Immer eine Herausforderung nach der anderen

 
 
BookRix (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 2. Juni 2020
  • |
  • 239 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-7487-4411-5 (ISBN)
 
Verdammte Leukämie! Vincents Blutkrebs ist zurückgekehrt und er benötigt dringend eine Stammzellentransplantation. Wie gut, dass sein Bruder Frank als Spender bereitsteht. Vincents Arzt drängt zur Eile, denn ein Virus breitet sich aus Asien über den Erdball aus. Erwischt es ihn während seiner Behandlung, ist sein Tod nahezu sicher. Auch mit Orlandos Gesundheit steht es gerade nicht zum Besten. Die Herausforderungen, mit denen er konfrontiert wird, nehmen zu, nicht ab. Hält er dem Druck stand? Langsam arrangiert sich Marius mit seiner Vergangenheit als Soldat. Seine noch in ihm schlummernden Fähigkeiten aus dieser Zeit sind praktisch, wenn es darum geht, eine Person aus Orlandos Vergangenheit einzuschüchtern, die das mehr als verdient hat. Oder ist sie doch unschuldig? Zuhause ist es am schönsten, findet Marina, und verärgert lieber ihre Model-Agentur, als Vincent, ihre Kinder und Gefährten in Gefahr zu bringen. Mit Arbeit lenkt sich Marc von dem Umstand ab, dass er Vincent nicht im Krankenhaus besuchen darf. Unbedingt möchte er den neuen Fernsehsender zum Erfolg führen. Seine Konzepte sind ungewöhnlich und er erträgt den Spott. Denn wer zuletzt lacht, lacht am besten. Die Gefährten Vincent, Marc, Marina, Orlando und Marius halten auch in schweren Zeiten fest zusammen, und wenn einer strauchelt, fangen ihn die anderen auf. Die Popstar-Reihe: Der Popstar und sein Anwalt Wir halten dich, Bruder! Peter und Rebecca - Es ist unser Weg! Marina - Überraschungsgeschenk des Schicksals Orlandos Herz - Teil 1 Orlandos Herz - Teil 2 (oder: Orlandos Herz - Gesamtausgabe) Sinnliche Hochzeit in der Kunstgalerie Immer eine Herausforderung nach der anderen
  • Deutsch
  • 0,99 MB
978-3-7487-4411-5 (9783748744115)

Eins


Durch die Gablestone-Villa flossen die Klänge von Marcs Klavierspiel. Bei dem kleinen Privatkonzert für einige Hausgäste im Musikzimmer interpretierte er das im Original recht schwungvolle Stück in einer anderen, gedämpften Tonart. Orlando, der in Vincents Büro am offenen Fenster stand, hörte Melancholie heraus, die sich mit jeder gespielten Note mehr und mehr auf ihn übertrug und eine Gänsehaut auf seinen Armen auslöste. Unzufrieden mit sich selbst und der unwillkommenen emotionalen Reaktion auf die Musik, ballte er die Hände zu Fäusten.

Im Pool, den Orlando von seiner Position aus gut im Blick hatte, plantschte eine Gruppe Kinder unter den wachsamen Augen ihrer Eltern. Bewusst konzentrierte sich Orlando auf die hellen und fröhlichen Kinderstimmen, in der Hoffnung, dass ihre gute Laune auf ihn abfärbte. Er winkte zurück, als Marina freudestrahlend zu ihm hochschaute und auf die muntere Wasserratte Ramon zeigte. Der Kleine schoss mit Schwimmflügeln praktisch durch das Wasser.

"Früh übt sich, wer später ein Navy SEAL werden möchte", rief sie Orlando zu, der höflich lächelte. Die Vorstellung, dass sein aufgeweckter Sohn eines Tages eine Militärkarriere in Betracht zog, behagte ihm überhaupt nicht. Gerade er, der selbst als SEAL gedient hatte, wusste, welche Opfer man dafür brachte. Orlando schloss das Fenster und schüttelte das Unbehagen endgültig ab. Er hatte keine Zeit für Grübeleien und Stimmungstiefs, denn sie beherbergten immer noch viele Gäste der gestrigen Hochzeit von Mario und Kyle, die den Luxus ihrer Unterkünfte ein wenig länger auskosteten. Das Bedürfnis, auf alles ein Auge zu behalten, saß tief. Seine persönlichen Befindlichkeiten stellte er also bis zum Abreisetag des letzten Besuchers zurück.

