Fünf Freunde 2 - Das Buch zum Film

 
 
cbj (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 28. Januar 2013
  • |
  • 160 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-641-09848-3 (ISBN)
 
Dieses Mal verreisen die Fünf Freunde zum ersten Mal ganz allein. Doch unterwegs wird Dick mit dem Millionärssohn Hardy verwechselt und entführt. Die Kidnapper sind hinter einem sagenumwobenen Edelstein her, und Hardy weiß offenbar, wo der zu finden ist. Eine wilde Jagd führt die Freunde zu einem geheimnisvollen Wanderzirkus und in die abenteuerlichen Höhlen im Gaffensteinfelsen .

weitere Ausgaben werden ermittelt
Enid Blyton, 1897 in London geboren, begann im Alter von 14 Jahren, Gedichte zu schreiben. Bis zu ihrem Tod im Jahre 1968 verfasste sie über 700 Bücher und mehr als 3.000 Kurzgeschichten, die in über 40 Sprachen übersetzt wurden. Bis heute gehört Enid Blyton zu den meistgelesenen Kinderbuchautoren der Welt und mit den »Fünf Freunden« hat sie die bekanntesten Helden aller Zeiten geschaffen.

Kapitel 1

Ferien! Endlich Ferien! Das bedeutete Sommer, Sonne, Freiheit! Und was für eine Freiheit! Campen war angesagt. Fröhlich und voller Erwartung traten Julian, Dick und George in die Pedale ihrer Räder, die mit allem beladen waren, was man zum Campen brauchte: Zelt, Isomatten, Schlafsäcke, Kochgeschirr und vieles mehr. Nur Anne war das alles nicht so ganz geheuer. Zwar freute auch sie sich, dass sie und ihre Brüder endlich wieder Zeit mit ihrer Cousine George und deren Hund Timmy verbringen durften, aber .

»Das erste Mal ohne Eltern unterwegs«, stellte sie etwas wehmütig fest, während sie den staubigen Feldweg entlangradelten.

»Das ist doch genial!«, rief Dick fröhlich. Er fuhr direkt neben ihr.

Anne verdrehte die Augen. »Ja. Super«, sagte sie mit gespielter Begeisterung. Sie hatte ja auch mit keinem anderen Kommentar ihres Bruder gerechnet.

George musste schmunzeln. Über so etwas machte sie sich keine Gedanken. Sie selbst unternahm am liebsten alles auf eigene Faust.

Sie ertappte sich dabei, dass sie tatsächlich ein wenig rot wurde, als Julian zu ihr herübersah und sagte: »Ja, und endlich wieder zusammen.«

Mit einem etwas verlegenen Lächeln antwortete sie: »Gibt Schlimmeres.«

Julian erwiderte das Lächeln. Ebenso Anne und Dick, und selbst Timmy, der neben ihnen hertrottete und hechelnd seine Zunge aus dem Maul hängen ließ, sah aus, als ob er lächelte.

Eine Weile fuhren die Freunde schweigend dahin, über glatten Asphalt und knirschenden Kies, vorbei an den Häuserfronten kleiner Dörfer und den raschelnden Ähren auf den Feldern, durch Torbögen und über Brücken. Hier und da winkte ihnen jemand zu, ein Bauer auf einem Acker oder eine alte Frau, die auf ihrer Bank vor dem Haus saß. Das machte gute Laune!

Schließlich erreichten sie ein Waldstück. Hier begann der Boden uneben zu werden, sodass sie sehr langsam fahren mussten. Das Sonnenlicht brach durch die Baumkronen und warf bizarre Schattenspiele auf das Unterholz. Das leise Plätschern kam von einem kleinen Bergbach, den sie kurz darauf erreichten. Eine Brücke aus verwittertem Holz führte sie hinüber.

»Hier steigen wir besser ab«, entschied George. »Es geht jetzt ziemlich bergauf.«

»Wow!« Dick staunte nicht schlecht, als neben ihnen eine imposante Felsformation ihre Spitzen zum Himmel streckte.

»Wartet mal kurz.« Anne griff nach ihrer Wasserflasche und trank gierig. Sie hätte den kleinen Bach leer trinken können, solch einen Durst hatte sie.

Vor ihnen tat sich ein atemberaubender Blick auf.

