Die 8 Anti-Krebs-Regeln

Gesund im Einklang mit unseren steinzeitlichen Genen
 
 
Graefe und Unzer Verlag
1. Auflage | erschienen am 30. September 2011 | 192 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-8338-2537-8 (ISBN)
 
Unser Körper ist ein Meisterwerk der Natur, angepasst an die jeweiligen Lebensgewohnheiten des Menschen. Seit der Steinzeit hat er sich aber kaum mehr verändert. Die drastischen Änderungen im Ernährungs- und Lebensstil haben dazu geführt, dass sich unser Körper nicht mehr ausreichend an die heutige Zeit anpassen kann. Die Folge sind Zivilisationskrankheiten wie Krebs. Das Autorenteam hat ein Konzept erarbeitet, mit dem man mithilfe des Ernährungs- und Lebensstils die Wirksamkeit von Krebstherapien steigern kann. Das Buch greift den Gedanken der Evolution des Menschen auf und erweitert es durch konkrete Handlungsempfehlungen. Man lernt die acht wichtigsten Strategien im Kampf gegen den Krebs kennen. Eine wichtige Rolle spielen hierbei die Ernährung, die Bewegung, die Heilkraft der Sonne, ein ausgeglichenes Seelenleben und der gesunde Schlaf. Die Strategien helfen, die Gesundheit so lange wie möglich zu bewahren und eine schulmedizinische Krebstherapie erfolgreich aktiv zu begleiten.

Anna Cavelius (M.A. Philosophie) studierte Philosophie und Geschichte in München, Siena und Salamanca. Seit 1995 schreibt sie als Autorin, Journalistin und Ghostwriterin über Gesundheits- und Lifestylethemen sowie Kulinaria. So ist sie unter anderem Co-Autorin der erfolgreichen Schlank-im-Schlaf-Reihe mit Bestsellerautor Dr. med. Detlef Pape. Als Ghostwriterin arbeitete sie mit Prominenten wie Uschi Obermaier und dem Ehepaar Viktoria und Heiner Lauterbach sowie Spitzenköchen wie Johann Lafer, Sarah Wiener, Thomas Thielemann oder Holger Stromberg zusammen. Sie kann sich begeistern für Ihre Familie, Freunde und Katzen und das Leben im Kleinen wie im Großen.
GU Einzeltitel Gesundheit/Fitness/Alternativheilkunde
Deutsch
7,67 MB
978-3-8338-2537-8 (9783833825378)
3833825375 (3833825375)
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Dr. rer. nat. Johannes F. Coy ist Biologe, Krebsforscher und Entdecker des TKTL1-Stoffwechselwegs. Dr. Coy arbeitete elf Jahre am renommierten Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) in Heidelberg, wo er das TKTL1-Gen entdeckte. Nach seiner akademischen Forschungszeit gründete er eine Pharmafirma und zwei Diagnostikfirmen, um die Erkenntnisse rund um das TKTL1-Gen für die Entwicklung neuer Krebstherapien und Krebsdiagnosetest zu nutzen. Er erforscht hierzu, auch mit Unterstützung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, den Stoffwechsel, die Diagnose und die Therapie von Krebserkrankungen.

War die Nahrungssuche unserer urzeitlichen Ahnen noch ein lebensgefährliches Abenteuer, müssen wir heute nur in den Supermarkt um die Ecke. Was bedeutet das für die Gesundheit?

FÜR DIE ERSTEN menschenartigen Lebewesen (Hominiden), vor allem für die immer weiter nach Norden vordringenden Urmenschen war das (Über-)Leben ein einziger Kampf. Standen in den tropischen und subtropischen Regionen das ganze Jahr über Früchte und essbare Pflanzenteile reichlich zur Verfügung, waren die Jäger und Sammler nun über viele Monate unwirtlichen Temperaturen ausgesetzt – und damit auch einer höchst unsicheren Nahrungssituation.

Doch dem menschlichen Stoffwechsel gelang es erneut, sich an die ungewohnte Situation anzupassen. Und so konnte der Körper in Phasen des Hungerns Energie aus der Nahrung sehr effizient verwerten und insbesondere den kostbaren Zucker für diejenigen Zellen und Gewebe, die ständig Glukose als Kraftstoff benötigen, bereitstellen. Ein wesentlicher »Trick« hierbei war die Ausbildung der Insulinresistenz, ein Stoffwechselautomatismus, der verhinderte, dass die Glukose zu einfach und zu schnell aus dem Blut in die einzelnen Zellen geschwemmt wurde. Erst jetzt war der Körper in der Lage, sorgsam und sparsam mit dieser hochwertigen Energieform umzugehen, sodass die wichtigsten Gewebe wie Gehirn, Nerven, Netzhaut, Keimzellen und Stammzellen ausreichend versorgt waren.

