Die zweite Instanz im deutschen und französischen Zivilverfahren

Konzeptionelle Unterschiede und wechselseitige Schlussfolgerungen
 
 
Mohr Siebeck (Verlag)
  • 1. Auflage
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  • erschienen im März 2016
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  • XXVII, 265 Seiten
 
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978-3-16-154034-9 (ISBN)
 
Der Wandel der Berufung zu einer Fehlerkorrekturinstanz stößt auch über zehn Jahre nach dem Zivilprozessreformgesetz auf breite Kritik in Rechtsprechung und Wissenschaft. Das französische Recht bildet mit dem double degré de juridiction einen Gegenpol zum deutschen Reformkonzept. Lars Bierschenk zieht einen historisch-dogmatischen Vergleich beider Rechtsmittelsysteme und leitet daraus Ergebnisse für die Rechtsanwendung ab. Er legt dar, wie sich noch der deutsche historische Gesetzgeber des 19. Jahrhunderts am französischen appel des napoleonischen Code de procédure civile orientierte, und wie sich beide Rechtsmittelsysteme im Anschluss auseinanderentwickelt haben. Die deutschen und französischen Rechtsmittel "zweiter Instanz" werden in Bezug zu ihrem jeweiligen prozessualen Umfeld gesetzt und unter den Aspekten des Streitwertes, der prozessualen Säumnis, der Rechtskraft und der richterlichen Verfahrensleitung analysiert. Besonderes Augenmerk legt der Autor auf die Frage nach der Zulässigkeit neuen Tatsachenvortrags und den bisweilen unzureichenden Schutz in sogenannten Bagatellsachen.
 
Der Wandel der Berufung zu einer Fehlerkorrekturinstanz stößt auch über zehn Jahre nach dem Zivilprozessreformgesetz auf breite Kritik in Rechtsprechung und Wissenschaft. Das französische Recht bildet mit dem double degré de juridiction einen Gegenpol zum deutschen Reformkonzept. Lars Bierschenk zieht einen historisch-dogmatischen Vergleich beider Rechtsmittelsysteme und leitet daraus Ergebnisse für die Rechtsanwendung ab. Er legt dar, wie sich noch der deutsche historische Gesetzgeber des 19. Jahrhunderts am französischen appel des napoleonischen Code de procédure civile orientierte, und wie sich beide Rechtsmittelsysteme im Anschluss auseinanderentwickelt haben. Die deutschen und französischen Rechtsmittel "zweiter Instanz" werden in Bezug zu ihrem jeweiligen prozessualen Umfeld gesetzt und unter den Aspekten des Streitwertes, der prozessualen Säumnis, der Rechtskraft und der richterlichen Verfahrensleitung analysiert. Besonderes Augenmerk legt der Autor auf die Frage nach der Zulässigkeit neuen Tatsachenvortrags und den bisweilen unzureichenden Schutz in sogenannten Bagatellsachen.
  • Dissertationsschrift
  • Deutsch
  • Tübingen
  • |
  • Deutschland
  • Für Beruf und Forschung
  • 5,96 MB
978-3-16-154034-9 (9783161540349)
10.1628/978-3-16-154034-9
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  • Cover
  • Vorwort
  • Inhaltsübersicht
  • Inhaltsverzeichnis
  • Abkürzungsverzeichnis
  • § 1 Einführung
  • Erster Teil: Die Grundlagen des deutschen und des französischen Rechtsmittelrechts
  • § 2 Rechtsmittel und voies de recours als gesetzliche Ausgangspunkte
  • I. Die Systematik der voies de recours des Code de procédure civile
  • II. Vergleichende Betrachtung der Rechtsmittelsystematik der deutschen Zivilprozessordnung
  • III. Rechtsbehelfe und autres recours: Zu den Risiken weiterer Kategorienbildung
  • § 3 Die Struktur der zivilprozessualen Instanzenzüge: Deutsch-französische Vergleichspaare
  • I. Der appel civil und die Rechtsmittel der Berufung und der sofortigen Beschwerde
