G.F. Barner Classic 9 - Western

Trail der Furchtlosen
 
 
Martin Kelter Verlag
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 2. Juni 2020
  • |
  • 64 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-7409-6658-4 (ISBN)
 
Packende Romane über das Leben im Wilden Westen, geschrieben von einem der besten Autoren dieses Genres. Begleiten Sie die Helden bei ihrem rauen Kampf gegen Outlaws und Revolverhelden oder auf staubigen Rindertrails. Interessiert? Dann laden Sie sich noch heute seine neueste Story herunter und das Abenteuer kann beginnen. G. F. Barner ist legendär wie kaum ein anderer. Seine Vita zeichnet einen imposanten Erfolgsweg, wie er nur selten beschritten wurde. Als Western-Auto r wurde er eine Institution. G. F. Barner wurde quasi als Naturtalent entdeckt und dann als Schriftsteller berühmt. Sein überragendes Werk beläuft sich auf 764 im Martin Kelter Verlag erschienene Titel. Seine Leser schwärmen von Romanen wie 'Torlans letzter Ritt', 'Sturm über Montana' und ganz besonders 'Revolver-Jane'. Der Western war für ihn ein Lebenselixier, und doch besitzt er auch in anderen Genres bemerkenswerte Popularität. So unterschiedliche Romanreihen wie 'U. S. Marines' und 'Dominique', beide von ihm allein geschrieben, beweisen die Vielseitigkeit dieses großen, ungewöhnlichen Schriftstellers. Western G. F. Es gibt wenige Dinge, die einen Mann wie Trevor Joslyn aufregen können, aber diese Sache tut es. Während er mit dem geübten Blick eines Mannes, der viel im Sattel ist, den Himmel betrachtet, entdeckt er weit hinten die beiden noch kleinen Punkte und macht sie sofort als Aasgeier aus. Die Geier kreisen. Ein Zeichen, dass sie Beute entdeckt haben. Und Joslyn fragt sich in diesem Augenblick, während er auf San Antonio in Texas zureitet, ob er dort unter den Geiern seine Männer finden wird. Dann schüttelt er den Kopf, aber dieses Kopfschütteln vertreibt nicht die finstere Ahnung in ihm. Irgendetwas wird mit Saguaro, Eddy und Tonio passiert sein. Sie müssten längst wieder an der Herde ihre Arbeit tun, denn sie wissen alle drei, dass jede Hand gebraucht wird. Und nichts ist ihrer Art fremder, als sich vor irgendeiner Arbeit zu drücken. 'Ich', sagt Trevor Joslyn zwischen den Zähnen, um die heiße Luft nicht gleich im Schwall zu atmen, 'ich würde mir verdammt keine Sorgen machen, wenn nicht Slim wäre, dieser Bursche Slim Dorlanay. Ich habe ihm die Herde vor der Nase weggenommen und das vergisst er mir so wenig wie all die anderen Dinge, die ich ihm zugefügt habe. Eigentlich habe ich ihm gar nichts zugefügt, was er nicht verdient hätte, aber er hat es jedes Mal herausgefordert.' Er hat die düstere Vorahnung, dass Slim Dorlanay irgendetwas mit dem Ausbleiben seiner Leute zu tun hat. Diese Ahnung ist beinahe eine Gewissheit und macht Joslyn langsam wütend. So nähert er sich nun dem Punkt, über dem die beiden Rindergeier kreisen und sieht dort nur einen schon halb abgenagten Rest von einem Hund oder einem kleinen Maverick liegen. Genau kann man das nicht mehr bestimmen. Nur der Gestank lässt sich bestimmen, denn er weht genau auf Trevor Joslyn zu.

