Ein Millionär und Verführer

 
 
HarperCollins Germany (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 15. Februar 2011
  • |
  • 144 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Adobe DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-86349-673-9 (ISBN)
 
Wieso muss ausgerechnet er so sexy aussehen? Calista ist wie elektrisiert. Eigentlich wollte sie sich mit diesem Leonardo Medici, der zu den Reichen und Mächtigen des Landes gehört, zu einem unverfänglichen Gespräch treffen. Denn er ist der Sohn des Mannes, der ihren Vater ruiniert hat! Aber . Jetzt hat sie sich schon von seinem erotischen Lächeln aus dem Konzept bringen lassen, muss mit allen Mitteln verhindern, dass sie sich in den Feind verliebt . Immer wieder sagt Calista sich das, ehe sie sich von ihm zu einem romantischen Dinner einladen lässt .
  • Deutsch
  • Hamburg
  • 0,31 MB
978-3-86349-673-9 (9783863496739)
3863496736 (3863496736)

2. KAPITEL

Wenig später stiegen sie vor einem exklusiven Appartementhaus aus dem Wagen und fuhren mit dem Aufzug ins Penthouse. An der Tür wurden sie von einer Hausangestellten begrüßt. "Guten Abend, Mr. Grant. Kann ich Ihnen etwas bringen?"

"Hätten Sie gern noch ein Glas Wein?", fragte Leo Calista. "Oder vielleicht doch lieber einen Margarita?"

Sie warf ihm einen Seitenblick zu. "Einfach nur Wasser, bitte."

"Dann Wasser für uns beide, Brenda. Danke."

"Es ist schön hier", sagte Calista bewundernd, während sie sich in dem elegant eingerichteten Flur umsah.

"Ich wohne hier, wenn ich in der City arbeite", erwiderte Leo schulterzuckend. "Es erfüllt seinen Zweck. Mein Hauptwohnsitz ist in der Vorstadt, aber leider schaffe ich es nur selten dorthin."

Sobald Brenda ihnen die Getränke serviert hatte, stürzte Calista das Wasser nervös hinunter.

"Sind Sie aufgebracht wegen Ihrer Reifen?", fragte Leo und musterte sie eingehend.

"Schon, ja", gab sie zu. Sie musste sich eingestehen, dass sie nur aus einem Grund nicht völlig verzweifelt war: weil Leo ihr zur Seite gestanden hatte. Aber genau deshalb musste Calista sich in Acht nehmen. Es war viel zu verlockend, diesem starken, entschlossenen Mann nachzugeben. Sie durfte jedoch nicht von ihrem Plan abweichen. "Ich würde gern schon zu Bett gehen. Immerhin muss ich morgen früh aufstehen. Wo ist das Gästezimmer?"

"Du kannst es dir aussuchen", erwiderte er leise und zog sie an sich. Seine Stimme klang so verheißungsvoll und sinnlich, dass Calista kaum widerstehen konnte. "Entweder du nimmst das Gästezimmer oder die andere Hälfte meines Bettes."

Die Verlockung war groß, doch es gelang Calista, den Impuls zu unterdrücken. "Ich bezweifle, dass ich in deinem Bett viel Schlaf bekommen würde", flüsterte sie. "Und schlafen muss ich."

Er umfasste ihr Gesicht mit seinen warmen, großen Händen. "Wie du meinst." Dann beugte er sich zu ihr und küsste sie erneut.

Einen Augenblick lang hing ihr Parfüm noch in der Luft, dann war auch ihr feiner Duft verschwunden. Mit einem leisen Klicken fiel die Tür des Gästezimmers am anderen Ende des Flurs hinter ihr zu. Leo atmete tief durch, spürte dem Geschmack ihrer Lippen auf den seinen nach. Er wollte mehr, konnte sich nicht erinnern, wann er eine Frau zuletzt so sehr begehrt hatte oder ob er jemals einer Frau so schnell verfallen war. Er wollte sie in seinem Bett. Heute Nacht.

Calista war seine fleischgewordene Traumfrau. Sie hatte Klasse, war gebildet und schön. Nur eine Frau wie sie könnte ihn von seinen Sünden befreien. Zudem würde sie ihm Tür und Tor zu allen gehobenen sozialen Schichten öffnen. Calista war nicht nur eine Nummer fürs Bett: Sie war eine Unternehmensinvestition.

