Nationales Recht in Investitionsschiedsverfahren

 
 
Mohr Siebeck (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 30. Januar 2017
  • |
  • 315 Seiten
 
E-Book | PDF mit Adobe DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-16-154898-7 (ISBN)
 
Das Verhältnis von Völkerrecht und nationalem Recht wird meist im Hinblick auf die Rezeption von Völkerrecht im nationalen Recht betrachtet. Dabei findet an vielen Stellen umgekehrt auch nationales Recht Eingang ins Völkerrecht und wird als solches in Entscheidungen internationaler Gerichte vielfach angewendet. Nils Börnsen untersucht die theoretischen Grundlagen der Anwendbarkeit nationalen Rechts im Völkerrecht anhand einer Betrachtung des Investitionsschutzrechts. Er untersucht dabei Existenz und Gestalt eines völkerrechtlichen Rechtsanwendungsrechts. Neben der Bestimmung der konkreten Rechtsgrundlagen für die Anwendung nationalen Rechts in Form von Verweisen untersucht er auch die Frage der richtigen Bestimmung und Auslegung des nationalen Rechts. Dem schließt sich eine Betrachtung der Grenzen der Anwendung nationalen Rechts im Falle von Normkonflikten zwischen Völkerrecht und anwendbarem nationalen Recht an. Hierbei kommen verschiedene rechtsordnungsinterne und -externe Kollisionsregeln einschließlich des Internationalen Ordre Public zur Anwendung.
  • Deutsch
  • Tübingen
  • |
  • Deutschland
  • 4,33 MB
978-3-16-154898-7 (9783161548987)
3161548981 (3161548981)
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  • Cover
  • Vorwort
  • Inhaltsverzeichnis
  • Abkürzungsverzeichnis
  • Einleitung
  • I. Grundlagen
  • 1. Der Grundsatz der Bindung des Richters an das Recht
  • a. Die Rechtsbindung des Richters im nationalen Recht
  • b. Die Rechtsbindung des Richters und des Schiedsrichters im Völkerrecht
  • 2. Das Bezugsobjekt der Bindung
  • a. Primat der Rechtswahl
  • b. Mehrheit der möglichen Bezugsobjekte
  • aa. Völkerrecht und nationales Recht als getrennte Rechtsordnungen
  • bb. Der völkerrechtliche Charakter der Schiedsgerichte in Investitionsschiedsverfahren
  • c. Notwendigkeit eines Rechtsanwendungsrechts
  • d. Investitionsschutzrecht als Teilrechtsordnung des Völkerrechts
  • 3. Rechtsanwendungsrecht des allgemeinen Völkerrechts
  • a. Grundsätzliche Anwendbarkeit nationalen Rechts im allgemeinen Völkerrecht
  • aa. Irrelevanz nationalen Rechts im Völkerrecht
  • bb. Beschränkte Bedeutung des Grundsatzes der Irrelevanz nationalen Rechts im Völkerrecht
  • cc. Die Betrachtung nationalen Rechts als Faktum
  • dd. Kritik der Betrachtung nationalen Rechts als Faktum
  • b. Völkerrechtliches Rechtsanwendungsrecht
  • aa. Existenz eines völkerrechtlichen Rechtsanwendungsrechts
  • bb. Anwendbarkeit des völkerrechtlichen Rechtsanwendungsrechts auf nationales Recht
  • (a) Fehlen exklusiver Regelungsbereiche des Völkerrechts und des nationalen Rechts
  • (b) Fehlen einer vorausgesetzten Hierarchie zwischen Völkerrecht und nationalem Recht
  • (c) Zwischenergebnis
  • c. Anwendbarkeit im Investitionsschutzrecht
  • aa. Anwendung nationalen Rechts trotz seiner Betrachtung als Faktum
  • bb. Unzulänglichkeit der Hierarchisierung des anwendbaren Rechts
  • cc. Ergebnis
  • 4. Das komplementäre Verhältnis zwischen Völkerrecht und nationalem Recht
  • 5. Zusammenfassung
  • II. Rechtsgrundlage der Anwendung nationalen Rechts
  • 1. Abgrenzungen
  • a. Genetischer Einfluss des nationalen Rechts auf das Völkerrecht
