Das Unionsmodell der wirtschaftlichen Einheit im Kartelldeliktsrecht

 
 
Mohr Siebeck (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen im Juli 2019
  • |
  • XXII, 307 Seiten
 
E-Book | PDF mit Adobe-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-16-157628-7 (ISBN)
 
Das Unionsmodell der wirtschaftlichen Einheit ist für die Sanktionierung von Kartellverstößen durch die EU-Kommission entwickelt worden. Nele Behrends prüft, ob das Unionsrecht das Modell der wirtschaftlichen Einheit auch für das Kartelldeliktsrecht vorgibt und untersucht zudem die Bindungswirkung von Bußgeldentscheidungen der EU-Kommission für anschließende Schadensersatzprozesse. Sie zeigt die Schwierigkeiten auf, die einer Übernahme des Unionsmodells in das deutsche Deliktsrecht entgegenstehen und geht dabei insbesondere auf Grundzüge des deutschen Gesellschafts- und Deliktsrechts wie auch die Geschichte des Unternehmensbegriffs im deutschen Recht ein. Für den Fall einer Übernahme des Unionsmodells in das deutsche Deliktsrecht enthält die Ausarbeitung Erwägungen zum Innenausgleich der als wirtschaftliche Einheit gesamtschuldnerisch haftenden Konzerngesellschaften.
  • Dissertationsschrift
  • Deutsch
  • Tübingen
  • |
  • Deutschland
  • 1,84 MB
978-3-16-157628-7 (9783161576287)
10.1628/978-3-16-157628-7
weitere Ausgaben werden ermittelt
  • Cover
  • Titel
  • Vorwort
  • Inhaltsübersicht
  • Inhaltsverzeichnis
  • Abkürzungsverzeichnis
  • Einführung
  • A. Das Unionsmodell der wirtschaftlichen Einheit
  • I. Das Unternehmen als wirtschaftliche Einheit
  • II. Voraussetzungen der wirtschaftlichen Einheit
  • III. Historische Entwicklung
  • IV. Ausgestaltung der Haftung
  • 1. Unterschiedliche Ausgestaltungsvarianten des Unionsmodells
  • 2. Variante 1
  • 3. Variante 2
  • 4. Die Ausgestaltung in der jüngeren Rechtsprechung
  • V. Dogmatik und wirtschaftlicher Hintergrund des Unionsmodells
  • 1. Rechtliche Erwägungen zum europäischen Unternehmensbegriff
  • 2. Wirtschaftliche Erwägungen zum europäischen Unternehmensbegriff
  • VI. Bewertung des Unionsmodells
  • 1. Befürwortung des Unionsmodells
  • 2. Kritik am Unionsmodell
  • a) Widersprüchlichkeit der Variante 1
  • b) Verletzung des Schuldgrundsatzes
  • aa) Grundlagen des Schuldgrundsatzes
  • bb) Verschulden der Konzerngesellschaften
  • cc) Verschulden der wirtschaftlichen Einheit
  • c) Verletzung der Rechtssicherheit und des Bestimmtheitsgrundsatzes
  • aa) Verletzung durch die Variante 1
  • bb) Verletzung durch die Variante 2
  • VII. Konsequenz des Unionsmodells
  • B. Europäische Schadensersatzanspruchsgrundlagen
  • I. Art. 101 AEUV
  • 1. Art. 101 AEUV als Anspruchsgrundlage
  • 2. Schaffung einer Anspruchsgrundlage durch den EuGH
  • a) Zulässigkeit richterlicher Rechtsfortbildung
  • b) Rechtsfortbildung durch das Courage-Urteil
  • 3. Zwischenergebnis
  • II. Art. 3 der Schadensersatz-Richtlinie
  • C. Nationale Schadensersatzanspruchsgrundlagen
  • I. Schadensersatzanspruch nach § 33 Abs. 3 GWB
  • 1. Wortlaut des § 33 Abs. 3 GWB
  • 2. Historisches Verständnis des § 1 GWB
  • a) Grundlagen der Debatte
  • aa) Unternehmensbegriff
  • bb) Konzernbegriff
  • cc) Trennungsprinzip
  • b) Diskussionen zum GWB
  • aa) Grundsatzdebatte zum Unternehmensbegriff
  • bb) Modelle zum Unternehmensbegriff
  • (1) Einleitung
  • (2) Unternehmen als Zurechnungsbrücke
  • (3) Unternehmen selbst als Rechtssubjekt
  • cc) Wertung
  • 3. Sinn und Zweck der §§ 1 und 33 GWB
  • 4. Systematik des GWB
  • 5. Rückschlüsse aus mit dem GWB verbundenen Gesetzen
  • a) Prinzip der Einheitlichkeit
  • b) Zurechnung von Verstößen als Tatbestandsfrage
  • c) Konsequenzen des Ordnungswidrigkeiten- und Zivilrechts
  • d) Wertung
  • 6. Zwischenergebnis
  • II. Schadensersatzanspruch nach § 36 Abs. 2 i. V. m. § 33 Abs. 3 GWB
  • 1. Wortlaut des § 36 Abs. 2 GWB
  • 2. Entwicklung des § 36 Abs. 2 GWB
  • 3. Das Entega-Urteil des BGH