  • II. Die opposition als voie de recours ordinaire und der Einspruch als Verfahrensschritt
  • III. Unterschiedliche Einbeziehung von Revision und pourvoi en cassation in den Instanzenzug
  • § 4 Die Rechtsmittelgerichte zweiter Instanz im deutschen und im französischen Zivilverfahren
  • I. Landgerichte und Oberlandesgerichte als dezentrale Berufungs- und Beschwerdegerichte
  • II. Die Cour d'appel als zentrales Rechtsmittelgericht - eine vergleichende Betrachtung
  • 1. Zu den Grundzügen der französischen Gerichtsverfassung
  • 2. Überblick über die unterschiedlichen Verfahrensweisen vor der Cour d'appel
  • 3. Zentralisierungsbestrebungen der deutschen Gerichtsverfassung
  • III. Zu den praktischen Folgen und den Gründen der unterschiedlichen Gerichtsverfassungen
  • 1. Relativierung der Zentralität der Cour d'appel aufgrund spezieller chambres sociales
  • 2. Organisation der Spruchkörper der Cours d'appel und der ordentlichen Berufungsgerichte
  • 3. Historisch-vergleichende Analyse der Gründe für die zentrale Stellung der Cour d'appel
  • Zweiter Teil: Die Entscheidungen der Eingangsgerichte als systematische Grundlage der zweiten Instanz
  • § 5 Die Grundzüge der deutschen und der französischen zivilen Urteilslehre
  • I. Urteile, Beschlüsse und Verfügungen als Entscheidungen des deutschen Zivilverfahrens
  • II. Die Entscheidungsarten des französischen Zivilprozesses
  • 1. Das jugement als verfahrensbeendende und verfahrensfördernde Entscheidung
  • a) Das jugement sur le fond als Entscheidung in der Hauptsache
  • b) Das jugement avant dire droit als verfahrensfördernde Nebenentscheidung
  • c) Zur formellen und materiellen Rechtskraftfähigkeit beider Entscheidungsarten
  • 2. Die ordonnances des juge de la mise en état und des juge chargé d'instruire l'affaire
  • a) Zu den Besonderheiten der Verfahren vor den französischen Eingangsgerichten
  • b) Das Konkurrenzverhältnis der ordonnances zum jugement avant dire droit
  • c) Das Konkurrenzverhältnis der ordonnances zum jugement sur le fond
  • 3. Die mesures d'administration judiciaire als Entscheidungen der Verfahrensorganisation
  • § 6 Die Anknüpfung der Rechtsmittel zweiter Instanz an die Entscheidungen der Eingangsgerichte
  • I. Entscheidungen in der Hauptsache und Entscheidungen der Verfahrensförderung
  • 1. Die Trennung von Berufungs- und Beschwerdeverfahren im deutschen Zivilprozess
  • 2. Die umfassende Statthaftigkeit des appel im französischen Zivilprozess
  • a) Das Prinzip von appel immédiat und appel différé als Ausgangspunkt
  • b) Durchbrechung des Prinzips durch den appel immédiat gegen das jugement mixte
  • c) Zweckgebundene Sonderregeln über die Statthaftigkeit des appel
  • aa) Der appel soumis à autorisation im Rahmen von expertise und sursis à statuer
  • bb) Der appel gegen die ordonnances der erstinstanzlichen Instruktionsrichter
  • cc) Der appel im Rahmen des serment décisoire
  • 3. Praktische Gegenüberstellung der deutschen und der französischen Systematik
  • a) Der Rechtsschutz im Rahmen der Sachaufklärung und der Beweiserhebung
  • aa) Vergleich bezüglich anordnender Entscheidungen
  • bb) Vergleich bezüglich ablehnende Entscheidungen
  • cc) Vergleich bezüglich des juge de la mise en état und des beauftragten Richters
  • b) Der Rechtsschutz gegenüber Maßnahmen der übrigen Verfahrensleitung
  • c) Erläuterung der Unterschiede und Rückführung auf ihre historischen Grundlagen
  • aa) Anklänge der französischen Systematik im deutschen Verfahrensrecht?
