Perfect Gentlemen - Präsidenten sind zum Küssen da

 
 
LYX (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 27. November 2019
  • |
  • 544 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-7363-1022-3 (ISBN)
 
Attraktiv, mächtig und erfolgreich - die Perfect Gentlemen


Zack Hayes hatte nur ein Ziel: der Präsident der Vereinigten Staaten zu werden. Nun ist er im Weißen Haus angekommen und der mächtigste Mann der Welt. Doch eine Verschwörung bedroht alles, wofür er so hart gearbeitet hat. Um die Hintermänner zu entlarven, setzt Zack alles aufs Spiel - auch sein Leben. Was er jedoch nie riskieren würde, ist die Sicherheit seiner Pressesprecherin Elizabeth Matthews. Schon lange hegt er tiefe Gefühle für sie. Als der Feind sein Gesicht zeigt, muss Zack sich entscheiden: zwischen seinem Land und der Frau, die seine Welt bedeutet ...

"Heiß, edgy und dazu ein Schuss Gefahr ... Perfekt!" J. KENNER


Das furiose Finale der packenden PERFECT-GENTLEMEN-Reihe der Bestseller-Autorinnen Shayla Black und Lexi Blake
weitere Ausgaben werden ermittelt
Shayla Black ist New-York-Times- und USA-Today-Bestseller-Autorin und hat bereits mehr als 40 Bücher geschrieben, die in zwölf Sprachen übersetzt wurden.

New-York-Times- und USA-Today-Bestseller-Autorin Lexi Blake lebt mit ihrem Mann und drei Kindern in Texas und schreibt erotische Liebesromane.

1


Washington D.?C.

Schockiert starrte Zack Hayes auf den Toten, der ihm gegenüber saß.

Vor ein paar Minuten war er in die Limousine gestiegen, um die kurze Strecke zum Präsidenten-Helikopter Marine One zurückzulegen und übers Wochenende nach Camp David zu fliegen. Dem Kerl gegenüber hatte er es zu verdanken, dass er diesen Plan verworfen hatte.

»Für einen, der von uns gegangen ist, siehst du gar nicht mal so übel aus. Hast du einen Fallschirm benutzt?« Es war die falsche erste Frage, aber Zack hatte so viele, dass er gar nicht wusste, mit welcher er anfangen sollte.

Was er eigentlich tun wollte, war, den Mann zu erdrosseln, der einst zu seinen allerbesten Freunden gezählt hatte.

Maddox Crawford, tadellos gepflegt und weltmännisch wie immer, lehnte sich zurück, schlug die Beine übereinander und kippte ein Glas teuren Scotch hinunter. Auf tragische Weise in einem Flugzeug ums Leben zu kommen, hatte dem Kerl offenbar nicht sonderlich geschadet.

»Na klar. Es war gar nicht so einfach. Nachdem ich die Bombe an Bord entdeckt hatte, musste ich meinen Sprung genau timen. Ich musste an einem Ort auftreffen, wo mich keine Kameras beim Entwischen erfassen konnten. Meine Flucht hätte sich wesentlich einfacher gestaltet, wenn ich nach Westen geflogen wäre. Die Ostküste ist heutzutage schrecklich überfüllt. Schon mal darüber nachgedacht, das Weiße Haus nach Wyoming zu verlegen?«

Der Tod hatte Mads Persönlichkeit kein bisschen verändert. Er war immer noch ein respektloser Arsch. »Dann nehme ich an, dass du damals eigentlich nicht zu mir wolltest. Das war alles Teil deines dubiosen Plans, oder?«

Jetzt, da er wusste, dass Mad am Leben war, erkannte Zack klar und deutlich, dass die letzten Monate nichts als ein sorgfältig inszeniertes Drama gewesen waren. Aber warum? Sicher, Mad hatte einst nichts lieber getan, als sich in die Schlagzeilen zu katapultieren, aber nicht einmal er würde so weit gehen, seinen eigenen Tod vorzutäuschen, um Aufmerksamkeit in den Medien zu erlangen.

»Als du nicht mit mir reden wolltest, bevor mein Flieger abhob, wusste ich, dass ich einen anderen Weg finden musste, um deine Aufmerksamkeit zu bekommen.«

Zack erinnerte sich noch sehr gut an jenen schicksalhaften Tag. Es war einer der schlimmsten in seinem Leben gewesen. Am Nachmittag hatte Mad angerufen und um ein Treffen gebeten. Zack war ihm ausgewichen. Ein paar Stunden später war Mad »tot« gewesen. Seitdem hatte Zack sich gefragt, was sein Freund hatte sagen wollen.

