Essstörungen

Was Eltern und Lehrer tun können
 
Sylvia Baeck (Autor)
 
BALANCE Buch + Medien Verlag
1. Auflage | erschienen am 13. März 2011 | 200 Seiten
 
E-Book | PDF mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-86739-706-3 (ISBN)
 
Auch wenn die Betroffenen selbst noch kein Problem sehen: Angehörige, Freunde und Lehrer sollten ihre Sorgen um das Essverhalten von Kindern thematisieren. Die Autorin erläutert ausführlich die Entstehungsphasen der verschiedenen Essstörungen, ihre Ursachen und Folgeerscheinungen sowie ihre Behandlungsmöglichkeiten und die Chancen, als Angehörige helfend einzugreifen. Eltern, Freunde und Lehrer erhalten alle wichtigen Handlungsempfehlungen zum Umgang mit erkrankten Kindern und Jugendlichen, die sich in langjähriger Beratungsarbeit als nützlich erwiesen haben. Fallbeispiele aus der Beratungstätigkeit der Autorin geben konkrete Hilfestellung zum Umgang mit essgestörten Kindern und Jugendlichen.
Dieses Buch hilft weiter: mit umfangreichen Informationen zu Ursachen, Auslösern, Diagnostik, Folge- und Begleiterkrankungen der Bulimie, Anorexie und der Binge-Eating-Störung. Ein Ratgeber aus der Praxis für die Praxis.
weitere Ausgaben werden ermittelt
Sylvia Baeck ist Mitbegründerin der Berliner Beratungsstelle Dick & Dünn e.V. und arbeitet dort seit über 20 Jahren mit essgestörten Menschen und deren Angehörigen.
1 - Cover [Seite 1]
2 - Titel [Seite 5]
3 - Impressum [Seite 6]
4 - Inhalt [Seite 7]
5 - Geleitwort [Seite 11]
6 - Vorwort [Seite 12]
7 - Wehret den Anfängen - doch wie fängt es an? [Seite 14]
7.1 - Geteiltes Leid ist halbes Leid. Komm, wir ku¨mmern uns um unsere Figur! [Seite 16]
7.2 - Was ist an dieser Geschichte charakteristisch? [Seite 19]
7.3 - Wie hätte es anders sein können? [Seite 20]
7.4 - Frauen, das schöne Geschlecht [Seite 22]
7.5 - Körperbild [Seite 24]
7.6 - Wie kann es noch anfangen? [Seite 25]
7.7 - Was tun bei den ersten Anzeichen fu¨r eine Essstörung? [Seite 25]
7.7.1 - Berichte von betroffenen Eltern und deren Töchtern [Seite 26]
7.8 - Vier Phasen der Krankheitsentwicklung [Seite 30]
7.8.1 - Berichte von betroffenen Eltern [Seite 34]
7.9 - Woran erkennen Sie, dass eine Essstörung vorliegt? [Seite 36]
7.9.1 - An Ihrem eigenen Verhalten [Seite 36]
7.9.2 - An dem Verhalten Ihres Kindes [Seite 37]
8 - Bulimie [Seite 39]
8.1 - Alles ist zum Kotzen [Seite 39]
8.2 - Die Hintergru¨nde und der Behandlungsverlauf [Seite 46]
8.2.1 - Was sagt Franzi zu ihrer Bulimie? [Seite 49]
8.2.2 - Was sagt die Mutter? [Seite 51]
8.2.3 - Und der Vater? [Seite 52]
8.3 - Was ist charakteristisch an dieser Bulimie-Geschichte? [Seite 53]
8.4 - Die körperlichen Folgeerkrankungen [Seite 55]
8.5 - Ursachen und Auslöser [Seite 56]
8.5.1 - Berichte von betroffenen Eltern und Jugendlichen [Seite 58]
8.6 - Das können Sie tun - spezielle Empfehlungen zur Bulimie [Seite 59]
8.6.1 - Umgang mit Geld [Seite 60]
8.6.2 - Einkaufen und Umgang mit Lebensmittel- und Getränkevorräten [Seite 61]
8.6.3 - Drogen, Alkohol, Nikotin [Seite 62]
8.6.4 - Abfu¨hrmittelmissbrauch [Seite 62]
8.6.5 - Exzessiver Sport [Seite 63]
9 - Anorexie [Seite 64]