»Das hier sind übrigens die Gaffensteinfelsen«, erklärte George.

»Gaffensteinfelsen?«, murmelte Dick. »Hm, hab ich noch nie gehört.«

Aber George gab keine weitere Erklärung ab, sondern forderte die anderen auf, wieder auf die Räder zu steigen. »Es ist nicht mehr weit.«

Die Geschwister mussten zugeben, dass dies eine tolle Gegend war, durch die ihre Cousine sie hier lotste. Und als sie schließlich an diesem wunderschönen, von Bäumen und Felsen umsäumten See ankamen, stockte ihnen beinahe der Atem.

»Und? Habe ich zu viel versprochen?« Stolz verschränkte George die Arme vor der Brust.

»Das ist ja Wahnsinn!«, rief Dick anerkennend, woraufhin George die Hände hob, die Finger wie Krallen krümmte und mit rauer Stimme flüsterte: »Willkommen in der Katzenschlucht!«

Das wiederum war Anne jetzt nicht ganz geheuer. Was hatte dieser Name zu bedeuten? »Katzenschlucht?«, fragte sie ängstlich.

Aber George winkte ab und tat ganz harmlos. »Solange wir auf den Wegen bleiben, kann uns nichts passieren.«

Aber diese Erklärung beruhigte Anne keineswegs. Sie blickte sich skeptisch in alle Richtungen um und spürte, wie ihr eine Gänsehaut die Arme hinaufkroch.

Julian stieß seinem Bruder den Ellenbogen zwischen die Rippen. »Hast du gehört? Das gilt besonders für dich«, meinte er augenzwinkernd. Und damit ließ er Dick stehen und stiefelte entschlossenen Schrittes auf den Platz zu, an dem sie ihr Zelt aufschlagen wollten.

Dick sah George, Anne und Timmy nach, die Julian auf dem Fuße folgten. Er war beleidigt. »Was soll das denn jetzt schon wieder heißen?«, blaffte er. »Denkst du, ich bin blöd, oder was?«

Eigentlich wollte Julian darauf nicht eingehen. Es war ja nur ein Spaß gewesen, aber dann drehte er sich doch zu seinem Bruder um, aber . Dick war verschwunden! »Dick? Dick!«

Erschrocken fuhren nun auch George und Anne herum.

Als Julian seinen Bruder endlich entdeckte, wusste er nicht, ob er sich sorgen oder in schallendes Gelächter ausbrechen sollte. »Da ist er ja!«

Dick steckte bis zur Hüfte in einem Schlammloch fest und konnte sich nicht aus eigener Kraft befreien.

»Oh Mann, Dick!«, sagte Julian, während sie ihm mit vereinten Kräften wieder heraushalfen.

Dick zuckte die Schultern und sah an seinen schlammverschmierten Klamotten hinunter. Die tadelnden Blicke der anderen nervten ihn. »Ist doch nichts passiert.«

Für so viel Unvorsichtigkeit hatten seine Geschwister nur ein Kopfschütteln übrig. Ohne einen weiteren Kommentar drehten sie sich um und machten sich wieder auf den Weg zum Lager.

Nun dauerte es nicht mehr lange und das Zelt war aufgebaut, eingerichtet und ein knisterndes Lagerfeuer entfacht. Auch wenn Dick es den anderen gegenüber nicht zugeben mochte, so war er doch froh, aus seiner nassen und dreckigen Hose steigen und in seine Shorts schlüpfen zu können. Wie die Beine einer Vogelscheuche hing die schmutzige Hose zum Trocknen über einem Seil.

Die Freunde hatten sich unterwegs Würstchen, Maiskolben und Marshmallows besorgt, die sie nun an Stöcken aufgespießt über das Feuer hielten. Georges Mutter, Tante Fanny, durfte davon allerdings nichts wissen, da sie die Kinder und alle anderen Menschen um sich herum am liebsten mit ausgewogener Vollwertkost ernährte. Ihre Kochkünste hatten die Geschmacksnerven der Freunde bereits ein ums andere Mal erheblich auf die Probe gestellt. Und auch der Auflauf, den sie für die Kinder extra fürs Campen zubereitet hatte, war gnadenlos durch den Geruchstest gefallen. Nur Timmy war da offensichtlich anderer Meinung.