»Als du angerufen hast, hatte ich gerade mit Gabe telefoniert. Er hatte mich um Rat gebeten, wie er sich dir gegenüber verhalten soll. Ich war sauer. Ich hatte dir nichts Höfliches zu sagen, deshalb wollte ich nicht reden.«

»Gabe hat mir an dem Tag auch nicht zugehört. Wir haben uns zum Mittagessen im Cipriani's getroffen. Der beste Freund, den ich auf der Welt hatte, saß mir am Tisch gegenüber und war stinksauer auf mich, weil ich Sara so mies behandelt hatte, und fast hätte ich ihm alles erzählt. Dann merkte ich, dass jemand unser Gespräch filmte - und zwar nicht, weil er scharf auf Klatsch war. Die Russen hatten mir schon mal einen Besuch abgestattet, und sie folgten mir. Wahrscheinlich schon länger.«

»Die Russen?« Zack runzelte die Stirn, weil das alles keinen Sinn ergab. »Aber warum dich? Du hast dich doch nie für Politik interessiert.«

»Für Politik nicht. Aber für eine Geldspur. Lange Geschichte. Aber nach diesem verpatzten Mittagessen mit Gabe wusste ich, dass ich etwas Radikales unternehmen musste. Dank meines ersten Zusammenstoßes mit der Russenmafia begann ich mit Matthew Kemp zusammenzuarbeiten. Er war es auch, der die Bombe im Flugzeug fand, weil er routinemäßig alle meine Transportmittel überprüfte. Als er den Sprengsatz ein paar Stunden vor meinem Start an dem Tag fand, wusste ich, was ich zu tun hatte.«

»So tun, als würdest du nach D.?C. fliegen, um mit mir ins Reine zu kommen, während du deinen eigenen Tod vortäuschtest? Das ist total verrückt, selbst für deine Verhältnisse, Mad.«

Er zuckte die Achseln. »Alle haben es geglaubt. Und das war entscheidend für mich.«

»Selbst deine besten Freunde, verdammt noch mal? Ist dir klar, durch was für eine Hölle du uns geschickt hast? Das niederschmetternde Schuldgefühl, unter dem ich die ganze Zeit litt, weil ich glaubte, dass du noch am Leben wärst, wenn ich bloß an jenem Tag deinen Anruf entgegengenommen hätte?«

»Du bist mein Freund - und der Präsident - kein Schauspieler. Die Trauer, die Beerdigung - das alles musste echt wirken. Es war Matts Idee, aber wir haben alle mitgespielt. Und der Plan ging auf. Er hat euch alle wie nichts anderes dazu gebracht, nachzudenken.«

Eine Zeit lang hatte es so ausgesehen, als ob Matthew Kemp, einer seiner Secret-Service-Agenten, Zack betrogen hätte. Aber der Mann war gestorben, als er Augustine Spencer und Roman Calder vor einem skrupellosen MI6-Agenten beschützt hatte, der für die Russen arbeitete.

»Wieso hast du ausgerechnet mit Kemp angefangen zu arbeiten?« Zack wollte es genau wissen. Er wollte im Moment so ziemlich alles ganz genau wissen.

Mad runzelte die Stirn und überlegte sich seine Worte offenbar gut. Das beunruhigte Zack, denn ihm war nicht klar gewesen, dass Mad über viel mehr nachdachte, als die Frage, an welcher Stelle er einer Stripperin die Fünf-Dollar-Note unter den String-Tanga steckte. »Ich weiß nicht, wie viel ich dir erzählen sollte, Zack.«

Das ließ ihn aufrechter sitzen. Mist, er wollte damit nichts zu tun haben. Jedes Mal, wenn er über die Möglichkeit nachdachte, dass seine Mutter den echten Zack Hayes als Baby aus Versehen erstickt oder fallen gelassen oder wer weiß was getan hatte - und er ein in Russland geborener Hochstapler war - machte ihn das regelrecht krank. Und seit Mads »Tod« war Zack sehr bewusst geworden, dass er im Mittelpunkt einer globalen Verschwörung stand. Er hatte sein ganzes Leben damit verbracht, auf das Präsidentenamt hinzuarbeiten. Offenbar verfolgten die Russen schon seit langer Zeit dasselbe Ziel, aus Gründen, die Zack immer noch schleierhaft waren. Aber er hatte ein paar hässliche Ahnungen.

