Zärtlich, sinnlich, zauberhaft

 
 
Cora Verlag GmbH & Co. KG
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 2. Dezember 2017
  • |
  • 130 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Adobe DRM | Systemvoraussetzungen
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978-3-7337-5436-5 (ISBN)
 
Shane Larrabee ist ihr Traummann. Doch obwohl Kate erneut zauberhafte Stunden der Leidenschaft mit ihm erlebt, sieht es nicht nach einem Happy End aus. Shane will, dass sie ihren geliebten Beruf als Polizistin aufgibt ...
  • Deutsch
  • 2,02 MB
978-3-7337-5436-5 (9783733754365)
3733754360 (3733754360)

1. KAPITEL

"Warum Sie wirklich hier sind, darf niemand erfahren!"

Kate nickte. "Ich weiß. Captain Aames hat klare Anweisungen gegeben." Es war ihr erster Einsatz als verdeckte Ermittlerin. Und das ausgerechnet beim Rodeo! Vermutlich würde sie während der nächsten Tage auf etliche Leute treffen, die sie von früher kannten und die wussten, dass sie Polizistin war. Ihnen allen hatte sie zu erzählen, sie hätte den Dienst quittiert.

Die Tür wurde aufgerissen. Kate drehte sich um.

"Verdammt, Hodges, jetzt guck dir das an!" Shane Larrabee kam in den Raum gestürmt und warf ein Dutzend langer, rostiger Nägel auf den Tisch des Rodeo-Managers.

Kate stockte der Atem. Als ihr Chef ihr diesen Auftrag erteilt hatte, war ihr sofort klar gewesen, dass sie Shane hier begegnen könnte, aber sie hatte nicht gleich am ersten Tag damit gerechnet.

"Wenn mein Pferd darauf getreten wäre . Zum Teufel, Jim, das ist gar nicht auszudenken!", tobte Shane. "Du musst etwas unternehmen, bevor alles außer Kontrolle gerät."

"Ich bin ja an der Sache dran", antwortete Hodges.

"Dann beeil dich! Es war schon das dritte Mal in zwei Tagen, dass dieses Schwein versucht hat ." Erst jetzt bemerkte Shane, dass noch eine weitere Person im Raum war - er starrte Kate an, und seine Worte blieben ihm im Hals stecken.

"Shane, das ist Kate Morgan. Sie hat sich gerade fürs Hindernisreiten eingetragen", erklärte Jim Hodges.

Hindernisreiten?

An Shanes Gesichtsausdruck konnte Kate ablesen, wie sehr ihn diese Auskunft verwirrte. Drei Jahre war es her, seit er sie verlassen hatte. Seitdem hatte sie ihn nicht mehr gesehen, seine Stimme nicht gehört, nicht in seine Augen geblickt.

Ihr Herz hämmerte wie verrückt. Sie holte tief Luft, um sich zu beruhigen. Schließlich war sie im Dienst und hatte einen Auftrag auszuführen. Die Tatsache, dass ihr Ex-Freund hier war, durfte für sie keinerlei Unterschied machen.

Seine Augen verschlangen sie beinahe.

"Und dieser junge Mann ist Shane Larrabee, amtierender All-Around-Cowboy der Professional Rodeo Cowboy Association", fuhr Hodges fort. "Er hält den Titel schon seit drei Jahren, und ich gehe jede Wette ein, dass er ihn auch diesmal erfolgreich verteidigen wird."

Kate zwang sich zu einem Lächeln. "Freut mich, Sie kennen zu lernen, Mr. Larrabee."

Mr. Larrabee? Warum tut sie so, als wären wir uns noch nie begegnet? "Hindernisreiten?", stammelte Shane und ließ sie nicht aus den Augen.

"Ja." Kate nickte. Ihr war klar, welche Frage ihm jetzt durch den Kopf ging, und dass sie ihm darauf keine ehrliche Antwort geben durfte.