Fühlte Marc sich traurig, suchte er oft Trost in der Musik. Der arme Kerl musste wie sie alle erst einmal verdauen, was Vincent ihm und allen anderen Gefährten in der Nacht zuvor eröffnet hatte. Vincent hatte einen Rückfall erlitten und er würde sich wegen seiner Leukämie so schnell wie möglich einer Stammzellentransplantation unterziehen. Wenigstens gab es in der Familie einen passenden Spender - eine Sorge weniger.

Vincent hatte Orlando nach dem Frühstück in sein Arbeitszimmer gebeten, um etwas Finanzielles mit ihm zu besprechen.

Was auch immer er auf dem Herzen hatte, bereitete ihm kein Unbehagen, denn Vincent saß mit geschlossenen Augen auf der Couch und sein Kopf lag entspannt auf der Rückenlehne. Ob ihn die lange, intensive Nacht mit sexuellen Genüssen so müde und zerknittert aussehen ließ, seine Krankheit oder beides, überlegte Orlando. Trotz der sichtlichen Erschöpfung umgab Vincent eine zufriedene Aura - als hätte er in der Nacht einen Sieg errungen, was vielleicht tatsächlich stimmte.

Vor einigen Stunden hatte Orlando Vincent und den ehemaligen russischen Mafiaboss Dimitri im erotischen Clinch überrascht. Dimitri hielt niemals hin. Er galt als Top durch und durch - als kompromissloser Alpha. Deshalb hatte sich Orlando eilig zurückgezogen, als er erkannte, um welchen Preis die beiden Männer rangen. Natürlich plagte ihn jetzt die Neugier und so rutschte ihm die Frage heraus: "Wer hat gewonnen?"

"Hm?" Vincent bewegte den Kopf in Orlandos Richtung und öffnete die Augen kurz einen Spalt.

"Du oder Dima?"

In Vincents Mundwinkeln zuckte es amüsiert, aber er behielt das Ergebnis seines Ringkampfs mit Dimitri für sich. "War ja deine Entscheidung, nicht wiederzukommen."

"Meine Anwesenheit hätte wahrscheinlich Dimas Optionen eingeengt und er hätte sich weniger ... freigiebig ... verhalten."

"Möglich ."

Orlando setzte sich zu Vincent und bettete seinen Kopf ebenfalls auf die Lehne. Sein linker Arm kribbelte und er ballte die Finger immer wieder zur Faust, um den Blutfluss anzuregen. "Wann wolltest du uns das mit deinen Blutwerten sagen, Vince?"

"Nach der Feier?"

"Was passiert nun?"

"Ich habe noch etwas Zeit. Es wird viele Untersuchungen geben. Ich bekomme die Stammzellen aus dem Blut von Frank."

"Was ist mit dem Nabelschnurblut von Violetta und Lionel, das wir extra für dich haben einfrieren lassen?"

"Die Ärzte werden es in Reserve behalten. Franks HLA-Werte passen besser zu meinen."

"Hast du schon mit ihm gesprochen? Er trank auf der Hochzeit erstaunlich wenig."

"Ja, er weiß es bereits."

"Worüber möchtest du eigentlich mit mir reden?"

"Jemand muss sich in meiner Abwesenheit um die Finanzen kümmern. Bitte übernimm du das als mein Generalbevollmächtigter." Vincent legte seine Hand auf Orlandos Oberschenkel und drückte ermutigend zu.

"Aber dein Bruder Frank ist Buchhalter und versteht davon mehr als ich", wandte Orlando ein.

"Weißt du, weshalb ich dir die Generalvollmacht erteilt habe und nicht meinem Bruder Frank?"

"Nicht in allen Einzelheiten."

"Du bist mein Lover und ich liebe dich, Orlando. Wenn ich mein Vermögen nicht dir anvertrauen kann, wem denn dann? Dir ist Geld nicht sonderlich wichtig, nicht auf eine Weise, wie es gierigen Betrügern und Hochstaplern wichtig ist. Außerdem warst du der Generalbevollmächtigte von Dimitri, als er sich wegen seiner Lungenkrankheit dieser schweren Behandlung in der Schweiz unterzogen hat. Dessen Vertrauen hast du auch nicht missbraucht."

