Halte mich, geliebter Retter

 
 
Cora Verlag GmbH & Co. KG
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 12. Juni 2011
  • |
  • 144 Seiten
 
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978-3-86349-182-6 (ISBN)
 
'Niemand wird dir mehr etwas antun!' Als Deputy Ripp McCleod am Unfallort ankommt und Lucita beruhigend in seine Arme nimmt, spürt sie plötzlich keine Angst mehr. Sie weiß: Der starke Texaner ist der Mann, der sie und ihren Sohn beschützen kann! Schnell erzählt sie ihm, dass die Karambolage kein Unglück war, dass ein anderer Wagen sie absichtlich gerammt hat. Nach anfänglichen Zweifeln schenkt Ripp ihr Glauben - und sein Schwur, sie zu beschützen, weckt in Lucita eine süße Sehnsucht, die sie längst verloren glaubte: Die Sehnsucht nach Liebe und Geborgenheit ...
  • Deutsch
  • 0,45 MB
978-3-86349-182-6 (9783863491826)
3863491823 (3863491823)

1. KAPITEL

Das Licht greller Scheinwerfer tauchte im Rückspiegel auf, kam näher und näher heran und blendete immer mehr, bis Lucita Sanchez den dunklen, einsam gelegenen Highway vor sich kaum noch erkennen konnte.

Angst stieg in ihr hoch, und Adrenalin schoss in jede Nervenzelle ihres Körpers. Lucita umklammerte das Lenkrad und trat das Gaspedal durch. Sie hoffte, sich dadurch von dem Verfolger absetzen zu können. Legte der Fahrer es darauf an, sie nervös zu machen? Oder bemerkte er sie nicht?

Mach dir doch nichts vor. Irgendjemand verfolgt dich schon seit Wochen!

Die unterbrochenen weißen Mittelstreifen verschwammen zu einer langen Linie, als sie das Tempo auf neunzig und dann auf fünfundneunzig Meilen erhöhte. Der Fahrer hinter ihr gab nicht auf. Im Gegenteil. Das Fahrzeug rückte ihrer Stoßstange immer näher.

Fieberhaft suchte sie im Geist nach Fluchtwegen. Da spürte sie einen heftigen Stoß von hinten, der ihren Körper nach vorn drückte und ihr das Lenkrad beinahe aus den Händen riss.

Ihr Hintermann rammte ihren Wagen! Versuchte jemand, sie zu töten?

Großer Gott, was sollte sie nur tun? Gab es kein Entkommen? Schon beim gegenwärtigen Tempo war die Unfallgefahr sehr hoch. Durfte sie es wagen, noch schneller zu fahren? Oder sollte sie auf dem Seitenstreifen anhalten und abwarten, wie ihr Angreifer reagierte? Würde er einfach weiterfahren oder stehen bleiben und auf Konfrontationskurs gehen?

Fieberhaft wog sie die Möglichkeiten gegeneinander ab, als plötzlich direkt vor ihr ein großes schwarzes Etwas auf dem Highway auftauchte.

Mit einem Aufschrei trat sie aufs Bremspedal und riss das Lenkrad herum. Das Auto geriet ins Schleudern, drehte sich mehrmals und schoss über den grasbewachsenen Seitenstreifen. Es raste durch einen Zaun und prallte frontal gegen einen Strommast.

Der heftige Aufprall löste den Airbag aus, der Lucita mit solcher Wucht ins Gesicht schlug, dass ihr Kopf gegen das Seitenfenster geschleudert wurde. Sie spürte einen stechenden Schmerz - und dann nichts mehr.

Sie wusste nicht, wie viel Zeit verstrichen war, als ihr Bewusstsein allmählich zurückkehrte. Benommen versuchte sie, sich aufzurichten. Die Luft war aus dem Airbag entwichen, und der Nylonstoff hing schlaff auf dem Lenkrad. Die Windschutzscheibe war gesprungen. Dampf strömte unter der zerknitterten Motorhaube hervor. Unglaublich - die Scheinwerfer waren noch intakt und erhellten einen breiten Streifen Weide, auf der eine Rinderherde graste.

