Apollinarius und seine Folgen

 
 
Mohr Siebeck (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen im Juni 2015
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  • XII, 309 Seiten
 
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978-3-16-153588-8 (ISBN)
 
Apollinarius war auf der einen Seite ein Theologe und Bischof, dem man hohen Respekt entgegenbrachte, poetisch begabt, hochgebildet und Zeitgenosse von Basilius von Caesarea, Nizäner und doch auf der anderen Seite der Urheber der wohl wirkungsvollsten Häresie der Antike, die seit 383 in kaiserlichen Edikten verboten wurde und deren Anhänger doch 428 wieder in die Grosskirche aufgenommen wurden. Dieser Band vereint Aufsätze zu ganz verschiedenen Aspekten der Person des Apollinarius und seiner Schüler. Gefragt wird nach einem Apollinarius, der nicht von Vorneherein mit dem Häretiker identifiziert ist, zu dem er in den 70er Jahren wurde. Die frühen Zeugnisse zeigen, wie Apollinarius eingebunden in Entwicklungen ist, die in den 360er Jahren erst einsetzen, wieviel ihn in dieser Zeit mit Diodor oder Gregor von Nazianz verband und wie sehr sein Denken durch die Stadt Antiochien und die Begegnungen dort geprägt ist. Die Autoren der Beiträge untersuchen auch, welche Bedeutung die apollinaristischen Gruppen seit dem 5. Jahrhundert hatten. Die Überlieferung der anti-apollinaristischen Schriften im Rahmen der Athanasius-Corpora, aber auch bisher unbekannte Testimonien werden vorgestellt. Die apollinaristischen Gruppen und ihre Bedeutung, neue, bisher unbekannte Testimonien und das Apollinarius Bild in byzantinischen Quellen werden vorgestellt.
 
Apollinarius war auf der einen Seite ein Theologe und Bischof, dem man hohen Respekt entgegenbrachte, poetisch begabt, hochgebildet und Zeitgenosse von Basilius von Caesarea, Nizäner und doch auf der anderen Seite der Urheber der wohl wirkungsvollsten Häresie der Antike, die seit 383 in kaiserlichen Edikten verboten wurde und deren Anhänger doch 428 wieder in die Grosskirche aufgenommen wurden.Dieser Band vereint Aufsätze zu ganz verschiedenen Aspekten der Person des Apollinarius und seiner Schüler. Gefragt wird nach einem Apollinarius, der nicht von Vorneherein mit dem Häretiker identifiziert ist, zu dem er in den 70er Jahren wurde. Die frühen Zeugnisse zeigen, wie Apollinarius eingebunden in Entwicklungen ist, die in den 360er Jahren erst einsetzen, wieviel ihn in dieser Zeit mit Diodor oder Gregor von Nazianz verband und wie sehr sein Denken durch die Stadt Antiochien und die Begegnungen dort geprägt ist.Die Autoren der Beiträge untersuchen auch, welche Bedeutung die apollinaristischen Gruppen seit dem 5. Jahrhundert hatten. Die Überlieferung der anti-apollinaristischen Schriften im Rahmen der Athanasius-Corpora, aber auch bisher unbekannte Testimonien werden vorgestellt. Die apollinaristischen Gruppen und ihre Bedeutung, neue, bisher unbekannte Testimonien und das Apollinarius Bild in byzantinischen Quellen werden vorgestellt.
  • Deutsch
  • Tübingen
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  • Deutschland
  • Für Beruf und Forschung
  • 3,59 MB
978-3-16-153588-8 (9783161535888)
10.1628/978-3-16-153588-8
weitere Ausgaben werden ermittelt
Born 1962; 1992 Dr.theol. Ludwig-Maximilians-University in Munich; 1999 Habilitation in Church History at the Humboldt University in Berlin; since 2000 Professor of Church History (from the Early Church to the Time of Reformation) at the University of Zurich. ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter (SNF Projekt) am Lehrstuhl fur Kirchen und Theologiegeschichte an der Theologischen Fakultat der Universitat Zurich. ist apl. Professor fur Kirchengeschichte an der Martin-Luther-Universitat Halle-Wittenberg und Wissenschaftlicher Mitarbeiter (SNF Projekt) am Lehrstuhl fur Kirchen- und Theologiegeschichte an der Theologischen Fakultat der Universitat Zurich.
