Abbildung von: Innovationen im digitalen Business - Books on Demand

Innovationen im digitalen Business

Neue Konzepte, Erfolgsfaktoren und Best Practices
Books on Demand (Verlag)
1. Auflage
Erschienen am 8. Februar 2024
190 Seiten
E-Book
ePUB mit Wasserzeichen-DRM
978-3-7583-9629-8 (ISBN)
14,99 €inkl. 7% MwSt.
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Innovationen sind die stärksten Gestaltungsfaktoren für eine neue vielversprechende Zukunft, da sie die wichtigsten Treiber für Wachstum und Ertrag in unserer Wirtschaft sind. Die aktuelle Zeitenwende zeigt uns sehr deutlich, dass wir ohne Innovationen bzw. Veränderungen und Anpassungen kaum noch wettbewerbsfähig bleiben, sowohl als Nation bzw. als Gesellschaft und insbesondere als Unternehmen.
Die hohe Dynamik und Komplexität der wirtschaftlichen und sozialen Prozesse setzt neue Maßstäbe an die Innovationsstrategien von Institutionen und Unternehmen.
Neue Technologien, neue Märkte, neues Kundenverhalten und der stetige Wandel sowohl in der Arbeitswelt als auch in unserem gesellschaftlichen Umfeld, wie z.B. die Digitalisierung, zeigen uns, dass allein eine Produktinnovation als solche heute nicht mehr ausreicht. Unter den genannten Randbedingungen müssen Innovationen auch in der Gestaltung von Geschäftsprozessen und Realisierung der "Work-Life-Balance" neu erdacht bzw. überprüft werden.
Der Vorsprung innovativer Produkte im viralen Wettbewerb ist oft nur kurz. Ein ganzheitliches Innovationsmanagement hat alle Bereiche des Unternehmens einzubeziehen und führt zu neuen Geschäftsmodellen, die etablierte Geschäftspraktiken verdrängen, ebenso tauchen durch neue Technologien in immer stärkerem Maße neue Anbieter auf, die die Spielregeln in den Märkten verändern.
Der 1. Deutsche Innovations-Kongress will Impulse setzen, Best-Practice-Modelle als Vorbilder anbieten und im Austausch zwischen den Referent*innen und den Teilnehmer*innen neue Wege bzw. Perspektiven eröffnen.
Wir freuen uns auf alle Teilnehmer*innen und den Erfahrungsaus-tausch, um aktuelle und nachhaltige Innovations-Impulse zu setzen und neue Wege erfolgversprechende Wege zu beschreiben, womit die bereits fruchtbaren Kooperationen zwischen Wirtschaft und Wissenschaft im Großraum Osnabrück noch weiter belebt werden soll.
Aktuell tragen auch 8 Studierendengruppen des Masterstudiengangs "Entwicklung und Produktion" der Hochschule Osnabrück in der Fakultät I u. I im Rahmen des Moduls "Innovationsmanagement" in Kooperation mit Unternehmen aus der Region durch die Entwicklung neuer innovativer Produkte zum Erfolg des Kongresses bei.
Die Zwischener-gebnisse dazu werden in einer Poster-Ausstellung präsentiert. Die Innovationsprojekte werden unter der Leitung von Prof. Dr. Jens Schäfer durchgeführt.
Reihe
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
Dateigröße
31,99 MB
ISBN-13
978-3-7583-9629-8 (9783758396298)
Schlagworte
Schweitzer Klassifikation
DNB DDC Sachgruppen
BISAC Klassifikation
Warengruppensystematik 2.0

Innovatives Fahrradzubehör - "Wickelbarer Verstaubeutel"


Niko Faust, Julian Fischer, Oliver Kubut, Florian Meyer, Thomas Wellner Hochschule Osnabrück

Kurzfassung

Das Fahrrad ist ein beliebtes Fortbewegungsmittel, das eine umweltfreundliche Alternative zum Auto darstellt. Den meisten Nutzern sind sich dabei auch der erhöhten Gefahr im Straßenverkehr bewusst. Dennoch scheinen viele Fahrer auf den zusätzlichen Schutz, den ein Helm bieten kann, zu verzichten.

Dieses Projekt beschäftigt sich mit den Ursachen für dieses Verhalten und versucht eine Lösung dafür zu bieten. Dazu wird zunächst das Nutzungsverhalten der Fahrradfahrer analysiert. Zudem wird der derzeitige Markt analysiert, um die Annahme am Markt einzuschätzen. Im Anschluss wird mit Hilfe innovativer Kreativitätstechniken ein Produkt entwickelt, das zur Vermeidung der ermittelten Ursachen beitragen kann.