9.1 - Ich fu¨hle mich fett und hässlich [Seite 64]
9.2 - Hintergru¨nde und Behandlungsverlauf [Seite 68]
9.2.1 - Was sagt Christine? [Seite 69]
9.2.2 - Was sagt die Mutter? [Seite 70]
9.2.3 - Was sagt der Vater [Seite 72]
9.2.4 - Und die Großmutter [Seite 73]
9.3 - Was ist charakteristisch an dieser Geschichte? [Seite 74]
9.4 - Die körperlichen Folgeschäden [Seite 75]
9.5 - Ursachen und Auslöser [Seite 77]
9.5.1 - Berichte von betroffenen Eltern und Jugendlichen [Seite 80]
9.6 - Das können Sie tun - spezielle Empfehlungen bei Anorexie [Seite 81]
9.6.1 - Loslassen, aber nicht fallen lassen! [Seite 81]
9.6.2 - Räumen Sie nicht alle Steine aus dem Weg [Seite 82]
9.6.3 - Behandlung: Medizinische Versorgung und Psychotherapie [Seite 82]
9.6.4 - Fehlende Krankheitseinsicht gehört zum Symptom [Seite 83]
9.6.5 - Umgang mit Lebensmitteln und Esssituationen [Seite 84]
9.6.6 - Vorsicht Falle! Wahrnehmung der Portionen [Seite 85]
9.6.7 - Wahrnehmung des Körpers [Seite 86]
9.6.8 - Abschied von der Kontrollillusion [Seite 87]
9.6.9 - Die Familie - Koalitionsbildung [Seite 88]
9.7 - Wann wird es gefährlich? [Seite 89]
9.8 - Fixierung auf gesunde Ernährung [Seite 89]
9.9 - Magersucht und Bulimie im Vergleich [Seite 91]
10 - Persönlichkeitsstörungen und psychogene Essstörungen [Seite 93]
10.1 - Anorexie und die dependente Persönlichkeitsstörung [Seite 93]
10.2 - Anorexie und die zwanghafte Persönlichkeitsstörung [Seite 95]
10.3 - Anorexie und die narzisstische Persönlichkeitsstörung [Seite 97]
10.4 - Bulimie und die Borderline-Persönlichkeitsstörung [Seite 100]
11 - Übergewicht, Adipositas und Binge-Eating-Störung [Seite 102]
11.1 - Was ist Übergewicht? [Seite 102]
11.1.1 - Messung des Bauchumfangs [Seite 102]
11.1.2 - Body Mass Index [Seite 103]
11.1.3 - Messung des Körperfettanteils [Seite 104]
11.2 - Binge-Eating-Störung [Seite 104]
11.3 - Ein Fass ohne Boden - Dicksein als Schicksal? [Seite 105]
11.4 - Hintergru¨nde und Verlauf [Seite 108]
11.4.1 - Was sagt Kai? [Seite 109]
11.4.2 - Was sagt die Mutter? [Seite 110]
11.4.3 - Und der Vater? [Seite 110]
11.5 - Was ist charakteristisch an dieser Geschichte? [Seite 110]
11.6 - Ursachen und Auslöser [Seite 111]
11.6.1 - Berichte von Betroffenen und Eltern [Seite 114]
11.7 - Folgeerkrankungen und Folgeerscheinungen [Seite 115]
11.8 - Das können Sie tun - besondere Empfehlungen bei Übergewicht und Binge-Eating-Störung [Seite 115]
11.8.1 - Diäten, restriktives Essverhalten [Seite 117]
11.8.2 - Umgang mit Nahrung [Seite 119]
11.8.3 - Wie wird gegessen? [Seite 120]
11.8.4 - Su¨ßigkeiten [Seite 121]
11.8.5 - Das Ambiente [Seite 121]
11.8.6 - Körpersignale richtig deuten [Seite 122]
11.8.7 - Bewegung [Seite 123]
11.8.8 - Stress [Seite 124]
12 - Allgemeine Verhaltensempfehlungen fu¨r alle Essstörungen [Seite 125]
12.1 - Tun Sie alles, damit die Krankheit nicht begu¨nstigt wird [Seite 126]
12.1.1 - Informieren Sie sich! [Seite 126]
12.1.2 - Holen Sie sich Unterstu¨tzung und tun Sie dies nicht heimlich! [Seite 126]
12.1.3 - Konfrontieren und motivieren bei fehlender Krankheitseinsicht [Seite 128]
12.1.4 - Bestehen Sie als ersten Schritt auf einer medizinischen, regelmäßigen Betreuung [Seite 130]
