Zwei Top Krimis #1

 
 
Uksak E-Books (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 12. April 2018
  • |
  • 300 Seiten
 
E-Book | ePUB ohne DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-7389-1698-0 (ISBN)
 
Zwei Krimis Von Alfred Bekker & A.F.Morland Kriminalromane der Sonderklasse - hart, actionreich und überraschend in der Auflösung. Ermittler auf den Spuren skrupelloser Verbrecher. Spannende Romane in einem Buch: Ideal als Urlaubslektüre. Dieses Buch enthält folgende Krimis: A.F.Morland: Die Computer-Haie von Chicago Alfred Bekker: Bluternte 1929 Alfred Bekker ist ein bekannter Autor von Fantasy-Romanen, Krimis und Jugendbüchern. Neben seinen großen Bucherfolgen schrieb er zahlreiche Romane für Spannungsserien wie Ren Dhark, Jerry Cotton, Cotton reloaded, Kommissar X, John Sinclair und Jessica Bannister. Er veröffentlichte auch unter den Namen Neal Chadwick, Henry Rohmer, Conny Walden und Janet Farell.
  • Deutsch
  • 0,44 MB
978-3-7389-1698-0 (9783738916980)
3738916989 (3738916989)

Sie hieß Fanny Finney, war einundzwanzig Jahre alt, schwarzhaarig und hatte meerwassergrüne Augen. Ein hübsches Mädchen mit einer nüchternen Einstellung zum Leben. Trotz ihrer Jugend hatte sie es geschafft, vier Boutiquen zu eröffnen, und sie reiste in der Welt herum, um eine Ware für ihre Läden aufzutreiben, die man nirgendwo sonst in Chicago kaufen konnte.

Seit zwei Jahren war sie mit Gordon Parker befreundet. Seit einem Jahr war sie mit ihm verlobt und wohnte mit ihm zusammen in einer geräumigen Mansardenwohnung.

Die Hälfte des Geldes für die Boutiquen stammte von ihm, dem Jungen, der keiner geregelten Arbeit nachging. Fanny wusste, dass nicht alles sauber war, was Gordon Parker so anstellte, aber sie steckte den Kopf in den Sand und wollte von diesen Dingen nichts wissen.

Mehrmals schon hatte sie den Namen Mafia gehört, und Gordon hatte mit Leuten zu tun gehabt, deren Namen einen italienischen Klang gehabt hatten. Fanny verlor darüber nie ein Wort. Sie hoffte, dass Gordon selbst auf den rechten Weg zurückfinden würde. Sie wollte ihn nicht bevormunden, dazu hatte sie kein Recht.

Aber Gordon Parker stieg bei der Mafia immer mehr ein. Sie ließ ihn nicht mehr los, und er wollte das auch gar nicht. So viel Geld, wie er bei der Cosa Nostra verdiente, konnte er nirgends sonst kriegen.

Vor einem halben Jahr war er mit Vincente Barbadiere zusammengekommen, und der Mafiaboss hatte an ihm Gefallen gefunden. Seitdem war er häufig für die Ehrenwerte Gesellschaft im Einsatz. Fanny Finney erfuhr davon nichts. Gordon Parker war der Ansicht, das wäre seine Angelegenheit, und je weniger eine Frau weiß, desto weniger kann sie, ohne es zu wollen, verraten. Frauen können keine Geheimnisse für sich behalten, das war Gordon Parkers Meinung.

Fanny saß im Wohnzimmer und blätterte lustlos in einer Illustrierten. Es lag ihr etwas auf der Zunge, das sie gern loswerden wollte, sie wusste nur noch nicht, wie sie beginnen sollte.

"Hast du was?", fragte Gordon sie. "Irgendwas stimmt doch nicht mit dir, Fanny." Er war ein gutaussehender Bursche, sportlich und elastisch.

"Ich bin ein bisschen nervös", gab sie zurück.

"Gibt es einen Grund dafür?"