Heute, wo Glukose keine Mangelware mehr ist, sondern im Gegenteil allerorts ein wahres Überangebot an Zucker und Stärke herrscht, erweist sich diese großartige Fähigkeit mehr und mehr als Nachteil. Die natürliche Insulinresistenz schützt das Leben nicht mehr, sondern fördert immer öfter Zivilisationskrankheiten. Auf den Punkt gebracht bedeutet dies: Bestimmte Anpassungen an Umwelt- und Nahrungsbedingungen können durchaus negative Auswirkungen haben, wenn sich diese Bedingungen verändern. Denn in der Regel hat der Stoffwechsel nicht genug Zeit, sich an die neuen Gegebenheiten anzupassen.

DER MENSCH, EIN ALLESESSER


In der Altsteinzeit (Paläolithikum) ernährte sich der Mensch – immer in starker Abhängigkeit vom Jagdglück der Männer – vor allem von Fleisch und Fisch, also tierischem Eiweiß und Fett. Der wenige Zucker (Kohlenhydrate) aus Beeren und Früchten nahm dagegen keine nennenswerte Stellung in der Energieversorgung ein. Dafür steckten in den Früchten aber besonders viele wertvolle sekundäre Pflanzenstoffe: wahre Gesundheitsbooster (mehr dazu >). Samen, Nüsse, Blätter, Kräuter, Knollen und Wurzeln, die wertvolle pflanzliche Fette, reichlich Ballaststoffe und ebenfalls viele sekundäre Pflanzenstoffe enthielten, ergänzten den Speiseplan. Dieser ähnelte mit seiner Mischung aus Fleisch und Pflanzen somit eher dem eines Bären als den Ernährungsgewohnheiten unserer modernen Gesellschaft. Und genau an diese Form der Ernährung hat sich der menschliche Stoffwechsel im Lauf der Evolution angepasst. Ohne groß darüber nachzudenken, nahm der Mensch instinktiv genau die Lebensmittel zu sich, die er für seine Gesunderhaltung benötigte. Selbst die tief in uns steckende Vorliebe für Süßes spielte in prähistorischen Zeiten keine Rolle bei der Entstehung von Krankheiten. Schließlich war der Zuckeranteil in der Nahrung über Jahrtausende sehr begrenzt.

INFO

Veränderte Ernährungsgewohnheiten im Lauf der Evolution

Drei grundlegende Änderungen bestimmen die Ernährungsweise des Menschen:

  • Die erste ist älter als unsere Art und ereignete sich vor drei bis vier Millionen Jahren bei den Australopithecinen. Anhand des Abriebs ihrer Zähne und Analysen ihres Zahnschmelzes entdeckten Anthropologen, dass sich die Primaten deutlich vielfältiger ernährten als andere Menschenaffen. Und genau dies schien einen evolutionären Vorteil zu bieten, weshalb sich der breit gefächerte Appetit auf alle weiteren Hominiden vererbte.
  • Vor rund 10 000 Jahren läutete Homo sapiens Umwälzung Nummer zwei ein: Er wurde sesshaft und betrieb von nun an Ackerbau und Viehzucht. Zunächst bereicherte Getreide, später auch Milch den Speiseplan; Süßes konnte durch Obstanbau und Imkerei gezielt produziert werden. Trotzdem blieb der Kohlenhydratanteil in der Nahrung (vor allem in Form von Zucker und Stärke) relativ gering und nicht zuletzt durch die Jahreszeiten oder Missernten bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts hinein auch nicht konstant.
  • Dies änderte sich erst mit der dritten Ernährungswende: dem Ende der allgemeinen Selbstversorgung und dem Beginn der industriellen Massenproduktion von zucker- und stärkereichen Lebensmitteln. Jetzt gab es im Überfluss, was so lange eine »Spezialität« gewesen war.

FASTENZEITEN GEHÖR(T)EN ZUM ALLTAG

Ein wechselndes Nahrungsangebot und damit verbundene kürzere oder längere Hungerphasen begleiten seit jeher die Menschheit. Unfreiwillige Fastenzeiten gehörten über Jahrtausende zum Alltag wie das Jagen und Sammeln, das eben nicht immer von Erfolg gekrönt war. Vorratshaltung war unbekannt: Was im Sommer und Herbst von Bäumen und Sträuchern gepflückt werden konnte, musste man rasch verzehren, und auch erlegte Tiere waren nur äußerst begrenzt haltbar. Aufgrund dessen ist der Mensch gut an einen Wechsel aus üppigen und kargen Mahlzeiten angepasst – weitaus besser sogar als an eine gleichmäßige Ernährung. Daher ist es auch nicht ratsam, fünf Mahlzeiten am Tag zu sich zu nehmen, wie es heute häufig empfohlen wird. Besonders gefährlich ist dieses wenig artgerechte Essverhalten vor allem dann, wenn Sie auch noch jedes Mal glukose- und stärkehaltige Lebensmittel wie Brot, Nudeln, Gebäck oder süßes Obst zu sich nehmen. Sie alle lassen den Blutzuckerspiegel schnell steigen, was die Bauchspeicheldrüse, die das für die Zuckerverwertung nötige Hormon Insulin ausschüttet, mit der Zeit mehr und mehr überlastet. Über dieses Problem und seine schwerwiegenden Folgen lesen Sie ab (>).

