6 Action Western Sammelband 6016 - Die ganze Dramatik des Wilden Westens

 
 
Uksak E-Books (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 11. Mai 2020
  • |
  • 700 Seiten
 
E-Book | ePUB ohne DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-7389-4014-5 (ISBN)
 
Dieser Band enthält folgende Western: Glenn Stirling: Lefthand-Charly Glenn P. Webster: Grainger und der Zugüberfall Glenn Stirling: Die Spur des Vollstreckers Glenn Stirling: Die Todesreiter von Sonoita Glenn Stirling: Rosco bricht durch Alfred Bekker: Höllenjob in Kansas Gus Bangs und Nep Carlton hatten aufseiten der Nordstaaten tapfer gekämpft und nach Kriegsende wurden sie in Creston wie Helden gefeiert. Kurz darauf müssen die beiden kampferprobten Männer nach einem unglücklichen Geschehnis ihrem Heimatort verlassen, und sie schließen sich in Mexiko den Juaristas im Krieg gegen die kaiserlichen Truppen an. Als Manuela, die Tochter von Don Felipe Calmarra, entführt wird, legen die beiden Freunde ihre Uniform der Guardia Rurales ab, um das Mädchen aus der Hand der Rinderdiebe zu befreien ...
  • Deutsch
  • 1,21 MB
978-3-7389-4014-5 (9783738940145)

Grainger und der Zugüberfall



Western von Glenn P. Webster


Der Umfang dieses Buchs entspricht 111 Taschenbuchseiten.


Ein Hilferuf aus Oklahoma fordert Grainger an, doch schon auf dem Weg dorthin wird der Zug überfallen. In Twin Meadows hat der Bürgermeister ein Schreckensregiment errichtet und regiert mit Gewalt und angeheuerten Revolvermännern. Er will um jeden Preis nicht nur die Ranches, sondern auch einige der Frauen in seinen Besitz bringen.



Copyright


Ein CassiopeiaPress Buch CASSIOPEIAPRESS, UKSAK E-Books, Alfred Bekker, Alfred Bekker präsentiert, Casssiopeia-XXX-press, Alfredbooks, Uksak Sonder-Edition, Cassiopeiapress Extra Edition, Cassiopeiapress/AlfredBooks und BEKKERpublishing sind Imprints von

Alfred Bekker

© Roman by Author

© dieser Ausgabe 2020 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen in Arrangement mit der Edition Bärenklau, herausgegeben von Jörg Martin Munsonius.

Die ausgedachten Personen haben nichts mit tatsächlich lebenden Personen zu tun. Namensgleichheiten sind zufällig und nicht beabsichtigt.

Alle Rechte vorbehalten.

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Prolog


Sandra war in Panik!

Sie hastete den dunklen, schmalen Pfad entlang. Gehetzt schaute sie sich um. Felsen hoben sich von der Dunkelheit ab, wirkten wie drohende Bestien.

Ihr Herz raste. Ihre Lungen brannten. Ein stechender Schmerz zuckte durch ihre Seite, doch sie hetzte keuchend weiter. Verfolgt von der Angst, überfallen zu werden.

Ein heftiger Windstoß ließ Sandra erschauern. Sie glaubte, das leise Klirren von Sporen durch den Wind zu vernehmen, entdeckte den Einschnitt zwischen den Felsen und rannte hindurch.

Da schoss ein Arm aus dem Schatten hervor, und eine Hand presste sich auf ihren Mund. Sandra glaubte, auf der Stelle Sterben zu müssen.

»Still!«, hauchte Grainger und zog sie tiefer in den Schatten.


1


Grainger hatte eine lange Bahnfahrt hinter sich.

