - und kann auf der Terrasse dieses Museums von Weltrang im Angesicht der antiken Tempel in einer schicken Cafeteria Spezialitäten aus ganz Griechenland genießen. Auf den Tellern können Käse von den Ägäischen Inseln oder Wurst aus Mykonos oder Léfkas liegen, in den Gläsern schimmert griechischer Wein oder eine traditionelle Pflaumenlimonade. Gehst du weiter um die Akrópolis herum, kommst du sogleich in Athens Altstadt, die Pláka. Sie ist der Kern des neuen Athens, das nach dem Befreiungskrieg gegen die Türken 1821-29 seine Wiedergeburt erlebte. Als Athen 1834 dann Hauptstadt des befreiten Griechenlands wurde, hatte es nur 5000 Bewohner, von denen viele direkt auf der Akrópolis zwischen den Tempelruinen lebten. Zunehmende Industrialisierung nach dem Ende des 19. Jhs. und die Umsiedlung Hunderttausender Griechen aus Kleinasien ins Gebiet der Metropole nach dem gescheiterten Feldzug der Hellenen gegen Ankara 1922/23 brachten ein enormes Bevölkerungswachstum mit sich. Heute zählt die Stadt mit all ihren Vorstädten ca. 3,8 Mio. Menschen, das eigentliche Athen hat ca. 664?000 Bewohner.

Stadtviertel-Vielfalt


Zumeist in zarten Ockertönen gehaltene, ziegelgedeckte Häuser und klassizistische Stadtvillen aus dem 19. und frühen 20. Jh. säumen in der Pláka die meist autofreien Gassen, beherbergen kleine Museen, Galerien und historische Archive. Anders als am verkehrsreichen, durch seine Luxushotels und das Parlamentsgebäude repräsentativen Síntagma-Platz laden in der Pláka kleine, ganz urbane Plätze zur Rast, und in vielen kleinen Hotels kannst du hier mitten in der Geschichte wohnen. An den Hauptachsen der Pláka reiht sich Laden an Laden, Taverne an Taverne. Nur ein paar Meter weiter sitzen Katzen auf Fensterbänken, fühlst du dich - wie im Stadtviertelchen Anafiótika - in ein ägäisches Inseldorf versetzt. Und überall entdeckst du antike Ruinen und kleine mittelalterliche Kirchen. Diese vielen historischen Bauten stehen nicht isoliert wie deplatzierte Relikte aus längst vergangenen Zeiten im Straßenbild, sondern sind ins Alltagsleben eingebunden. In keiner anderen Großstadt Europas ist die Antike noch so präsent wie hier, Rom ausgenommen. Doch in Rom künden Bauwerke von der Großmannssucht der Kaiser, in Athen sind sie größtenteils eindrucksvolle Zeugnisse des ersten demokratischen Staats der Geschichte. Hier wurde zuerst gebaut und gedacht, was die Römer später nachahmten, technisch verbesserten und schließlich - wie das Theater mit der Tierhatz und den Gladiatorenkämpfen oder die Tempel zur Kaiserverehrung - entwürdigten und entweihten. Zum besonderen Flair der Athener Innenstadt tragen auch andere, an die Pláka angrenzende Stadtviertel bei, die noch bis vor wenigen Jahrzehnten reine Industrie- und Gewerbeviertel waren. Im Thissío-Viertel trifft sich die Jugend bei Rockmusik in den ehemaligen königlichen Pferdeställen, zeigt eine Galerie moderne Kunst in den Räumen einer einstigen Hutfabrik. Im Psirrí-Viertel werden heute noch tagsüber in vielen kleinen Werkstätten Schuhe, Taschen und andere Lederwaren genäht, während abends die Tavernen, Bars und Musiklokale überwiegend junge Leute aus der ganzen Stadt anziehen. Sogar der alte Gasometer im Gázi-Viertel hat eine neue Verwendung als Kunstgalerie gefunden, um die herum Bars und Restaurants auch wohlhabende Gäste in Feinschmeckerrestaurants locken.

© mauritius images/J. Wlodarcyzk

Zu Füßen der Akrópolis entwickelt Athen dörflichen Charme: das Anafiótika-Viertel

Der Atem der Geschichte


Gegenwart und Geschichte verschmelzen in Athen überall miteinander. Unvergesslich werden dir die Minuten sein, die du auf einer Parkbank im Nationalgarten, unter einem Olivenbaum auf dem antiken Kerameikós-Friedhof oder auf dem Rasen unterhalb des Hephaistos-Tempels verträumst. Einzigartig ist das Plätzchen auf dem Areopag, wo vor über 2500 Jahren Athens oberster Gerichtshof tagte und von dem aus du abends eine fantastische und obendrein kostenlose Aussicht über das weite Lichtermeer Athens genießt. Und vielleicht lässt sich nirgends besser als auf der Akrópolis über den Fortschritt der Menschheit nachdenken, wenn du siehst, wie viel grandiose Schönheit die Menschen der Antike ganz ohne Computer, Beton und moderne Baumaschinen schufen.

Athener Kontraste


Fast ebenso reizvoll kann es sein, sich einfach auf die griechische Lebensart einzulassen und die Kontraste zu beobachten, die unsere Zeit mit sich bringt. Die gut gekleideten jungen Leute mit iPhone und Sportwagenschlüsseln auf dem Kaffeehaustisch vor sich gehören ebenso dazu wie die Hunderttausende legale und illegale Immigranten aus Afrika und Asien, die dir überall in der Stadt als Straßenverkäufer von schwarz gebrannten DVDs und Billigelektronik begegnen werden, oder wie die traditionellen Losverkäufer, die dir mit ihren Rubellosen das große Glück versprechen. Die Maronengriller am Straßenrand sind ebenso ein Teil Athens wie die vielen Zweigstellen griechischer und internationaler Fast-Food-Ketten, die sich bei Alt und Jung wegen ihrer scheinbar günstigen Preise großer Beliebtheit erfreuen. Athen ist eine Stadt der Gegensätze - und wird es gerade angesichts der Wirtschafts- und Finanzkrise, die das ganze Land seit 2010 beutelt, wohl noch lange bleiben. Gestiegene Steuern, gekürzte Gehälter und Renten haben die Einkaufskraft der Durchschnittsathener stark beschnitten. So mancher Laden in der City und in den sieben selbstständigen Vorstadtgemeinden ist geschlossen und erst mal nicht wieder vermietbar, Restaurants und Tavernen klagen über starke Umsatzeinbußen. Auszugehen lassen die Athener sich aber trotzdem nicht nehmen - man konsumiert eben weniger als früher.

Rund um Athen


Auch in einem anderen Teil Groß-Athens, der Hafenstadt Piräus, ist die Krise zu...

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