Für diese Frage war sie Gordon dankbar. "Ja, Darling. Der Grund bist du!"

"Ich?" Er blickte sie verwundert an. "Wir müssen endlich einmal darüber reden, Gordon."

"Worüber?"

"Über dich und deine ... Arbeit."

Er straffte seinen Rücken. "Mein Job geht dich nichts an."

"Ich finde doch. Wir sind miteinander verlobt, Gordon."

"Wenn schon. Woher das Geld kommt, das ich dir gebe, geht dich trotzdem nichts an."

"Denkst du, ich weiß nicht, woher es kommt? Ich habe nur nie darüber gesprochen ..."

"Dann halte auch weiterhin den Mund."

"Ich kann nicht länger schweigen, Gordon."

"Warum denn nicht?"

"Weil ich nicht zusehen will, wie du In dein Verderben rennst."

"Du hast einen ausgeprägten Hang, die Dinge zu dramatisieren. Ich habe nicht die Absicht, ins Verderben zu rennen."

"Dazu wird es aber kommen, wenn du so weitermachst wie bisher, Gordon."

"Tu mir den Gefallen und halt die Klappe, ja?"

"Ich lasse mir den Mund nicht verbieten!", schrie Fanny wütend.

"Und ich lasse mir keine Vorschriften machen!", schrie Gordon Parker zurück.

"Du bist ein Handlanger der Mafia. Ein Verbrecher bist du, Gordon! Anfangs waren es nur Gelegenheitsjobs, die du für das Syndikat erledigt hast, aber heute steckst du bereits bis zum Hals in diesen Verbrechen mit drin. Warum hörst du damit nicht auf?"

"Weil das nicht geht! Zu den Leuten vom Syndikat kann man nicht einfach sagen: 'Hört zu, Jungs, ich will von euch nichts mehr wissen. Ciao. Macht's gut.' Das geht nicht. Und ich will mich von meinen Freunden auch gar nicht trennen."

"Von deinen Freunden?", fragte Fanny Finney verächtlich. "Du wirst erst sehen, wo die sind, wenn es dir dreckig geht! Dann kennt dich keiner von denen mehr, darauf kannst du dich verlassen."

"Willst du nicht endlich damit aufhören, Fanny?"

"Nein. Ich weiß, dass ihr etwas Großes vorhabt! Ihr plant etwas Neues. Ich habe gehört, wie du am Telefon Andeutungen gemacht hast. Ich habe dich mit diesem widerlichen Kerl vergangene Woche darüber reden hören. Gordon, ich bitte dich, steig aus, solange dazu noch Zeit ist." Parker schüttelte störrisch den Kopf. "Kommt nicht infrage, und dir rate ich, alles zu vergessen, was du gehört hast."

Fanny legte die Hände auf ihren Bauch. "Verdammt noch mal, ich kriege ein Kind von dir. Ich bin im dritten Monat. Es ist nicht fair von dir, deine Freiheit so leichtfertig aufs Spiel zu setzen. Du darfst mich nicht sitzenlassen."

"Tu' ich doch gar nicht."

"Wenn die Polizei dich erwischt, wird dir nichts anderes übrig bleiben."

"Niemand wird mich erwischen."

"Ich verlange von dir, dass du die Finger von der Sache lässt, was immer es sein mag!"

"Bei dir ist wohl eine Schraube locker. Seit du schwanger bist, tickst du nicht mehr richtig, was? Mach bloß keinen Befehlsempfänger aus mir, sonst packe ich meine Siebensachen und ziehe aus."

"Das könnte dir so passen, und was würde aus dem Baby?"

"Viele Kinder werden ohne Vater groß."

"Nicht meines!", schrie Fanny zornig. "Ich werde für das Glück meines Kindes kämpfen, Gordon. Ich gehe zur Polizei ..."