Aufbauend auf den kreativen Prozess werden die Schwachstellen alternativer Produkte identifiziert, die es zu vermeiden gilt. Abschließend werden Prototypen entwickelt, getestet und weiterentwickelt. So kann das tatsächlich Potential zur Lösung des Eingangs ermittelten Problems validiert werden.

Abstract

The bicycle is a popular means of transport that is an environmentally friendly alternative 80ft he car. Most users are also aware 80ft he increased danger in road traffic. Nevertheless, many riders seem to forego the additional protection that a helmet can offer.

This project looks at the reasons for this behaviour and tries to provide a solution. To this end, the usage behaviour of cyclists is first appraised. In addition, the current market will be analysed in 81ft he81 assess market adoption. Subsequently, innovative creative techniques are used to develop a product that can help avoid the identified causes.

Building on the creative process, the weaknesses of alternative products that need 81ft h avoided are identified. Finally, prototypes are developed, tested and further developed. In this way, the actual potential for solving the problem identified at the outset can be validated.

Marksegmentierung

Zu Beginn der Projektarbeit wird der Markt hinsichtlich Fahrrädern und deren Zubehör analysiert. Dazu werden zunächst Nutzer identifiziert und per Clustermethode zu Nutzergruppen zusammengefasst. Innerhalb dieser Gruppen ähnelt sich das Nutzungsverhalten der Fahrer, sodass vergleichbare Anforderungen und Ansprüche an Fahrräder und deren Zubehör gelten. In einer eigens durchgeführten Umfrage werden schließlich die Größen der Nutzergruppen ermittelt. Diese werden in die Nutzergruppen Gar nicht, Arbeitsweg, Freizeit, Transport und Sport sowie die Art des verwendeten Fahrrads eingeteilt.

Die meisten Fahrradfahrer nutzen ihr Fahrrad der Umfrage nach entweder als Verkehrsmittel, um zur Arbeit zu fahren (29 %) und um gelegentliche Touren in ihrer Freizeit, beispielsweise zum Einkaufen, zu fahren (39 %).

Problemidentifikation

Im Zuge der Marktsegmentierung werden auch die Probleme und Herausforderungen, denen Fahrradfahrer regelmäßig begegnen, ermittelt. Das größte Problem der Radfahrer besteht dabei in den infrastrukturellen Gegebenheiten, wie beispielsweise schlecht ausgebauten oder unübersichtlichen Radwegen. Außerdem sehen viele Radfahrer ein Problem im Verhalten der anderen Verkehrsteilnehmer. Diesen Problemgruppen kann mit politischen Eingriffen oder Sensibilisierung für Verhalten im Straßenverkehr begegnet werden, aber weniger mit innovativem Fahrradzubehör. Ein weiteres omnipräsentes Problem für die befragten Radfahrer ist die häufige Nichtnutzung von sicherheitsrelevantem und schutzbringendem Zubehör wie Licht und Helm. Neben rein subjektiven Begründungen wie der Ästhetik oder Bequemlichkeit spielt auch das Verstauen des Helms bei Zwischenstopps eine große Rolle bei der Entscheidung, den Helm nicht zu verwenden. Immerhin gibt jeder vierte befragte Fahrer ohne Helm an, der Helm wäre zu sperrig zu transportieren [1].

Abbildung 1 Darum tragen die Deutschen keinen Fahrradhelm [1]

Angesichts der Nutzungsverteilung ist dieses Verhalten besonders kritisch zu sehen, da gerade die Fahrt zum Arbeitsplatz gerade im städtischen Bereich mit viel Straßenverkehr und entsprechenden Gefahren verbunden sein kann. Das identifizierte Problem äußert sich in der Verstauung des Helmes, möglichst am Fahrrad. Es soll eine Verstaumöglichkeit gefunden werden, sodass für Fahrradfahrer das Mitführen des Helmes, beispielsweise auf der Arbeit oder beim Einkaufen, obsolet wird.

Lösungsfindung & Konzeptentwicklung

Nach der Herausarbeitung der Problemstellung, die es zu lösen gilt, beginnt der zweite Teil der Projektphase, die Lösungsfindung und Konzeptentwicklung. Dazu werden zunächst in einem kreativen Prozess Ideen generiert, die als potenzielle Lösung der Problemstellung infrage kommen. Im Anschluss werden die Ergebnisse miteinander verglichen und unter Aspekten wie beispielsweise der Realisierbarkeit und der Optik, im Rahmen einer Nutzwertanalyse, bewertet.

