Galizien als Archiv

Reisen im postgalizischen Raum in der Gegenwartsliteratur
 
 
Wiener Galizien-Studien (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 15. Februar 2021
  • |
  • 327 Seiten
 
E-Book | PDF mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-8470-1122-4 (ISBN)
 

Wie reist man heute in historische Räume wie Galizien und vor allem wozu? Dies beantwortet der vorliegende Band, welcher zeitgenössische Repräsentationen von Galizien in polnischen und deutschsprachigen literarischen und publizistischen Reisetexten analysiert. Magdalena Baran-Szoltys beleuchtet Funktionsweisen von Reisen in historische und geographische Räume und entwickelt daran anschließend die These von Galizien als einem Archiv, in welchem gewisse Themen, Mythen und materielle Relikte aufbewahrt werden. Dabei sichtet sie drei Archivarten: historisch-literarisches, familiäres und idiosynkratisches Archiv. Das entworfene Modell zur Untersuchung solcher Reisen liefert erhellende Erkenntnisse und ist für vergleichbar gelagerte europäische Räume wie Siebenbürgen oder die Bukowina anwendbar.

How do people travel to historical spaces like Galicia today and, above all, what for? This book offers answers to those questions by analysing contemporary representations of Galicia in Polish and German-language literary texts and journalistic travel accounts. Magdalena Baran-Szoltys sheds light on the role of travels to historical spaces and then develops the thesis of Galicia as an archive/archival space in which certain themes, myths, material relics etc. are stored. She determines three types of archives: historical-literary, idiosyncratic and family. The model designed for the study of such journeys provides revealing insights and can be applied to other spaces in Europe with similar characteristics, e.g. Bukovina.

1. Auflage
  • Deutsch
  • Gottingen
  • |
  • Deutschland
V&R unipress
mit 14 Abbildungen
  • 8,69 MB
978-3-8470-1122-4 (9783847011224)
weitere Ausgaben werden ermittelt
Dr. Magdalena Baran-Szoltys ist Literatur- und Kulturwissenschaftlerin. Sie forscht am Research Center for the History of Transformations (RECET) der Universität Wien zu Reisen, Ungleichheits- und Transformationsnarrativen, der Beziehung zwischen Literatur und Politik sowie Ostmitteleuropa.
  • Intro
  • Title Page
  • Copyright
  • Table of Contents
  • Body
  • Vorwort von Alois Woldan
  • 1 Einleitung
  • 1.1 Galizien und sein transnationales Nachleben
  • 1.2 Konzept: Galizien als Archiv
  • 1.2.1 Fragen und Ziele
  • 1.2.2 These
  • 1.2.3 Untersuchungsmaterial
  • 1.2.4 Aufbau
  • 1.3 Gattung: Reisen
  • 1.3.1 Zur Definition des Gattungsbegriffs
  • 1.3.2 Funktionen der Reisen
  • 1.3.3 Wieso Reisen nach Galizien?
  • 1.4 Forschungsstand
  • 2 Galizien als Archivraum
  • 2.1 Archiv Galizien: Ein Denkmodell für Reisen in historische Räume
  • 2.2 Archivmaterialien
  • 2.3 Archiv als Gedächtnismetapher
  • 2.4 Reisen als Verbindung von Zeit und Raum
  • 3 Historisch-literarisches Archiv
  • 3.1 Deutschsprachige Reiseliteratur
  • 3.1.1 Die 1990er: Die verschwundene Welt und das jüdische Erbe
  • 3.1.1.1 Verena Dohrns Grenzlandschaften des alten Europa
  • 3.1.1.2 Kaspar Schnetzlers galizische Sehnsucht
  • 3.1.2 Die 2000er: Die postgalizische und -sowjetische Realität
  • 3.1.2.1 Publizistische Populärreisen
  • 3.1.2.2 Schlesisch-galizische Vertreibungsgeschichten nach Roswitha Schieb
  • 3.1.3 Die 2010er: Transparentes Palimpsestieren eines Landes im Krieg
  • 3.1.4 Fazit
  • 3.1.4.1 Wie wird Galizien rekonstruiert?
  • 3.1.4.2 Kanon: Was ist?
  • 3.1.4.3 Kanon: Was wäre wenn.?
  • 3.2 Polnische Literatur
  • 3.2.1 Galizien und die Kresy
  • 3.2.2 Katarzyna Weglicka: Plaudereien über die Kresy
  • 3.2.3 Anna Stronska: Polnisch-ukrainische Beziehungen
  • 3.2.3.1 Zur Autorin Anna Stronska
  • 3.2.3.2 Stronskas Galizien
  • 3.2.3.3 Ostgalizien der 1990er Jahre
  • 3.2.4 Fazit
  • 3.3 Conclusio
  • 4 Familiäres Archiv
  • 4.1 Die dritte Generation: Tomasz Rózycki und Sabrina Janesch
  • 4.2 Galizisch-schlesisches Familienarchiv
  • 4.2.1 Beglaubigungsstrategien: Materielles und immaterielles Archiv
  • 4.2.2 Die Lücke im Archiv
  • 4.3 Heimat übersetzen: Galizien und Schlesien
  • 4.4 Erzählte Traumata: Die Reise an das Ende des Mythos
  • 4.4.1 Der magische Realismus der Sabrina Janesch
  • 4.4.2 Die ironische Nostalgie des Tomasz Rózycki
  • 4.5 Flucht verkehrt: Zur familiären Mnemotechnik
  • 4.5.1 Janeschs Umkehr von Zeit und Raum
  • 4.5.2 Rózyckis verkehrte Zeitreise
  • 5 Idiosynkratisches Archiv
  • 5.1 Andrzej Stasiuks poetische Reisen
  • 5.1.1 Galizien als Imaginationsraum
  • 5.1.1.1 Kultureller Gedächtnisraum: Historisch-literarisches Archiv
  • 5.1.1.2 Individueller Erinnerungsraum: Individuelles Archiv
  • 5.1.1.3 Verbindungsglieder
  • 5.1.2 Fazit
  • 5.2 Ziemowit Szczereks Hardcore Reisen
  • 5.2.1 Gonzo als Strategie der Identitätsverhandlung zwischen Ost und West
  • 5.2.1.1 Gonzo: Erzählen über das Erzählen
  • 5.2.1.2 Orientalismus: Kategorisierung und Illusionsbruch
  • 5.2.1.3 Postkolonialismus: Die verschleierte Selbstidentifikation
  • 5.2.2 Halycyna als alternative Geschichte und Parodie Polens
  • 5.2.2.1 Halycyna als Teil der Westukraine
  • 5.2.2.2 Ukraine als Teil Polens
  • 5.2.2.3 "Die klassische Tour de Schulz"
  • 5.2.3 Fazit
  • 5.3 Conclusio
  • 6 Abschließende Bemerkungen
  • Literaturverzeichnis
  • Editorische Notiz
  • Danksagung
  • Personenregister
  • Sachregister
  • Ortsregister

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