Einst herrschten Elfen

Roman
 
 
Heyne Verlag
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 19. Oktober 2011
  • |
  • 560 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-641-07118-9 (ISBN)
 
Ein Fantasy-Epos wie J. R. R. Tolkiens Der Herr der Ringe

Ein schrecklicher Bürgerkrieg droht das Volk der Elfen endgültig zu vernichten, nachdem bereits der Kampf gegen die dämonischen Feinde die Elfen beinahe aufgerieben hat. Einzig Takaar, der einst so ruhmreiche Krieger, könnte die Elfen wieder vereinen, doch seit der letzten schmachvollen Schlacht lebt er im Exil. Das Schicksal der Elfen scheint besiegelt - bis der junge Auum aufbricht, um den vertriebenen Helden zur wichtigsten Schlacht seines Lebens zu rufen...

  • Deutsch
  • München
  • |
  • Deutschland
Heyne
  • 0,70 MB
978-3-641-07118-9 (9783641071189)
3641071186 (3641071186)
weitere Ausgaben werden ermittelt
ZWEIUNDZWANZIG (S. 209-210)

Die Schande des Feiglings erkennst du in den Augen der Unschuldigen, die er ihrem Schicksal überlässt.

Machdem man die letzten Flüchtlinge von Hausolis hier untergebracht hatte, war das Übergangslager neun Jahre lang in Vergessenheit geraten. Neun Jahre waren eine lange Zeit im Regenwald. Beeth hatte hart gearbeitet. Die Pflanzen waren gewuchert, nur das Blätterdach war noch dünn. Jenseits des Ultan konnte man das Lager nach einer Stunde Marsch in südlicher Richtung erreichen. Es war auf einer natürlichen Lichtung eingerichtet und erweitert worden, um Platz für zwölf lange Schlafsäle zu bieten, die aus Lehm, Balken und Stroh erbaut waren. Ein großer überdachter Platz diente als Speisesaal oder Treffpunkt und bot Schutz vor dem Regen.

Die Latrinen und Bäder waren an den rückwärtigen Enden direkt in den Schlafsälen untergebracht. Zeitweise hatten hier über tausendfünfhundert Elfen gelebt. Katyett kam nun mit mehr als der doppelten Anzahl und stellte fest, dass das Lager in viel schlechterem Zustand war, als der Späher es ihr mitgeteilt hatte. Auf den ersten Blick war zu erkennen, dass bei vier Schlafsälen die Dächer eingestürzt waren. Der zentrale Platz war unsicher, weil Efeu, Ranken, Flechten und Schimmel auf das Dach drückten. In dem brusthohen Gras und dem Unterholz tummelten sich vermutlich alle Raubtiere, die der Wald zu bieten hatte. Abgesehen von einem Gewaltmarsch nach Taanepol war dies jedoch das Beste, was sie überhaupt finden konnten.

Da die Ynissul Zivilisten waren und nur langsam vorankamen, hätte der Marsch ohnehin mindestens sechs Tage gedauert, und sie hätten viele unterwegs verloren. Hier im Lager war es vorübergehend gefährlich, aber sie würden es wenigstens überstehen. Katyett betrachtete die Marschkolonne und schloss entmutigt die Augen, als sie sah, wie viele es waren. Sie schickte TaiGethen ins Lager, die das Gras niedertrampeln und die Tiere verscheuchen sollten, ehe sie die Geretteten hineinführte und ihnen ihre Plätze zuwies.

Einige TaiGethen überwachten alles, während die anderen die Gebäude untersuchten, um herauszufinden, wo sie die Zivilisten unterbringen konnten. Olmaat wurde bei den Flüchtlingen abgesetzt. Einige Ynissul-iads kamen sofort mit Tüchern und Salben, die sie wer weiß wo aufgetrieben hatten. Katyett bemerkte, dass er lächelte, und das Lächeln erfasste zum ersten Mal, seit er mit Jarinn und Lorius den Gardaryn verlassen hatte, auch die Augen. »Graf, Merrat, Pakiir, Faleen.«

Die vier TaiGethen liefen sofort zu ihr. »Wir müssen uns beeilen. Wir haben Glück, weil der Regen noch ein oder zwei Stunden ausbleiben wird, er dürfte erst nach Sonnenaufgang einsetzen. Ihr müsst jede iad und jeden ula finden, die helfen wollen, und sie einteilen. Jeder freie Tai übernimmt eine Gruppe. Mit frei meine ich jeden, der nicht damit beschäftigt ist, die anderen zu beschützen. Ich brauche Arbeitstrupps, die die Pflanzen aus den brauchbaren Schlafsälen reißen, und, wenn ihr mutig seid, auch vom Dach des Hauptraums. Sobald der Hauptbau sicher ist, können dort eine Menge Leute unterkommen. Die anderen sammeln Nahrung.

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