Erbarmungslos 2

Inferno
 
 
Books on Demand (Verlag)
  • 2. Auflage
  • |
  • erschienen am 11. Februar 2020
  • |
  • 200 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-7504-5778-2 (ISBN)
 
Nach 10 Jahren Haft wird Davis endlich aus dem Gefängnis entlassen.
Kaum in Freiheit, wird er auch prompt von der Vergangenheit eingeholt, als er auf alte Weggefährten trifft, die seine Hilfe brauchen.

Bei dem Versuch zu helfen, gerät er erneut in Schwierigkeiten und muss erneut um sein Leben, sowie um das Leben von Sharon, kämpfen.
Durch ihren Vater gerät Sharon ins Fadenkreuz skrupelloser Waffenschieber, die sie mit Herbs Hilfe und der Unterstützung einer Söldnerarmee abzuwehren versucht, was in einem Inferno endet.
2. Auflage
  • Deutsch
  • 0,40 MB
978-3-7504-5778-2 (9783750457782)
weitere Ausgaben werden ermittelt
Ilija Bagara,

geboren am 27. Januar 1985.
Ich bin österreichischer Staatsangehöriger mit kroatischen Wurzeln.
Neben Deutsch spreche ich Kroatisch und Englisch.
Seit 2000 lebe ich im Tullnerfeld in Niederösterreich, wo ich 2003 die Handelsschule in Tulln erfolgreich absolviert habe.
Schreiben ist für mich eine wunderbare Art, mich mit Worten kreativ auszudrücken.

KAPITEL 1: Weihnachtsabend

San Quentin Gefängnis, San Francisco,

24. Dezember 1996, 09:25 Uhr

...es war endlich soweit, Davis hatte es geschafft.

Zehn Jahre lang hatte er auf diesen Augenblick gewartet.

Er starrte auf die kleine Uhr in seiner Kiste und beobachtete, wie die letzten Minuten in Gefangenschaft verstrichen.

Wenige Augenblicke trennten ihn nun von der Freiheit und einer Welt, die sich in der Zwischenzeit so sehr verändert hatte und in der er sich nun zurechtfinden musste.

Er saß auf seinem Bett, die Hände nervös aneinander reibend, blickte er immer wieder auf den großen Zeiger der Uhr.

Sein Herz schlug schnell, er schwitzte, wischte sich immer wieder den Schweiß von der Stirn. Ungeduldig stand er auf, ging in der Zelle umher.

Irgendwann standen schließlich zwei Wärter vor seiner Tür und einer von ihnen forderte ihn auf, als er die Zellentür öffnete: "Davis, nehmen Sie Ihr Zeug und treten Sie vor!"

Das tat der Häftling auch, er nahm seine Kiste in die Hände und trat vor die Zelle.

Der Aufseher deutete in die Richtung der Tür und befahl: "Los, da lang."

In Begleitung der Wachen ging Herb in die gezeigte Richtung.

Der Gefangene trug seine Kiste vor sich her und schaute in die Zellen, an denen er vorbeiging. Alle hatten ihre Blicke auf den Glücklichen gerichtet und sahen zu, wie er in die Freiheit ging.

Mit jedem Schloss, das sich öffnete, mit jeder Tür, die er durchschritt, kam er der Freiheit ein großes Stück näher. Das Gefühl war unbeschreiblich.

Davis hatte schon vor zwei Stunden seine Gefängniskluft gegen zivile Kleidung getauscht.

Er trug nun blaue Jeans, Turnschuhe und ein blaues T-Shirt.

Irgendwann standen sie schließlich vor dem großen Tor, das zwischen ihm und der Freiheit stand. Ungeduldig wartete er darauf, dass es sich öffnete.

Bevor es aber soweit war, reichte ihm der Direktor des Gefängnisses, der auch da war, um ihn zu verabschieden, noch die Hand, mit den Worten:

"Viel Glück draußen."

