Izzy Sparrow (1). Die Geheimnisse von Lundinor

 
 
Arena (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 1. Februar 2017
  • |
  • 368 Seiten
 
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978-3-401-80678-5 (ISBN)
 
Psst! Die Dinge flüstern, sei ganz Ohr.Sie rufen dich nach Lundinor! Auf der Flucht vor finsteren Männern, die wie aus dem Nichts im Haus ihrer Oma auftauchten, landen Izzy Sparrow und ihr Bruder in der geheimen Stadt Lundinor. Schnell stellen sie fest, dass nicht nur der Koffer magisch ist, durch den sie hierhergekommen sind! Hier gibt es Zitronenpressen, die Licht spenden, Kerzen, die unsichtbar machen und Klobürsten, die Blitze schießen können. Izzy kann die Gegenstände sogar flüstern hören. Während sie herauszufinden versucht, was es mit ihrer Fähigkeit auf sich hat, wird sie plötzlich von den Schattenwanderern verfolgt, die zur Bedrohung für ganz Lundinor werden. Izzy erkennt, dass das Schicksal Lundinors eng mit ihrem eigenen verwoben ist und nur sie die Stadt noch retten kann. Psst! Die Dinge flüstern, sei ganz Ohr. Sie rufen dich nach Lundinor! Auf der Flucht vor finsteren Männern, die wie aus dem Nichts im Haus ihrer Oma auftauchten, landen Izzy Sparrow und ihr Bruder in der geheimen Stadt Lundinor. Schnell stellen sie fest, dass nicht nur der Koffer magisch ist, durch den sie hierhergekommen sind! Hier gibt es Zitronenpressen, die Licht spenden, Kerzen, die unsichtbar machen und Klobürsten, die Blitze schießen können. Izzy kann die Gegenstände sogar flüstern hören. Während sie herauszufinden versucht, was es mit ihrer Fähigkeit auf sich hat, wird sie plötzlich von den Schattenwanderern verfolgt, die zur Bedrohung für ganz Lundinor werden. Izzy erkennt, dass das Schicksal Lundinors eng mit ihrem eigenen verwoben ist und nur sie die Stadt noch retten kann.
  • Deutsch
  • Würzburg
  • |
  • Deutschland
  • 3,85 MB
978-3-401-80678-5 (9783401806785)
weitere Ausgaben werden ermittelt
Jennifer Bell lebt in London und arbeitete als Buchhändlerin, bevor sie anfing, selbst Bücher zu schreiben. Die Idee für "Izzy Sparrow und die Geheimnisse von Lundinor" kam ihr, als sie für den Urlaub packte und sich wünschte, einfach in ihren Koffer zu kriechen und an ihrem Urlaubsziel wieder herauszukommen. Mit dem Schreiben von Kinderbüchern kann sie sich in fremde Welten davonträumen und muss nie erwachsen werden, ganz so wie Peter Pan, dessen Geschichten sie am liebsten liest.

1

Izzy schwankte, als sich der Krankenwagen in die Kurve legte. Im Inneren klapperte es überall.

»Also gut«, sagte der Sanitäter und sah von seinem Klemmbrett auf. Er war ein kahlköpfiger Mann mit verblassten Tattoos, die sich seine Unterarme hinaufwanden. »Wie heißt du?«

»Isabelle Elizabeth Sparrow«, antwortete sie wie aus der Pistole geschossen und tappte mit ihren gelben Gummistiefeln auf den Boden. Es war so schwül; sie brauchte frische Luft. Sie blickte über die Schulter des Sanitäters und fragte sich, ob sie ihn vielleicht bitten könnte, eines dieser verdunkelten Fenster aufzumachen. In der spiegelnden Scheibe konnte sie ihre krausen braunen Locken wippen sehen, noch ungebändigter als sonst.

Der Sanitäter notierte ihren Namen auf dem Klemmbrett und wandte sich zum hinteren Teil des Fahrzeugs um. »Und du?«

Am anderen Ende der Bank saß, breitbeinig und nach vorn gebeugt, ein Junge in einem grauen Kapuzenpullover mit dem Bandlogo von The Ripz. Das blonde Haar hing ihm in die Augen, aber Izzy wusste, dass er sie anfunkelte.

»Seb«, antwortete der Junge knapp. »Ich bin ihr Bruder.«

Der Sanitäter grinste, als er den Namen aufschrieb.

Izzy versuchte, Seb aus ihren Gedanken zu drängen. Das war alles seine Schuld.

