Krimi Doppelband #9

 
 
Uksak E-Books (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 27. Januar 2018
  • |
  • 300 Seiten
 
E-Book | ePUB ohne DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-7389-1700-0 (ISBN)
 
Krimi Doppelband #9 von A. F. Morland & Alfred Bekker (Henry Rohmer) Der Umfang dieses Buchs entspricht 270 Taschenbuchseiten. Dieses Buch enthält folgende Krimis: A.F. Morland: Die Haie der Commissione Henry Rohmer (Alfred Bekker): Die Waffe des Skorpions Zwei Kriminalromane der Sonderklasse: hart, überraschend und actionreich. Henry Rohmer ist das Pseudonym des bekannten Fantasy- und Jugendbuchautors Alfred Bekker, der darüber hinaus an zahlreichen Spannungsserien wie Ren Dhark, Jerry Cotton, Cotton Reloaded, John Sinclair und Kommissar X mitschrieb. Titelbild: Firuz Askin.
  • Deutsch
  • 0,46 MB
978-3-7389-1700-0 (9783738917000)
3738917004 (3738917004)

Roberto Tardelli stoppte den weißen Maverick. Er beobachtete die Gangster aus sicherer Entfernung. Die Soldati trugen die ohnmächtige Lehrerin über das Gewirr von Schienen zu einem Güterwaggon und verschwanden mit ihr darin.

Roberto hastete über Schwellen, Granitsteine und Schienen. Er war bestrebt, nicht das geringste Geräusch zu verursachen. Je näher er dem Waggon kam, in den die Mafiosi mit dem Mädchen geklettert waren, desto vorsichtiger wurde er.

Die Sonne stand hoch am diesigen Himmel. Robertos kurzer Schatten schob sich Yard um Yard näher an den Waggon heran.

Er wusste, weshalb Bozzetto und Cortese die Lehrerin hierher gebracht hatten. Die Kerle wollten über sie an Mario herankommen. Auch Roberto wollte das. Aber sein Motiv war für Mario Lupo gesünder als das der beiden Soldati.

Roberto Tardelli erreichte die mächtigen Metallpuffer des Güterwaggons. Er blieb stehen und lauschte. Jetzt hörte der Mafiajäger auch Valentina sprechen. Sie war also wieder auf den Beinen.

Roberto hörte es klatschen und dann polterte jemand gegen die Wand des Waggons, Valentina.

Roberto holte seine Luger aus dem Schulterholster.

Er hasste Männer, die sich an wehrlosen Mädchen vergriffen. Es kostete ihn einige Mühe, sich zu beherrschen.

Während er auf die Schiebetür zuschlich, entsicherte er die Pistole.

Seine Züge waren hart, wie aus Granit gemeißelt.

Nun konnte Roberto Tardelli jedes Wort verstehen. Bozzetto drohte dem Mädchen massiv.

Doch Valentina Lupo schwieg. Ein großartiges Mädchen, dachte Roberto.

Eiswasser schien durch seine Adern zu fließen, als er plötzlich hörte, wie Bruno Bozzetto sagte, sein Komplize solle sich das Mädchen vornehmen.

Das reichte.

Das Maß war voll!

Roberto Tardelli zögerte keine Sekunde mehr, handelte augenblicklich. Mit der Linken stieß er die Schiebetür auf.

"Bozzetto! Cortese! Weg von dem Mädchen!"

Die Soldati kreiselten herum. Cortese schleuderte aus der rasanten Drehung heraus sein Messer nach Roberto. Der Mafiajäger ging blitzschnell in die Hocke. Das Messer schwirrte über ihn hinweg. Ehe Roberto wieder auftauchte, öffnete Bozzetto die gegenüberliegende Schiebetür.

Die Gangster sprangen aus dem Waggon und eröffneten sofort das Feuer auf Roberto, der sich hinter das große Stahlrad des Waggons in Deckung warf und grimmig zurückschoss.

