Bis zum letzten Atemzug

Thriller
 
David Baldacci (Autor)
 
Lübbe (Verlag)
1. Auflage | erschienen am 17. März 2011 | 558 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-8387-0248-3 (ISBN)
 
Was als fröhliche Geburtstagsfeier einer Zwölfjährigen beginnt, endet in einer Katastrophe: Am selben Abend wird das Mädchen entführt. Und die kleine Willa ist nicht irgendein Kind - sie ist die Nichte des Präsidenten. Als die Ermittler Sean King und Michelle Maxwell im Haus der Familie eintreffen, bietet sich ihnen ein Bild des Grauens: Die Mutter der Kleinen liegt mit aufgeschlitzter Kehle auf dem Boden - und offensichtlich haben die Täter der Leiche Blut entnommen. Doch wer hat ein Interesse an diesem Blut, und was hat Willa damit zu tun?
Luebbe Digital Ebook
1. Aufl. 2011.
Rainer Schumacher
Deutsch
0,53 MB
978-3-8387-0248-3 (9783838702483)
3838702484 (3838702484)
weitere Ausgaben werden ermittelt
31. (S. 158-159)

Michelle starrte auf die Leiche ihrer Mutter. Die Autopsie war beendet, und auch wenn noch ein paar Untersuchungsergebnisse ausstanden, war jetzt bereits klar, dass Sally Maxwell keines natürlichen Todes gestorben war. Sie war durch einen Schlag auf den Kopf getötet worden. Michelle hatte mit dem leitenden Gerichtsmediziner gesprochen. Da ihr Bruder Sergeant bei der hiesigen Polizei war, hatte sie Zugang zu Stellen bekommen, die ihr ansonsten verschlossen geblieben wären. Die Familien von Mordopfern erhielten üblicherweise nur offizielle Beileidsbekundungen und ein bisschen Zeit allein mit ihren Toten, aber keine Fakten. Der Grund dafür war so einfach wie beunruhigend: Häufig fanden Morde innerhalb der Familie statt.

Der Pathologe hatte sich knapp ausgedrückt, doch seine Aussage war unmissverständlich gewesen. »Ihre Mutter ist nicht gestürzt und hat sich den Kopf aufgeschlagen. Dafür war die Wunde zu tief. Der glatte Betonboden hätte eine solche Verletzung nicht hervorrufen können, und am Türgriff oder dem Treppengeländer fanden sich keine Spuren. Außerdem hätten die Kanten auch nicht zum Wundprofil gepasst.« »Was genau war das denn für ein Profil?« »Ich sollte eigentlich nicht mit Ihnen darüber reden«, erwiderte der Arzt gereizt. »Bitte. Es geht um meine Mom. Ich bin dankbar für jede Hilfe, die Sie mir geben können.«

Das Flehen schien den Mann zu rühren. »Es war ein ungewöhnliches Profil. Ungefähr zehn Zentimeter lang und einen Zentimeter breit. Müsste ich raten, würde ich auf Metall tippen. Aber es war von der Form her wirklich seltsam.« »Also wurde sie eindeutig umgebracht.« Der Pathologe schaute Michelle durch seine Brille hindurch an. »Ich mache das jetzt schon seit dreißig Jahren, aber ich habe noch niemanden gesehen, der sich selbst durch einen Schlag mit einem stumpfen Gegenstand tötet und die Waffe nach seinem Tod dann so gut versteckt, dass die Polizei sie nicht mehr finden kann.« Anschließend war die Leiche von Michelles Mutter freigegeben und an ein Bestattungsinstitut überstellt worden. Michelle war noch einmal hergekommen, um ihre Mutter zu sehen, bevor sie für die Beerdigung zurechtgemacht wurde.

Eine Decke verhüllte sie bis zum Hals; deshalb war zum Glück der y-förmige Schnitt nicht zu sehen, den der Gerichtsmediziner vorgenommen hatte. Michelles Brüder hatten sie nicht begleiten wollen. Als Polizisten wussten sie, dass eine Leiche nach der Autopsie wie die andere aussah, besonders, wenn der Tod bereits achtundvierzig Stunden zurücklag. Die Phrase »Schönheit geht nicht tiefer als die Haut« war nirgends passender als hier. Nein, Michelles »harte« Brüder wollten warten, bis der Körper künstlich aufgefrischt, geschminkt, elegant gekleidet und in einem Dreitausend-Dollar-Sarg aufgebahrt war. Michelle wollte sich aber nicht so an ihre Mutter erinnern; deshalb war sie hier. Sie musste sehen, welche Gewalt der Frau angetan worden war, die ihr vor über dreißig Jahren das Leben geschenkt hatte.

Michelle war versucht, den Kopf der Toten zu drehen, um sich die Wunde selbst anzusehen, widerstand aber diesem Verlangen. Es wäre despektierlich gewesen. Und wenn der Pathologe die Tatwaffe schon nicht bestimmen konnte, dann konnte Michelle es erst recht nicht. Sie stellte sich die letzten Augenblicke im Leben ihrer Mutter vor. Hatte sie ihren Mörder gesehen? Hatte sie ihn gekannt? Hatte sie gewusst, warum sie ermordet worden war? Hatte sie Schmerzen gelitten?

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