12 Wyoming Western Mai 2020 - Wildwest Sammelband 9012

 
 
Uksak E-Books (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 21. Mai 2020
  • |
  • 1300 Seiten
 
E-Book | ePUB ohne DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-7389-4058-9 (ISBN)
 
12 Wyoming Western Mai 2020 - Wildwest Sammelband 9012 von Alfred Bekker, John F. Beck, Glenn P. Webster, Heinz Squarra, Luke Sinclair, Larry Lash Über diesen Band: Alfred Bekker: Im Land von El Tigre John F. Beck: Harter Trail nach Santa Fe Glenn P. Webster: Travis und die Outlaws Glenn P. Webster: Hogan und die skrupellose Bande Heinz Squarra: Todfeindschaft der Rancher Heinz Squarra: Wild Sam kehrt heim Larry Lash: Drei Kämpfer Larry Lash: Das Schicksal führt sie in die Hölle Luke Sinclair: Sein letzter großer Kampf Heinz Squarra: Der Kampf eines Ranchers Luke Sinclair: Wie eine Meute toller Hunde Heinz Squarra: Todfeinde kennen keine Gnade Zwei Brüder gehen verschiedene Wege, seit sie von dem Rancherboss McBee betrogen wurden. Um nicht zu verhungern und zu erfrieren, will Clint sich mit anderen Cowboys an dem Rancher rächen und ihm die Rinderherden stehlen. Doch Jim will da nicht mitmachen und trennt sich von Clint. Bei einem Überfall wird ein Mann von Clint getötet. Nun ist er ein Bandit. Und jeder in der Stadt glaubt, dass Jim mit seinem Bruder gemeinsame Sache macht. Doch Jim will nicht aufgeben und seinen Bruder wieder auf den rechten Weg bringen. Aber wird es ihm gelingen?
  • Deutsch
  • 1,34 MB
978-3-7389-4058-9 (9783738940589)

Harter Trail nach Santa Fe


Roman aus dem amerikanischen Westen

von John F. Beck

 

Der Umfang dieses Buchs entspricht 181 Taschenbuchseiten.

 

Es beginnt damit, dass der Scout Davy Chester zwei Männern in die Falle ging, die ihn kaltblütig ermorden wollten. Es war in einer kühlen Frühlingsnacht in Westport am Missouri. Und es geschah genau in der Nacht vor dem Tage, da der erste Frachtwagenzug in diesem Jahr zur Fahrt nach dem fernen Santa Fe in New Mexiko aufbrechen sollte.

Und darin lag der Zusammenhang!

Mit dieser Karawane nämlich sollte eine kostbare Fracht nach New Mexiko gehen: neue Repetiergewehre, wie sie bisher im Westen noch nicht benutzt worden waren. Und als Scout dieses Wagenzuges war Davy Chester bestimmt. Darum sollte er sterben: einer der Banditen wollte seine Rolle übernehmen und den Treck in einem Hinterhalt der Comanchen führen.

Davy Chester aber entging mit knapper Not der Knochenfaust des Todes. Und jetzt begann für ihn ein langer, einsamer Ritt - ein Wettlauf mit der Zeit - um die Karawane einzuholen, die von Meile zu Meile der Todesfalle näherrückte. Denn Davy allein wusste von dem geplanten Verbrechen. Er allein konnte das drohende Unheil verhindern.

Das Land aber war weit und wild.

Gefahren bedrängten nicht nur den Wagenzug, der wie eine riesige Schlange Tag für Tag über die Prärie nach Westen kroch. Auch der einsame Reiter, der den Treck retten wollte, geriet immer wieder in die Nähe des Todes.

Indianer, Unwetter, Büffelherden, Sümpfe und reißende Flüsse - all das machte den Weg nach Santa Fe zu einem waghalsigen Abenteuer.

 

Die Edition veröffentlicht das Lebenswerk des großen deutschen Westernautors und dazu gehört auch das Frühwerk, das John F. Beck noch unter dem Pseudonym Lex Porter im Bewin Leihbuchverlag veröffentlichte. Nur ein Teil dieser 18 Bücher wurde später und nur in verstümmelter oder stark gekürzter Fassung von den Publikumsverlagen noch einmal publiziert.

Die Edition Bärenklau ist der erste Verlag, der diese Bücher nach mehr als 50 Jahren in der Originalfassung veröffentlicht.

 

Copyright


Ein CassiopeiaPress Buch: CASSIOPEIAPRESS, UKSAK E-Books und BEKKERpublishing sind Imprints von Alfred Bekker

© by Author

© Cover: Nach einem Motiv von Meinard Dixon mit Steve Mayer, 2017

© dieser Ausgabe 2017 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen in Arrangement mit der Edition Bärenklau, herausgegeben von Jörg Martin Munsonius.