  • bb) Unterschiede und Folgen der römischen und der deutschen Urteilslehre
  • cc) Die Konzeption des appel nach dem Ancien Code de procédure civile von 1806
  • (1) Grundsätze der Anknüpfung des appel an die Entscheidungen der Erstinstanz
  • (2) Umfassender Strukturwandel infolge der Reform von 1942
  • (3) Rückbesinnung auf die ursprüngliche Systematik durch die Reform von 1958
  • II. Die Bedeutung des Streit- und des Beschwerdewertes für die Eröffnung der zweiten Instanz
  • 1. Französischer taux de ressort und deutsche Erwachsenheitssumme als Grundunterschied
  • 2. Der pourvoi en cassation als konkurrierendes Rechtsmittel zweiter Instanz
  • a) Die Anknüpfungssystematik des pourvoi en cassation aus der Perspektive des appel
  • b) Historisch-vergleichende Analyse der Statthaftigkeit des pourvoi en cassation
  • aa) Der Grundsatz de minimis non curat praetor im französischen Recht
  • bb) Schutz des öffentlichen Interesses als Rückausnahme vom Rechtsmittelausschluss
  • cc) Das Zusammenspiel beider Prinzipien am Beispiel der historischen Justice de paix
  • c) Zur Kritik an der französischen Systematik in den Materialien der Civilprozeßordnung
  • 3. Die Zulassungsberufung als deutscher Gegenentwurf und nachfolgende Entwicklungen
  • III. Die Bedeutung der prozessualen Säumnis für die Eröffnung der zweiten Instanz
  • 1. Die französische oppositon als historische Grundlage des deutschen Einspruchs
  • 2. Die Fortentwicklung der opposition zur voie de recours ordinaire
  • a) Zum Wandel des französischen Säumnisbegriffs: Der appel als mittelbare Sanktion
  • b) Die opposition als Rechtsmittel allein zugunsten des Beklagten
  • c) Wertmäßige Trennung der Geltungsbereiche von appel und opposition
  • 3. Relativierung der Unterschiede zum deutschen Recht durch umfassende Sachprüfung?
  • § 7 Typisierte Zuordnung der Eingangsgerichte und der korrespondierenden Rechtsmittel
  • I. Die Anknüpfung der "gespaltenen" zweiten Instanz an die französischen Eingangsgerichte
  • II. Die Berufung gegen Entscheidungen der deutschen Amts- und Landgerichte
  • III. Nationale Implementierung des Europäischen Verfahrens für geringfügige Forderungen
  • Dritter Teil: Theoretische und praktische Gegenüberstellung des appel und der Berufung
  • § 8 Zum Hintergrund der Reformen beider Rechtsmittel
  • I. Grundlagen und Ziele der Reformen von Berufung (2002) und appel (2005
  • II. Vergleichbare Gründe der Reformbedürftigkeit beider Rechtsmittel
  • III. Unterschiedliche Lösungswege zur Erreichung desselben Ziels?
  • § 9 Die formelle Ausgestaltung der Verfahren des appel und der Berufung
  • I. Die Anrufung der Cour d'appel im Rahmen der procédure avec représentation obligatoire
  • 1. Die procédure ordinaire
  • 2. Die procédure à jour fixe
  • 3. Der appel par requête conjointe
  • II. Übergreifende Neuerungen des Verfahrens vor der Cour d'appel
  • 1. Elektronische Form der Schriftsätze und strengere Vorgaben ihrer Fassung
  • 2. Novellierung des Verfahrens vor dem conseiller de la mise en état
  • a) Die Funktion des conseiller de la mise en état in historischer Betrachtung
  • b) Kompetenz und Entscheidungen des conseiller de la mise en état
  • aa) Inhalt und Umfang der Kompetenz kraft Verweisung (Art. 907 CPC)
  • bb) Inhalt und Umfang originärer Kompetenz (Artt. 908 ff. CPC)
  • cc) Entscheidungen des conseiller de la mise en état und Rechtsschutz
  • c) Verkürzung der Fristen im Verfahren vor dem conseiller de la mise en état
  • 3. Liberalisierung der Prozessvertretung durch die Fusion von avocat und avoué
  • a) Historische Grundlagen und Entwicklung der vormaligen doppelten Prozessvertretung
  • b) Ziele und Kritik der Neuordnung der Prozessvertretung vor der Cour d'appel
  • c) Vergleichende Analyse der Reform mit Bezug zum deutschen und europäischen Recht
  • aa) Die Abschaffung der Singularzulassung vor den deutschen Oberlandesgerichten