Sie beugte sich zur Trage vor und griff nach Grandma Sylvies Hand. Sie fühlte sich weicher an als sonst. Über die Brust ihrer Grandma waren Klettverschluss-Gurte geschlungen, eine Halskrause stützte ihren Hals und eine beschlagene Sauerstoffmaske bedeckte ihre Nase und ihren Mund. Noch nie hatte ihre Grandma so zerbrechlich gewirkt.

»Wie alt seid ihr?«, fragte der Sanitäter weiter.

»Elf«, antwortete Izzy und rutschte noch ein wenig näher an Grandma Sylvie heran.

»Ich bin sechzehn«, sagte Seb mit tiefer Stimme.

Izzy runzelte die Stirn und musterte ihn schräg von der Seite. Er war letzten Monat erst vierzehn geworden.

»Na gut.« Die Gesichtszüge des Sanitäters wurden weicher. »Ich verstehe, dass ihr beunruhigt seid - aber wenn ihr eurer Oma helfen wollt, ist es das Beste, Ruhe zu bewahren. Wenn wir ins Krankenhaus kommen, bringen wir sie in die Notaufnahme, damit der Doktor sie sich genau ansehen kann, und dann muss sie vielleicht operiert werden und für eine Weile im Krankenhaus bleiben.«

Izzy verzog das Gesicht.

Sie wusste nur von einem Mal, das Grandma Sylvie über Nacht im Krankenhaus geblieben war - alle wussten davon -, aber das war noch vor der Geburt von Izzys Vater gewesen. »Wissen Sie, was sie hat?«, fragte sie.

Der Sanitäter runzelte die Stirn. »Ich glaube, sie könnte sich die Hüfte gebrochen haben und wahrscheinlich auch das Handgelenk, aber Gewissheit haben wir erst, wenn wir das Röntgenbild gesehen haben.«

Izzy streichelte Grandma Sylvies Hand und fragte sich, ob sie damals auch einen Knochenbruch gehabt hatte. Wahrscheinlich. Sie hatte in einem schweren Schneesturm einen Autounfall gehabt und war tagelang ohne Bewusstsein gewesen; als sie schließlich aufwachte, konnte sie sich weder an den Unfall noch an irgendetwas davor erinnern. Retrograde Amnesie nannten die Ärzte das. Die Polizei kannte nur deshalb ihren Namen, weil sie eine Halskette mit einem Anhänger trug, in dem Sylvie eingraviert war. Izzy kannte das genaue Datum des Unfalls, weil sie so oft darüber sprachen: 5. Januar 1969. Dreikönigstag.

»Bevor wir im Krankenhaus ankommen«, sagte der Sanitäter, »muss ich genau wissen, was passiert ist.« Er sah auf seine Uhr. »Es ist fast halb neun, also muss sich der Sturz ungefähr um Viertel vor acht ereignet haben. Kommt das hin? Und ihr sagt, sie ist in der Küche ausgerutscht, während ihr beide nebenan wart .?«

Izzy stellte sich vor, wie Grandma Sylvie das Gleichgewicht verlor und auf den Rücken fiel, die Beine in der Luft wie ein umgedrehter Käfer. Wenn sie nur da gewesen wäre, um zu helfen.

Seb schluckte. »Sie hat Minzpasteten gebacken. Wir haben sie schreien gehört.«

Weil sie noch lauter geschrien hat als wir, dachte Izzy. Sie schaute ihren Bruder zerknirscht an. Sie hatten sich wegen des dämlichen Posters von The Ripz gestritten, das er zu Weihnachten bekommen hatte - Izzy hatte aus Versehen Orangensaft darüber verschüttet. Wenn er sie nicht angebrüllt hätte, wären sie vielleicht früher bei Grandma Sylvie gewesen.

Der Sanitäter legte seinen Kuli auf das Klemmbrett. »Okay, das wird reichen. Könnt ihr eure Mum und euren Dad erreichen?«

Izzy seufzte. Schön wär's. Sie wünschte sich mehr als alles andere, ihre Eltern wären jetzt da.

»Ich hab ihnen eine SMS geschrieben, aber noch keine Antwort bekommen«, sagte Seb. »Ich versuche, sie anzurufen, sobald wir im Krankenhaus sind. Vielleicht erwischen wir Mum, bevor ihre Schicht anfängt.«

Izzy hatte sich gestern Morgen von ihrer Mum verabschiedet. Wenn sie jetzt da wäre, hätte sie in die Hände geklatscht und dieses Chaos im Nu im Griff gehabt. Izzy und Seb hatten nichts getan, bloß den Krankenwagen gerufen.

»Unser Dad ist in Paris«, ergänzte Izzy leise. »Er arbeitet auch.«

Ihr Dad war Gutachter für das berühmte Victoria & Albert Museum in London, was bedeutete, dass er Experte für alles Alte war und von aller Welt um Rat gefragt wurde.