Er ist legendär wie kaum ein anderer. Seine Vita zeichnet einen imposanten Erfolgsweg, wie er nur selten beschritten wurde. Als Western-Autor wurde er eine Institution. G. F. Barner wurde quasi als Naturtalent entdeckt und dann als Schriftsteller berühmt. Sein überragendes Werk beläuft sich auf 764 im Martin Kelter Verlag erschienene Titel. Seine Leser schwärmen von Romanen wie Torlans letzter Ritt, Sturm über Montana und ganz besonders Revolver-Jane. Der Western war für ihn ein Lebenselixier, und doch besitzt er auch in anderen Genres bemerkenswerte Popularität. So unterschiedliche Romanreihen wie U. S. Marines und Dominique, beide von ihm allein geschrieben, beweisen die Vielseitigkeit dieses großen, ungewöhnlichen Schriftstellers.
  • Deutsch
  • 0,26 MB
978-3-7409-6658-4 (9783740966584)

Es gibt wenige Dinge, die einen Mann wie Trevor Joslyn aufregen können, aber diese Sache tut es.

Während er mit dem geübten Blick eines Mannes, der viel im Sattel ist, den Himmel betrachtet, entdeckt er weit hinten die beiden noch kleinen Punkte und macht sie sofort als Aasgeier aus.

Die Geier kreisen. Ein Zeichen, dass sie Beute entdeckt haben. Und Joslyn fragt sich in diesem Augenblick, während er auf San Antonio in Texas zureitet, ob er dort unter den Geiern seine Männer finden wird. Dann schüttelt er den Kopf, aber dieses Kopfschütteln vertreibt nicht die finstere Ahnung in ihm.

Irgendetwas wird mit Saguaro, Eddy und Tonio passiert sein. Sie müssten längst wieder an der Herde ihre Arbeit tun, denn sie wissen alle drei, dass jede Hand gebraucht wird. Und nichts ist ihrer Art fremder, als sich vor irgendeiner Arbeit zu drücken.

»Ich«, sagt Trevor Joslyn zwischen den Zähnen, um die heiße Luft nicht gleich im Schwall zu atmen, »ich würde mir verdammt keine Sorgen machen, wenn nicht Slim wäre, dieser Bursche Slim Dorlanay. Ich habe ihm die Herde vor der Nase weggenommen und das vergisst er mir so wenig wie all die anderen Dinge, die ich ihm zugefügt habe. Eigentlich habe ich ihm gar nichts zugefügt, was er nicht verdient hätte, aber er hat es jedes Mal herausgefordert.«

Er hat die düstere Vorahnung, dass Slim Dorlanay irgendetwas mit dem Ausbleiben seiner Leute zu tun hat. Diese Ahnung ist beinahe eine Gewissheit und macht Joslyn langsam wütend.

So nähert er sich nun dem Punkt, über dem die beiden Rindergeier kreisen und sieht dort nur einen schon halb abgenagten Rest von einem Hund oder einem kleinen Maverick liegen. Genau kann man das nicht mehr bestimmen. Nur der Gestank lässt sich bestimmen, denn er weht genau auf Trevor Joslyn zu.

»Pfui Teufel«, sagt Trevor brummend und reitet im Bogen vorbei. »Das stinkt jämmerlich, ich möchte wissen, warum niemand das Stück Aas verscharrt.«

Und dann kommt Joslyn über die Bodenwelle und sieht in einer Meile Entfernung San Antonio vor sich liegen.

Dort ragt der hohe Schuppen der Häuteverwertung auf, ein dreistöckiger Holzbau, in dem stinkende Felle hängen und einen Geruch verbreiten, der schon drei Eingaben der Bürger zur Folge gehabt hat.

Weiter links liegt Bessemers Schmiede und neben ihr die alte Poststation.

Einige der Männer hocken bewegungslos wie Hühner auf einer Stange auf den Corralbohlen und sehen zu ihm hin, als er vorbeikommt.

Trevor erkennt Steve McLaine, einen sehr guten Mann, der trotzdem nicht bereit gewesen ist, mit ihm auf den Trail zu gehen. Er sieht weiter Wesley Hardin einen aus der weitverzweigten Hardinsippe. Ein friedlicher junger Mann, der sehr gut mit dem Lasso umgehen kann. Diese Männer hier kennt er alle. Und sie kennen ihn, den Mann, der hundertmal gezeigt hat, dass er etwas kann, der dann aber fortgegangen ist.