  • Cover
  • Inhaltsverzeichnis
  • Vorwort
  • I. Der frühe Apollinarius: Nachrichten aus der Zeit um und vor 360
  • Susanna Elm: Apollinarius of Laodicea and Gregory of Nazianzus: The Early Years
  • 1. Phase I
  • 1.1. The Early 360's
  • 1.2. Julian and Diodore of Tarsus
  • 1.3. Apollinarius and Gregory
  • 2. Phase II: 379 - 384, Gregory's Oration 22 and the Christological Letters 101, 102, 202 to Cledonius and Nectarius
  • Kelley McCarthy Spoerl: The Circumstances of Apollinarius's Election in Laodicea
  • Volker Henning Drecoll: Apollinarius, Ad Iovianum. Analyse und Bedeutung für die Apollinariuschronologie
  • 1. Überlieferung und Text
  • 2. Echtheit
  • 2.1. Diskussion in der Spätantike
  • 2.2. Diskussion in der Neuzeit
  • 3. Inhaltliche Analyse
  • 4. Einordnung
  • 4.1. Der Gedanke der µ?a f?s??
  • 4.2. Wer sind die Gegner?
  • 4.2.1. Wird hier die Theologie des Markell bzw. der Eustathianer abgelehnt?
  • 4.2.2. Werden Homöer (scil. als Arianer) abgelehnt?
  • 4.2.3. Auseinandersetzung mit Diodor?
  • 4.3. Ergebnis
  • 5. Konsequenzen für die Apollinariuschronologie
  • Markus Vinzent: Pseudo-Athanasius, Oratio contra Arianos IV - Apollinarius's Earliest Extant Work
  • 1. On the Dating of Contra Arianos IV
  • 2. Theological Parallels in Contra Arianos IV, Contra Sabellianos, Adversus Eunomium IV - V and Kata Meros Pistis
  • II. Zur Theologie des Apollinarius
  • Hanns Christof Brennecke: "Apollinaristischer Arianismus" oder "arianischer Apollinarismus" - Ein dogmengeschichtliches Konstrukt? "Arianische" Christologie und Apollinarius von Laodicea
  • I
  • II
  • III
  • IV
  • V
  • VI
  • VII
  • VIII
  • IX
  • Johannes Zachhuber: Derivative Genera in Apollinarius of Laodicea. Some Remarks on the Philosophical Coherence of his Thought
  • 1. Divine Ousia as a Derivative Genus
  • 2. Theological and Philosophical Background
  • 3. Derivative Genera and the Coherence of Apollinarius's Thought
  • 3.1. Trinitarian Theology
  • 3.2. Creation
  • 3.3. Fall and Universal Sin
  • 3.4. Christology
  • 3.5. Salvation, Sacraments, and the Church
  • 4. Conclusion
  • Benjamin Gleede: ?? ???? ?e????e?? ?a? t? ???? ?????p????e??. Der Sprachgebrauch der Schrift als Wurzel apollinarischer Christologie
  • I.
  • II.
  • III.
  • IV.
  • Ekkehard Mühlenberg: Theologie und Frömmigkeit bei den Apollinaristen
  • 1. Apollinarius von Laodicea
  • 1.1. Antirrheticus
  • 1.2. Das rationale Netz bei Apollinarius
  • 1.3. Das theologische Denken bei Apollinarius
  • 1.4. Traditionslinien
  • 2. Die Frömmigkeit
  • III. Fragmente des Apollinarius und Schriften seiner Gegner in ihren Überlieferungskontexten
  • Uta Heil: Athanasius, Apollinarius und der pseudathanasianische Sermo contra omnes haereses
  • 1. Athanasius und Apollinarius
  • 2. Sermo contra omnes haereses (haer.)