Wo bin ich? Was ist passiert?

Verwirrt strich Lucita sich das hellbraune Haar aus der Stirn und blickte sich um. Hinter ihr, über fünfzig Yards entfernt, lag der Highway dunkel und unheimlich still da. Offensichtlich waren keine Fahrzeuge vorbeigekommen, seit sie an den Strommast geprallt war. Zumindest hatte niemand angehalten, um ihr zu helfen.

Und was war mit dem ominösen Verfolger? Er musste ihren Unfall beobachtet haben. Dass er trotzdem verschwunden war, legte den Verdacht nahe, dass er ihr nach dem Leben trachtete.

Mit zitternden Händen tastete sie am Armaturenbrett nach dem Schalter für die Scheinwerfer und knipste sie aus. Wer immer sie gerammt hatte, kehrte womöglich zurück, und sie wollte ihm ihren genauen Standpunkt keinesfalls preisgeben.

Sobald völlige Finsternis herrschte, merkte sie, dass ihr der Sicherheitsgurt in den Hals schnitt. Sie griff nach der Schnalle, doch es wollte ihr nicht gelingen, den Schnappverschluss zu öffnen. Erst nach mehreren Anläufen konnte sie sich von dem Riemen befreien und atmete erleichtert auf.

Nun musste sie nur noch ihre Handtasche finden, in der sich ihr Handy befand. Falls es durch den Unfall nicht beschädigt worden war, konnte sie innerhalb weniger Minuten auf Hilfe hoffen.

Wie eine Blinde tastete sie mit flacher Hand die Sitze und den Fußraum ab. Schließlich fand sie die Tasche hinter dem Beifahrersitz und holte das Handy heraus.

Im Stillen dankte sie dem Himmel, als das Display aufleuchtete. Hastig tippte sie die Notrufnummer ein, meldete ihren Unfall und gab ihren ungefähren Standort an. Dann legte sie das Handy fort und lehnte sich auf dem Sitz zurück.

Ihre Gedanken überschlugen sich. Was sollte sie nun tun? Aussteigen? Es lag zwar kein Rauch in der Luft, doch möglicherweise lief Benzin aus, und der kleinste Funke konnte es entzünden. Doch rings um das Auto stand kniehoch Gras und Unkraut, und in dieser Gegend von Texas waren Klapperschlangen keine Seltenheit. Wer bei gesundem Verstand war, vermied es möglichst, bei Nacht ohne Licht auch nur durch seinen eigenen Garten zu gehen, geschweige denn durch dichtes Gestrüpp auf offenem Gelände. Da sie nie daran dachte, eine Taschenlampe ins Handschuhfach zu legen, wagte sie nicht, den Wagen zu verlassen.

Zehn Minuten später tauchte ein Pick-up mit blinkenden Lichtern auf dem Dach auf und hielt am Straßenrand. Erleichtert tastete sie nach dem Türgriff. Doch die Tür klemmte.

Hastig beugte Lucita sich über den Sitz und versuchte es auf der Beifahrerseite - ebenso vergeblich. Die Tür bewegte sich nicht einen Millimeter.

Selbst wenn ich gewollt hätte, ich hätte gar nicht aussteigen können!

Dieser Gedanke löste nachträglich einen Anflug von Panik aus. Verzweifelt drehte sie den Zündschlüssel herum, betätigte den elektrischen Fensterheber und rief durchs offene Fenster: "Ich kann die Türen nicht aufmachen!"

Der helle Lichtkegel einer Stablampe erfasste den Wagen, während sich eine große Gestalt näherte. "Bleiben Sie ruhig. Ich bin gleich bei Ihnen."

Die Männerstimme klang tief und kräftig und wirkte sehr beruhigend. Erleichterung durchströmte Lucita, und einen Moment lang fürchtete sie, in Tränen auszubrechen.

Reiß dich zusammen. Du hast doch schon viel Schlimmeres überstanden.