Alle Rechte vorbehalten.

www.AlfredBekker.de

postmaster@alfredbekker.de

 

 

1. Kapitel


Eine Hand legte sich auf Davy Chesters Schulter.

"Ich muss Sie sprechen, Mister!"

Davy ließ das Brandyglas sinken und drehte sich halb zur Seite. Der Mann, der vor ihm stand, war groß, hager und besaß ein scharfgeschnittenes Gesicht. Irgendwie erinnerte er an einen Falken. Und seine durchdringenden, hellen Augen verstärkten diesen Eindruck noch. Davy zog seine linke Augenbraue hoch.

"Ist das kein Irrtum?", fragte er. "Ich kenne Sie nicht."

Der Fremde ließ seinen Blick hastig durch den niedrigen, verräucherten Saloon schweifen. Petroleumlampen blakten an der Decke. An den rohgezimmerten Tischen war jeder Platz besetzt. Stimmengewirr, Gläserklirren, Kartenklatschen, Stiefelscharren, Lachen und Husten - all das vermischte sich zu einem dumpf brandenden Lärm. Der Keeper hinter der Theke hatte alle Hände voll zu tun, um die Gläser voll zu halten. Ein anderer Barmann eilte von Tisch zu Tisch und sorgte dafür, dass kein Gast ohne Whisky, Brandy oder Gin blieb. Es war eine bunt durcheinandergewürfelte Männerschar, die sich im Saloon aufhielt: Fallensteller, Siedler, Fuhrleute, Scouts, Weidereiter, Spieler, Händler und auch einige Soldaten. Das war typisch für diese Stadt am Missouri - für diese Stadt, die damals noch Westport hieß, und die man später in Kansas City umtaufen würde. Westport - das bedeutete damals die letzte Station der Zivilisation vor den einsamen Weiten der Prärie.

Der Blick des hageren Mannes mit dem Falkengesicht kehrte zu Davy Chester zurück.

"Nun?", fragte Davy knapp.

"Es ist keine Verwechslung", erklärte der andere. "Sie sind doch David Chester, nicht wahr?"

"Allerdings! Woher kennen Sie mich?"

"Sie werden es später erfahren. Kommen Sie mit?"

Davy stellte das Brandyglas auf die Thekenplatte und schob den breitrandigen Hut ins Genick zurück. Er war groß, schlank und besaß ein von Wind und Wetter gegerbtes Gesicht. Er war nicht alt - aber das Leben in der Wildnis hatte bereits seine feinen Linien in dieses Gesicht gegraben. Seine blauen Augen besaßen jenen merkwürdigen Ausdruck, den die Augen von Männern haben, die gewohnt sind, stets in große Weiten zu blicken. Seine Kleidung war aus Hirschleder gefertigt und an den Nähten mit Fransen verziert. Unter der Jacke schaute ein rotes Baumwollhemd hervor. An seiner rechten Seite baumelte an einem breiten Ledergürtel ein schwerer, langläufiger Patterson Colt.

"Wenn Sie etwas zu sagen haben", hob er gleichmütig die Schultern, "dann können Sie es auch hier tun."

"Nein!", schüttelte der andere den Kopf. "Es ist zu wichtig - und nicht für andere Ohren bestimmt."

Davy lächelte - und dieses Lächeln ließ sein Gesicht harmlos und jungenhaft erscheinen.

"Sie machen mich gespannt, Fremder."

"Also, kommen Sie?"

Davy langte in die Hosentasche und warf ein paar Geldstücke auf die Theke. Er gab dem Keeper ein Zeichen und drehte sich dann wieder dem Hageren zu.

"Einverstanden!"

Das scharfgeschnittene Gesicht des Fremden zeigte einen zufriedenen Ausdruck. Wieder legte er seine Rechte auf Davys Schulter.

"Gehen wir durch den Hinterausgang", sagte er.

Davy schüttelte die Hand des anderen ab.

"Es ist besser, Sie gehen voran!", bestimmte er ruhig.

Der Hagere zog die Augenbrauen zusammen. Er merkte, dass Davys Hand hinter dem Coltkolben baumelte.

"Das ist doch Unsinn!", sagte er unwillig. "Sie haben von mir nichts zu befürchten."

"Trotzdem!", beharrte Davy ruhig. "Es ist wirklich besser, wenn Sie vorangehen."

"Wie Sie wollen!"

Der Fremde zuckte die Achseln und ging durch den Lärm durchbrandeten, rauchgeschwängerten Saloon auf den Hinterausgang zu. Davy Chester folgte dicht hinterher. Niemand beachtete sie. Ein Betrunkener taumelte vorbei. An einem der Tische stimmten einige Fallensteller in einen rauen, misstönenden Gesang ein. Irgendwo kippte ein Stuhl um. In einer Ecke begannen zwei Männer lautstark zu streiten. Dicht daneben kassierte eben ein Spieler eine beträchtliche Gewinnsumme, und der Verlierer, ein graubärtiger Prärieläufer, fluchte dumpf und ununterbrochen vor sich hin.