Parker rannte zu ihr und schlug sie ins Gesicht. Die Ohrfeige brannte wie Feuer. Fanny legte die Hand auf ihre Wange und starrte Gordon Parker bestürzt an.

"Es ist das erste Mal, dass du mich schlägst, Gordon."

"Es tut mir leid", sagte er mit ehrlicher Reue. "Aber du kannst doch nicht damit drohen, zur Polizei zu gehen, Fanny." Er nahm sie in seine Arme und drückte sie an sich. Willenlos und reglos ließ sie es geschehen. "Es tut mir wirklich leid, was ich getan habe, Fanny. Hör zu, ich mache nur noch bei dieser einen Sache mit, okay? Dann rede ich mit den Leuten und steige aus. Nur dieses eine mal noch. Es wird uns eine hübsche Stange Geld einbringen. Das können wir gebrauchen. Für das Baby. Für uns und unsere Zukunft. Ich verspreche dir, mich nicht erwischen zu lassen ...."

"Es ist unrecht, was du tust, Gordon."

"Es ist ebenso unrecht, dass Politiker und Beamte sich bestechen lassen, und doch passiert es überall auf der Welt."

"Willst du das Glück deines Kindes auf einem Verbrechen aufbauen?"

"Fanny, ich habe denen mein Wort gegeben. Ich muss es halten. Wenn ich diese Leute im Stich lasse, bin ich in längstens vierundzwanzig Stunden tot. Sie rechnen mit mir. Ich darf sie nicht enttäuschen. Aber ich werde ihnen sagen, dass ich künftig nicht mehr für sie verfügbar bin. Sie werden es einsehen. Hoffentlich."

Parker ließ das Mädchen los.

"Du hättest mit dem Syndikat nie etwas anfangen dürfen", sagte Fanny Finney vorwurfsvoll.

Er antwortete nicht, holte aus dem Nebenzimmer seine Jacke und verließ die Mansardenwohnung: Fanny legte die Hände auf ihr Gesicht und weinte leise. Sie wusste, dass sie sich an die Polizei hätte wenden müssen, aber sie brachte es einfach nicht fertig, sich gegen Gordon zu stellen.

Parker stieg in seinen ockerfarbenen Impala und fuhr los. Teufel, er war nicht vorsichtig genug gewesen, und nun wusste Fanny, dass das Syndikat etwas vorhatte.

Das war nicht gut. Der Coup stand kurz bevor. Wenn Fanny sich dazu durchrang, zur Polizei zu gehen, würde es schwerste Komplikationen geben. Die Mafia würde Schuldige suchen - und finden.

Das Syndikat würde sowohl Fanny als auch ihn liquidieren lassen. Er blickte zum Wagenhimmel und seufzte. Hoffentlich bleibt sie vernünftig, dachte er. Hoffentlich siegt die Liebe über ihr Gewissen.

Er fuhr zum Calumet Park am Michigansee und noch ein Stück weiter zum Calumet Harbor. Hier gab es ein altes Lagerhaus, das der Mob über einen Strohmann gekauft hatte.

Geschäfte aller Art wurden in diesem Gebäude abgewickelt, doch davon hatten die Bullen keine Ahnung. Diesmal diente das Lagerhaus als Treffpunkt. Gordon Parker legte den Leerlauf ein und ließ seinen Impala langsam ausrollen. Er sah sich gewissenhaft um.

Kein Mensch war zu sehen. Der Lake Michigan strahlte beinahe unnatürlich blau. Eine Pracht, die zum Segeln und Motorbootfahren verlockte, doch dafür hatte Parker jetzt keine Zeit.

Er war hier, um Geld zu verdienen. Eine hübsche Stange Geld. Er stieg aus. Bevor er die Tür zuschlug, drückte er mehrmals auf die Hupe, um sich bemerkbar zu machen.

Doch niemand kam aus dem Lagerhaus, um ihn zu begrüßen. Er ging auf das große Tor zu, in dem sich ein kleines befand, durch das man das Gebäude...

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