"Graeca non leguntur"

Zu den Ursprüngen des europäischen Rechts im antiken Griechenland Das griechische Recht in seinem kulturhistorischen Umfeld: Beispiele aus Dichtung, Geschichtsschreibung, Philosophie und Kautelarjurisprudenz Band 3,1
 
 
Harrassowitz Verlag
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 1. Mai 2014
  • |
  • XXII, 547 Seiten
 
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978-3-447-19293-4 (ISBN)
 
An den Griechen lässt sich Kulturentstehung als das Zusammenspiel der kreativen Kräfte einer Gesellschaft studieren: So wurden die Griechen zu Erfindern von 'Politik' und anderen Gesellschaftsdisziplinen. Philosophen interessierten sich über die eigene Disziplin hinaus für Recht, Dichtung, Geschichte, Mathematik oder Zoologie. Bürgerinnen und Bürger gingen ins Theater, erfreuten sich an Kunstwerken auf der Agora und in Heiligtümern oder besuchten Herodots Geschichtsvorträge. Ähnliches galt für die Teilnahme am öffentlichen Leben, das erstmals unvermittelt gelebt werden konnte - in der Volksversammlung (Ekklesia), dem Volksgericht (Heliaia), im Rat (Boulé) oder bei den zahlreichen Festen. Daraus resultierte wissenschaftlich gelebte Interdisziplinarität: Aristoteles lehrte in jungen Jahren an Platons Akademie 'Rhetorik', schrieb parallel eine 'Poetik' und später eine 'Politik', interessierte sich für Recht, Verfassung und Solons Gesetzgebung und verfasste daneben philosophische Werke. Zusätzlich blieben die großen Denker keineswegs unter sich, sondern waren bestrebt, ihr Wissen anderen Menschen im Theater, in Vorlesungen oder Bestattungsreden zugänglich zu machen: Kultur diente dem Gemeinwesen.
Band III von Heinz Bartas Graeca-Projekt zur Bedeutung der antiken griechischen Rechtsentwicklung geht beispielhaft auf die Beziehungen von Dichtung und Geschichtsschreibung, Recht und Gerechtigkeitsdenken und auf die bereits hochentwickelte griechische Rechtspraxis ein, die als Kautelarjurisprudenz von großer Bedeutung war, wovon wiederum Rom und Europa profitierten. - Gesetzgebung, Kautelarjurisprudenz, Rhetorik und das Rechtsdenken von Philosophen führten zum Entstehen der griechischen Rechtswissenschaft.
1., Aufl.
  • Deutsch
  • Wiesbaden
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  • Deutschland
  • Für Beruf und Forschung
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  • Rechtswissenschaftler, Rechtshistoriker, Wissenschaftshistoriker, Althistoriker, Altorientalisten, Philosophen, Religionshistoriker, Soziologen, Philologen
  • 9,92 MB
978-3-447-19293-4 (9783447192934)
weitere Ausgaben werden ermittelt
  • Cover
  • Title Page
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  • Body
  • Vorwort
  • Table of Contents
  • Inhaltsüberblick von Band III/1
  • Abkürzungsverzeichnis
  • Abbildungsverzeichnis
  • Einleitung
  • Zweiter Teil: Dichtung, Geschichte, Philosophie und Recht
  • Kapitel III. Die 'Eumeniden' des Aischylos
  • Aristoteles zur Tragödie
  • Was vermittelt Aischylos?
  • Der Stoff der 'Orestie'
  • ". aber es wacht die Wucht des Rechts"
  • Aischylos erweitert den Tragödienstoff
  • Die Reformen des Ephialtes
  • Areopag und 'Eumeniden'
  • Duale Argumentationstopoi
  • Kunst und Interpretation