Die im Rahmen des Projektes angewandte Kreativitätstechnik ist die Bisoziation [2]. Ein kleiner Teil des Teams bereit dazu einen Workshop vor, indem gezielt Bilder ohne direkten Zusammenhang zur Problemstellung gesammelt werden. Die Bilder entstammen den Bereichen Fahrradzubehör im Allgemeinen, Verstauraum in verschiedenen Dimensionen (vom Geldbeutel bis zur Garage) sowie der Tier- und Pflanzenwelt. Bei der Durchführung des Workshops wählen die Teilnehmer dann mindestens ein Bild aus und versuchen, mit einer abstrakten Vorstellung des abgebildeten Gegenstands das gegebene Problem zu lösen. Ein Beispiel für eine Konzeptentwicklung ist in Abbildung 2 dargestellt. Durch den ungewöhnlichen und auf den ersten Blick möglicherweise absurden Denkanstoß können so neuartige Ideen entstehen.

Abbildung 2 Bisoziationsablauf am Beispiel des Wickelbeutels

Im Anschluss an die Kreativphase werden Konkurrenzprodukte untersucht. Diese beschäftigen sich zwar mit der gleichen Problemstellung, können diese in der Regel aber nur begrenzt lösen. Die Defizite der Konkurrenzprodukte sollen während der Produktentwicklung berücksichtigt werden.

Konzeptvorstellung

Während der Kreativphase kristallisiert sich eine grundlegende Konzeptidee heraus: Ein wickelbarer Beutel aus einem witterungsbeständigen Textil soll während der Fahrt um das Oberrohr oder den Gepäckträger gewickelt mitgeführt werden. Beim Abstellen des Fahrrads kann der Beutel abgewickelt werden und zu einer Tasche ausgebreitet werden, die Platz für den Hem bietet. Eine Mechanik unterstützt den Nutzer beim Zusammenrollen des Beutels und hält den Beutel in seiner kompakten Position, sodass er während der Fahrt nicht stört.

Lean-Start-Up & Prototyping

Nach einer erneuten Befragung potenzieller Kunden, einer erneuten Einschätzung der Preisbereitschaft und einer abschließenden Abschätzung durch das Projektteam wird der Wickelbeutel als erfolgversprechendste Innovation für die Umsetzungsphase ausgewählt. Die Preisbereitschaft für das beschriebene Produkt liegt innerhalb der Spanne von 15 ? bis 35 ?. Die Umsetzung und die Produktentwicklung erfolgten nach dem Lean-Start-Up-Ansatz und dem zugehörigen Bauen-Messen-Lernen-Zyklus [3], welcher die fortschreitende Entwicklung und Optimierung von Prototypen beinhaltet.

So wird ein erster Entwurf aus Alltagsgegenständen entwickelt. Anhand dieses most viable products testen zwei Lead-User die reine Funktionalität und die Handhabung im Alltag. Sie unterbreiten Vorschläge für die Optimierung des Produktes. Neben diesen subjektiven Einschätzungen wird der Beutel auch objektiven Test unterzogen, in denen messbarer Kriterien wie die Schnittfestigkeit, die Witterungsbeständigkeit oder die Entzündbarkeit bewertet werden. Basierend auf der Auswertung der subjektiven Eindrücke und objektiven Tests wird der Prototyp sukzessive in einem iterativen Prozess weiterentwickelt. Die zweite Stufe der iterativen Produktentwicklung ist in Form eines virtuellen und eines realen Prototyps in Abbildung 3 dargestellt. Bei den Entwicklungsstadien wird Wert daraufgelegt, trotz steigender Anforderungen die Komplexität und somit die erwarteten Produktionskosten auf das Minimum, das die gesetzten Anforderungen eben zu erfüllen vermag, zu reduzieren.

Abbildung 3 Virtueller und Realer Prototyp: Iterationsschleife II

Ausblick

Mit dem Ende des Projekts existiert ein Mock-Up, dessen Material den gesetzten Anforderungen entspricht. Eine nachrüstbare Anbindung an das Oberrohr befindet sich in der Konzeptphase und muss noch detailliert auskonstruiert werden. Außerdem wurde das Design weiterentwickelt, jedoch stehen Alltagstest noch aus. Im Team werden bereits weitere Produktiterationen diskutiert.

Literaturverzeichnis

[1] Hedda Nier, Darum tragen die Deutschen keinen Fahrradhelm, statista.de, 29.03.2019, Zugriff am 11.05.2023

[2] Dr. Egon...

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