12.1.5 - Fragen Sie nie hinter dem Ru¨cken der Betroffenen bei Behandlern nach [Seite 131]
12.1.6 - Sagen Sie,was Sie fu¨hlen [Seite 132]
12.1.7 - Vergessen Sie nicht, auch Freude auszudru¨cken [Seite 133]
12.1.8 - Setzen Sie Grenzen [Seite 134]
12.1.9 - Achten Sie Grenzen [Seite 134]
12.1.10 - Umgang mit Trennungs- und Verlusterfahrungen [Seite 136]
12.1.11 - Umgang mit Schuldgefu¨hlen [Seite 136]
12.2 - Die Essstörung als Chance fu¨r die Familie [Seite 138]
12.2.1 - Miteinander sprechen [Seite 139]
12.2.2 - Gespräche in angespannten Situationen [Seite 140]
12.2.3 - Umgang mit Aggressionen und Lu¨gen [Seite 141]
12.2.4 - Umgang mit Stress [Seite 143]
12.3 - Extreme Verhaltensweisen [Seite 143]
12.3.1 - Selbstverletzendes und selbstschädigendes Verhalten [Seite 143]
12.3.2 - Suizidgedanken [Seite 146]
12.3.3 - Depressionen [Seite 147]
12.3.4 - Grenzu¨berschreitende Erfahrungen [Seite 147]
13 - Behandlungsmöglichkeiten fu¨r Betroffene [Seite 150]
13.1 - Verhaltenstherapie [Seite 153]
13.2 - Klientenzentrierte Gesprächspsychotherapie [Seite 154]
13.3 - Körperorientierte Behandlungsansätze [Seite 155]
13.4 - Stationäre und teilstationäre Behandlung, Wohngemeinschaften [Seite 155]
13.4.1 - Was sind die Ziele in der Behandlung und wie können Sie diese unterstu¨tzen? [Seite 158]
13.4.2 - Woran erkennen Sie, dass sich etwas positiv verändert? [Seite 162]
13.4.3 - Ru¨ckfälle [Seite 163]
14 - Und so können Sie hilfreich miteinander umgehen [Seite 165]
14.1 - Zehn positive Schritte [Seite 165]
14.2 - Wertschätzende Gespräche und Verhalten in der Familie [Seite 170]
14.2.1 - Haben Sie alle ausreichend Zeit fu¨r Gespräche? [Seite 170]
14.2.2 - Loben Sie sich ehrlich und ausreichend? [Seite 171]
14.2.3 - Wie kritisieren Sie sich untereinander? [Seite 171]
14.3 - Wie hören Sie zu? [Seite 172]
14.4 - Umgang mit Konfliktsituationen - Entscheidungen herbeifu¨hren! [Seite 173]
14.4.1 - Beginnen Sie bei sich selbst, akzeptieren Sie Hilfe [Seite 175]
14.4.2 - Auseinandersetzung mit der Schuldfrage [Seite 176]
14.4.3 - Räumen Sie auf, denken Sie an sich selbst [Seite 176]
14.4.4 - Wo tanken Sie auf? Umgang mit dem sozialen Umfeld [Seite 177]
14.5 - Organisieren Sie eine Elterngruppe [Seite 177]
14.5.1 - Was wirkt in einer Gruppe? [Seite 179]
14.5.2 - Die Organisationsstrukturen einer Gruppe [Seite 180]
15 - Was können andere tun? [Seite 182]
15.1 - Großeltern, Geschwister und gute Freunde der Eltern [Seite 182]
15.2 - Geschwister und gute Freunde der Betroffenen [Seite 184]
15.3 - Lehrerinnen und Ausbilder [Seite 185]
16 - Anhang [Seite 189]
16.1 - Checklisten fu¨r Ärztinnen und Ärzte [Seite 189]
16.1.1 - Bulimie [Seite 189]
16.1.2 - Übergewicht, Adipositas und Binge-Eating-Störung [Seite 190]
16.2 - Body Mass Index (BMI) [Seite 192]
16.2.1 - Feststellung des Body Mass Index [Seite 192]
16.3 - Einige Tipps fu¨r Selbsthilfegruppen [Seite 194]
16.3.1 - Prinzipien [Seite 194]
16.3.2 - Kommunikationsregeln [Seite 195]
16.4 - Internetadressen [Seite 198]
16.5 - Buchempfehlungen - zum Weiterlesen und Informieren [Seite 198]
Behandlungsmöglichkeiten für Betroffene (S. 148-149)