  • 1. Athene - Wegbereiterin des Rechtsstaates
  • Konzeption der 'Eumeniden' als Prozeß
  • Rückwirkungsverbot für Gesetze?
  • 'Audiatur et altera pars' und Richtereid
  • Wann wurde der Areopag zum Mordgericht?
  • Apollon und Athene
  • 'In dubio pro reo'
  • Mehr zum 'Rückwirkungsverbot'
  • 2. Hintergrund der 'Eumeniden' - Recht als Mahnung zur 'Mitte'
  • Aischylos als Rechtspolitiker
  • Recht und Kunst
  • 3. Eindämmen von Selbsthilfe, Eigenmacht und Blutrache
  • Selbsthilfe war lange unverzichtbar
  • Aigisth und Klytaimnestra
  • Mutter- oder Vaterrecht?
  • Athenes Rolle ist bedeutend
  • Die Erinyen
  • Wandlung der Erinyen zu Eu-Meniden
  • Die Bedeutung des Eides in den 'Eumeniden'
  • Einzelner und Gemeinschaft
  • 4. Die Tragödie - Schule von Demokratie und Rechtsstaat
  • Aischylos - Schöpfer der attischen Tragödie
  • Das 'Nomologische Wissen'
  • Neuerungen im Theater des Aischylos
  • Die 'Tragödie' wirkt gesellschaftspädagogisch und reformstützend
  • 'Mythos' und 'Logos' bei Aischylos
  • Die 'Rolle' Athenes
  • Aischylos polarisiert nicht
  • 5. Die Dichtung im Dienste der Polis
  • Reinigende Kraft des dichterischen Agons
  • Aristophanes und Aischylos
  • Entstehung von Buchhandel und Verlegertum
  • 6. Vom starren Ritus zum heiligen Recht
  • Von dumpfer Schicksalsabhängigkeit zur Freiheit persönlicher Schuld
  • Die rechtliche Dimension der 'Orestie'
  • Kapitel IV. Der 'Melierdialog' des Thukydides
  • Athen nach den Perserkriegen
  • H. Strasburger zu Thukydides
  • Popper und Thukydides
  • 'Geschichte schreiben .'
  • 1. Phänomen 'Macht'
  • Zur Objektivität des Thukydides
  • Athen und Sparta scheiterten am Phänomen 'Macht'
  • 2. Recht - 'Sprache der Macht'?
  • Gewalt, Feind des Rechts - 'Recht' des Stärkeren
  • Historische Tatsachen
  • 3. Das 'Recht des Stärkeren' - Politisches Nachbeben
  • Lernen aus der Geschichte?
  • 4. Ewiger Kampf um die Versittlichung des Menschen -
  • Briefwechsel: A. Einstein - S. Freud
  • Krieg und Frieden: K. Lorenz, I. Eibl-Eibesfeldt, A. Camus, E. Hobsbawm
  • Kapitel V. Euripides und das Naturrecht
  • Person und Werk
  • 1. Der Dichter als (Rechts)Philosoph?
  • Das 'Gebet der Hekabe'
  • Übersetzungen des 'Gebets der Hekabe'
  • Griechisches Natur-Rechtsdenken
  • Strömholms Entwicklungsphasen des Naturrechts - Wandel des Weltbildes
  • Weiteres zum 'Gebet' der Hekabe
  • Konvergenzchance von Naturrecht und Rechtspositivismus?
  • 2. Naturrecht oder Kulturrecht?
  • Vermittlungsvorschlag von Alfred Verdross
  • Naturrecht und Kultur(rechts)grundsätze
  • Kelsens Kritik am griechischen Naturrechtsdenken
  • Abschied vom 'extremen' und 'kritischen' Rechtspositivismus
  • 3. Der lange Weg zum Begriff 'Person'
  • Coings Auslassungen
  • Zur Entstehung des Rechtsbegriffs 'Person'
  • 4. Naturrecht oder Rechtspositivismus? -
  • Jan Assmann und Leo Baeck
  • Ein modernes Naturrecht braucht neue Weichenstellungen
  • Griechische Dichtung und Rechtsdenken
  • Dynamisches Welt- und Menschenbild der Griechen
  • Glossar
  • Literaturverzeichnis
  • Namens-, Orts- und Sachregister: Stichworte
  • Index Quellen
  • Stichwörter
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