Warum - das weiß keiner.

Das weiß nur er allein - und ein Mädchen vielleicht.

Trevor hält neben den Männern an, die sich nicht rühren, aber gerade darin sieht er die Zeichen dessen, was auf ihn wartet.

Er sieht die Blicke, Blicke, die an ihm vorbeigehen und abwarten. Sie werden nichts sagen, sie sitzen hier wie eine Meute Männer, die auf etwas gewartet haben.

Und in dieser Sekunde weiß Trevor Joslyn, den sie auch den >sanften Trevor< nennen, auf wen sie warten: Auf ihn!

Jetzt betrachtet er sie der Reihe nach und nickt ihnen zu.

»Hallo, Dutch«, sagt Trevor sanft wie immer, wenn man ihm begegnet.

»Hallo, Frankie - Steve - Wesley.«

Und dann erst, als sie ihn alle ansehen, kommt der Nachsatz: »Habt ihr Saguaro, Eddy und Tonio gesehen?«

Sie sehen immer noch an ihm vorbei. Er kennt diese Art, mit einer Antwort zu warten, niemanden anzusehen und doch viele Dinge sagen zu können. Und er weiß nun, dass mit seinen drei besten Männern etwas passiert sein muss.

»Ja«, erwidert Steve McLaine langsam. »Sie sind beim Doc.«

»So«, macht der sanfte Trevor nur. »Und?«

»Jemand ist ihnen begegnet, der zu groß für sie gewesen ist, Trevor«, murmelt Wesley Hardin. »Er hat Saguaro gesehen und ihm gesagt, dass er aus dem Weg gehen muss, wenn ihm ein Weißer begegnet.«

»Das hat der Mann gesagt? Und dann?«

»Nicht viel, Trevor. Saguaro wollte weitergehen, er wollte keinen Streit haben, aber Eddy ist wild geworden und hat den Revolver gezogen.«

»Und dann?«

»Jetzt ist er beim Doc und hat Glück gehabt, dass die Kugel nur seine Schulter streifte. Glück, dass Parker mit seiner Schrotflinte dazugekommen ist, sonst würde er tot sein.«

Sie betrachten Trevor jetzt alle. Und es ist nichts als die Neugierde von Männern in ihren Blicken, die erkennen möchten, ob sich Trevor aufregen kann.

Aber Trevor zeigt keine Erregung - er ist sanft wie immer.

»Der Sheriff ist nicht da, nur der Deputy, Hardin?«

»Nur Parker, aber er hat einen Mord verhindert. Vielleicht auch drei.«

»Drei?«

»Einige von uns sind sicher«, meldet sich ganz hinten der alte Johns mit seiner Fistelstimme, »dass der Bursche zu schnell für Tonio, Eddy und Saguaro gewesen sein würde. Saguaro hat ja nur sein Messer. Und mit zwei Männern wird der Bursche leicht fertig.«

Danach sehen sie wieder weg, aber sie klettern nun von ihrer Corralstange herab und kommen einige Schritte auf Trevor zu.

Trevor blickt über sie hinweg, sanft, ruhig, nur ein wenig nachdenklich.

Das ist es also, denkt Trevor Joslyn, so kommt es, wenn man sich Slim Dorlanay zum Feind macht. Irgendein Revolvermann, der auf meine besten Weidereiter losgeht. Einmal, um meine Mannschaft zu schwächen, zum anderen, um mich aus der Reserve zu locken. Und im Hintergrund sitzt wie eine Spinne Slim und wartet nur darauf, dass sich das Netz zuzieht und ich von einem Giftzahn getötet werde, wenn dieser Giftzahn auch ein Revolvermann ist.

Er nimmt den Blick herunter und sieht Steve McLaine an. Eine Sekunde bedauert er, dass er auf die Mitarbeit dieses ausgezeichneten Mannes verzichten muss, aber Steve hat noch nie jemanden im Stich gelassen, für den er geritten ist.

Er hat jetzt eine gute Arbeit und will nicht fortgehen. Niemand kann ihm das verdenken.