  • bb) Bewertung der deutschen Reform und Versuch einer Übertragung auf Frankreich
  • (1) Vergleichbare Gründe der Reform beider Systeme
  • (2) Fehlende empirische Untersuchungen der praktischen Folgen
  • (3) Versuch einer statistischen Analyse und einer Übertragung auf Frankreich
  • cc) Ergänzende Berücksichtigung europarechtlicher Vorgaben
  • III. Anstöße für das deutsche Recht: Stärkung der formellen Berufungsanforderungen
  • 1. Die Akzentuierung des deutschen Reformgebers aus vergleichender Perspektive
  • 2. Konzeptionelle und praktische Probleme der §§ 513 und 520 ZPO
  • 3. Die Reform des appel als Lösungsansatz für das deutsche Recht
  • § 10 Der Devolutiveffekt beider Rechtsmittel und ihr Verhältnis zur Eingangsinstanz
  • I. Funktionsweisen und Entscheidungsgrundlagen des appel und der Berufung
  • 1. Der appel als voie de réformation und voie d'annulation
  • 2. Die Berufung als reformatorisches und kassatorisches Rechtsmittel
  • 3. Zum Umfang der zu berücksichtigenden Tatsachen im Rahmen von appel und Berufung
  • a) Einbeziehung und Bedeutung des erstinstanzlichen Verfahrensstoffs
  • b) Das umfassende Novenrecht des appel: Der double degré de juridiction
  • aa) Systematik und historische Grundlagen des double degré de juridiction
  • bb) Verknüpfung von double degré und appel: Abgrenzung zum pourvoi en cassation
  • cc) Historischer Vergleich mit der zivilprozessualen Berufung des deutschen Rechts
  • (1) Die Berufung der Civilprozeßordnung (1877) nach französischem Vorbild
  • (2) Einleitung eines Systemwandels durch die sog. Emminger-Novelle (1924)
  • (3) Fortsetzung der Entwicklung durch die sog. Vereinfachungsnovelle (1976)
  • c) Neue Tatsachen und Tatsachenneufeststellung im reformierten Berufungsverfahren
  • aa) Gesetzliche Abkehr vom Erfordernis einer drohenden Verfahrensverzögerung
  • bb) Systematisierende Betrachtung der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs
  • cc) Kritische Bewertung der Rechtsprechung auf Grundlage des Reformkonzepts
  • II. Rechtfertigung beider Rechtsmittelkonzepte vor ihrem jeweiligen prozessualen Umfeld
  • 1. Die eingangsgerichtliche Präklusion als Grundlage der divergierenden Novenrechte
  • a) Die Grundzüge der Präklusion im deutschen und im französischen Zivilprozess
  • b) Die Anknüpfung beider Rechtsmittelsysteme an die erstinstanzliche Präklusion
  • c) Systematische und prozessökonomische Gegenüberstellung beider Konzepte
  • aa) Normative Betrachtung des prozesswirtschaftlichen Ertrages beider Konzepte
  • bb) Normative Betrachtung des jeweils erforderlichen prozessualen Aufwandes
  • (1) Rechtsmittelbereitschaft und Instanzenrelation beider Systeme
  • (2) Verteilung des Verfahrensstoffs und erforderliche Verfahrensdauer
  • (3) Probleme in der Rechtsanwendung und Kritik an den Reformen
  • cc) Vergleichende Würdigung des deutschen und des französischen Systems
  • 2. Berücksichtigung der materiellen Rechtskraft und der autorité de la chose jugée
  • a) Der Umfang der materiellen Rechtskraft im deutschen Zivilverfahrensrecht
  • b) Die objektiven Grenzen der autorité de la chose im französischen Verfahrensrecht
  • c) Angleichung der Systeme durch die jüngere Rechtsprechung der Cour de cassation
  • aa) Die Césaréo-Entscheidung der Cour de cassation aus dem Jahr 2006
  • bb) Berücksichtigung der Césaréo-Entscheidung im Rahmen der Reform des appel
  • c) Vergleichende Würdigung des deutschen und des französischen Systems
  • 3. Umfang und Bedeutung der richterlichen Verfahrensleitung und Rechtserkenntnis
  • a) Die richterliche Verfahrensleitung im deutschen und im französischen Recht
  • b) Das Prinzip iura novit curia im deutschen und im französischen Recht
  • c) Vergleichende Würdigung des deutschen und des französischen Systems
  • III. Durchbrechungen der Devolution im deutschen und im französischen Rechtsmittelrecht
  • 1. Die Zulässigkeit neuer Ansprüche: Der appel als voie d'achèvement - und die Berufung?