  • b. Allgemeine Rechtsgrundsätze im Völkerrecht
  • c. Konformität nationalen Rechts mit Völkerrecht
  • 2. Völkerrechtliche Regeln mit Bezug zu nationalem Recht
  • a. Verweise völkerrechtlicher Regeln auf nationales Recht als rechtliche Grundlage einer Bindung
  • aa. Begriffsbestimmung
  • bb. Differenzierung zwischen rezipierenden und nicht-rezipierenden Verweisen
  • (a) Konzeptionelle Grundlage der Differenzierung
  • (b) Praktische Bedeutung der Differenzierung
  • b. Verweise auf nationales Recht im Investitionsschutzrecht
  • aa. Rechtsbegriffe des nationalen Rechts in völkerrechtlichen Regeln als Verweise
  • Abgrenzung zu autonomen Begriffen
  • bb. Berücksichtigung nationalen Rechts in völkerrechtlichen Generalklauseln
  • (a) Autonome Auslegung von Generalklauseln und indizieller Charakter nationalen Rechts
  • (b) Sonderfall: Legitimate expectations im Rahmen des fair and equitable treatment Standards
  • cc. Verweise auf durch nationales Recht geschaffene Rechtslagen
  • (a) Individuelle Rechte
  • (b) Staatsangehörigkeit natürlicher Personen
  • (c) Juristische Personen
  • (aa) Existenz juristischer Personen
  • (bb) Staatszugehörigkeit juristischer Personen
  • dd. Zurechnungsregeln
  • ee. Inländergleichbehandlung
  • ff. Schirmklauseln
  • (a) Unmittelbarer Verweis auf nationales Recht
  • (b) Mittelbarer Verweis auf nationales Recht
  • (c) Zusammenwirken mit Stabilisierungsvereinbarungen
  • gg. Konformitätsklauseln
  • hh. Klauseln zum anwendbaren Recht
  • (a) Klauseln zum anwendbaren Recht in völkerrechtlichen Verträgen
  • (b) Klauseln zum anwendbaren Recht in Investitionsverträgen
  • ii. Schiedsklauseln
  • 3. Keine Anwendung nationalen Rechts ohne verweisende völkerrechtliche Regel
  • a. Keine Schließung von Regelungslücken im Völkerrecht durch nationales Recht
  • b. Keine unmittelbare Anwendung nationalen Rechts
  • III. Bestimmung des anwendbaren nationalen Rechts
  • 1. Auswahl des anwendbaren nationalen Rechts
  • 2. Dynamik der Verweise
  • 3. Iura novit curia
  • a. Bedeutung des Prinzips
  • b. Geltung im allgemeinen Völkerrecht
  • c. Geltung im Investitionsschutzrecht
  • 4. Auslegungsmethodik
  • a. Res judicata
  • aa. Prozessuale und materiell-rechtliche Bedeutung des Prinzips
  • bb. Geltung im allgemeinen Völkerrecht
  • cc. Geltung in Investitionsschiedsverfahren im Hinblick auf nationale Gerichtsentscheidungen
  • (a) Ablehnung in prozessualer Hinsicht
  • (b) Ausdifferenzierung einer möglichen materiell-rechtlichen Bindungswirkung
  • (c) Bewertung
  • b. Auslegungsgrundsätze
  • aa. Vergleich zur Auslegung des Völkerrechts durch nationale Gerichte
  • bb. Vergleich zur Auslegung fremden nationalen Rechts durch nationale Gerichte
  • cc. Auslegung nationalen Rechts durch internationale Gerichte
  • (a) Grundsatz der Übernahme der Auslegungsgrundsätze des nationalen Rechts
  • (b) Ausnahme autonomer Auslegung
  • dd. Auslegung nationalen Rechts durch Investitionsschiedsgerichte
  • (a) Anwendung der Auslegungsgrundsätze des nationalen Rechts
  • (b) Grenzen der Anwendung der Auslegungsgrundsätze des nationalen Rechts
  • (aa) Fehlerhafte und rechtsmißbräuchliche Auslegung des nationalen Rechts
  • (bb) Keine Anwendung zwingender Vermutungsregeln und Beweisregeln des nationalen Rechts
  • (cc) Abgrenzung zur Anwendung völkerrechtlicher Auslegungsregeln bei der Anwendung völkerrechtlicher Regeln
  • ee. Zusammenfassung
  • IV. Grenzen der Anwendung nationalen Rechts