»Du glaubst, dass ich Sergeij bin.« Er ließ den Codenamen eines russischen Agenten fallen, der im Zentrum jener gewaltigen Verschwörung stand, die sie alle aufzudecken versuchten.

Mad hob eine Augenbraue. Aber warum um den heißen Brei herumreden und das hier unnötig in die Länge ziehen? Mad war nicht ohne Grund von den Toten zurückgekehrt, und ganz offensichtlich wusste er viel mehr, als Zack es bei diesem milliardenschweren Hurenbock, der immer nur auf Party aus war, für möglich gehalten hätte. Mad hatte eindeutig ebenfalls ermittelt.

Zack war immer noch sauer . aber irgendwie auch stolz.

Und was noch wichtiger war: Die Zeit war gekommen, herauszufinden, ob er das eigentliche Problem war - der ultimative Schläfer.

Seufzend goss Mad sich noch einen Scotch ein. »Vielleicht. Wir sollten ein Treffen einberufen.«

Obwohl die Situation alles andere als lustig war, warf Zack den Kopf zurück und lachte. Von allem, was er von Mad erwartet hatte, hätte er am wenigsten damit gerechnet, dass er die Perfect Gentlemen zusammentrommeln wollte.

Seit Jahrzehnten kamen die sechs zusammen, wann immer sie sich Problemen gegenübersahen, die sich nicht mit einem Drink oder einem Faustschlag lösen ließen. Ihr erstes Treffen hatten sie in der achten Klasse einberufen, um etwas gegen den Typ zu unternehmen, der Connor im Spanischunterricht mobbte. Zwei Tage später hatte Harold Tally niemanden mehr drangsaliert, und sie hatten ein Zeichen gesetzt.

Wollte Mad wirklich seine Truppe zusammenrufen?

»Hier geht es nicht um Noten oder ein Mädchen, Mann. Wir reden hier von Hochverrat. Wenn du etwas weißt, sag es mir jetzt, damit ich das hinter mich bringen kann.«

Mad betrachtete ihn mit seinem typischen Grinsen. »Ich hätte wissen müssen, dass du den Märtyrer spielen würdest.«

Die blanke Wut packte Zack. Er beugte sich nach vorn und blickte einem seiner besten Freunde direkt in die Augen. »Das ist keins deiner Spielchen, Mad. Es ist kein Dummejungenstreich, über den wir uns später kaputtlachen. Menschen wurden verletzt. Verdammt noch mal, Menschen sind gestorben.«

Elizabeth war verletzt. Und jetzt hasste sie ihn.

Gott, hatte Elizabeth ihn auch betrogen?

Mad beugte sich vor, sein Blick unbeirrt. »Die Mutter meines ungeborenen Kindes hasst mich wie die Pest, also tu nicht so, als wüsste ich nicht, dass Menschen verletzt wurden. Ich habe alles verloren. Alles habe ich aufgegeben, um sie und meine Familie zu schützen.«

»Du hast keine verdammt Familie, Mad. Und du hast recht. Sara spricht nie wieder mit dir.«

Mad wurde bleich. Sein Blick wich aus, und er starrte aus dem Fenster der Limousine. Er nahm noch einen Schluck, wobei seine Hand deutlich zitterte. »Irgendwie dachte ich, ihr wärt meine Familie.«

Zacks Wut löste sich augenblicklich in Luft auf. Sie waren seit Jahrzehnten zusammen. Mad, Gabe, Dax, Connor und Roman waren seine Familie. Schon immer. Sie hatten ihm stets beigestanden, vom Physikunterricht bis hin zu seinem Präsidentschaftswahlkampf. Er sollte etwas mehr Vertrauen in sie haben.

Plötzlich wurde ihm mit aller Macht bewusst, dass Mad tatsächlich nicht tot war. Zack brauchte nicht mehr zu trauern. Maddox Crawford saß hier in all seiner unverfrorenen, Scotch trinkenden Pracht vor ihm. Die Gefühle überwältigten ihn, als...

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