  • a) Die Konzeption der voie d'achèvement: Voraussetzungen und Zweck
  • aa) Übergeordnete Voraussetzungen der voie d'achèvement
  • bb) Definition und Voraussetzungen neuer Ansprüche im Rahmen des appel
  • cc) Der Eintritt Dritter in das Verfahren des appel
  • b) Die Zulassung neuer Ansprüche im Berufungsprozess vor der ZPO-Reform 2002
  • c) Strukturelle Unterschiede der reformierten Berufung des deutschen Zivilverfahrens
  • aa) Die voie d'achèvement zwischen droit romain und "conception germanique"
  • bb) Rechtsvergleichende Analyse der Berufung seit der ZPO-Reform 2002
  • (1) Das Verständnis der reformierten Berufung in Abgrenzung zum appel
  • (2) Der systematische Widerspruch des § 533 ZPO in vergleichendem Kontext
  • (i) Rechtliche Ebene: § 533 Nr. 1 ZPO und Artt. 564 ff. CPC
  • (ii) Tatsächliche Ebene: § 533 Nr. 2 ZPO und Art. 563 CPC
  • (iii) Beschränkung des systematischen Widerspruchs auf die Klageänderung?
  • (3) Unterschiedliche Ökonomieverständnisse beider Rechtsmittel als Hintergrund
  • cc) Zu den praktischen Auswirkungen der Tatsachenbindung des § 533 Nr. 2 ZPO
  • (1) Kongruenz des Verfahrensstoffs von Berufung und Klageänderung
  • (i) Problemaufriss: Die "ohnehin" zu berücksichtigenden Tatsachen
  • (ii) Übertragung des Problems in das französische Verfahrensrecht
  • (iii) Abwägung der einzelnen Interpretationsansätze des § 533 Nr. 2 ZPO
  • (2) Die Klageänderung im Fall einander widersprechender Klagegründe
  • (i) Problemaufriss: Der sog. "Bau-Fall" als Ausgangspunkt
  • (ii) Vergleichende Übertragung des Problems in das französische Recht
  • (iii) Rückschlüsse und Lösungsansätze für das deutsche Recht
  • (3) Der Parteiwechsel und die Parteierweiterung in der zweiten Instanz
  • (i) Problemaufriss: Sachlegitimation des Dritten als neue Tatsache
  • (ii) Analyse der neueren berufungsgerichtlichen Rechtsprechung
  • (iii) Notwendigkeit einer teleologischen Korrektur des § 533 ZPO?
  • 1) Überblick über die bestehenden wissenschaftlichen Lösungsansätze
  • 2) Vergleichende Übertragung der Fälle in das französische Recht
  • 3) Für eine konsequente Anwendung des § 533 Nr. 2 ZPO
  • 2. Die évocation im französischen Zivilverfahren und Parallelen im deutschen Zivilprozess
  • a) Dogmatische und historische Grundlagen der évocation
  • b) Vergleichbare Fälle einer Evokation in der deutschen Rechtspraxis
  • c) Zur Vereinbarkeit der gerichtlichen Praxis mit dem Funktionswandel der Berufung
  • 3. Der appel-nullité und der Schutz gegen grob fehlerhafte Entscheidungen
  • a) Der Anwendungsbereich des appel-nullité in Abgrenzung zu appel und pourvoi
  • b) Entsprechungen des französischen Schutzkonzepts im deutschen Verfahrensrecht
  • c) Unzureichender Schutz der Verfahrensgrundrechte im deutschen Rechtsmittelsystem
  • aa) Widerstreitende Schutzkonzepte in Rechtsprechung und Rechtslehre
  • bb) Keine befriedigende Lösung in der Rechtspraxis
  • cc) Für eine Anwendung der Nichtzulassungsbeschwerde zum Schutz der Verfahrensgrundrechte
  • (1) Zur Rechtslage vor und nach der Zivilprozessreform 2002
  • (2) Störung des ursprünglichen Konzepts aufgrund neuerer Rechtsentwicklung
  • (3) Systematische Vereinbarkeit von Nichtzulassungsbeschwerde und Berufung
