Beischlaf zwischen Verwandten (§ 173 StGB)

Reform und Gesetzgebung seit 1870
 
 
De Gruyter (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 28. Juli 2014
  • |
  • XVIII, 322 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
E-Book | PDF mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
E-Book | ePUB ohne DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-11-036904-5 (ISBN)
 
Gegenstand der vorliegenden Abhandlung ist die Reformdiskussion und Gesetzgebung der Inzeststraftatbestände des § 173 StGB, erstmals zusammenhängend dargestellt von 1870 bis zur Gegenwart. In einer chronologischen Untersuchung werden die einzelnen Reformbemühungen sowie die verschiedenen Gesetzesinitiativen und Gesetzesänderungen dargestellt und somit die maßgeblichen Argumente, Begründungen, Hintergründe und Motive für die Inzeststraftatbestände in der jeweiligen Epoche herausgearbeitet. Das verwendete Quellenmaterial setzt sich aus veröffentlichten und auch aus unveröffentlichten Quellen zusammen. Der Verfasser zeichnet die Historie der Inzeststraftatbestände in der deutschen Strafgesetzgebung nach, was für das Verständnis und der Auseinandersetzung mit der Strafnorm des heutigen § 173 StGB für unabdinglich gehalten wird. Der Verfasser kommt zu dem Ergebnis, dass über die Legitimation der Inzeststraftatbestände teilweise keine oder nur ungefähre, jedenfalls überwiegend wechselnde Vorstellungen gemacht worden sind und die Argumente der Sittenwidrigkeit und des Moralschutzes kontinuierlich zur Begründung der Inzeststrafbarkeit herangezogen worden sind.
  • Dissertationsschrift
  • |
  • 2012
  • |
  • FernUniversität Hagen
  • Deutsch
  • Berlin/Boston
  • |
  • USA
  • Für Beruf und Forschung
  • |
  • Wissenschaftler, Institute, Bibliotheken
  • Digitale Ausgabe
  • 0,63 MB
978-3-11-036904-5 (9783110369045)
weitere Ausgaben werden ermittelt
Sami Bdeiwi, Dortmund.
  • Intro
  • Inhaltsverzeichnis
  • Vorwort
  • Abkürzungsverzeichnis
  • ERSTER TEIL: GRUNDLAGEN
  • Erstes Kapitel: Sachliche Grundlegung: Probleme und Methoden
  • A) Problemstellung
  • B) Forschungsstand
  • C) Methoden und Fragestellungen
  • D) Darstellungsweise
  • E) Terminologie
  • Zweites Kapitel: Historische Grundlegung: Deutsches Partikularrecht bis 1871
  • A) Rezeptionsgeschichte
  • I. Die ersten Kodifizierungen auf deutschem Gebiet
  • II. Die Bambergische und die Peinliche Halsgerichtsordnung
  • III. Die partikularrechtlichen Regelungen seit der Carolina bis 1794
  • B) Preußisches Strafgesetzbuch (1851) nebst Vorläufern und Entwürfen
  • I. Das Allgemeine Landrecht für die Preußischen Staaten von 1794
  • II. Die Preußische Gesetzesrevision
  • 1. Entwurf von 1828
  • 2. Entwurf von 1830
  • 3. Entwurf von 1833
  • 4. Entwurf von 1836
  • 5. Beratungsprotokolle von 1838-1842
  • 6. Entwurf von 1843 sowie die Revision des Entwurfs von 1843
  • 7. Entwurf von 1845 sowie die Beratungen der Staatsratskommission
  • 8. Entwurf von 1846
  • 9. Entwurf von 1847 sowie der Vereinigte Ständische Ausschuss
  • 10. Entwürfe von 1848 und 1849
  • 11. Entwurf von 1850/1851
  • III. Das Preußische Strafgesetzbuch von 1851
