Wechselwirkungen: Geschlecht, Religiosität und Lebenssinn

Qualitative und quantitative Analysen anhand von lebensgeschichtlichen Interviews und Umfragen
 
 
Waxmann Verlag GmbH
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 1. November 2017
  • |
  • 320 Seiten
 
E-Book | PDF mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-8309-8410-8 (ISBN)
 
Religionen, Religiosität und religiöse Praktiken haben in den letzten zwei Jahrzehnten an Sichtbarkeit gewonnen. Im Zuge dessen wird die Säkularisierungsthese, die lange als gültige Beschreibung für die Entwicklung modernisierter Gesellschaften galt, kontrovers diskutiert und weiterentwickelt. In welchem Zusammenhang stehen Geschlecht, Religiosität und Lebenssinn in diesem postsäkularen Rahmen? Welche Subjektivierungs- und Fremdzuschreibungsprozesse liegen der Vergeschlechtlichung von Personen im Hinblick auf Sinnstiftung, Religiosität, Spiritualität und Kirchlichkeit zugrunde? Diese Fragestellungen werden im Rahmen dieser Studie sowohl qualitativ als auch quantitativ untersucht. So werden einerseits lebensgeschichtliche Interviews evangelisch sozialisierter oder im evangelischen Kontext engagierter Personen und andererseits repräsentative Umfragedaten des ALLBUS 2012 bearbeitet, um die Zusammenhänge zwischen Geschlecht, christlicher Religiosität und Lebenssinn zu erklären. Die Ergebnisse zeigen vielfältige Bezüge zwischen Geschlechterkonstruktionen und individueller Sinnstiftung.

Friederike Benthaus-Apel, Dr. phil., Professorin für Soziologie an der Evangelischen Hochschule Rheinland-Westfalen-Lippe. Arbeitsschwerpunkte: Religionssoziologie, Soziale Ungleichheitsforschung, Genderforschung.
  • Deutsch
  • Münster
  • |
  • Deutschland
  • 5,49 MB
978-3-8309-8410-8 (9783830984108)
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1 - Buchtitel [Seite 1]
2 - Impressum [Seite 4]
3 - Danksagung [Seite 5]
4 - Inhalt [Seite 7]
5 - 1. Geschlecht, Lebenssinn und Religion: zur Einführung [Seite 11]
5.1 - 1.1 Zur Entwicklung der Geschlechter- und Religionsforschung [Seite 16]
5.2 - 1.2 Der geschlechtertheoretische Ansatz [Seite 18]
5.3 - 1.3 Die Verwendung des Religionsbegriffes [Seite 19]
5.4 - 1.4 Interdependenzen von Lebenssinn und Geschlecht [Seite 21]
5.5 - 1.5 Zum Aufbau des Buchs [Seite 22]
6 - 2. Subjektivierungen, Geschlecht und (religiöser) Lebenssinn: Lebensgeschichtliche Interviews im evangelischen religiösen Feld (Sabine Grenz/Albrecht Schöll) [Seite 26]
6.1 - 2.1 Konstruktionen in Wechselwirkung: Religion, Lebenssinn und Geschlecht in lebensgeschichtlichen Interviews [Seite 26]
6.1.1 - 2.1.1 "Sinn" in seiner etymologischen Bedeutung [Seite 28]
6.1.2 - 2.1.2 Sinn in der Soziologie: Subjektiver, objektiver und inkorporierter sozialer Sinn [Seite 29]
6.1.3 - 2.1.3 Oevermanns Strukturmodell einer sinnhaften Lebenspraxis und Religiosität [Seite 30]
6.1.4 - 2.1.4 Sinn und Geschlecht [Seite 35]
6.1.5 - 2.1.5 Vom Sinn zur Genealogie des Lebenssinns [Seite 37]
6.1.6 - 2.1.6 Zur Genealogie des Geschlechtersinns [Seite 41]