Ja, sie war genau das, was er sein Leben lang gesucht hatte. Erst würde er sie verführen, dann würde er dafür sorgen, dass sie an seiner Seite blieb und in den Augen der Öffentlichkeit einen ehrbaren Mann aus ihm machte. Und vielleicht würde sie früher oder später dafür sorgen, dass auch er wieder in den Spiegel sehen konnte, ohne sich zu schämen.

Der Hubschrauber flog einen weiten Bogen über Ostpennsylvania, dann senkte er sich über einem Landeplatz direkt neben dem See. Ein Mann hastete auf den Helikopter zu und holte das Gepäck ab, dann sprang Leo heraus und half Calista auf den Boden. Nur Minuten später fuhren sie in einer Limousine auf eine dreistöckige Luxusvilla zu, die sich direkt am See befand. "Nicht schlecht, um ein Weilchen auszuspannen, findest du nicht?", fragte Leo, während sie das Haus betraten.

"Oder ein Leben lang." Calista seufzte und ließ den Blick über den schimmernden Parkettboden und die erlesene Einrichtung gleiten. Schlecht schien es dem Betrüger ja nicht gerade ergangen zu sein.

Leo ergriff ihre Hand und führte Calista ins Wohnzimmer, wo ein großes Panoramafenster den Blick auf den leuchtend blauen See freigab. Gemeinsam beobachteten sie das Farbspiel des Sonnenuntergangs. "Es ist wunderschön hier", murmelte sie. "Wie schaffst du es nur, dich von hier loszureißen? Ich bin gerade mal zehn Minuten hier und würde am liebsten nie wieder fortgehen."

"Ich werde rastlos, wenn ich zu lange an einem Ort bleibe", erklärte Leo. "Und dann ist da natürlich auch noch meine Arbeit, die ihren Tribut fordert." Er warf ihr ein Lächeln zu. "Aber lass uns nicht von der Arbeit sprechen. In zehn Minuten gibt es Abendessen auf der Terrasse. Ich hoffe, du magst Steak und Hummer."

Wie aus dem Nichts tauchte plötzlich eine Hausangestellte hinter ihnen auf. "Denise wird dir dein Zimmer zeigen, während ich ein paar Anrufe erledige", sagte Leo.

Calista folgte Denise in ein wunderschönes Zimmer mit französischem Bett, liebevoll restaurierten antiken Holzmöbeln und einigen Monet-Drucken an den Wänden. Die Atmosphäre in diesem Raum war so beruhigend, dass Calista für einen Augenblick all ihre Sorgen und Pflichten vergaß. Sie ließ sich auf einen Stuhl vor dem Fenster sinken und gab sich dem friedvollen Anblick des Sees hin.

Doch schon wenige Minuten später wurde die Ruhe durch ein Klopfen an der Tür gestört. Calista erhob sich und öffnete, um von Denise zu erfahren, dass das Dinner serviert war.

Calista bedankte sich, holte eine Strickjacke aus ihrer Tasche und folgte der Hausangestellten auf die Terrasse. Frieden war eine Illusion. Sie war hier, weil sie einen Plan verfolgte, von dem sie nicht abweichen durfte.

Die Nacht war klar, und Tausende von Sternen spiegelten sich in der glatten Oberfläche des Sees. Calista verschlug es den Atem. "Wie schön", murmelte sie.

"Ja, das ist es", erwiderte Denise. "Mr. Grant wird gleich kommen."

Calista setzte sich an den Tisch, neben dem ein Außenheizer stand, der wohlige Wärme verbreitete. Dann schloss sie die Augen und lauschte dem leisen Plätschern der Wellen. Schöner konnte das Leben kaum sein.

"Wie ich sehe, fühlst du dich wohl", riss Leos Stimme sie aus den Träumereien.

"Wie könnte ich mich nicht wohlfühlen?" Sie seufzte.

"Schön, dass es dir gefällt."

"Du kannst dir nicht vorstellen, wie lange es her ist, dass ich einen so klaren Sternenhimmel gesehen habe", erwiderte sie schwärmerisch.

"Vielleicht sollte ich mir ein Teleskop zulegen, damit du mir zeigen kannst, was es dort oben alles zu sehen gibt."

In diesem Augenblick erschien einer seiner Angestellten, um das Dinner zu servieren. "Mir läuft schon bei dem bloßen Anblick das Wasser im Mund zusammen", sagte Calista.

"Dann weißt du ja, wie es mir geht, wenn ich dich ansehe", erwiderte Leo leise.