  • C) Außerpreußische Partikularrechte seit 1794: Insbesondere die bayerische und sächsische Strafgesetzgebung
  • I. Die bayerische Strafgesetzgebung
  • 1. Das Strafgesetzbuch für das Königreich Bayern von 1813
  • 2. Das bayerische Strafgesetzbuch von 1861
  • II. Die sächsische Strafgesetzgebung
  • 1. Das Criminalgesetzbuch von 1838
  • 2. Das Strafgesetzbuch von 1855
  • III. Weitere Strafgesetzbücher der außerpreußischen Partikulargesetzgebung bis 1794
  • D) Zusammenfassung und Fazit
  • ZWEITER TEIL: ENTWICKLUNG SEIT 1870
  • Drittes Kapitel: Reichsstrafgesetzbuch
  • A) Der Entwurf John
  • B) Der Entwurf Friedberg
  • C) Reaktionen auf den Entwurf Friedberg
  • D) Beratungen der Bundesratskommission (I. und II. Entwurf)
  • E) Reichstagsvorlage (III. Entwurf)
  • F) Reichstagsberatungen
  • G) Das Strafgesetzbuch für den Norddeutschen Bund von 1870 sowie das Reichsstrafgesetzbuch von 1871
  • H) Zusammenfassung und Fazit
  • Viertes Kapitel: Reformversuche und Gesetzgebung bis zum Beginn der Strafrechtsreform
  • A) Gesetzgebung
  • B) Reformversuche: Mittermaier in der "Vergleichenden Darstellung"
  • C) Reaktionen auf Mittermaiers "Vergleichende Darstellung"
  • D) Zusammenfassung und Fazit
  • Fünftes Kapitel: Beginn der Strafrechtsreform
  • A) Der Vorentwurf zu einem Deutschen Strafgesetzbuch von 1909
  • B) Reaktionen auf den Vorentwurf von 1909
  • I. Kritische Besprechung
  • II. Zusammenstellung der Äußerungen der Bundesregierungen und der gutachterlichen Äußerungen
  • III. Weitere Reaktionen
  • C) Der Gegenentwurf von 1911
  • D) Der Entwurf der Strafrechtskommission von 1913
  • I. Erste Lesung (Entwurf 1913 I)
  • II. Zweite Lesung (Entwurf 1913 II)
  • III. Dritte Lesung (Gesamtredaktion)
  • E) Der Entwurf von 1919
  • F) Denkschrift zum Entwurf von 1919
  • G) Reaktionen auf den Entwurf von 1919
  • H) Berichte und Gegenentwurf der Österreichischen Kriminalistischen Vereinigung
  • I) Zusammenfassung und Fazit
  • Sechstes Kapitel: Weimarer Republik
  • A) Entwurf eines Allgemeinen Deutschen Strafgesetzbuchs von 1922 (Entwurf Radbruch)
  • B) Amtlicher Entwurf eines Allgemeinen Deutschen Strafgesetzbuchs von 1925 (Reichsratsvorlage)
  • C) Reaktionen auf den Entwurf von 1925
  • I. Kritische Besprechung
  • II. Gegen-Entwurf des Kartells für Reform des Sexualstrafrechts
  • III. Weitere Reaktionen
  • D) Die Anträge der Länder und die Beratungen in den Reichsratsausschüssen zu dem Entwurf von 1925
  • E) Entwurf eines Allgemeinen Deutschen Strafgesetzbuchs von 1927 (Reichstagsvorlage)
  • F) Reaktionen auf den Entwurf von 1927
  • G) Ausschussberatungen
  • H) Entwurf eines Allgemeinen Deutschen Strafgesetzbuchs von 1930 (Entwurf Kahl)
  • I) Zusammenfassung und Fazit
  • Siebentes Kapitel: Zeit des Nationalsozialismus
  • A) Entwurf eines Allgemeinen Strafgesetzbuchs von 1951 (Referentenentwurf des Reichsjustizministeriums)
  • B) Denkschrift des preußischen Justizministers Kerrl von 1933
  • C) Beratungen der Kommission für den Entwurf eines Deutschen Strafgesetzbuchs
  • I. Entwurf der amtlichen Strafrechtskommission 1933/1934 (Erste Lesung)