Der Sanitäter zog die Augenbrauen hoch. »Deshalb lebt ihr also bei eurer Großmutter?«

»Mum und Dad waren Weihnachten da«, erklärte Izzy. Sie hatte das Gefühl, sie verteidigen zu müssen. »Sie mussten nur früh wieder arbeiten.«

Es hatte ihr eigentlich nie etwas ausgemacht - dass Mum und Dad in London lebten und sie und Seb bei ihrer Grandma im sechs Stunden entfernten Bletchy Scrubb ließen -, andererseits hatte es aber auch noch nie einen Notfall gegeben.

Der Sanitäter legte sein Klemmbrett weg und wandte sich Grandma Sylvie zu, die sich trotz Schmerzen ein Lächeln abrang. Izzy bezweifelte, dass sie überhaupt irgendetwas davon mitbekam, was gesagt wurde - sie hatte Sebs Alter nicht korrigiert.

»Also, Mrs Sparrow, ich schaue nur mal nach, wie es Ihnen geht«, erklärte er und schob Grandma Sylvies Decke zur Seite, bis ihr Arm offen dalag. Er steckte in einer dünnen Baumwollschlinge, die in ihrem Nacken verknotet war. Vorsichtig löste der Sanitäter den Knoten und zog die Schlinge unter ihrem Körper hervor. Grandma Sylvie wimmerte.

Als die Schlinge ab war, hielt Izzy die Luft an. Der ganze Arm war lila und dick wie eine riesige Aubergine.

Der Sanitäter hielt das verletzte Handgelenk vorsichtig fest. »Hmm, sieht so aus, als würde die Schwellung schlimmer werden. Das muss schmerzhaft sein.« Er begutachtete das Handgelenk aus jedem Winkel. Izzy sah auf der Haut ihrer Grandma etwas Goldenes aufblitzen. »Ich kann keinen Verschluss an Ihrem Armreif entdecken. Wir werden ihn aufschneiden müssen, damit es angenehmer für Sie ist. Ist das in Ordnung?«

Izzys Brust zog sich zusammen und sie vermutete, dass Grandma Sylvies wahrscheinlich gerade das Gleiche tat. Der goldene Armreif gehörte zu den wenigen Gegenständen aus Grandmas Leben vor der Amnesie. Sie hatte ihn zum Zeitpunkt des Unfalls getragen und Izzy konnte sich nicht daran erinnern, dass sie ihn jemals abgenommen hätte. Der Armreif war etwas Besonderes für sie, alle wussten das.

Grandma Sylvie kniff die Augen fest zusammen. Izzy hörte ein heiseres »Tun Sie's«.

Der Sanitäter griff nach einer kleinen silbernen Zange. Izzy erschauderte, als zwei Schnipps die Luft durchschnitten und der Armreif in zwei Hälften zerfiel.

»Izzy, meine Tasche .« Grandma Sylvie hob die unverletzte Hand und deutete zitternd auf ihre Handtasche.

Izzy bückte sich danach und hielt sie auf. Der Sanitäter legte beide Teile des Armreifs vorsichtig hinein.

»Passt du für mich darauf auf?«, fragte Grandma Sylvie.

Izzy nickte, rang sich ein Lächeln ab und lugte in die Tasche, um zu überprüfen, ob der Armreif auch sicher in der Seitentasche verstaut war.

»Sei vorsichtig«, warnte der Sanitäter, »die Enden sind scharf.«

Izzy passte auf, dass sie sie nicht berührte und zog den Reißverschluss der Tasche zu.

»Hier«, brummte Seb und hob etwas vom Boden auf. »Das hast du fallen lassen.« Er reichte Izzy ein Schwarz-Weiß-Foto von der Größe einer Postkarte.

Izzy hatte es viele Male zuvor gesehen, weil Grandma Sylvie es in ihrer Handtasche aufbewahrte. Es war das einzige Foto von ihr, das sie vor dem Unfall zeigte. Ein Polizist hatte es nach dem Unfall im Handschuhfach ihres Wagens gefunden.

»Komisch«, sagte Seb und hob die Augenbrauen. »Das hab ich nicht mehr gesehen, seit ich klein war.«

Wir haben es ständig angeguckt, dachte Izzy. Aber sie sagte nichts.

»Grandma weiß immer noch nicht, wer die andere Frau ist, oder?«

Izzy schüttelte den Kopf. Auf dem Foto war noch eine Frau zu sehen, die neben Grandma Sylvie stand. Sie war klein, hatte durchdringende dunkle Augen und...

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