Davis nickte. Ihre Hände lösten sich und das Tor öffnete sich langsam. Davis drehte sich noch ein letztes Mal um, sah sich die Mauern an, hinter denen er zehn Jahre seines Lebens verbracht hatte, dann blickte er dem Direktor ins Gesicht und trat über die Linie in die Freiheit. Mit einem Schritt war Davis plötzlich frei.

Das Tor hinter ihm schloß sich wieder.

Eine Woche früher als geplant hatte ihn die Freiheit wieder, ausgerechnet am Weihnachtsabend ließen sie ihn raus.

Die Sonne schien auf ihn nieder. Er wusste nicht wohin. Man hatte ihm noch ein Taxi gerufen, bevor man ihn in die Freiheit entlassen hatte. Es wartete bereits auf der anderen Straßenseite. Herb überquerte die Straße und ging zu ihm.

Der Taxifahrer verstaute das Gepäck im Kofferraum und bat Davis Platz zu nehmen.

Herb setzte sich auf die Rückbank, gleich hinter den Fahrer. Er schloss die Tür und wartete auf den Mann, der seelenruhig um den Wagen ging.

Der Taxifahrer nahm Platz hinter dem Steuer, kurbelte das Fenster etwas runter, sah in den Rückspiegel und fragte: "Wohin soll´s gehen?"

"Hierhin", antwortete Herb und gab ihm einen Zettel mit der Adresse.

Der Fahrer las das Schriftstück und meinte erstaunt: "Das ist ein Friedhof, am anderen Ende der Stadt?"

Davis nickte: "So ist es."

Verwundert fragte der Fahrer: "Es ist ein merkwürdiges Ziel für jemanden, der gerade aus dem Knast kommt. Was wollen Sie da.?"

"...ich will das Grab meiner Frau besuchen", antwortete Herb und sah durchs Fenster.

Der Taxifahrer nahm sich zurück: "Verstehe."

"Fahren Sie los", erwiderte Herb und fragte: "Kennen Sie unterwegs einen Laden, wo ich Blumen kaufen kann?" Der Fahrer überlegte kurz: "Ja, kenne ich."

"Bringen Sie mich hin", forderte Davis? Das tat der Fahrer auch. Während der Fahrt sah Herb sich die Stadt an und war verwundert, wie sehr sich alles verändert hatte. Alte Ecken von früher erkannte er kaum wieder.

Vor dem Blumenladen angekommen, stieg Davis aus, beugte sich zum Fahrerfenster des Wagens und forderte: "Warten Sie hier auf mich. Ich bin gleich zurück." Der Fahrer erwiderte: ".lassen Sie sich Zeit..."

Davis ging in den Blumenladen. Als er ihn betrat, wurde er von einer der hübschen Verkäuferinnen angesprochen: "Entschuldigen Sie, Sir, kann ich Ihnen helfen.?"

Herb sah sie mehrere Sekunden lang verwundert an, dann antwortete er: ".ich brauche Blumen."

"Zu welchem Anlass", fragte Sie lächelnd?

"Anlass.? Ich möchte das Grab meiner verstorbenen Frau besuchen.", so er.

Darauf die Verkäuferin: ".okay, verstehe. Dann kommen Sie bitte mal mit, Sir."

Man band für ihn einen schönen Strauß.

Er bezahlte und ging wieder raus zu seinem Taxi, das auf ihn wartete. Mit dem Strauß in der Hand setzten sie ihre Fahrt fort.

Der Fahrer brachte den entlassenen Häftling zu dem gewünschten Friedhof. Als sie ihn erreichten, sagte der Taxifahrer: "Wir sind da. Da drüben geht es rein."

"Sie warten hier. Es wird nicht lange dauern", versicherte Davis und stieg aus.

Mit den Blumen in der Hand ging Davis langsam über das Friedhofsgelände, vorbei an all den Gräbern.

Herb wusste nicht genau, wo ihr Grab war, weil seit damals so viele Steine dazu gekommen waren. Nach etwas längerer Suche fand er schließlich den kleinen weißen Grabstein mit dem Namen seiner Frau Sylvia.