  • II. Entwurf der amtlichen Strafrechtskommission 1935/1936 (Zweite Lesung)
  • III. Die Überprüfung der in zweiter Lesung gefassten Beschlüsse
  • IV. Die endgültige Fassung (Entwurf 1936)
  • D) Der weitere Verlauf der Strafrechtsreform (1937-1939)
  • E) Strafrechtsnovellen: Insbesondere die Verordnung von 1938
  • F) Zusammenfassung und Fazit
  • Achtes Kapitel: Reformdiskussion und Gesetzgebung nach 1945
  • A) Besatzungsrecht
  • B) Gesetzgebung der Fünfzigerjahre: Insbesondere das 3. StrÄndG
  • C) Rechtsprechung der Fünfzigerjahre
  • D) Beratungen der Großen Strafrechtskommission ab 1954
  • I. Gutachten der Strafrechtslehrer
  • II. Rechtsvergleichende Gutachten
  • III. Regelungsvorschläge der III. Unterkommission
  • IV. Änderungsvorschläge der Sachbearbeiter des Bundesjustizministeriums
  • V. Erste Lesung und Entwurf 1959 I
  • 1. 87. Sitzung am 18. Juni 1958
  • a) Beratungen zum § 379 (Blutschande)
  • b) Beratungen zum § 380 (Beischlaf zwischen Verschwägerten)
  • 2. 90. Sitzung am 21. Juni 1958
  • 3. Entwurf 1959 I
  • 4. Reaktionen auf den Entwurf 1959 I
  • VI. Zweite Lesung und Entwurf 1959 II
  • VII. Länderkommission
  • E) Entwürfe und Reformen der Sechzigerjahre: Insbesondere die Entwürfe von 1960 und 1962 sowie der Alternativ-Entwurf von 1968
  • I. Entwurf von 1960
  • II. Entwurf von 1962
  • III. Reaktionen auf den Entwurf von 1962
  • 1. IX. Internationaler Strafrechtskongress
  • 2. Deutsche Strafrechtslehrertagung 1965
  • 3. 47. Deutscher Juristentag
  • IV. Der Alternativ-Entwurf von 1968
  • F) Reformdiskussion und Gesetzgebung seit 1969: Insbesondere der Sonderausschuss für die Strafrechtsreform sowie die Strafrechtsreformgesetze
  • I. Erstes Strafrechtsreformgesetz
  • II. Viertes Strafrechtsreformgesetz
  • 1. Der Regierungsentwurf sowie die Beratungen des Sonderausschusses für die Strafrechtsreform
  • a) Regierungsentwurf
  • b) Stellungnahme des Bundesrats
  • c) Gegenäußerung der Bundesregierung
  • d) Hearing des Sonderausschusses für die Strafrechtsreform
  • e) Beratungen des Sonderausschusses für die Strafrechtsreform in der 6. und 7. Wahlperiode
  • 2. Umsetzung durch das vierte Strafrechtsreformgesetz
  • 3. Reaktionen auf das vierte Strafrechtsreformgesetz
  • III. Adoptionsgesetz
  • IV. Bestrebungen der Achtzigerjahre
  • G) Rechtsprechung der Neunzigerjahre sowie der Beschluss des BVerfG aus dem Jahr 2008
  • I. Rechtsprechung der Neunzigerjahre
  • II. Beschluss des BVerfG aus dem Jahr 2008
  • H) Zusammenfassung und Fazit
  • DRITTER TEIL: SCHLUSSBETRACHTUNG
  • Neuntes Kapitel: Résumé
  • A) Kontinuität und Diskontinuität sowie wiederkehrende Begründungstendenz
  • I. Kontinuität: Beischlaf zwischen Aszendenten und Deszendenten sowie zwischen Geschwistern
  • II. Diskontinuität: Beischlaf zwischen Verschwägerten
  • III. Wiederkehrende Begründungstendenz
  • B) Ausblick
  • ANHANG
  • Anhang 1: Entwurfs- und Gesetzesfassungen zu den Inzeststraftatbeständen
  • Anhang 2:Historische Entwicklung der Inzeststraftatbestände seit 1870
  • Quellenverzeichnis
  • Literaturverzeichnis

