Die Radiofamilie

 
Ingeborg Bachmann (Autor)
Joseph McVeigh (Herausgeber)
 
Suhrkamp Verlag AG
2. Auflage | erschienen am 28. Mai 2011 | 411 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-518-74550-2 (ISBN)
 
Im Herbst des Jahres 1951 tritt eine »kettenrauchende Meerfrau mit Engelhaar, die mehr flüsterte als sprach« in die Hörspielabteilung des amerikanischen Besatzungssenders Rot-Weiß-Rot in Wien ein. Ingeborg Bachmann, so der Name der jungen Frau, wird für die nächsten beiden Jahre das Unterhaltungsprogramm des Senders prägen und die Radiofamilie Floriani zur bekanntesten und beliebtesten Sendung der Nachkriegszeit machen. Sie sind bürgerlich, und sie sind verschroben, die Florianis: Da ist Hans, der Paterfamilias, Oberlandesgerichtsrat und ehrenhaft bis in die Knochen. Von den rotzfrechen Kindern wird er um den Finger gewickelt: »Ich bin eine komische Figur in meiner Familie«, beklagt er sich bei seiner Frau Vilma, Generalstochter aus dem Ersten Weltkrieg, »also ein bisserl etwas Höheres«, und in dieser Frage nicht gewillt, dem Herrn Gemahl zu widersprechen. Strenger geht sie da schon mit dem Onkel Guido ins Gericht, dem Halbbruder des Oberlandesgerichtsrats. Er war ein Nazi, aber ein kleiner, der sonst nichts angestellt hat. »Nur ein Trottel, der auf den Hitler hereingefallen ist.« Woche für Woche kommen sie zusammen und verhandeln mit viel Witz und Ironie den Kalten Krieg, die Entnazifizierung, den beginnenden Wiederaufbau - und neben dem großen auch das kleine Geschehen im Nachkriegsösterreich. Lange galten die von Ingeborg Bachmann verfaßten Skripte als verloren. In diesem Band sind sie nun, zusammen mit einem ausführlichen editorischen Nachwort des Herausgebers, erstmals publiziert.