INFO

Die Erfindung des Kochens

Noch vor der Entwicklung des Ackerbaus und der Viehhaltung erreichte die Menschheit einen Meilenstein der Evolution: die Kontrolle des Feuers. Sie erhöhte die Sicherheit der Sippe nach Einbruch der Dunkelheit, bot Schutz vor Kälte und wilden Tieren. Vor allem aber sollte das Lagerfeuer langfristig die Ernährungsweise des Menschen bestimmen: Indem er Knollen, Wurzeln, Fleisch und Fisch garte, ließen sie sich nicht nur leichter kauen und wurden bekömmlicher, sie lieferten zugleich auch mehr Energie. Denn einen großen Teil der Nahrung kann der Körper erst dann verdauen, wenn sie zuvor erhitzt wurde. Weil die Nahrungsausbeute größer war, mussten unsere Steinzeitahnen nun viel weniger Blätter, Samen, Wurzeln, Beeren, Pilze und Fleisch zu sich nehmen, um satt zu werden. Infolgedessen verkleinerten sich Magen und Darm sowie der Kiefer. Der Biologe Richard Wrangham von der Bostoner Harvard Universität/USA ist sogar davon überzeugt, dass das menschliche Gehirn nur deshalb so enorm wachsen konnte, weil unsere Steinzeitahnen lernten, das Feuer zu beherrschen und Nahrung besser zuzubereiten. Auch das soziale Miteinander konnte sich seiner Meinung nach erst entwickeln, weil die Menschen ums Feuer saßen, gemeinsam kochten und aßen.

Zumindest zum Gehirnwachstum haben wohl aber mehrere Faktoren beigetragen. Eine wesentliche Rolle spielte dabei sicher der Verzehr von Omega-3-Fettsäuren aus dem Fleisch grasfressender Wildtiere beziehungsweise aus fettem Fisch (siehe auch >). Weil der Anteil dieser Fettsäuren in Gehirn und Nerven sehr hoch ist und sie wichtig sind, damit die Nerven überhaupt gut funktionieren, war die ausreichende Omega-3-Zufuhr für die Evolution des Menschen von großer Bedeutung. Da Fleisch und Fisch im Vergleich zu Pflanzen zugleich mehr Eiweiß enthalten, förderten sie die körperliche und geistige Entwicklung zusätzlich.

GEFÄHRLICHE KOHLENHYDRATE


Keine Frage: Zucker ist seit Urzeiten ein wertvoller Energielieferant für Nerven und andere wichtige Zellen. Weil das Garen oder Kochen stärkehaltiger Lebensmittel den Zuckerabbau und die Zuckeraufnahme ins Blut jedoch immens erleichtern, steigt der Blutzuckerspiegel im Gegensatz zur ursprünglichen Rohkost deutlich schneller an. Bis zu einem gewissen Grad konnte sich der menschliche Stoffwechsel an diese Tatsache ebenso anpassen wie an die Veränderungen in Ernährungs- und Lebensstil durch die Erfindung des Ackerbaus und die damit einhergehende Sesshaftwerdung. Menschen, deren Stoffwechsel demjenigen der ursprünglichen Jäger und Sammler ähnelt, sind daher durch Zucker und Kohlenhydrate stärker gefährdet als solche mit einem Ackerbautyp-Stoffwechsel. Doch selbst Letztere können der modernen Ernährung nicht standhalten. Schließlich entspricht die heute am Tag durchschnittlich konsumierte Kohlenhydratmenge umgerechnet bis zu 400 Gramm Zucker – eindeutig mehr, als ein Mensch bei durchschnittlichem Bewegungsprofil vertragen kann. Hinzu kommt: Weil das Verlangen nach süßem Geschmack genetisch bedingt ist, nimmt man schnell viel mehr davon zu sich, als der Körper tatsächlich benötigt. Zudem entgleist das Essverhalten gerade dann häufig, wenn – ausgelöst durch den Zucker in der Nahrung – der Blutzuckerspiegel erst rasch ansteigt, um kurz darauf ebenso so schnell wieder nach unten zu sacken. Die dadurch bedingte Unterzuckerung löst nämlich erneut Heißhunger aus.

ZUCKER NÄHRT KREBSZELLEN

Zwar spielt Zucker bei der Entstehung von Tumorzellen selbst wahrscheinlich keine Rolle. Doch eine...

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