»Ihm scheint das Essen von Tante Fanny tatsächlich zu schmecken«, stellte Anne erstaunt fest.

Julian schüttelte verständnislos den Kopf. »Das ist mir wirklich ein Rätsel.« Dann nahm er ein Würstchen und reichte es seinem Bruder, aber Dick wollte es nicht haben.

»Nein, danke, ich habe doch noch .« Er kramte eine Weile in seinem Rucksack und holte schließlich ein in Alufolie gewickeltes Stück Pizza hervor. ». das hier.«

Er öffnete die Folie und schnupperte genüsslich daran.

»Uah!« Anne wedelte angewidert mit der Hand vor der Nase herum. Den Geruch, der von der Pizza aufstieg, fand sie alles andere als appetitlich.

»Was ist denn da drauf?«, fragte George neugierig.

»Thunfisch, Ananas, Ei, Salami, Spinat - und Knoblauch«, erklärte Dick und biss gierig in seine Pizza. »Meine Lieblingskombi«, redete er mit vollem Mund weiter und fragte in die Runde, ob einer mal abbeißen wolle.

Aber selbst George war bei der Aufzählung der Zutaten der Appetit auf Pizza vergangen und sie schüttelte nur schmunzelnd den Kopf. Dick sollte seine Pizza mal schön allein essen.

Eine Weile mampften sie zufrieden vor sich hin.

Was für ein tolles Gefühl war das, hier in der Natur an diesem wunderschönen Ort vor dem Feuer zu sitzen und keine Erwachsenen dabeizuhaben, die einem ständig sagten, was man zu tun oder zu lassen habe.

Plötzlich zuckte Anne zusammen und hätte sich beinahe an einem Stück Mais verschluckt. »Was war das?«

Julian lachte. »Ach, Anne, das war doch nur eine Kröte!«

Jetzt setzte George eine wichtige Miene auf. »Es rankt sich ja eine alte Legende um diese Gegend«, sagte sie.

Das gefiel Anne nun überhaupt nicht. Sie wollte aber nicht schon wieder als Angsthase abgestempelt werden und fragte daher betont gleichgültig: »Und welche Legende ist das?«

»Schon mal was von der Schwarzen Katze gehört?«

Das war Timmys Stichwort. Er konnte Katzen nicht leiden und fand, dass sie unbedingt angeknurrt werden mussten, auch wenn jemand nur das Wort in den Mund nahm.

»Hör auf zu knurren, Timmy!«, rief George amüsiert. »Ich rede doch von keiner richtigen Katze .«

Doch bevor sie noch zu einer weiteren Erklärung ansetzen konnte, wurde sie von Dick unterbrochen: ». sondern von einer Art Robin Hood. Er hat für den Stamm der Mathilenen das Grüne Auge gerettet.«

Anne runzelte die Stirn. »Das Grüne Auge?«

»Das ist der größte Smaragd der Welt!«, rief Dick, als müsste das jeder wissen, und erklärte ihr dann: »Für die Mathilenen ist das Grüne Auge ein Symbol für Frieden und Glück.«

George, die Dicks altkluge Art ziemlich nervig fand, versuchte, ihn auszubremsen. Immerhin hatte sie mit der Geschichte angefangen. »Äh ja, danke, Dick.«

Doch der ließ sich nicht aufhalten. Wenn sich ihm eine Gelegenheit bot, sein Wissen abzuspulen, dann nutzte er sie auch. »Keine Ursache. Also, seitdem der Stein verschwunden ist, sind die Mathilenen tatsächlich vom Pech verfolgt.«

Das verstand Anne nicht. »Aber warum hat die Schwarze Katze ihnen dann den Edelstein nicht einfach zurückgegeben?«

Darauf wusste allerdings auch Dick keine Antwort.

Schnell nutzte George die Gelegenheit, beugte sich zum Feuer vor und ließ die Flammen tanzende Schatten auf ihr Gesicht werfen. Sie senkte ihre Stimme. »Es wird vermutet, dass die Schwarze Katze das Grüne Auge an einen geheimen Ort gebracht hat und gestorben...

"Spannung pur, gespickt mit Humor und Action. So macht Schmökern Spaß!"

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