  • 4. Der Ansatz des LG Berlin
  • 5. Das Modell der wirtschaftlichen Einheit
  • 6. § 36 Abs. 2 GWB bei arbeitsteiligem Vorgehen
  • 7. Wertung der Ansätze
  • a) Wortlautauslegung
  • b) Historische Auslegung
  • c) Systematik des GWB
  • d) Systematik der Wissenszurechnung im Zivilrecht
  • aa) Grundlagen der Wissenszurechnung
  • bb) Der Verschuldensaspekt in der Wissenszurechnung
  • cc) Zwischenergebnis
  • e) Teleologische Auslegung
  • aa) Ziel einer wirtschaftlichen Betrachtungsweise
  • bb) Ziel der Umgehungsverhinderung
  • cc) Ziel der Erweiterung des Schuldnerkreises
  • 8. Zwischenergebnis
  • D. Vorgaben des Unionsrechts
  • I. Fragestellung
  • II. Verhältnis von Unionsrecht und nationalem Recht
  • III. Vorgaben aus Art. 101 AEUV für das materielle Kartellrecht
  • 1. Ausgangssituation: Parallele Wettbewerbsvorschriften
  • 2. Situation aufgrund der Verordnung (EG) Nr. 1/2003
  • a) Grundlagen
  • b) Das Kartellverbot bei zwischenstaatlichem Handel
  • c) Das Kartellverbot bei nationalem Handel
  • 3. Situation seit der 7. GWB-Novelle
  • a) Änderungen durch die GWB-Novelle
  • b) Hintergrund der 7. GWB-Novelle
  • c) Systematik des GWB
  • d) Rechtsprechung
  • 4. Zwischenergebnis
  • IV. Vorgaben aus Art. 101 AEUV für das Deliktsrecht
  • 1. Vorgaben des Art. 101 AEUV
  • 2. Vorgaben des EuGH
  • a) Vorgaben aus der Rechtsprechung in Schadensersatzverfahren
  • b) Vorgaben aus der Rechtsprechung in Bußgeldverfahren
  • c) Vorgaben aufgrund des Prinzips der Einheitlichkeit
  • 3. Zwischenergebnis
  • V. Vorgaben des Art. 101 AEUV aufgrund von effet utile
  • 1. Grundlagen des effet utile
  • 2. Mangelnde Anknüpfungspunkte in der Norm
  • 3. Mangelnde Notwendigkeit (zur Zielerreichung)
  • VI. Vorgaben der Schadensersatz-Richtlinie
  • 1. Regelungskompetenz der EU
  • 2. Vorgaben der Richtlinie
  • 3. Bedeutung der Auslegung von Art. 101 AEUV für die Richtlinie
  • 4. Vorgaben der Richtlinie durch effet utile
  • 5. Zwischenergebnis
  • VII. Fazit
  • E. Umsetzung des Unionsmodells
  • I. Unmittelbare Umsetzung
  • 1. Die verschiedenen Varianten des Unionsmodells
  • 2. Umsetzung des Unionsmodells - Variante 1
  • a) Variante 1 des Unionsmodells
  • b) Auslegungsgrenzen des GWB
  • c) Entgegenstehendes Rechtsprinzip - Rechtsträgerprinzip
  • d) Zwischenergebnis
  • 3. Umsetzung des Unionsmodells - Variante 2
  • a) Variante 2 des Unionsmodells
  • b) Auslegungsgrenzen des GWB
  • c) Entgegenstehendes Rechtsprinzip - Trennungsprinzip
  • aa) Verletzung des Trennungsprinzips durch das Unionsmodell
  • bb) Grundlagen des Trennungsprinzips
  • cc) Historische Entwicklung des Trennungsprinzips
  • dd) Sinn und Zweck des Trennungsprinzips
  • ee) Systematische Einordnung des Trennungsprinzips
  • ff) Besondere Bedeutung des Trennungsprinzips im Deliktsrecht
  • gg) Wertung
  • 4. Zwischenergebnis
  • II. Annäherung an das Unionsmodell
  • 1. Gründe für eine Annäherung
  • 2. Möglichkeiten einer Annäherung
  • 3. Haftung aufgrund konzernrechtlicher Verflechtungen
  • a) Konzern als neues Rechtssubjekt
  • aa) Verleihung von Rechtsfähigkeit durch den Gesetzgeber
  • bb) Verleihung von Rechtsfähigkeit durch die Rechtsprechung
  • cc) Verleihung durch den europäischen Gesetzgeber
  • dd) Verleihung durch den deutschen Gesetzgeber
  • ee) Zwischenergebnis
  • b) Konzern als GbR
  • c) Konzern als Unternehmensvereinigung
  • d) Haftung nach § 31 BGB
  • e) Zwischenergebnis
  • 4. Haftung aufgrund einer Beteiligung am Kartellverstoß
  • a) Doppelorganträger
  • aa) Grundlagen der Doppelorganträgerhaftung
  • bb) Haftung der Muttergesellschaft bei Doppelorganträgerstellung
  • cc) Keine Haftung der Muttergesellschaft bei Doppelorganträgerstellung
  • dd) Wertung
  • ee) Voraussetzungen einer Haftung der Muttergesellschaft
  • ff) Zwischenergebnis
  • b) Anstiftung oder Beihilfe nach § 830 Abs. 2 BGB
  • aa) Grundlagen der Anstiftung oder Beihilfe