Bozzetto und Cortese hetzten im Zickzack davon. Sie trennten sich. Jeder versuchte auf seine Weise davonzukommen.

Roberto sprang auf.

Er heftete sich auf Bozzettos Fersen. Der Mann sprang mit kraftvollen Sätzen über die Gleise.

Roberto folgte ihm. Der Mafiajäger holte auf. Bozzetto feuerte in blinder Wut auf Roberto.

Dem COUNTER CRIME-Agenten flogen die Kugeln des Soldato knapp um die Ohren. Roberto versuchte, Bozzetto mit einem Schuß in die Beine zu stoppen. Der Rücken des Mafioso wäre ein breiteres Ziel gewesen, aber Roberto Tardelli war kein Killer. Er stellte sich mit diesen Bastarden, die er jagte, nicht auf dieselbe Stufe.

Mit beiden Händen legte er auf den Gangster an.

Der Schuss peitschte.

Doch Bozzetto hatte mehr Glück als Verstand. Er machte im genau richtigen Augenblick einen Sprung nach links, schlug einen Haken  und Roberto Tardellis Projektil verfehlte den Mann um Haaresbreite.

Roberto nahm die Verfolgung wieder auf.

Von Norden her näherte sich ein Zug in voller Fahrt. Es hatte beinahe den Anschein, als wollte sich Bruno Bozzetto das Leben nehmen.

Es sah so aus, als hätte der Mafioso die Absicht, sich vor die Lokomotive zu werfen. Als der Lokführer den Soldato erblickte, ließ er ein schrilles Signal ertönen. Zu bremsen hatte keinen Zweck mehr. Auf diese kurze Distanz hätte der Lokführer den Zug nicht mehr anhalten können.

Bozzetto blieb jedoch nicht stehen, um den Zug vorbeizulassen.

Im Gegenteil.

Er forcierte sein Tempo. Und dann: ein gewagter Sprung. Der Soldato katapultierte sich an der Lok vorbei. Millimeterarbeit. Bruno Bozzetto flog durch die Luft und landete unversehrt auf der anderen Seite der Geleise. Donnernd schob sich der Zug zwischen ihn und Roberto Tardelli.

Als der Zug vorbei war, war Bruno Bozzetto spurlos verschwunden. Auch Adolfo Cortese war wie vom Erdboden verschluckt.

Roberto Tardelli schob die Luger ins Schulterholster und kehrte um.

Valentina Lupo befand sich noch im Güterwaggon.

Sie saß auf dem Boden und ließ ihren Tränen freien Lauf. Roberto kletterte zu ihr hinauf. Sie hob den Kopf.

"Danke", hauchte sie. "Wenn Sie nicht gewesen wären, hätten diese Teufel mir ... Ich kann Ihnen nicht schildern, wie es in mir ausgesehen hat."

"Ich kann es mir vorstellen", sagte Roberto.

"Wieso haben Sie mich vor diesen gemeingefährlichen Verbrechern gerettet? Ich meine, wie war das möglich?"

"Ich habe gesehen, wie die beiden Sie von der Schule abgeholt haben und bin ihnen gefolgt. Ich wollte gleichfalls zu Ihnen."

"Zu mir?"

"Mein Name ist Tardelli. Roberto Tardelli. Haben Sie schon einmal von mir gehört?"

"Nein. Sind Sie Polizist?"

"Ich arbeite für die Regierung. Gegen die Mafia."

"Ich verstehe."

"Ich war mit Ihrem Bruder verabredet. Mario verkauft uns hin und wieder Informationen."

"Davon wusste ich nichts. Diese Männer, die mich verschleppt haben, waren das Mafiosi?"

"Bruno Bozzetto und Adolfo Cortese. Nicht gerade die erste Garnitur, aber dennoch hin und wieder verdammt gefährlich."