  • (i) Die Nichtzulassungsbeschwerden der Arbeits- und Sozialgerichtsbarkeit
  • (ii) Der Paradigmenwechsel des sozialgerichtlichen Berufungsverfahrens
  • (iii) Schlussfolgerungen bezüglich der zivilprozessualen Berufung
  • Vierter Teil: Vergleich von appel und pourvoi en cassation: Der zweitinstanzliche Rechtsschutz gegen Entscheidungen von verhältnismäßig geringem Wert
  • § 11 Erschwerter Zugang und begrenzter Schutz: Der pourvoi en cassation im Vergleich zum appel
  • I. Überblick über die bestehende Kritik am Nebeneinander von appel und pourvoi en cassation
  • II. Zum vergleichsweise eingeschränkten Prüfungsumfang der Cour de cassation
  • III. Der mémoire ampliatif als besondere Voraussetzung des pourvoi en cassation
  • § 12 Ausnahmen und prozessuale Gestaltungsmöglichkeiten nach geltendem Recht
  • I. Unbezifferte Klageforderungen als Ausnahme vom Prinzip des taux de ressort
  • II. Überhöhte Klageforderungen als prozesstaktisches Mittel zur Erreichung des taux d'appel
  • III. Kompensation des pourvoi en cassation mithilfe der opposition als "kleinem appel"?
  • 1. Gewährleistungen und Verfahrensablauf der opposition im Vergleich zum appel
  • 2. Das rechtstatsächliche Potenzial der opposition im Sinne einer faktischen zweiten Instanz
  • 3. Unklare Akzeptanz einer prozesstaktischen Nutzung der opposition seitens der Gerichte
  • § 13 Grundlagen und Perspektiven einer Reform des Verhältnisses von appel und pourvoi en cassation
  • I. Beschränkung des Suspensiveffekts des appel durch mittelbaren Erfüllungszwang
  • 1. Historische und systematische Grundlagen der radiation de l'affaire
  • 2. Voraussetzungen und Ausschlusstatbestände der radiation de l'affaire
  • 3. Rechtsstaatliche Probleme und praktische Folgen
  • II. Vergleich der Fristen und Einleitungsformen von appel und pourvoi en cassation
  • III. Ansatzpunkte eines Systemwandels der französischen zweiten Zivilinstanz
  • 1. Herabsenkung des taux d'appel
  • 2. Vereinfachung der Regeln des Verfahrens vor der Cour de cassation
  • 3. Einführung eines ergänzenden Zulassungs- oder Annahmeappel
  • Fünfter Teil: Zusammenfassung der Ergebnisse und Thesen
  • § 14 Zusammenfassung und Thesen
  • § 15 Résumé et conclusions
  • Literaturverzeichnis
  • Materialienverzeichnis
  • Entscheidungsregister
  • A. Europäische Gerichte
  • I. EGMR
  • II. EuGH
  • B. Deutsche Gerichte
  • I. BVerfG
  • II. RG
  • III. BGH
  • IV. BSG
  • V. OLG
  • 1. OLG Brandenburg
  • 2. OLG Düsseldorf
  • 3. OLG Frankfurt am Main
  • 4. OLG Hamm
  • 5. OLG Karlsruhe
  • 6. OLG Koblenz
  • 7. OLG Köln
  • 8. OLG München
  • 9. OLG Naumburg
  • 10. OLG Nürnberg
  • 11. OLG Oldenburg
  • 12. OLG Rostock
  • 13. OLG Saarbrücken
  • 14. OLG Schleswig
  • VI. LG
  • 1. LG Berlin
  • 2. LG Bonn
  • VII. LAG
  • 1. LAG Baden-Württemberg
  • 2. LAG München
  • C. Französische Gerichte
  • I. Cour de cassation
  • II. Cours d'appel
  • 1. CA Amiens
  • 2. CA Basse-Terre
  • 3. CA Dijon
  • 4. CA Montpellier
  • 5. CA Nîmes
  • 6. CA Paris
  • 7. CA Poitiers
  • 8. CA Reims
  • 9. CA Rennes
  • 10. CA Rouen
  • Sachregister
DNB DDC Sachgruppen
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