»Steve, wie heißt der Mann - und wo ist er?«

McLaine schürzt etwas die Lippen, ein beinahe vorsichtiger Ausdruck überzieht sein Gesicht.

»Wenn du dich unbedingt totschießen lassen willst, dann such ihn dir. Er ist nach der Schießerei weggeritten. Parker ist ihm nach, um festzustellen, wo er geblieben ist. Hast du schon mal von >Big Charlie< gehört, Trevor?«

»James Charlie, mit der großen Nase?«

»Genau der. Er ist gekommen und hat Saguaro einen stinkenden Bastard genannt, der einem Weißen aus dem Weg zu gehen hätte. Weißt du, was das heißt? Er wird eines Tages ein Messer im Bauch haben, wenn Saguaro ihn allein erwischt.«

»Ja«, sagt Trevor Joslyn bitter. »Aber Saguaro eine Kugel im Kopf. Woher ist dieser Halunke Charlie gekommen?«

»Das fragst du dich am besten selbst. Er hat es niemandem gesagt und wird es auch dir kaum sagen!«

Joslyn biegt auf der Straße scharf nach rechts um und nähert sich dem Haus des Doc. Er sieht einige Leute, die ihn wie einen guten alten Bekannten begrüßen, der nach vier Jahren wieder in dieser Stadt ist. Er grüßt zurück, lächelt hier und da und beantwortet auch einige Zurufe.

San Antonio ist eine friedliche Stadt, in der nichts mehr verrät, dass erst vor kurzer Zeit eine Schießerei stattgefunden hat. Reiter kommen und gehen, Männer und Frauen spazieren auf dem Gehsteig entlang. Einen Augenblick streift Joslyns Blick die Fandango-Hall, und die Erinnerung ist wieder da.

Vielleicht wird er sie hier irgendwo treffen, vielleicht kommt sie im nächsten Augenblick aus der Tür dort drüben, an der noch ihre Initialen in vergoldeten Buchstaben stehen.

Sie heißt Mary Anne und ist einmal seine ganze Liebe und Hoffnung gewesen. Mary Anne Wheeler. Es war vor vier Jahren. Heute heißt sie Mary Anne Sherburn und ist die Frau des größten Mannes in dieser Gegend.

Vielleicht spricht sie manchmal im Traum, wenn sie neben Adam Sherburn liegt und schläft. Vielleicht redet sie dann das, was sie in den Nächten gesprochen hat, die sie mit Trevor Joslyn einmal verbrachte. Dann wird Adam vielleicht wissen, dass er zwar eine um vierzehn Jahre jüngere Frau bekommen hat, aber diese Frau ihn nur wegen seines unheimlichen Geldhaufens und wegen sonst nichts genommen hat.

Dann hält er vor dem Haus des Doc, sieht im Absitzen, dass die Leute ihn alle beobachten und stehen geblieben sind und betrachtet kurz den Wagen und die beiden Pferde vor dem Haus.

Narrheit, denkt er eine Sekunde, Narrheit, sie noch in die Stadt zu schicken, damit sie den Rest an Verpflegung holen. Sicher liegt alles auf dem Wagen.

Er blickt in den Wagen und nickt. Sie haben also alles besorgt. Und Eddy Swartz hat eine Kugel erwischt. Idiotischer Eddy, immer zu gerade und immer zu schnell beleidigt. Musst ruhiger werden, Junge. Brate deinem Gegner eins, wenn er denkt, dass du schon wieder friedlich geworden bist. Man muss immer eine Idee klüger sein wollen, Eddy.

Mit diesem Gedanken geht er auf die Tür zu und stößt sie auf. Und dann hört er auch schon deutlich durch die Tür vom letzten Zimmer jemanden sagen: »Mein Himmel, Trevor kommt, jetzt bekommst du etwas, Eddy!«

»Er hätte es auch getan und . Verdammt, Doc, muss das so fest sein?«

Trevor Joslyn macht einfach die Tür zum Behandlungszimmer auf und tritt ein. Er macht die Tür mit einer nachlässigen Bewegung zu, blickt die drei Männer an, die vor...

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