Sie betrachtete sein Gesicht. Es wirkte kantiger als früher. Einige Falten hatten sich eingegraben. Auch um die Lippen herum - ihr Magen zog sich zusammen, als sie daran dachte, wie leidenschaftlich dieser Mund sie geküsst hatte. Trotzdem strahlte Shane noch immer jungenhaften Charme und gleichzeitig männliche Reife aus. Der Drei-Tage-Bart betonte sein gutes Aussehen.

In seinem dunklen Haar, das bis auf den Hemdkragen fiel, gab es inzwischen einige graue Strähnen. Wie viele Male hatten ihre Finger zärtlich durch diese seidige Mähne gestrichen?

Seine Schultern waren breiter, als sie erinnerte, seine Taille schmaler, die Beine länger und schlanker.

Kate musste sich sehr bemühen, die Fassung zu bewahren. Es war nicht fair, dass man sie hierher geschickt hatte. Warum hatte Aames nicht eine ihrer Kolleginnen ausgesucht? Sie konnte ja wohl nicht die einzige Polizistin in Reno sein, die als Jugendliche am Junior Rodeo teilgenommen hatte und ein Pferd besaß.

Sie zwang sich, ihren Blick von Shane zu lösen, und zeigte auf die Nägel, die er dem Rodeo-Manager auf den Schreibtisch geworfen hatte. "Haben Sie die in Ihrem Pferdestall gefunden?" Sie nahm einen der rostigen Stifte hoch und betrachtete ihn aufmerksam.

"Während der letzten Tage hatten wir ein paar Probleme", gab Jim Hodges zu. "Aber wir haben die Sicherheitsvorkehrungen verschärft. Es sollte keine weiteren Zwischenfälle geben. Machen Sie sich keine Sorgen, Miss Morgan. Vermutlich war da nur ein gelangweilter Teenager am Werk, der uns einen Streich spielen wollte."

Kate spürte, wie Shane sie fortwährend beobachtete. Die Situation wurde für sie unerträglich. "Gut." Sie warf den Nagel zurück auf den Tisch. "Wenn hier alles geregelt ist, werde ich jetzt ausladen."

Bevor einer der Männer antworten konnte, hob Kate grüßend die Hand und lief hinaus.

Shane sah ihr fassungslos nach. Warum hatte sie so getan, als seien sie Fremde? Und was machte sie beim Rodeo? Seit wann nahm sie am Hindernisreiten teil?

Das grelle Sonnenlicht blendete Kate, als sie vor die Tür trat.

Ich will keine Polizistin zur Frau, Kate. Kündige deinen Job und heirate mich, oder ich mache Schluss. Dieses Ultimatum hatte er ihr vor drei Jahren gestellt, und seine Worte hallten erneut erbarmungslos durch ihren Kopf.

Sie zitterte so sehr, dass sie sich mit einer Hand an der Wand abstützen musste. Mir ist nur schwindlig, weil es heute so heiß ist, redete sie sich ein. Aber warum waren ihre Knie auf einmal so weich wie Butter? Warum bekam sie kaum noch Luft? Sie presste eine Hand auf ihren Magen, als ihr übel wurde.

Leute kamen vorbei; eine Frau blieb stehen und sah Kate fragend an. "Kann ich Ihnen helfen? Sie sehen ziemlich blass aus."

Kate schüttelte den Kopf und versuchte zu lächeln. "Danke, es ist alles in Ordnung." Sie löste sich von der Wand, dann ging sie auf wackeligen Beinen zu dem Parkplatz, auf dem ihr Jeep und Pferdetransporter standen. "Er hat dich verlassen", murmelte sie. "Er ist einfach gegangen und hat sich nie wieder gemeldet. Nicht einmal eine Postkarte warst du ihm wert." Sie warf einen Blick in den Anhänger, um zu prüfen, ob es Rain Dancer gut ging. "Er hat dich nicht wirklich geliebt, und du liebst ihn auch nicht mehr, so viel ist sicher", flüsterte sie, während sie in den Jeep stieg und sich hinter das Lenkrad setzte. "Also vergiss ihn endlich!"

