Küss mich, küss mich nicht

Roman
 
 
Random House ebook (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 1. Juni 2011
  • |
  • 416 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-641-05442-7 (ISBN)
 
Die schöne Restaurateurin Callie Burke bekommt die Chance ihres Lebens: Sie soll eines der bekanntesten Gemälde überhaupt restaurieren! Doch Callie hat ein großes Problem: den Besitzer des Kunstwerks! Jack Walker versucht gar nicht erst, seine Gefühle für sie zu verbergen. Doch Callie hat von Männern, die ihr den Himmel versprechen, ein für alle mal genug! Sie lebt nur noch für die Kunst - aber ihr Herz scheint daran nicht zu glauben ...



Ihren ersten Roman schrieb Jessica Bird noch vor dem College. Und zehn Jahre später, als sie bereits als Rechtsanwältin in Boston arbeitete, hatte sie noch weitere Versuche in der Schublade. Ihr Mann und ihre Mutter drängten sie, ernst aus dem Hobby zu machen und sich einen Verlag zu suchen. Zum Glück, denn gleich ihr erster Roman wurde ein Erfolg. Inzwischen hat sie schon zweimal den begehrten RITA-Award gewonnen und schreibt unter dem Pseudonym J.R. Ward ebenso erfolgreiche Vampir-Romane.

Jessica Bird ist verheiratet und lebt mit Mann und Hund in Kentucky.
  • Deutsch
  • 1,07 MB
978-3-641-05442-7 (9783641054427)
3641054427 (3641054427)
weitere Ausgaben werden ermittelt
Ihren ersten Roman schrieb Jessica Bird noch vor dem College. Und zehn Jahre später, als sie bereits als Rechtsanwältin in Boston arbeitete, hatte sie noch weitere Versuche in der Schublade. Ihr Mann und ihre Mutter drängten sie, ernst aus dem Hobby zu machen und sich einen Verlag zu suchen. Zum Glück, denn gleich ihr erster Roman wurde ein Erfolg. Inzwischen hat sie schon zweimal den begehrten RITA-Award gewonnen und schreibt unter dem Pseudonym J.R. Ward ebenso erfolgreiche Vampir-Romane. Jessica Bird ist verheiratet und lebt mit Mann und Hund in Kentucky.
9 (S. 93-94)

Sie liefen durch ein von deckenhohen, mit einer farbenfrohen Sammlung zerfledderter Bücher bestückten Sammlung von Regalen durchbrochenes Labyrinth aus Arbeitsräumen und Büros bis zu einer Flügeltür, Jack drückte auf einen Knopf, und als die Metalltür geöffnet wurde, tauchte dahinter ein kleiner älterer Herr mit schütterem, ergrautem Haar und – vor allem dank seiner blitzenden Augen – überraschend jungen Zügen auf. »Jackson, wie geht es Ihnen?« Der Mann sprach mit einer hellen, melodiösen Stimme und einem fast unmerklichen französischen Akzent. Die Hände, mit denen er die Schildpattbrille von seiner Nase nahm, waren so schön und so gepflegt wie die von einer Frau.

Das also war Gerard Beauvais, dachte Callie, als sie eine dieser Hände nahm, und versuchte, nicht vor Ehrfurcht zu erstarren, weil sie plötzlich diesem Meister ihres Berufsstandes persönlich gegenüberstand. »Bitte, kommen Sie herein.« Lächelnd bat Beauvais sie in den Raum, in dem es sechs Arbeitsplätze gab, an denen sechs kitteltragende Personen mit atemberaubenden Kunstwerken beschäftigt waren. Callie sah einen Pissarro und einen David, die in Schraubstöcken klemmten, sowie mehrere liegende Gemälde, und der Geruch der Chemikalien, der ihre Nase kribbeln ließ, erinnerte sie an ihre Zeit an der New Yorker Universität. Nur, dass dies kein Seminarraum war. Dies hier war der Ort, an dem Beauvais den mit Säure bespritzten Fra Filippo Lippi sorgfältig restauriert hatte.

Er hatte zwei Jahre gebraucht, um einen Weg zu finden, auf dem sich der Schaden so gut es ging beheben und das, was von dem Bild übrig gewesen war, konservieren ließ, aber die Mühe hatte sich gelohnt. Außerdem hatte er in diesem Labor eins von da Vincis seltenen Selbstporträts stabilisiert. Da Vincis Experimente mit Farben bedeuteten, dass seine wunderbaren Werke gelegentlich abblätterten oder verblassten, Beauvais Beschäftigung mit der chemischen Zusammensetzung der Ölbilder des Meisters dagegen hatte die Arbeit der Restauratoren revolutioniert. »Ihre Mutter hat sich wieder einmal als ungeheuer großzügig erwiesen«, sagte Gerard zu Jack.

Jack setzte ein schmales Lächeln auf. »Das kann ich mir vorstellen.« »Ich meine, es ist wirklich edel, dass sie uns das Walker-Porträt nach der Konservierung als Leihgabe überlassen will. Neben Copleys Paul Revere wird es sich hervorragend machen, glauben Sie nicht auch? Die beiden ergänzen sich auf eine geradezu ideale Art.« Lächelnd fragte Beauvais: »Wenn es so weit ist, werden wir eine Party organisieren, ja? Weil Nathaniels Rückkehr nach Boston schließlich gebührend gefeiert werden muss.«

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