  • bb) Objektive Voraussetzungen
  • cc) Subjektive Voraussetzungen
  • dd) Zwischenergebnis
  • 5. Haftung aufgrund einer Aufsichtspflichtverletzung
  • a) Einleitung
  • b) Aufsichtspflicht als Pflicht des Geschäftsherrn (§ 831 BGB)
  • aa) Organ der Tochter als Verrichtungsgehilfe der Mutter
  • bb) Tochtergesellschaft als Verrichtungsgehilfin der Mutter
  • cc) Weitere Voraussetzungen des § 831 BGB
  • (1) Bestellung zur Verrichtung
  • (2) Verrichtung im Interesse des Geschäftsherrn
  • (3) Bindung zwischen Geschäftsherrn und Verrichtungsgehilfe
  • dd) § 831 BGB bei Kartellverstößen
  • ee) Zwischenergebnis
  • c) Aufsichtspflicht als Verkehrspflicht
  • aa) Verkehrspflichten
  • (1) Einführung in die Verkehrspflichten
  • (2) Organisationspflicht im Unternehmen
  • (3) Organisationspflicht im Konzern
  • (4) Zwischenergebnis
  • bb) § 823 Abs. 1 BGB
  • cc) § 33 Abs. 3 GWB
  • dd) Zwischenergebnis
  • d) Aufsichtspflicht als Schutznorm
  • aa) Die Voraussetzungen einer Schutznorm
  • bb) Konzernpflichten als mögliche Schutznormen
  • (1) Konzernleitungspflicht
  • (2) Legalitätspflicht
  • (3) Schadensabwendungspflicht
  • (4) Zwischenergebnis
  • cc) § 130 OWiG als mögliche Schutznorm
  • (1) Einleitende Erwägungen
  • (2) § 130 OWiG bei Konzernsachverhalten (im Sanktionsrecht)
  • (a) Wortlaut
  • (b) Der Unternehmensinhaber in anderen Rechtsgebieten
  • (c) Systematische Auslegung
  • (d) Historische Auslegung
  • (e) Teleologische Auslegung
  • (3) Wertung
  • (4) Zwischenergebnis
  • dd) § 823 Abs. 2 BGB oder § 33 Abs. 3 GWB
  • III. Grenzen der Umsetzung
  • 1. Grenzen des nationalen Rechts
  • 2. Grenzen des Unionsrechts
  • 3. Zwischenergebnis
  • IV. Fazit
  • F. Haftung wegen der Bindungswirkung von Entscheidungen
  • I. Möglichkeit einer Bindungswirkung des Unionsmodells
  • II. Grundlagen der Bindung
  • III. Umfang der Bindungswirkung
  • 1. Beschränkung auf den konkreten Einzelfall
  • 2. Tenor und Entscheidungsgründe
  • a) Die Perspektive des Unionsrechts
  • b) Die Perspektive des deutschen Rechts
  • 3. Tatsachenfeststellungen und rechtliche Würdigung
  • a) Tatsachenfeststellungen
  • b) Rechtliche Würdigungen
  • 4. Zwischenergebnis
  • IV. Begrenzung der Bindungswirkung
  • 1. Unterschiede im deutschen und europäischen Wettbewerbsrecht
  • 2. Bindung in Bezug auf den Kartelltäter
  • 3. Bindung in Bezug auf die Kausalität
  • 4. Bindung in Bezug auf das Verschulden
  • a) Verschuldensvoraussetzungen
  • b) Bindungswirkung der Verschuldensfeststellung
  • aa) Ansichten in der Literatur
  • bb) Rechtsprechung
  • cc) Wertung
  • V. Fazit
  • G. Ausgestaltung der Gesamtschuld zwischen Mutter und Tochter
  • I. Die Gesamtschuld im Kartellschadensersatzrecht
  • II. Anwendbarkeit der Gesamtschuld im Konzern
  • 1. Im Sanktionsrecht
  • 2. Im Zivilrecht
  • III. Die Ausgestaltung der Gesamtschuld im Innenverhältnis
  • 1. Der Innenausgleich im Rahmen der Gesamtschuld
  • 2. Innenausgleich - Vorgaben des Unionsrechts
  • 3. Innenausgleich - Nationale Vorgaben
  • a) Das Calciumkarbid-Urteil
  • b) Kriterien zur Bestimmung des Innenregress
  • aa) Verursachung und Verschulden
  • bb) Erlangung eines geldwerten Vorteils
  • cc) Umsatz und wirtschaftliche Bedeutung
  • c) Übertragung der Kriterien ins Zivilrecht
  • 4. Wertung
  • H. Die 9. GWB-Novelle
  • I. Inhalt der 9. GWB-Novelle
  • 1. Kartellordnungswidrigkeitenrecht
  • 2. Kartelldeliktsrecht
  • a) Vorgaben der 9. GWB-Novelle
  • b) Argumentationsansätze für eine Übernahme des Unionsmodells
  • aa) Zwingende Vorgabe durch das Unionsrecht
  • bb) Übernahme in das Kartellrecht insgesamt
  • cc) Einheit der Rechtsordnung
  • c) Wertung
  • II. Konsequenzen der 9. GWB-Novelle
  • 1. Bindungswirkung von Entscheidungen
  • 2. Ausgestaltung der Gesamtschuld
  • Zusammenfassung und Thesen
  • Literaturverzeichnis
  • Sachregister
DNB DDC Sachgruppen
BISAC Klassifikation