In den Black Hills von South Dakota hatte er die telegrafische Order erhalten, sich nach Kansas zu begeben. Nur ungern hatte er sich von der üppigen Sally losgerissen, die ihn mit ihren Streicheleinheiten immer wieder aufs Neue erregt hatte. Während der Reise hatte er unentwegt an ihren wunderbaren Körper gedacht und an die Spiele, die sie miteinander getrieben hatten

Er spürte, wie das Blut heiß durch seine Adern rann .

Da riss ihn ein spitzer Schrei in die Wirklichkeit zurück! Eine blonde, elegant gekleidete Lady Anfang zwanzig landete auf seinen Schenkeln, als der Zug unvermittelt abgebremst wurde.

Ihr Gesicht lag dicht vor seinem, und ihre vollen, rosigen Lippen luden zum Küssen ein.

Das Mädchen richtete sich auf. Die geröteten Wangen, der Glanz in ihren strahlend blauen Augen und ein verstörter Gesichtsausdruck verrieten Grainger, dass sie seine Erregung gespürt hatte.

»Es war wirklich keine Absicht, Mister. Es ist mir furchtbar peinlich«, begann das Mädchen.

Wenn du wüsstest, wie sehr ich solche Peinlichkeiten zu schätzen weiß, Süße!

»Es ist überhaupt nicht meine Art, fremden Männern zu nahe zu treten.«

Eigentlich schade.

»Ich komme direkt aus einem Pensionat in St. Paul. Dort hat es mir nicht sehr gefallen. Wir waren eingesperrt wie in einem dieser Paläste, in denen die Herrscher in Afrika ihre Frauen halten. Wie heißen die doch gleich?«

»Harem«, half ihr Grainger auf die Sprünge.

»Genau, das war es! Sie kennen sich wohl mit solchen Dingen aus?«

Sie legte anscheinend keinen gesteigerten Wert auf seine Antwort, denn sie plapperte sofort weiter. »Und die Lehrer erinnerten mich an diese Unichen, die dort auf die Frauen aufpassen. Furchtbar. Denen fehlte nur noch das Schwert, mit dem sie wild um sich schlagen. Darüber hab ich mal in einem Buch gelesen .«

»Die Burschen heißen Eunuchen«, verbesserte Grainger.

»Stimmt! Wie konnte ich nur so vergesslich sein?«

»So schlimm wird es in ihrem Pensionat schon nicht gewesen sein, Miss. Bestimmt übertreiben Sie ein wenig.«

»Wie können Sie so etwas behaupten?«, gab sie empört zurück. »Sie haben ja keine Ahnung. Niemand kann sich vorstellen, wie es dort zugeht! Die Lehrer sind streng! Man darf sich nicht den geringsten Verstoß gegen die Schulordnung erlauben! Oh, Mister, mein Daddy wollte sicherlich nur das Beste für mich, als er mich dorthin schickte, aber es war schrecklich! Grauenhaft!«

»Immerhin werden Sie dort einiges gelernt haben. Dann war es doch keine verlorene Zeit«, gab Grainger zu bedenken.

»Ach was! Rechnen, Lesen und Schreiben konnte ich vorher schon. Ich bin ja nicht auf den Kopf gefallen. Und die Benimmregeln der feinen Gesellschaft zählen hier draußen ohnehin nichts. Oder haben Sie schon mal bei einem Ranchfest erlebt, dass sich ein Cowboy darüber den Kopf zerbricht, ob sein Besteck richtig auf dem Tisch liegt, und mit welchem Löffel er denn nun sein Dessert essen soll?«

»Denken Ihre Mitschülerinnen genauso?«

»Aber sicher! Sie machen sich ja keine Vorstellung davon, wie sehr wir dort gelitten haben. Ich wäre viel lieber auf der Ranch geblieben und hätte den Cowboys geholfen. Einmal bei einem Viehtrieb mitmachen oder Wildpferde jagen, das wäre ein Spaß geworden. Ich heiße übrigens Cordelia Beasley. Meinem Daddy gehört die Double-B-Ranch in der Nähe von Walcott, Oklahoma.«

Ihre Worte waren so bedeutungsschwanger, dass sich Grainger fragte, ob er die Ranch und das Nest denn kennen müsste.

