Die literarischen Reportagen Hanna Kralls

Gedächtnis an die ostjüdische Lebenswelt und die Shoah
 
 
Harrassowitz Verlag
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 1. November 2014
  • |
  • X, 177 Seiten
 
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978-3-447-19076-3 (ISBN)
 
Die polnische Schriftstellerin und Journalistin Hanna Krall hat es sich zur Aufgabe gemacht, einige der letzten Zeitzeugen des fast gänzlich zerstörten Ostjudentums sowie Überlebende der Shoah zu interviewen. Sie sammelt gewissermaßen Erinnerungen und formt diese zu literarischen Reportagen. Da mit zunehmender zeitlicher Distanz die Generation der primären Augenzeugen erlischt, bedeutet die Fixierung der Erinnerung einen wesentlichen Baustein für das kollektive Holocaustgedächtnis. In der Arbeit geht es nicht zuletzt darum, aufzuzeigen, welche Wirkung von dem Genre der literarischen Reportage in Bezug auf die Konstruktion von Gedächtnissen in der Literatur ausgehen kann. So gelingt es der Autorin immer wieder, die recherchierten Fakten mit Hilfe erzähltechnischer, stilistischer und rhetorischer Mittel zu einem ästhetischen Ganzen zusammenzufügen, ohne dabei das Leid der Opfer zu stilisieren.
  • Deutsch
  • Wiesbaden
  • |
  • Deutschland
  • Für Beruf und Forschung
  • 1,59 MB
978-3-447-19076-3 (9783447190763)
weitere Ausgaben werden ermittelt
  • Cover
  • Title Page
  • Copyright
  • Table of Contents
  • Vorwort
  • Einleitung
  • 1. Hanna Kralls Textur der Erinnerung: Eine inhaltliche Analyse
  • 1.1 Zum publizistisch-literarischen Genre der literarischen Reportage
  • 1.2 Zur Funktion von Literatur für die Ausbildung kollektiver Erinnerungen
  • 1.3 Zdazyc przed Panem Bogiem und der Antagonismus in der Agonie: Zur Thematisierung des Warschauer Ghettos und dessen Aufstand im Frühjahr 1943
  • 1.3.1 Der historische Hintergrund
  • 1.3.2 Der Antagonismus zwischen einem schönen, selbstbestimmten und einem hässlichen, fremdbestimmten Tod
  • 1.3.3 Der Versuch eines selbstbestimmten Todes
  • 1.3.3.1 Die Entscheidung Selbstmord zu begehen
  • 1.3.3.2 Die Deportation "akzeptieren"
  • 1.3.3.3 Der bewaffnete Widerstand
  • 1.3.4 Die wahren Helden des Ghettos
  • 1.3.5 Das Leben Edelmans nach dem Zweiten Weltkrieg
  • 1.3.6 Zdazyc przed Panem Bogiem als Medium kollektiver Erinnerungen
  • 1.4 Die Schtetel-Reportagen: Zur Rekonstruktion der zerstörten ostjüdischen Lebenswelt
  • 1.4.1 Die Architektur der osteuropäischen Schtetel
  • 1.4.2 Der Alltag in den ostjüdischen Schteteln
  • 1.4.3 Die religiöse Durchdringung des täglichen Lebens
  • 1.4.4 Zur Rolle der Chassiden und Rabbiner
  • 1.4.5 Die "Konkretisierung der Katastrophe": Zur Beschreibung der Vorgehensweise der Mordkommandos
  • 1.4.6 Die ehemaligen Schtetel in der Gegenwart
  • 1.4.7 Zum "Survivor's syndrom" und zu der polnisch-jüdischen Identität
  • 1.4.8 Dibbukim, Geister und übernatürliche Kräfte: Zur Skizzierung des mystischen Glaubens im Judentum in den literarischen Reportagen
  • 1.4.8.1 Von Dibbukim
  • 1.4.8.2 Von fremden Stimmen, Geistern und Engeln in Träumen
  • 1.4.8.3 Von übernatürlichen Kräften
  • 1.4.8.4 Faktographisches Erzählen und mystischer Glaube - ein Widerspruch?
  • 1.4.9 Die Bedeutung der Schtetel-Reportagen für das kollektive Holocaust-Gedächtnis
  • 2. Makro- und mikrostilistische Elemente als Gestaltungsmittel kollektiver Sinnstiftung
  • 2.1 Das Interview und das Gespräch mit Zeitzeugen des Holocaust und des Ostjudentums als faktische Grundlage der Reportage
  • 2.1.1 Das "geformte" oder "gestaltete" Interview
  • 2.1.2 Das versteckte "gestaltete" Interview bzw. Gespräch
  • 2.1.3 Das "Reportage-Interview"
  • 2.1.4 Das Einflechten von Gesprächen in die literarischen Reportagen
  • 2.2 Lexik als Speichermedium: Begriffe aus dem Ostjudentum und die Verwendung der Ghettosprache in den literarischen Reportagen
  • 2.2.1 Die ostjüdische Begrifflichkeit des Alltags und der religiösen Feste
  • 2.2.2 Namen als Verweis auf die ostjüdische Lebenswelt
  • 2.2.3 Begriffe mit Bezug zu der deutschen Besatzungszeit in Polen
  • 2.2.4 Zum Wandel von Konnotationen der Sprache während der Besatzungszeit
  • 2.3 Narrativität und intellektuelles Zeugnis
  • 2.3.1 Die Dualität von erzählter Zeit und Erzählzeit in den literarischen Reportagen
  • 2.3.2 Die gestaltete Mittelbarkeit
  • 2.3.3 Einsatz und Wirkung der Erzählsituationen
  • 2.4 Wiederholungsfiguren als Stilmittel der Eindringlichkeit
  • 2.4.1 Allgemeine Wiederholungsfiguren
  • 2.4.2 Repetitio durch Verfremdung
  • 2.4.3 Repetitio durch die Konstruktion von Gegensätzen
  • 3. Raum-Erinnerungs-Konzepte an die Shoah in den literarischen Reportagen
  • 3.1 Zu der fabula des Simonides von Keos und der Erfindung der Gedächtniskunst
  • 3.2 Der urbane oder architektonische ordo als Bezugsrahmen in den literarischen Reportagen
  • 3.2.1 Zdazyc przed Panem Bogiem und die Erinnerung im Warschauer Gedächtnisraum
  • 3.2.2 Städtebaulicher ordo und Bilderfindung in den literarischen Reportagen über das Ostjudentum
  • 3.3 Der jüdische Kalender als ordo für die Zeitzeugnisse
  • 3.4 Der topographische ordo der polnischen Landschaft
  • 3.5 Die ordo-locus-imago-Struktur als Stütze für das kollektive Holocaustgedächtnis
  • 4. Schluss
  • Literaturverzeichnis

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