"Das weißt du nicht. Vielleicht habe ich die Hälfte seines Vermögens auf den Malediven gebunkert."

"Wenn du das getan hättest, dann wärst du jetzt tot. Dimitri ist kein Mann, der sich so etwas bieten lassen würde."

"Dimitri ist also sozusagen mein Leumundszeuge?" Orlando lachte leise.

"Weshalb solltest du einen Mann um sein Vermögen betrügen wollen, für den du aus Liebe wirklich alles tust, Orlando?"

"Was meinst du damit?", fragte dieser. Sein Gesicht zeigte keine verräterische Regung. Er wartete gespannt, was Vincent sich zusammenreimte.

"Wenn man sich schlaflos durch die Nächte quält, hat man sehr viel Zeit zum Nachdenken. Jemand hat den Mann erschossen, der einen Wurfstern auf mich geworfen hat, und du bist Scharfschütze gewesen, ma panthère."

"In den Zeitungen stand, es war ein Querschläger."

"Du und Mike wart damals in Vegas."

Orlando zuckte leichthin mit den Schultern. "Zufall."

"Mag sein, mag nicht sein. Lass uns das Thema wechseln!" Vincent griff nach Orlandos Hand und küsste sie, als wolle er ihm etwas signalisieren, vielleicht seinen Dank, dass Orlando ein Problem für ihn aus der Welt geschafft hatte. Oder er stellte mit dieser Geste klar, dass er Orlando mit allen hellen und dunklen Seiten seiner Seele akzeptierte. Seine stillen Überlegungen dazu wurden jäh fortgewischt, als ihn ein heftiger Kopfschmerz regelrecht ansprang und er ein Taubheitsgefühl im linken Fuß spürte. "Scheiße, nicht ausgerechnet jetzt", fluchte er und atmete mehrmals tief durch. Er wusste, dass er mit seinem langjährigen Herzklappenfehler ein gesteigertes Schlaganfallrisiko hatte. Sein Kardiologe hatte ihn damals ausführlich über die entsprechenden Warnsignale aufgeklärt.

'Nicht jetzt!', dachte er, wütend auf sich selbst. 'Funktioniere!', befahl er seinem Körper mit zusammengebissenen Zähnen in Gedanken.

Alarmiert setzte sich Vincent auf. "Was ist los?"

Als hätte Orlandos Körper den Befehl vernommen und schleunigst umgesetzt, ebbten die Kopfschmerzen ab und das Taubheitsgefühl im Fuß wich.

"Nichts", antwortete Orlando und lächelte Vincent beruhigend an, der seine Hand auf Orlandos Wange legte. "Du siehst aus, als hättest du gerade ein Gespenst gehen."

Orlando schmunzelte. "Ich habe keine Angst vor denen."

"Irgendetwas hat dich aber erschreckt", beharrte Vincent und reichte ihm eines der Wassergläser, das auf dem Beistelltisch stand. Orlando trank es durstig aus.

"Wahrscheinlich bin ich lediglich übermüdet. Es war eine lange Nacht."

"Dagegen gibt es Abhilfe." Vincent erhob sich und streckte Orlando die Hand hin, der sie ergriff und ebenfalls aufstand, neugierig, was Vincent plante. Entschlossenen Schrittes führte Vincent Orlando über den Flur in sein Schlafzimmer, wo gerade eine der treuen Haushaltshilfen, die ihren persönlichen Bereich betreten durften, die Tagesdecke über dem Bett glattstrich.

"Sofia! Bitte nehmen Sie die Tagesdecke wieder ab."

"Si, Mr. Gable!" Ohne mit der Wimper zu zucken, tat sie, wie ihr geheißen. "Ich sauge dann später. Angenehme Erholung!" Zügig griff sie ihren Staubsauger und schloss die Tür hinter sich.

"Was hast du vor?", fragte Orlando und lächelte verführerisch.

"Nicht immer geht es um Sex, Lando. Beide sind...

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