»Sagen Sie bloß, Sie haben noch nie etwas von Walcott gehört?«, meinte Cordelia ungläubig und strich sich eine widerspenstige Strähne ihres blonden Haares aus der Stirn.

»Bedaure, Miss.«

Grainger musste lächeln, als sich ihre Augenbrauen zusammenzogen und ihrem Gesicht einen strengen Ausdruck verliehen. Sie war recht hübsch, und die festen Brüste wölbten sich unter dem spitzenbesetzten Kleid. Da konnte er sich als Mann nur sehr schwer losreißen.

»Daddys Ranch ist die größte im Umkreis«, plapperte Cordelia weiter. »Ich kann gar nicht sagen, wie viele Tausend Rinder auf seinen Weiden stehen.«

»Die Rinderzucht lohnt sich doch kaum noch, Miss. Vielleicht sollte Ihr Vater auf ein anderes Gebiet umsteigen.«

»Unmöglich! Er würde seinen Lebensinhalt verlieren! Daddy war sein ganzes Leben lang ein Rindermann, und er wird es auch bleiben. Und ich trete in seine Fußstapfen!«

»Viel Glück damit, Miss. Ich fürchte jedoch, Ihre Füße sind nicht groß genug.«

Das schrille Kreischen der Dampfpfeife unterbrach die Unterhaltung. Die Räder der Lok blockierten und quietschten ohrenbetäubend.

»Huups!«, machte Cordelia und landete mit den Gesicht zwischen Graingers Beinen.

Das missfiel ihm nun überhaupt nicht, und er hielt Cordelia etwas länger als nötig in dieser Position fest. Als sie jedoch wild mit den Armen ruderte, gab er sie sofort frei.

Sie schien lediglich verlegen zu sein. »Sie müssen ja Böses von mir denken«, hauchte sie und brachte ihre Frisur in Ordnung.

Sehe ich aus wie ein Schuft?

Cordelia erhob sich und strich ihr Kleid glatt. »Liebend gern würde ich nach vorn gehen und dem Lokführer meine Meinung zu sagen!«, rief sie erbost. »Das ist schon das zweite Mal, dass mich dieser Kerl in eine unmögliche Situation bringt . Aaaahhh!«

Der Zug ruckte an und nahm Fahrt auf, und Cordelia wurde völlig überrumpelt. Mit einem lauten Plumpsen setzte sie sich zwischen den Bänken auf den Allerwertesten.

Die Tür am Ende des Wagens flog auf, und ein paar maskierte und bewaffnete Männer stürmten in den Waggon.

»Ruhig bleiben, Freunde! Das ist nur ein netter, kleiner Freundschaftsbesuch. Aber wer den Helden spielen will, wird das Schicksal aller Helden teilen«, rief ein Outlaw und jagte einem milchgesichtigen Jüngling, der sich halb erhoben hatte, eine Kugel durch die Brust.

Und Grainger wusste, dass diese Bahnfahrt mit einem Mal sämtliche Annehmlichkeiten verloren hatte.



2


»Hier ist er nicht!«, rief einer der Banditen.

»Red keinen Mist, Sonny! Du weißt doch nicht mal, wie er aussieht!«, tadelte ein anderer.

»Er soll eine Aktentasche bei sich haben. Aber hier ist keiner mit solch einer Tasche!«

»Das haben wir gleich.« Der Sprecher baute sich im Mittelgang auf und fuchtelte mit seiner Kanone herum. »Sperrt mal die Lauscher auf, Leute, und horcht gut zu, dann habt ihr es bald hinter euch. Falls einer von euch schwerhörig ist, soll er sich melden, ich puste ihm die Hammelohren durch! Wir suchen einen Mann, einen von euch. Die Männer werden sich...

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