Grundlagen und Probleme des Straftatbestandes des sexuellen Missbrauchs von Kindern gemäß § 176 StGB

 
 
Duncker & Humblot (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 11. November 2015
  • |
  • 357 Seiten
 
E-Book | PDF mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-428-54709-8 (ISBN)
 
'Foundations and Problems of the Offence of Sexual Abuse of Children Pursuant to Section 176 of the German Criminal Code'

Child sex abuse, a criminal offence under section 176 of the German Criminal Code (Strafgesetzbuch, StGB), often evokes a strong emotional response. By way of contrast, Garonne Bezjak applies rational criteria in order to examine what this provision seeks to protect, and whether such protection is fully achieved under section 176 StGB. The author concludes with a set of specific reform proposals.
 
Die Arbeit befasst sich mit dem Straftatbestand des sexuellen Missbrauchs von Kindern. Im Fokus stehen der Strafzweck der Vorschrift des § 176 StGB und die Frage, inwieweit die einzelnen Tatbestandsvarianten dazu geeignet sind, den Strafzweck zu erfüllen. Auf diese Weise wird der Reformbedarf für die Vorschrift ermittelt und beschrieben. Im ersten Teil der Arbeit wird zunächst die Historie des Schutzes von Kindern vor sexuellem Missbrauch sowie die Entwicklungsgeschichte von § 176 StGB dargestellt. Im zweiten Teil der Arbeit werden das geschützte Rechtsgut und die Deliktsnatur der Vorschrift herausgearbeitet. Auf dieser Grundlage werden die einzelnen Tatbestandsvarianten daraufhin überprüft, ob sie als abstraktes Gefährdungsdelikt geeignet und ausreichend sind, um die ungestörte sexuelle Entwicklung des Kindes zu schützen. Die Arbeit kommt zu dem Ergebnis, dass § 176 StGB zum einen Strafbarkeitslücken aufweist. Zum anderen gibt es Tathandlungen, die von § 176 StGB erfasst werden, ohne dass sie eine Rechtgutsbeeinträchtigung hervorrufen können. Die Arbeit schließt im dritten Teil mit einem konkreten Reformvorschlag.
  • Dissertationsschrift
  • |
  • 2014
  • |
  • Universität Bochum
  • Deutsch
  • Berlin
  • |
  • Deutschland
  • 1,68 MB
978-3-428-54709-8 (9783428547098)
10.3790/978-3-428-54709-8
weitere Ausgaben werden ermittelt
Garonne Bezjak trat nach dem Studium in Göttingen und dem Referendariat in Hamburg im Jahr 2002 als Richterin in die ordentliche Gerichtsbarkeit in Schleswig-Holstein ein. In der Zeit von 2007 bis 2010 war Bezjak im Ministerium für Justiz, Arbeit und Europa des Landes Schleswig-Holstein im Strafrecht tätig. Daran anschließend war sie bis 2013 an das Bundesministerium der Justiz abgeordnet. Nach zwischenzeitlicher richterlicher Tätigkeit ist Garonne Bezjak seit Januar 2015 erneut an das BMJV abgeordnet. Wissenschaftlich war sie von 2000 bis 2002 und von 2005 bis 2006 an der Universität Hamburg als akademische Tutorin bzw. als Lehrbeauftragte im Bereich des öffentlichen Rechts und des Strafrechts beschäftigt.
Einleitung

1. Die historische Entwicklung des sexuellen Missbrauchs von Kindern und ihrer Bestrafung

Der sexuelle Missbrauch von Kindern im römischen Recht - Der sexuelle Missbrauch von Kindern in der germanischen Zeit - Der sexuelle Missbrauch von Kindern im Mittelalter - Der sexuelle Missbrauch von Kindern in der Frühen Neuzeit - Der sexuelle Missbrauch von Kindern in der neueren Zeit - Der sexuelle Missbrauch von Kindern in der Gegenwart - Internationale Vorgaben mit Einfluss auf § 176 StGB - Das Gesamtergebnis des ersten Teils

2. Die Straftatbestände des sexuellen Missbrauchs von Kindern gemäß § 176 StGB

Das geschützte Rechtsgut des Straftatbestandes des sexuellen Missbrauchs von Kindern - Die Deliktsnatur des § 176 StGB - Tathandlungen mit Körperkontakt gemäß § 176 Abs. 1 und Abs. 2 StGB - Tathandlungen ohne Körperkontakt gemäß § 176 Abs. 4 und Abs. 5 StGB - Das Gesamtergebnis des zweiten Teils

3. Der Reformvorschlag

Die Änderungen in § 11 Abs. 3 StGB-E - Die Änderungen in § 176 StGB

Schlussbetrachtung

Literatur-und Stichwortverzeichnis
»Es ist ein echter >Allrounder<, der sowohl von jungen Studierenden und Dogmatikern, aber auch gleichermaßen von Rechtspolitikern und Praktikern mit großem Gewinn gelesen werden kann. [...] Es bleibt vielmerh festzuhalten, dass es der verfasserin gelungen ist, eine enorm vielseitige und stets auf höchsten Niveau verfasste Arbeit vorzulegen, zu der man sie nur beglückwünschen kann und diese unbedingt weiterempfehlen sollte.« Kevin Franzke, in: Bonner Rechtsjournal, 1/2017

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