6.1.7 - 2.1.7 Das Zusammenwirken von Geschlecht und (religiösem) Lebenssinn: Zum Aufbau der qualitativ-empirischen Studie [Seite 45]
6.2 - 2.2 Praxeologie und Diskursanalyse: Zu den methodischen Überlegungen der qualitativ-empirischen Lebenssinnstudie [Seite 46]
6.2.1 - 2.2.1 Die Diskursgruppe: Evangelische und in evangelischen Gemeinden Engagierte [Seite 46]
6.2.2 - 2.2.2 Die Datenerhebung: qualitativ-empirische Interviews [Seite 50]
6.2.3 - 2.2.3 Zur Interpretationsmethodik [Seite 50]
6.2.4 - 2.2.4 Gegensatzpaare als Strukturierungsprinzipien von Sinn und Geschlechterverhältnis in Anlehnung an Bourdieu [Seite 52]
6.2.5 - 2.2.5 Das diskursive Archiv und das diskursanalytische Verfahren [Seite 59]
6.3 - 2.3 Lebenssinn, Geschlecht und Engagement in der Evangelischen Kirche: Die praxeologische Perspektive [Seite 65]
6.3.1 - 2.3.1 Frau Matzner: Sich selbst befreien und bei Ungerechtigkeit eingreifen [Seite 65]
6.3.1.1 - 2.3.1.1 Die Gegensatzpaare im Überblick [Seite 66]
6.3.1.2 - 2.3.1.2 Die Herkunftsfamilie [Seite 68]
6.3.1.3 - 2.3.1.3 Erste Ehe [Seite 72]
6.3.1.4 - 2.4.1.4 Beruflicher Werdegang [Seite 75]
6.3.1.5 - 2.4.1.5 Zweite Partnerschaft/Ehe [Seite 77]
6.3.1.6 - 2.3.1.6 Langfristig wirkende Dispositionen und Gegensatzpaare [Seite 78]
6.3.1.7 - 2.3.1.7 Modus der Lösung von Differenzerfahrungen [Seite 81]
6.3.2 - 2.3.2 Herr Matzner: Anderen helfen [Seite 83]
6.3.2.1 - 2.3.2.1 Die Gegensatzpaare im Überblick [Seite 84]
6.3.2.2 - 2.3.2.2 Die soziale Situation der Herkunftsfamilie [Seite 86]
6.3.2.3 - 2.3.2.3 Herrn Matzners gegenderte Beziehung zur Herkunftsfamilie [Seite 87]
6.3.2.4 - 2.3.2.4 Stationen des sozialen Abstiegs: Schule und beruflicher Werdegang - Krankheiten [Seite 88]
6.3.2.5 - 2.3.2.5 Stationen des sozialen Aufstiegs von Herr Matzner [Seite 91]
6.3.2.6 - 2.3.2.6 Ehrenamtliches Engagement [Seite 95]
6.3.2.7 - 2.3.2.7 Langfristig wirkende Dispositionen und Gegensatzpaare [Seite 97]
6.3.3 - 2.3.3 Die berufliche Karriere der Frau Inthorn: "Also wenn Sie meine Frau wären, das würde ich Ihnen verbieten". [Seite 100]
6.3.3.1 - 2.3.3.1 Die Gegensatzpaare im Überblick [Seite 100]
6.3.3.2 - 2.3.3.2 Die Herkunftsfamilie [Seite 101]
6.3.3.3 - 2.3.3.3 Beruflicher Werdegang [Seite 106]
6.3.3.4 - 2.3.3.4 Die Partnerbeziehung und die Familie von Frau Inthorn [Seite 107]
6.3.3.5 - 2.3.3.5 Ehrenamtliche Tätigkeiten als konstitutiver Teil des Lebensstils von Frau Inthorn [Seite 110]
6.3.3.6 - 2.3.3.6 Religiosität und Lebenssinn [Seite 110]
6.3.3.7 - 2.3.3.7 Langfristig wirkende Dispositionen und Gegensatzpaare [Seite 114]
6.3.4 - 2.3.4 Zusammenfassung der Ergebnisse [Seite 115]
6.3.4.1 - 2.3.4.1 Die Macht von Herkunft, Generationenlage und Geschlecht [Seite 115]
6.3.4.2 - 2.3.4.2 Struktur und Prozesscharakter der Gegensatzpaare [Seite 116]
6.3.4.3 - 2.3.4.3 Transformation und Veränderung [Seite 118]
6.3.4.4 - 2.3.4.4 Moment der Bewährung und Bewährungsmythos [Seite 120]
6.3.4.5 - 2.3.4.5 Lebenssinn, Religiosität und Kirche [Seite 122]