Er kniete nieder, legte den Strauß auf den Stein und fuhr mit seinen Fingern über ihren Namen. Schweigend verbrachte er einige Zeit bei ihr.

Irgendwann kam Herb zum Taxi zurück und forderte: "Wir können los."

Der Fahrer fragte: "Und, wo soll es jetzt hingehen?"

Davis wusste es nicht so genau, meinte aber:

"Mein Sohn Michael hat mir mal geschrieben, wo er wohnt. Vielleicht habe ich Glück und er nimmt mich bei sich auf."

"Wo wohnt er", fragte der Fahrer?

Herb sagte ihm die Adresse und sie fuhren los.

Nach einer etwas längeren Autofahrt kamen sie schließlich dort an. Es war eine kleine Apartmentsiedlung, in einer hübschen Gegend.

"Gut, da wären wir. Es ist das Gebäude da drüben", sagte der Taxifahrer und sah Herb dabei an.

Davis erwiderte: "Was schulde ich Ihnen?"

"Fünfzig Mäuse. Sie haben Knastrabatt", so der Fahrer. Herb bezahlte, legte noch ein nettes Trinkgeld oben drauf und stieg aus dem Taxi.

Herb stieg aus, nahm seine sieben Sachen aus dem Kofferraum des Wagens und ging zur Tür der Wohnung, in der sein Sohn wohnte. Auf der Tür stand mit großen schwarzen Buchstaben der Name Davis geschrieben. Das Taxi fuhr langsam weg und Herb stand plötzlich alleine da, vor der Haustür seines Jungen. Nervös klopfte er an die Tür. Keine Reaktion.

Nach mehreren Klopfversuchen war klar, dass Michael nicht zuhause war, also ging Davis enttäuscht weg.

Herb verbrachte den Heiligen Abend allein in einer billigen Absteige, irgendwo in der Stadt.

Gwyneth hingegen verbrachte den Weihnachtsabend bei Martha. Die erfolgreiche Reporterin hatte erfahren, dass man sie an Weihnachten auf Reise schicken wollte. Aus aktuellem Anlass lautete ihr Auftrag, Natasha, Harrys ehemalige Verlobte zu finden und ein Interview mit ihr zu führen.

Ihre Zeitung wollte eine Sonderausgabe über

"Big Harry" machen, weil seine Hinrichtung unmittelbar bevorstand und man wollte das nutzen, um noch ein paar Dollar mit der Geschichte von damals zu verdienen. Damit war nun Gwyneth beauftragt worden. Ihr Flug war bereits gebucht und ging am Morgen des 25. Dezember, ausgerechnet am ersten Weihnachtstag. Nach ein paar Drinks bei Martha, kehrte Gwyneth nach Hause zurück und ging ins Bett. Am Morgen des 25. Dezember 1996, stieg sie in ihre Maschine und trat den Flug an.

Dieser verging reibungslos, ohne Zwischenfälle. Gleich nach der Landung auf dem Flughafen, irgendwo in Nebraska, suchte sie sich einen Autoverleiher und mietete sich einen blauen Pick Up, mit welchem sie zur Farm fuhr, auf der Natasha inzwischen lebte.

Der Empfang war alles andere als herzlich.

Gwyneth parkte vor dem Haus, in dem Natasha laut Adresse lebte.

Hinter einer Ecke tauchte plötzlich ein alter Mann mit einem Gewehr auf. Er zielte auf Gwyneth und fragte lautstark: "Wer sind Sie und was wollen Sie hier?!"

Gwyneth erschrak, sah den Mann an, riss die Hände hoch und flehte, durch das Gewehr eingeschüchtert: "Tun Sie mir bitte nichts!!"

"Das ist Hausfriedensbruch, Lady! Dafür könnte ich Sie hier und jetzt erschießen", drohte er!

Das gefiel ihr gar nicht, also konterte sie: "Nein, bitte, tun Sie das nicht! Mein Name ist Gwyneth Powell, ich bin Reporterin...!"

".ein Grund mehr,...

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