  • 2.1. Arianer (haer. 1 - 4)
  • 2.2. Pneumatomachen (haer. 5)
  • 2.3. Paul von Samosata (haer. 6)
  • 2.4. Manichäer (haer. 7)
  • 2.5. Markion, Valentin, Basilides (haer. 8)
  • 2.6. Hierakas von Leontopolis (haer. 9)
  • 2.7. Novatianer (haer. 10)
  • 2.8. Montanisten (haer. 10)
  • 2.9. Apollinaristen (haer. 11)
  • 3. Gesamtbild
  • Alessandro Capone: Pseudo-Athanasius, De incarnatione contra Apollinarium: Einleitende Bemerkungen zur handschriftlichen Überlieferung
  • 1. Die griechische handschriftliche Überlieferung
  • 2. Die antiken Versionen
  • 3. Die indirekte Überlieferung
  • Martin Heimgartner: Neue Fragmente Diodors von Tarsus aus den Schriften "Gegen Apollinarius", "Gegen die Manichäer" und "Über den heiligen Geist"
  • 1. Die Fragmente im Florileg "Gegen diejenigen, die sagen, dass die Seelen vor den menschlichen Leibern existieren", Codex Vatopedi 236, 113r - 127r
  • 1.1. Das Vatopedi-Florileg
  • 1.2. Text und Übersetzung der Diodorfragmente im Vatopedi-Florileg
  • 1.3. Zu Inhalt und Aussageprofil der Fragmente innerhalb des Vatopedi-Florilegs und im Zusammenhang mit dem Apollinarismus
  • 1.4. Die Fragmente im Vatopedi-Florileg und die dogmatischen Fragmente Diodors
  • 2. Die beiden Fragmente in Brief 42 des ostsyrischen Patriarchen Timotheos
  • 2.1. Brief 42 des ostsyrischen Patriarchen Timotheos
  • 2.2. Übersetzung der Diodorfragmente im Kontext von Timotheos, Brief 42,5,1 - 9
  • 2.3. Zum Inhalt der beiden Fragmente
  • 3. Zum Schluss
  • Karin Metzler: Segen für die Stämme Israels. Neue Testimonien für die Auslegung des Apollinarius von Gen 49 und Dtn 33 (aus CPG 3680)
  • 1. Bisherige Editionen und ihre handschriftliche Grundlage
  • 2. Zur Auslegung der Prophezeiungen durch Apollinarius
  • 3. Die Testimonien
  • 3.1. Einleitung: Vererbung des Segens (Gen 49,1, Dtn 33,1)
  • 3.2. Einleitung von Dtn 33: Erscheinung Gottes (Dtn 33,2 - 9)
  • 3.3. Ruben (Gen 49,3 f., Dtn 33,6)
  • 3.4. Juda (Gen 49,8 - 12, Dtn 33,7)
  • 3.5. Simeon und Levi (Gen 49,5 - 7, Dtn 33,8 - 11)
  • 3.6. Vergleich Juda - Levi
  • 3.7. Benjamin (Gen 49,27, Dtn 33,12)
  • 3.8. Josef (Gen 49,22 - 26, Dtn 33,13 - 17)
  • 3.9. Sebulon (Gen 49,13, Dtn 33,18 f.)
  • 3.10. Sebulon und Issachar (Gen 49,13.14 f., Dtn 33,18 f.)
  • 3.11. Gad (Gen 49,19, Dtn 33,20 f.)
  • 3.12. Naftali (Gen 49,21, Dtn 33,23)
  • 3.13. Ascher (Gen 49,20, Dtn 33,24 f.)