Nervös biss sie sich auf die Unterlippe und blickte auf ihren Teller. "Warum hast du das Haus hier überhaupt gebaut, wenn du es niemals lange hier aushältst?", erkundigte sie sich, teils aus Interesse, teils um das Thema zu wechseln.

"Die Gegend hier hat mich magisch angezogen. Schätze, ich vermisse das Wasser. Das Meer, um genauer zu sein", erwiderte er nachdenklich.

"Wie kannst du das Meer vermissen? Hast du nicht immer schon in Philadelphia gelebt?"

Leo hielt inne, dann antwortete er zögerlich: "Nein. Ich habe vage Erinnerungen daran, dass ich als kleiner Junge häufig am Meer gewesen bin. Manchmal kommt mir all das vor wie ein Traum, aber ich bin sicher, dass ein Kern Wahrheit dahintersteckt. Besser kann ich es nicht erklären."

Stirnrunzelnd probierte Calista von ihrem Hummer. "Ich dachte, du hattest keine Kindheit?!"

"Richtig", antwortete Leo abweisend. "Ich habe auch keine richtige Erklärung dafür." Er senkte den Blick und aß einen Bissen von seinem Steak.

Calista spürte, dass er das Thema nicht weiter vertiefen wollte. Gerne hätte sie mehr darüber erfahren, doch sie unterdrückte ihre Neugierde. Ihren Plan zu verfolgen hatte Priorität. "Danke für die Einladung, Leo. Nach der aufregenden Kleiderjagd heute ist das der perfekte Ausklang."

Lächelnd fragte er: "Wie ist es denn gelaufen?"

"Eigentlich ganz gut. Meine Schwestern sind wie Tag und Nacht. Tami ist manchmal eine echte Herausforderung, aber heute hat sie sich benommen."

"Wie oft siehst du die beiden?"

"Fast jede Woche. Um ehrlich zu sein, sind die Zwillinge das Wichtigste in meinem Leben."

Er beugte sich über den Tisch und legte seine Hand auf ihre. "Bist du deswegen nicht verheiratet?"

"Das ist ein kompliziertes Thema. Vermutlich habe ich einfach noch nicht den Richtigen gefunden."

"Beschreib ihn mir, den Richtigen", forderte er sie auf. "Wie soll er sein? So wie du? Teure Ausbildung, nur die besten Schulen, eine alte, wohlhabende Familie?"

"Nein", erwiderte sie lachend. "Er hat ein gutes Herz, ist nicht auf den Kopf gefallen und liebt mich über alles."

"Klingt nicht sonderlich kompliziert."

"Das sagst du so einfach", antwortete sie augenzwinkernd. "Und wie sieht es bei dir aus? Was für Eigenschaften hat die Frau, die du heiraten würdest?"

"Sie hat Klasse, jedenfalls mehr als ich. Und Schönheit kann auch nicht schaden. Aber vor...

Dateiformat: EPUB
Kopierschutz: Adobe-DRM (Digital Rights Management)

Systemvoraussetzungen:

Computer (Windows; MacOS X; Linux): Installieren Sie bereits vor dem Download die kostenlose Software Adobe Digital Editions (siehe E-Book Hilfe).

Tablet/Smartphone (Android; iOS): Installieren Sie bereits vor dem Download die kostenlose App Adobe Digital Editions (siehe E-Book Hilfe).

E-Book-Reader: Bookeen, Kobo, Pocketbook, Sony, Tolino u.v.a.m. (nicht Kindle)

Das Dateiformat EPUB ist sehr gut für Romane und Sachbücher geeignet - also für "fließenden" Text ohne komplexes Layout. Bei E-Readern oder Smartphones passt sich der Zeilen- und Seitenumbruch automatisch den kleinen Displays an. Mit Adobe-DRM wird hier ein "harter" Kopierschutz verwendet. Wenn die notwendigen Voraussetzungen nicht vorliegen, können Sie das E-Book leider nicht öffnen. Daher müssen Sie bereits vor dem Download Ihre Lese-Hardware vorbereiten.

Weitere Informationen finden Sie in unserer E-Book Hilfe.


Download (sofort verfügbar)

2,49 €
inkl. 19% MwSt.
Download / Einzel-Lizenz
ePUB mit Adobe DRM
siehe Systemvoraussetzungen
E-Book bestellen

Unsere Web-Seiten verwenden Cookies. Mit der Nutzung dieser Web-Seiten erklären Sie sich damit einverstanden. Mehr Informationen finden Sie in unserem Datenschutzhinweis. Ok