Die Betroffenen sollten möglichst selbst die Initiative übernehmen. Sie können als Angehörige hier unterstützend wirken und anregen, dieses Kapitel zusammen zu lesen. Was Sie auf keinen Fall tun sollten ist, über den Kopf der Betroffenen hinweg Adressen herauszusuchen und Termine auszumachen. Es ist wichtig, als ersten Schritt eine Beratung in Anspruch zu nehmen, um z.B. Informationen über kompetente Therapeuten, Ärzte oder Kliniken vor Ort zu finden. Es ist zu empfehlen, mit Essstörung vertraute Behandelnde zu suchen.

Eine Checkliste für die medizinische Behandlung der Anorexie, Bulimie und Binge-Eating-Störung finden Sie im Anhang. Sie sollten sie sicherheitshalber dem behandelnden Arzt zukommen lassen. Eine Behandlung setzt immer Freiwilligkeit und Motivation voraus. Dies ist besonders bei der Anorexie ein schwieriges Kapitel. Was Sie zu dieser Motivation tun können, finden Sie im entsprechenden Kapitel.

Um eine lebensbedrohliche Situation zu vermeiden, ist immer sofort eine medizinische Behandlung einzuleiten. Dafür wenn nötig auch Druck zu machen, ist legitim. Für die psychotherapeutische Behandlung ist unbedingt Eigeninitiative und Freiwilligkeit erforderlich. Wir unterscheiden die ambulante und die stationäre Behandlung. Die ambulante Behandlung hat den großen Vorteil, dass Betroffene in ihrem sozialen Umfeld bleiben. Sie können weiterhin die Schule oder den Ausbildungsplatz besuchen, Freunde treffen und sich im Alltag erproben.

Ist die Erkrankung noch nicht chronifiziert, d. h. besteht sie 149 erst seit kurzer Zeit, und lässt es der körperliche Zustand zu, ist die ambulante Behandlung einer stationären vorzuziehen. Eine übereilte und unfreiwillige Klinikeinweisung stellt für die Betroffenen keine Hilfe dar. Sie werden in der Regel die Behandlung boykottieren und alles tun, schnell wieder entlassen zu werden, ohne sich auf die Behandlung wirklich einzulassen. Selbst wenn im klinischen Rahmen, z.B. bei der Anorexie, eine Gewichtszunahme erreicht werden kann, zeigen die Erfahrungen, dass bei nicht motivierten Patienten dieses Gewicht sehr kurze Zeit nach der Entlassung wieder reduziert wird. Bausteine einer ambulanten Behandlung sind:

# die Psychotherapie,
# die medizinische Betreuung,
# Ernährungstherapie,
# der Besuch einer Gruppe und
# die Betreuung der Eltern und Angehörigen.

Gruppen und Elternbetreuung finden Sie bei Beratungseinrichtungen (Liste der Beratungseinrichtungen bundesweit unter www.dick-und-duenn-berlin.de oder www.bzga.de). Der Weg in die Psychotherapie ist einfach: Die oder der Betroffene informiert sich über niedergelassene Therapeuten, die sich mit Essstörungen auskennen, entweder in einer Beratungseinrichtung oder bei der Krankenkasse, ruft direkt an und vereinbart einen Termin für ein Vorgespräch. Bis zu fünf probatorische Sitzungen (Probesitzungen) sind bei kassenzugelassenen Psychotherapeuten – auch bei mehreren – möglich. Sie dienen dazu, herauszufinden, ob Klient und Therapeut zusammenpassen und es zu einer längerfristigen therapeutischen Behandlung kommen kann.

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