  • 4. Textbeigaben
  • 4.1. Textbeigabe 1
  • 4.1.1. Gen 49,3 f. (Ruben)
  • 4.1.2. Gen 49,27 (Benjamin)
  • 4.1.3. Dtn 33,18 (Sebulon)
  • 4.1.4. Jer 38 [31],22
  • 4.2. Textbeigabe 2
  • 4.2.1. Dtn 33,7 (Juda)
  • 4.2.2. Dtn 33,8 (Levi)
  • 4.2.3. Dtn 33,13 (Josef )
  • 4.2.4. Dtn 33,27 (ganz Israel)
  • IV. Apollinarius in der Wahrnehmung der späteren Jahrhunderte
  • Silke-Petra Bergjan: Theodoret von Cyrus, Apollinarius und die Apollinaristen in Antiochien
  • 1. Das Apollinarius-Bild in den anti-apollinaristischen Äußerungen Theodorets
  • 1.1. Theodoret über Arius, Eunomius und Apollinarius
  • 1.2. Theodoret über die Trinitätslehre des Apollinarius
  • 1.3. Der t??p?? t?? ?p???e?? der trinitarischen Personen in der Schrift Expositio rectae fidei
  • 1.4. Weitere Nachrichten aus dem anti-apollinaristischen Kontext: Die Schrift De incarnatione (CPG 6216)
  • 2. Apollinarius und die Apollinaristen im Eranistes
  • Claudia Rammelt: "Apollinaristisches" aus und in Edessa. Eine Spurensuche
  • 1. Frühe Kenntnisse von Apollinarius?
  • 2. 'Apollinaristisches' im Zuge der christologischen Kontroverse
  • a) Der apollinaristische Kyrill als Dreh- und Angelpunkt der Auseinandersetzung
  • b) Der Kyrill der Union als Verständigungsbasis?
  • 3. Zusammenfassendes
  • Theresia Hainthaler: Die apollinaristischen Fälschungen und die christologischen Debatten des 5. und 6. Jahrhunderts. Einige Beobachtungen
  • 1. Die Entdeckung der Fälschungen
  • 1.1. Bis 532
  • 1.2. Collatio cum Severianis (532)
  • 1.2.1. Leontius von Byzanz, Aduersus fraudes Apollinaristarum (AFA)
  • 1.2.2. Hypatius von Ephesus auf der Collatio cum Severianis (532)
  • 1.3. Nach 532
  • 2. Zur Verwendung der apollinaristischen Fälschungen in den christologischen Streitigkeiten
  • 2.1. Cyrill von Alexandrien
  • 2.2. Eutyches
  • 2.3. Timotheus Aelurus von Alexandrien
  • 2.4. Severus von Antiochien
  • 2.5. Ephraem von Antiochien
  • 2.6. Die Disputation des Probus mit severianischen Mönchen in Antiochien 595/596
  • 2.7. Johannes Philoponus
  • 2.8. Koptische Kirche
  • 2.9. Äthiopien
  • 2.10. Persische Kirche
  • 3. Häretikerkataloge
  • 3.1. Alexandrien
  • 3.2. Äthiopien
  • 3.3. Armenien
  • 4. Zusammenfassung
  • 5. Anhang: Inhalt von AFA (nach B. Daley, Leontius [wie Anm. 18])
  • Patrick Andrist: The Two Faces of Apollinarius: A Glimpse into the Complex Reception of an Uncommon Heretic in Byzantium
  • 1. The blurred image of a recognised heretic (4?? - 9?? centuries)
  • 1.1. The Official Condemnations in the 4?? Century
  • 1.2. The Historiae Ecclesiasticae of the 5?? Century
  • 1.3. The Catalogues of Heresies
  • 1.4. Apollinarius as a Religious Spectre, or the "Good Use" of an Heretic
  • 2. The Other Face of Apollinarius
  • 2.1. A Parallel Positive Tradition
  • 2.2. Apollinarius's Commentaries of the Scriptures
  • 2.3. Apollinarius's Poetic Paraphrases of the Scripture
  • 3. After the 9?? Century
  • 4. Conclusion
  • Personen- und Sachregister

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