Dateiformat: PDF
Kopierschutz: Adobe-DRM (Digital Rights Management)

Systemvoraussetzungen:

Computer (Windows; MacOS X; Linux): Installieren Sie bereits vor dem Download die kostenlose Software Adobe Digital Editions (siehe E-Book Hilfe).

Tablet/Smartphone (Android; iOS): Installieren Sie bereits vor dem Download die kostenlose App Adobe Digital Editions oder die App PocketBook (siehe E-Book Hilfe).

E-Book-Reader: Bookeen, Kobo, Pocketbook, Sony, Tolino u.v.a.m. (nicht Kindle)

Das Dateiformat PDF zeigt auf jeder Hardware eine Buchseite stets identisch an. Daher ist eine PDF auch für ein komplexes Layout geeignet, wie es bei Lehr- und Fachbüchern verwendet wird (Bilder, Tabellen, Spalten, Fußnoten). Bei kleinen Displays von E-Readern oder Smartphones sind PDF leider eher nervig, weil zu viel Scrollen notwendig ist. Mit Adobe-DRM wird hier ein "harter" Kopierschutz verwendet. Wenn die notwendigen Voraussetzungen nicht vorliegen, können Sie das E-Book leider nicht öffnen. Daher müssen Sie bereits vor dem Download Ihre Lese-Hardware vorbereiten.

Bitte beachten Sie bei der Verwendung der Lese-Software Adobe Digital Editions: wir empfehlen Ihnen unbedingt nach Installation der Lese-Software diese mit Ihrer persönlichen Adobe-ID zu autorisieren!

Weitere Informationen finden Sie in unserer E-Book Hilfe.


Als Download verfügbar

89,00 €
inkl. 7% MwSt.
E-Book Einzellizenz
PDF mit Adobe-DRM
siehe Systemvoraussetzungen
E-Book bestellen