"Das habe ich am eigenen Leib erlebt. Glauben Sie, dass Bozzetto und Cortese meinen Bruder ... Werden Sie Mario töten?"

"Sie werden es versuchen. Deshalb wäre es wichtig, dass ich Ihren Bruder vor den beiden finde. Mario war nicht zu Hause. Sein Nachbar sagte, Ihr Bruder wäre die Straße entlanggelaufen, als wäre der Teufel hinter seiner Seele her. Ich muss Ihnen deshalb dieselbe Frage stellen wie Bozzetto und Cortese: Wo könnte sich Mario versteckt haben?"

Valentina Lupo hatte Vertrauen zu dem jungen, gutaussehenden Mann, der sie aus den Klauen der Gangster befreit hatte.

Sie hätte Roberto Tardelli gesagt, wo Mario sich versteckt hielt, wenn sie es gewusst hätte. Aber sie hatte keine Ahnung.

Seufzend sagte Valentina: "Tut mir leid, Mr. Tardelli. Ich weiß nicht, wo mein Bruder ist. Ihnen hätte ich es gesagt, damit Sie ihn vor diesen Verbrechern schützen. Aber ..." Valentina hob die Schultern.

"Ich könnte mir vorstellen, dass er sich beizeiten einen Schlupfwinkel zugelegt hat, in den er sich zurückzieht, wenn es für ihn brenzlig wird. Mario ist ein umsichtiger Mann."

"Es gibt keinen solchen Schlupfwinkel. Jedenfalls ist mir keiner bekannt."

"Er wird sich denken können, dass Sie sich Sorgen um ihn machen", sagte Roberto. "Halten Sie es für möglich, dass er Sie anruft, um Ihnen zu sagen, dass Sie sich um ihn nicht zu sorgen brauchen?"

"Ich bin sicher, dass er anrufen wird."

Roberto streckte der hübschen Lehrerin die Hand entgegen und half ihr auf die Beine. Sie wischte sich die Tränen ab.

"Ich bringe Sie nach Hause", sagte Roberto.

"Ich muss noch mal zur Schule zurück."

"Da fahren wir vorbei", meinte Roberto. Er sprang aus dem Güterwaggon, fasste dann mit beiden Händen nach Valentinas schmaler Taille und hob sie herunter.

Er führte sie zum Maverick, ließ sie einsteigen und setzte sich dann ans Steuer. Er brachte Valentina Lupo zur Schule zurück.

Sie versprach: "In längstens zehn Minuten bin ich wieder da."

Die Lehrerin unterbot dieses Limit. Acht Minuten später saß sie wieder neben Roberto und er fuhr sie nach Hause. Immer wieder sprach sie von Mario und sie war redlich bemüht, nachzudenken, wo sich ihr Bruder versteckt haben könnte.

Eine Stunde später schellte das Telefon.

Valentina hob ab.

"Mario!", rief sie gleich darauf erregt aus.

Roberto Tardelli erhob sich rasch. Sie hielt den Hörer so, dass der Mafiajäger mithören konnte.

"Mario, wo steckst du?", fragte Valentina.

"Hör zu, Kleines, ich möchte nicht, dass du dir Sorgen um mich machst.

Ich wohne bis auf weiteres nicht mehr in meiner Wohnung, aber das hat nichts weiter zu bedeuten. Ich geh' bloß 'nem Ärger aus dem Weg, verstehst du? Es soll erst mal ein bisschen Gras über die Sache wachsen, ehe ich mich wieder daheim zeige."

"Mario, wo bist du?"

"Das sage ich dir lieber nicht. Es könnte sein, dass dich jemand danach fragt."

"Das ist bereits geschehen!" Valentina berichtete ihrem Bruder von Bozzetto und Cortese, die sie verschleppt hatten. "Wenn Mr. Tardelli nicht gewesen wäre, hätte es schlimm für mich ausgesehen", sagte sie abschließend.

"Tardelli?", rief Mario. "Wie kommst du...

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