6.4 - 2.4 Subjektivierter (religiöser) Lebenssinn: Die diskursanalytische Perspektive [Seite 123]
6.4.1 - 2.4.1 Zur Binnendifferenzierung der Gruppe: Subjektivierung (religiösen) Lebenssinns [Seite 123]
6.4.1.1 - 2.4.1.1 Religiöse Zugehörigkeit, Kirche und Geschlecht [Seite 124]
6.4.1.2 - 2.4.1.2 Religiöse Zugehörigkeit, Kirche und Sexualität [Seite 132]
6.4.1.3 - 2.4.1.3 Vergeschlechtlichte Elternschaft, Beruf und kirchliches Engagement [Seite 140]
6.4.1.4 - 2.4.1.4 Kirche als Ort und Institution gesellschaftlicher Aushandlungsprozesse [Seite 158]
6.4.2 - 2.4.2 Die Normativität des Diskurses oder: Seinem Leben einen Sinn geben [Seite 164]
6.4.2.1 - 2.4.2.1 Die Beziehung von Lebenssinn und religiöser Zugehörigkeit [Seite 165]
6.4.2.2 - 2.4.2.2 Lebenssinn und Elternschaft [Seite 167]
6.4.2.3 - 2.4.2.3 Der Sinn als roter Faden und/oder Lebensmotto [Seite 169]
6.4.3 - 2.4.3 Das Lebendige und sein Gegenteil oder: die Ausgrenzung der Sinnlosigkeit [Seite 176]
6.4.3.1 - 2.4.3.1 Lebenssinn versus Funktionieren [Seite 177]
6.4.3.2 - 2.4.3.2 Im Angesicht der Begrenztheit des Lebens [Seite 181]
6.4.3.3 - 2.4.3.3 Der Tod als einschneidendes Erlebnis [Seite 184]
6.4.3.4 - 2.4.3.4 Sich abstoßen vom Tod [Seite 189]
6.4.3.5 - 2.4.3.5 Das ungewisse Leben nach dem Tod [Seite 189]
6.4.3.6 - 2.4.3.6 Die Gewissheit eines Lebens nach dem Tod [Seite 191]
6.4.4 - 2.4.4 Subjektivierungen von Lebenssinn: Rekapitulation und Fazit [Seite 195]
6.4.4.1 - 2.4.4.1 Die Binnendifferenzierung der Gruppe [Seite 196]
6.4.4.2 - 2.4.4.2 Reproduktionsweisen individualisierten Lebenssinns [Seite 202]
6.4.4.3 - 2.4.4.3 Verworfene Sinnlosigkeit [Seite 204]
6.5 - 2.5 Wechselwirkungen von (religiösem wie säkularem) Lebenssinn und Geschlechterkonstruktionen: abschließende Zusammenschau des qualitativ-empirischen Kapitels [Seite 207]
7 - 3 Geschlecht, Religion und Lebenssinn: Analysen ihrer Interdependenz anhand der Daten des ALLBUS 2012 (Friederike Benthaus-Apel/Veronika Eufinger) [Seite 213]
7.1 - 3.1 Erklärungsansätze zum Gender Gap in Religiosität, Kirchlichkeit und Spiritualität und ihre Relevanz für die These der Feminisierung des Religiösen [Seite 213]
7.1.1 - 3.1.1 Gender Gap und Feminisierung des Religiösen [Seite 216]
7.1.2 - 3.1.2 Zur Feminisierung von Religion in kirchlichen Organisationen - Geschlechter(un)gleichheit in der evangelischen Kirche? [Seite 220]
7.1.3 - 3.1.3 Spiritualität - Ausdruck einer Feminisierung des Religiösen auf der Ebene religiöser Selbst- und Fremdzuschreibung? [Seite 221]
7.2 - 3.2 Empirische Analysen zu Religion, Geschlecht und Lebenssinn: Datengrundlage, Operationalisierungen und Indikatoren [Seite 223]
7.2.1 - 3.2.1 Die Allgemeine Bevölkerungsumfrage (ALLBUS 2012) [Seite 223]
7.2.2 - 3.2.2 Zur Operationalisierung von Geschlecht [Seite 224]
7.2.3 - 3.2.3 Zur Operationalisierung von Religion [Seite 225]
7.2.4 - 3.2.4 Zur Operationalisierung der Soziodemografie [Seite 228]
7.3 - 3.3 Empirische Befunde zum Gender Gap in Kirchlichkeit, Religiosität, Spiritualität und Weltsichten [Seite 229]