Endlich gelang es dem Officer, sich durch den dichten Wirrwarr aus Gras und Unkraut bis zum Auto hindurchzuschlagen. Er richtete die Taschenlampe direkt auf ihr Gesicht und fragte: "Sind Sie verletzt? Die Zentrale hat mir gesagt, dass kein Krankenwagen erforderlich ist."

Sie schloss die Augen, weil das Licht blendete. "Ich glaube, dass alles in Ordnung ist. Ich bin nur heftig durchgeschüttelt worden. Beide Türen sind verklemmt. Können Sie mich hier rausholen?"

Er rüttelte einige Male kräftig an der Fahrertür, bis sie schließlich aufsprang.

Hastig schwang Lucita die Beine auf den Boden und stieg aus. "Oh!" Um sie herum drehte sich alles. Ihre Knie gaben nach. Instinktiv tastete sie nach einem Halt und ergriff die breite Brust des Officers.

"Kippen Sie mir bloß nicht um!" Er reagierte rasch, legte die muskulösen Arme um sie und lehnte sie an seinen großen Körper. "Ganz ruhig, Ma'am. Atmen Sie tief durch. Langsam und gleichmäßig."

Sie tat, was er verlangt hatte. Nach einer kurzen Weile fühlte sie sich wieder stark und war gleichzeitig verlegen, weil sie praktisch in die Arme eines Fremden gesunken war. Der gestärkte Stoff seines Hemdes roch nach einem herben Männerduft und fühlte sich unter ihrer Wange kühl und glatt an. Seine starken Arme dagegen waren warm und erweckten ein Gefühl der Geborgenheit, wie sie es seit langer, langer Zeit nicht mehr verspürt hatte.

Sie tadelte sich für diesen Moment der Schwäche und zwang sich, den Kopf von seiner Brust zu heben. "Es geht mir gut. Ich kann jetzt bestimmt allein stehen."

Er ließ die Arme sinken, fasste Lucita aber vorsichtshalber am Ellbogen. "Ich bin Deputy Ripp McCleod, Ma'am, vom Sheriffbüro Goliad County. Und wer sind Sie?"

"Lucita Sanchez. Ich lebe auf der Sandbur-Ranch."

"Sind Sie mit Matt und Cordero verwandt?"

Es überraschte sie nicht sonderlich, diese Namen aus seinem Mund zu hören. Vermutlich stammte er aus Goliad County und kannte daher die meisten Leute von der Ranch, die im gesamten Süden von Texas bekannt war. Dass er sie nicht kannte, lag wohl daran, dass sie mehrere Jahre nicht auf ihrem Familienwohnsitz verbracht hatte und erst vor wenigen Monaten zurückgekehrt war.

Schnell holte sie ihren Führerschein und ihre Versicherungskarte aus der Handtasche und reichte ihm beides. "Ja. Matt und Cordero sind meine Brüder." Sie deutete zur Vorderseite ihres Wagens. "Ich war gerade auf dem Heimweg, als es passiert ist."

Sie hatte den Strommast durch den Aufprall nicht gefällt, aber er neigte sich in einem bedenklichen Winkel nach Westen. Die schweren Kabel hingen gewaltig durch, berührten zum Glück jedoch nicht die Erde. Mehrere Pfosten des Zauns, den sie durchbrochen hatte, lagen völlig flach auf dem Boden, zusammen mit einigen Strängen Stacheldraht. Es war ein Wunder, dass bisher keines der Rinder auf den Highway spaziert war.

Der Detective dachte offensichtlich dasselbe. Er neigte den Kopf zu einem Funkgerät, das an seiner Schulter befestigt war. "Hallo Lijah, beeil dich! Hier steht Vieh auf der Weide, und der Zaun ist kaputt. Richte ihn schleunigst wieder auf, bevor die Rinder weitere Unfälle verursachen. Und verständige das E-Werk. Es muss einen Mast aufrichten."

"Roger. Ich kann jetzt deine Lichter sehen. Ist jemand...

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