Dateiformat: ePUB
Kopierschutz: Wasserzeichen-DRM (Digital Rights Management)

Systemvoraussetzungen:

Computer (Windows; MacOS X; Linux): Verwenden Sie eine Lese-Software, die das Dateiformat EPUB verarbeiten kann: z.B. Adobe Digital Editions oder FBReader - beide kostenlos (siehe E-Book Hilfe).

Tablet/Smartphone (Android; iOS): Installieren Sie bereits vor dem Download die kostenlose App Adobe Digital Editions (siehe E-Book Hilfe).

E-Book-Reader: Bookeen, Kobo, Pocketbook, Sony, Tolino u.v.a.m. (nicht Kindle)

Das Dateiformat ePUB ist sehr gut für Romane und Sachbücher geeignet - also für "fließenden" Text ohne komplexes Layout. Bei E-Readern oder Smartphones passt sich der Zeilen- und Seitenumbruch automatisch den kleinen Displays an. Mit Wasserzeichen-DRM wird hier ein "weicher" Kopierschutz verwendet. Daher ist technisch zwar alles möglich - sogar eine unzulässige Weitergabe. Aber an sichtbaren und unsichtbaren Stellen wird der Käufer des E-Books als Wasserzeichen hinterlegt, sodass im Falle eines Missbrauchs die Spur zurückverfolgt werden kann.

Weitere Informationen finden Sie in unserer E-Book Hilfe.


Dateiformat: PDF
Kopierschutz: Wasserzeichen-DRM (Digital Rights Management)

Systemvoraussetzungen:

Computer (Windows; MacOS X; Linux): Verwenden Sie zum Lesen die kostenlose Software Adobe Reader, Adobe Digital Editions oder einen anderen PDF-Viewer Ihrer Wahl (siehe E-Book Hilfe).

Tablet/Smartphone (Android; iOS): Installieren Sie die kostenlose App Adobe Digital Editions oder eine andere Lese-App für E-Books (siehe E-Book Hilfe).

E-Book-Reader: Bookeen, Kobo, Pocketbook, Sony, Tolino u.v.a.m. (nur bedingt: Kindle)

Das Dateiformat PDF zeigt auf jeder Hardware eine Buchseite stets identisch an. Daher ist eine PDF auch für ein komplexes Layout geeignet, wie es bei Lehr- und Fachbüchern verwendet wird (Bilder, Tabellen, Spalten, Fußnoten). Bei kleinen Displays von E-Readern oder Smartphones sind PDF leider eher nervig, weil zu viel Scrollen notwendig ist. Mit Wasserzeichen-DRM wird hier ein "weicher" Kopierschutz verwendet. Daher ist technisch zwar alles möglich - sogar eine unzulässige Weitergabe. Aber an sichtbaren und unsichtbaren Stellen wird der Käufer des E-Books als Wasserzeichen hinterlegt, sodass im Falle eines Missbrauchs die Spur zurückverfolgt werden kann.

Weitere Informationen finden Sie in unserer E-Book Hilfe.


Dateiformat: ePUB
Kopierschutz: ohne DRM (Digital Rights Management)

Systemvoraussetzungen:

Computer (Windows; MacOS X; Linux): Verwenden Sie eine Lese-Software, die das Dateiformat EPUB verarbeiten kann: z.B. Adobe Digital Editions oder FBReader - beide kostenlos (siehe E-Book Hilfe).

Tablet/Smartphone (Android; iOS): Installieren Sie bereits vor dem Download die kostenlose App Adobe Digital Editions (siehe E-Book Hilfe).

E-Book-Reader: Bookeen, Kobo, Pocketbook, Sony, Tolino u.v.a.m. (nicht Kindle)

Das Dateiformat ePUB ist sehr gut für Romane und Sachbücher geeignet - also für "glatten" Text ohne komplexes Layout. Bei E-Readern oder Smartphones passt sich der Zeilen- und Seitenumbruch automatisch den kleinen Displays an. Ein Kopierschutz bzw. Digital Rights Management wird bei diesem E-Book nicht eingesetzt.

Weitere Informationen finden Sie in unserer E-Book Hilfe.


Download (sofort verfügbar)

89,95 €
inkl. 7% MwSt.
Download / Einzel-Lizenz
ePUB mit Wasserzeichen-DRM
siehe Systemvoraussetzungen
PDF mit Wasserzeichen-DRM
siehe Systemvoraussetzungen
Hinweis: Die Auswahl des von Ihnen gewünschten Dateiformats und des Kopierschutzes erfolgt erst im System des E-Book Anbieters
E-Book bestellen

89,95 €
inkl. 7% MwSt.
Download / Einzel-Lizenz
ePUB ohne DRM
siehe Systemvoraussetzungen
E-Book bestellen