7.3.1 - 3.3.1 Zum Stand der Forschung [Seite 229]
7.3.2 - 3.3.2 Der Gender Gap in Kirchlichkeit, Religiosität, Spiritualität und Weltsicht [Seite 232]
7.3.3 - 3.3.3 Der Gender Gap im Ost-West-Vergleich [Seite 234]
7.4 - 3.4 Die Perspektive der Geschlechterrollenorientierung zur Erklärung des Gender Gaps in Religiosität, Kirchlichkeit, Spiritualität und (religiöser) Weltsicht im Ost-West-Vergleich [Seite 236]
7.4.1 - 3.4.1 Der Ansatz der Geschlechterrolle [Seite 236]
7.4.1.1 - 3.4.1.1 Zum Stand der Forschung der Geschlechterrollenorientierung im Ost-West-Vergleich [Seite 237]
7.4.1.2 - 3.4.1.2 Vorläufige Ergebnisse aus dem Forschungsprojekt und Zielsetzung der weiterführenden Analysen [Seite 240]
7.4.2 - 3.4.2 Drei Arten der Geschlechterrollenorientierung [Seite 241]
7.4.3 - 3.4.3 Charakterisierung der Geschlechterrollenorientierungen im Ost-West-Vergleich [Seite 244]
7.4.4 - 3.4.4 Bedingungsfaktoren der Geschlechterrollenorientierungen [Seite 245]
7.4.5 - 3.4.5 Geschlechterrollenorientierungen als Bedingungsfaktoren der Religiosität [Seite 247]
7.4.6 - 3.4.6 Der Beitrag des Ansatzes der Geschlechterrollenorientierung zur Erklärung des Gender Gaps in Religiosität, Kirchlichkeit, Spiritualität und (religiöser) Weltsicht [Seite 251]
7.5 - 3.5 Die Perspektive der soziodemografischen und sozialisationsbezogenen Erklärung des Gender Gaps in Religiosität, Spiritualität und Kirchlichkeit [Seite 253]
7.5.1 - 3.5.1 Alter [Seite 255]
7.5.2 - 3.5.2 Familienstand, Haushaltsform und Umfang der Erwerbstätigkeit [Seite 258]
7.5.3 - 3.5.3 Bildung [Seite 261]
7.5.4 - 3.5.4 Einkommen und persönliche wirtschaftliche Lage [Seite 264]
7.5.5 - 3.5.5 Religiöse Sozialisation [Seite 266]
7.5.6 - 3.5.6 Soziodemografische und sozialisationsbezogene Merkmale als Prädiktoren für Religiosität, Spiritualität und Kirchlichkeit [Seite 269]
7.5.6.1 - 3.5.6.1 . in der Gesamtstichprobe [Seite 269]
7.5.6.2 - 3.5.6.2 . in den Teilstichproben der Männer und Frauen [Seite 271]
7.5.7 - 3.5.7 Der Beitrag der soziodemografischen und sozialisationsbezogenen Perspektive auf Religiosität, Kirchlichkeit und Spiritualität für die Erklärung des Gender Gaps [Seite 274]
7.6 - 3.6 Die Perspektive der Muster von Sinnstiftung [Seite 278]
7.6.1 - 3.6.1 Religionsbezogene Typologien [Seite 279]
7.6.2 - 3.6.2 Methodik der Typenbildung [Seite 280]
7.6.3 - 3.6.3 Sechs Typen der Sinnstiftung [Seite 281]
7.6.4 - 3.6.4 Einordnung der Sinnstiftungstypen [Seite 286]
7.7 - 3.7 Feminisierung des Religiösen? Ergebnisse der Analysen zur Interdependenz von Geschlecht, Religion und Lebenssinn [Seite 287]
8 - 4. Abschließende Diskussion [Seite 293]
8.1 - 4.1 Zur These der Feminisierung des Religiösen [Seite 294]
8.2 - 4.2 Religiöse Sozialisation [Seite 297]
8.3 - 4.3 Vereinbarkeit von Beruf und Familie [Seite 299]
8.4 - 4.4 Die Relevanz eines (christlichen) Lebenssinns [Seite 300]
9 - Literatur [Seite 303]
10 - Anhang [Seite 318]

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