Der Hagere erreichte die Hintertüre, blickte kurz über die Schulter zu Davy zurück und stieß dann die Türe auf. Davy schob seine Rechte noch näher an den Kolben des Patterson Colts heran und folgte ihm. Die Türe klappte zu, und der Lärm des Saloons blieb wie abgeschnitten hinter ihnen zurück. Sie standen dicht vor der Türe im Hinterhof. Über den Dächern von Westport spannte sich der samtene Nachthimmel. Sterne blinkten, und der Vollmond schwebte wie ein goldener Ball hinter einem steilen Kamin. Die Luft war kühl und angenehm nach dem Aufenthalt in dem verräucherten Saloon. Ein leichter Wind trug den Geruch von frischem Gras und feuchter Erde in die Stadt herein. Man merkte es, dass der Winter noch nicht lange abgezogen war. Aber gleichzeitig hing bereits die Ahnung von Sonne, Blumen, grünen Flächen und Wärme in der kühlen Nachtluft. Davy atmete tief ein.

Der Falkengesichtige war vor ihm stehengeblieben. Davy ließ ihn nicht aus den Augen.

"Also, was gibt es?", fragte er.

Der andere verschränkte die Arme vor der Brust, als wolle er betonen, dass Davy von ihm tatsächlich nichts zu befürchten habe.

"Man hat Sie aus Santa Fe geschickt, um die erste Karawane in diesem Jahr über den Trail zu führen, nicht wahr?"

"Sie wissen recht gut Bescheid", sagte Davy langsam.

Der Hagere lächelte flüchtig.

"Jedenfalls bin ich informiert", gab er zu. "Man wartet in Fort Union bei Santa Fe schon sehr auf den ersten Wagenzug, oder nicht?"

"Der Winter war lang", antwortete Davy. "Wie sollte es darum anders sein."

"Ja, ja, ich weiß. Aber in Fort Union geht es doch nicht nur darum, frischen Proviant nach den langen Wintermonaten zu erhalten. Es geht auch noch um etwas anderes."

Misstrauen stieg in Davy Chester auf.

"Ich weiß nicht, was Sie meinen", sagte er zögernd. Seine Augen wurden eisig.

Der Hagere lächelte abermals. Es war ein knappes Lächeln ohne jede Wärme. Es wirkte scharf wie die Augen, und es passte so recht in dieses verwegene, scharfe Falkengesicht.

"Sie wissen recht gut, was ich meine, Chester. Man schreibt das Jahr 1860. Und man hat in diesem Jahr ein neuartiges Gewehrmodell auf den Markt gebracht. Das erste Repetiergewehr. Siebenschüssig. Henry Gewehr nennt man es. Das wird von unschätzbarer Bedeutung für den ganzen Westen sein, nicht wahr?"

"Was habe ich damit zu tun?"

"Nun", sagte der Hagere, "Sie wissen doch, dass mit der Karawane die ersten dieser Gewehre nach New Mexiko gebracht werden sollen. Darum hat man Sie ja extra aus Santa Fe hierher nach Westport geschickt, um den Wagenzug als Scout zu begleiten."

Davys Finger schlossen sich um den Coltkolben....

Dateiformat: ePUB
Kopierschutz: ohne DRM (Digital Rights Management)

Systemvoraussetzungen:

Computer (Windows; MacOS X; Linux): Verwenden Sie eine Lese-Software, die das Dateiformat EPUB verarbeiten kann: z.B. Adobe Digital Editions oder FBReader - beide kostenlos (siehe E-Book Hilfe).

Tablet/Smartphone (Android; iOS): Installieren Sie bereits vor dem Download die kostenlose App Adobe Digital Editions (siehe E-Book Hilfe).

E-Book-Reader: Bookeen, Kobo, Pocketbook, Sony, Tolino u.v.a.m. (nicht Kindle)

Das Dateiformat ePUB ist sehr gut für Romane und Sachbücher geeignet - also für "glatten" Text ohne komplexes Layout. Bei E-Readern oder Smartphones passt sich der Zeilen- und Seitenumbruch automatisch den kleinen Displays an. Ein Kopierschutz bzw. Digital Rights Management wird bei diesem E-Book nicht eingesetzt.

Weitere Informationen finden Sie in unserer E-Book Hilfe.


Download (sofort verfügbar)

9,99 €
inkl. 5% MwSt.
Download / Einzel-Lizenz
ePUB ohne DRM
siehe Systemvoraussetzungen
E-Book bestellen