Leichter gesagt als getan. Während der letzten drei Jahre war es ihr nicht gelungen, obwohl sie Shane nicht gesehen hatte. Und jetzt würde sie ihm in den nächsten Tagen zu allem Überfluss auch noch auf Schritt und Tritt begegnen.

Das Rodeo in Reno war eine der wichtigsten Stationen vor der Meisterschaft in Vegas, und Kate hatte befürchtet, dass ihr Ex-Freund dabei sein würde.

Vor zwei Tagen waren die Viehbestände eingetroffen und die meisten der Teilnehmer angereist. Gleich darauf hatten die Sabotage-Akte begonnen. Irgendein Verrückter trieb hier sein Unwesen, manipulierte und beschädigte die Ausrüstung der Reiter. Shane war schon drei Mal das Ziel dieser Anschläge gewesen.

Kate ließ den Motor an und fuhr zu der langen Reihe blau gestrichener Pferdeställe am östlichen Rand des Rodeo-Geländes.

Sie hätte versuchen können, sich zu drücken, aber dieses war ihr erster Undercover-Auftrag seit ihrem Examen an der Polizeischule, und es wäre dumm gewesen, ihn abzulehnen, wenn sie auf eine schnelle Beförderung hoffen wollte.

Dumm gelaufen, dachte sie, als sie vor dem Stall hielt, den Hodges ihr zugewiesen hatte. Ich muss den Saboteur so schnell wie möglich fassen, danach kann ich sofort von hier abhauen.

Kate blieb im Auto sitzen und schloss die Augen. Warum musste Shane ausgerechnet in diesem Jahr nach Reno kommen? Hätte er seine Punkte nicht woanders sammeln können? Seit dem Bruch ihrer Beziehung war sie dem Rodeo absichtlich fern geblieben, um Shane nicht zu begegnen, und das hatte sie auch in diesem Jahr vorgehabt.

Sie versuchte, die Gedanken an diesen großen, gut aussehenden Cowboy zu verscheuchen. Was ihr natürlich nicht gelang.

Es ist aus und vorbei, sagte sie sich. Ich finde ihn nur ziemlich attraktiv, das ist alles. Und selbst wenn ich ihn noch lieben würde, hätte es keinen Sinn, sich wieder mit ihm einzulassen. Nie im Leben werde ich den gleichen Fehler machen wie meine Mutter. Für keinen Mann der Welt.

Kate sprang aus dem Wagen und lief zur Rückseite des Pferdetransporters. "Vergiss ihn endlich!", zischte sie.

Jim Hodges klappte das Stallbuch auf und ging die Eintragungen durch. "Bring dein Pferd in 38A unter."

Shane reagierte nicht, sondern starrte auf die Tür, durch die Kate gerade verschwunden war.

"Larrabee!"

Hodges' Stimme riss Shane aus seinen Träumen, und er drehte sich verwirrt um. Als er Kate gerade eben so plötzlich gegenübergestanden hatte, waren die Erinnerungen an damals wie eine Lawine über ihn hereingebrochen.

"Bring dein Pferd in 38A unter", wiederholte Hodges.

"Mein Pferd verlegen? Wozu soll das gut sein?"

"Du warst schon drei Mal das Opfer des Saboteurs. Vielleicht schnappen wir ihn, bevor er herausfindet, in welchem Stall du bist."

Leise vor sich hin fluchend verließ Shane das Büro. Zuerst diese verdammten Anschläge, und dann musste er auch noch Kate über den Weg laufen. Er wünschte, er hätte auf seine innere Stimme gehört und wäre nicht nach Reno gekommen. Jetzt konnte er nur noch hoffen, dass man diesem Mistkerl schnellstens das Handwerk legte, bevor seinem Pferd etwas zustieß. War Kate hier, um in dem Fall zu ermitteln? Das klang einleuchtend. Und es bedeutete, dass sie noch immer Polizistin war! Er verscheuchte den Gedanken sofort wieder. Schließlich musste er sich auf das Rodeo konzentrieren ....

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