  • 1. Problemstellung
  • a. Möglichkeit von Normkonflikten durch Verweise auf nationales Recht
  • b. Begriff des Normkonflikts in diesem Zusammenhang
  • c. Nicht erfasste Normkonflikte
  • d. Theoretische Lösungsansätze
  • aa. Umgang anderer Rechtsordnungen mit entsprechenden Normkonflikten
  • (a) Anwendung fremden Rechts im Internationalen Privatrecht
  • (b) Anwendung des Völkerrechts im nationalen Recht
  • (c) Anwendung des Völkerrechts im Europarecht
  • (d) Normkonflikte innerhalb des Völkerrechts
  • bb. Übertragbarkeit auf die Anwendung nationalen Rechts im Völkerrecht
  • 2. Kollisionsregeln zur Vermeidung und Auflösung von Normkonflikten zwischen anwendbarem nationalen Recht und Völkerrecht
  • a. Konfliktvermeidung
  • aa. Auslegung des nationalen Rechts
  • bb. Auslegung des Verweises
  • (a) Vertragswortlaut
  • (b) Gewöhnliche Bedeutung
  • (c) Zusammenhang
  • (aa) Interner Zusammenhang
  • (bb) Externer Zusammenhang
  • (d) Ziel und Zweck
  • (e) Treu und Glauben
  • b. Konfliktlösung
  • aa. Anwendung interner Kollisionsregeln
  • (a) lex specialis derogat legi generali
  • (b) lex posterior derogat legi priori
  • (c) lex superior derogat legi inferiori
  • bb. Anwendung externer Kollisionsregeln
  • (a) Bestimmungen zum anwendbaren Recht
  • (aa) Kollisionsrechtliche Funktion von Klauseln zum anwendbaren Recht
  • (bb) Häufige Unvollständigkeit von Klauseln zum anwendbaren Recht
  • (cc) Vorrang vor allgemeinen Rechtsgrundsätzen des Kollisionsrechts
  • (dd) Zwischenergebnis
  • (b) Internationaler Ordre Public
  • (aa) Begriffseinordnung
  • (i) Nationaler "internationaler" Ordre Public
  • (ii) "Echter" internationaler Ordre Public
  • (iii) Zwischenergebnis
  • (bb) Anwendbarkeit des echten internationalen Ordre Public
  • (cc) Inhalt des echten internationalen Ordre Public
  • (i) Ius Cogens
  • (ii) Menschenrechte
  • (iii) Sicherheitsratsresolutionen
  • (iv) Allgemeine Rechtsgrundsätze
  • (v) Gewohnheitsrechtlicher Mindeststandard
  • cc. Überblick über die Anwendbarkeit nationalen Rechts in Investitionsschiedsverfahren
  • (a) Bei Klagen auf Grundlage völkerrechtlicher Investitionsschutzverträge (treaty claims)
  • (b) Bei Klagen auf Grundlage vertraglicher Schiedsklauseln (contract claims)
  • V. Fazit
  • Zusammenfassung in Thesen
  • I. Grundlagen
  • II. Rechtsgrundlage der Anwendung nationalen Rechts
  • III. Bestimmung des anwendbaren nationalen Rechts
  • IV. Grenzen der Anwendung nationalen Rechts
  • Literaturverzeichnis
  • Entscheidungsregister
  • I. Entscheidungen internationaler Schiedsgerichte
  • 1. ICSID Entscheidungen
  • 2. ICSID Additional Facility Entscheidungen
  • 3. UNCITRAL Entscheidungen
  • 4. SCC Entscheidungen
  • 5. Andere Schiedsgerichtsentscheidungen
  • II. Entscheidungen internationaler Gerichte
  • 1. Entscheidungen und Gutachten des Ständigen Internationalen Gerichtshofes (StIGH)
  • 2. Entscheidungen und Gutachten des Internationalen Gerichtshofes (IGH)
  • 3. Entscheidungen des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) und Europäischen Gerichts Erster Instanz (EuG)
  • 4. Entscheidungen des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (EGMR)
  • 5. Entscheidungen anderer internationaler Gerichte
  • III. Entscheidungen nationaler Gerichte
  • 1. Deutschland
  • 2. England
  • 3. Frankreich
  • 4. Niederlande
  • 5. USA
  • Sachregister

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