Ingeborg Bachmann wurde am 25. Juni 1926 als erstes von drei Kindern des Volksschullehrers Matthias Bachmann (1895-1973) und seiner Frau Olga (geb. Haas, 1901-1998) in Klagenfurt (Österreich) geboren. Ihre Mutter stammt aus dem an >Böhmen< und Ungarn grenzenden Niederösterreich, ihr Vater aus Obervellach bei Hermagor im Kärntner Gailtal, wo die Familie in Ingeborg Bachmanns Kindheit oft Ferien verbrachte. Dieser Kärntner Grenzraum im Dreiländereck Österreich-Italien-Slowenien repräsentiert für die Autorin später »ein Stück wenig realisiertes Österreich (...), eine Welt, in der viele Sprachen gesprochen werden und viele Grenzen verlaufen» (WIV, 302), und damit die Utopie eines gewaltfreien Miteinanders der Völker, die bereits der ebenfalls in Klagenfurt geborene Autor Robert Musil (1880-1942), Bachmanns wohl wichtigster Bezugspunkt in der literarischen Moderne Österreichs, mythisierend auf das Kaiserreich Österreich-Ungarn als Vielvölkerstaat projiziert hatte. Noch in dem Roman Malina steht dieses »Haus Österreich« als literarische Utopie für eine »geistige Formation«, die kritisch gegen die Verkrustungen der österreichischen Nachkriegsgesellschaft und gegen die Verdrängung des österreichischen Anteils an der Katastrophe des Nationalsozialismus gewendet wird, um zugleich gegen die wachsende kulturelle Dominanz Westdeutschlands einen spezifisch österreichischen »Erfahrungsfundus, Empfindungsfundus» zu behaupten.
Rückblickend nach dem Erscheinen des Romans Malina (1971) hat die Autorin den »Einmarsch von Hitlers Truppen in Klagenfurt« (im Rahmen des >Anschlusses< Österreichs an das Deutsche Reich am 12.  März 1938) symbolisch zum biographischen Ausgangspunkt ihres Schreibens erklärt und als »einen zu frühen Schmerz« bezeichnet, mit dem ihre »Erinnerung« anfange. Mit dieser Pointierung unterstreicht sie die moralische Verpflichtung und zeitkritische Ausrichtung ihres literarischen Werks als ein »Schreiben gegen den Krieg« (Höller 2004), das seine »Problemkonstanten« in der Auseinandersetzung mit den Verflechtungen von >kleiner< und »großer GESCHICHTE« (TKA 1, 53), Individual- und Zeitgeschichte im Zeichen gesellschaftlicher Gewalt findet.
Bachmann beginnt schon als Schülerin in Klagenfurt zu schreiben, bis ihr nach ihrem ersten, in Innsbruck und Graz verbrachten Studienjahr (1945/46) mit der Erzählung Die Fähre schließlich die erste Veröffentlichung gelingt. Im September 1946 vollzieht sie den eigentlichen Aufbruch aus der Provinz, indem sie ihr Studium der Philosophie (mit den Nebenfächern Germanistik und Psychologie) in Wien fortsetzt, wo sie zugleich den Kontakt zur Wiener Literaturszene sucht. Aufgrund der offiziellen Anerkennung Österreichs durch die Alliierten als das >erste Opfer Hitler-Deutschlands< konnte das literarische Leben in Wien nach 1945 unmittelbarer als in Deutschland an die Vorkriegszeit anknüpfen, und so haben Repräsentanten der älteren Autorengeneration wie Heimito von Doderer (1896-1966) und jüdische Remigranten wie Hermann Hakel (1911-1987) und Hans Weigel (1908-1991) an Bachmanns literarischem Debüt in den Publikationsorganen der Wiener Nachkriegsliteratur wesentlichen Anteil. Das Jahr 1949 markiert mit Bachmanns Dissertation über Die kritische Aufnahme der Existentialphilosophie Martin Heideggers nicht nur den Abschluss des Studiums, sondern auch die Professionalisierung ihrer schriftstellerischen Arbeit durch die Veröffentlichung erster Gedichte in der Zeitschrift Lynkeus und einer Reihe von Erzählungen in der Wiener Tageszeitung. Zugleich arbeitet die Autorin an einem ersten, unveröffentlichten und verschollenen Roman (Stadt ohne Namen), dessen überlieferte Fragmente (TKA 1' 3-25) in ähnlicher Weise wie die Gedichte und Erzählungen dieser frühen Wiener Jahre durch die zeittypische, existentiale Metaphorisierung zeitgeschichtlicher Generationserfahrung und durch kafkaeske Parabolik gekennzeichnet sind. Nach ihrer Promotion findet Bachmann im Herbst 1951 eine Stelle im Script-Department des amerikanischen Senders Rot-Weiß-Rot, die zum Ausgangspunkt ihrer Rundfunkarbeit wird, aus der in den 1950er Jahren Rundfunkbearbeitungen zeitgenössischer angloamerikanischer und französischer Dramen, Rundfunkessays (u. a. zu Musil, Wittgenstein und Proust) und Hörspiele (Ein Geschäft mit Träumen, 1952; Die Zikaden, 1955; Der gute Gott von Manhattan, 1958) hervorgehen.
Aus der Perspektive der Wiener Schule, der neopositivistischen Wissenschaftstheorie ihres Doktorvaters Viktor Kraft (1880-1975) und der Sprachkritik Ludwig Wittgensteins (1889-1951) hatte die Kritik am »deutschen Irrationaldenken«, das Bachmann in Heidegger (auch wegen seiner Verstrickung in den Nationalsozialismus) verkörpert sah (GuI, 137), am Schluss ihrer Dissertation zu der Überzeugung geführt, dass nur Literatur und Kunst in der Lage seien, den existentialen Grunderlebnissen des »modernen Menschen« und insbesondere seinen Erfahrungen »mit der >Angst< und dem >Nichts<« Ausdruck zu verleihen (Diss., 130). Die Bekanntschaft mit den frühen psychotherapeutischen Forschungen Viktor E. Frankls (1905-1997) zu den Konzentrationslagern der Nationalsozialisten, vor allem aber die Begegnung (1948) und Freundschaft mit dem deutsch-jüdischen Dichter Paul Celan (1920-1970) aus der Bukowina, dessen Familie zu den Opfern des Holocaust gehörte, bewirkt in der Weiterentwicklung dieses existentialistischen Ausgangspunkts eine »tiefgreifende Verwandlung ihres Denkens und Schreibens« (Höller 1999, S.59) im Sinne jenes kritischen Ethos, das sie in ihrer Rede zur Verleihung des Hörspielpreises der Kriegsblinden (1959) in die Formel »Die Wahrheit ist dem Menschen zumutbar« (W IV, 275) fasst. So sind z. B. die Gedichte ihres ersten Lyrikbandes Die gestundete Zeit für die sie 1953 den renommierten Preis der Gruppe 47 erhält, von expliziter Zeitkritik durchzogen und appellieren angesichts von Kaltem Krieg und gesellschaftlicher Restauration an das kritische Gewissen der Zeitgenossen. Auch wenn der zweite Gedichtband Anrufung des Großen Bären (1956) das Pathos dieser Zeitkritik wieder einschränkt und auch traditionellere lyrische Formen wiederentdeckt, war Bachmanns Synthese von Zeitkritik, literarischer Moderne und lyrischer Tradition doch die Grundlage ihres raschen Aufstiegs zur wichtigsten deutschsprachigen Dichterin der Nachkriegszeit. Ermutigt durch ihren Erfolg in Deutschland, bricht Bachmann im Sommer 1953 auf Einladung des gleichaltrigen deutschen Komponisten Hans Werner Henze (* 1926) aus Wien nach Italien auf, um dort eine Existenz als freie Schriftstellerin zu begründen. Die Freundschaft und Zusammenarbeit mit Henze, der sie in ganz neuer Qualität in die Welt der europäischen Musik und insbesondere der Oper einführt, schlägt sich u.a. in den Opernlibretti Der Prinz von Homburg (1958) und Der junge Lord (1965) sowie in theoretischen Überlegungen zum Verhältnis von Musik und Dichtung (W IV, nieder, wirkt jedoch bis in die späten Gedichte der 1960er Jahre und den Roman Malina hinein auch auf ihr literarisches Schreiben zurück. In den zehn Jahren nach dem Aufbruch aus Wien, in denen Bachmann in Rom (1953-57), München und Neapel (1957/58) sowie (zusammen mit Max Frisch) abwechselnd in Zürich und Rom wohnt (1958-63), entstehen neben Gedichten, Hörspielen und Essays auch die Frankfurter Vorlesungen, mit denen die Autorin im Wintersemester 1959/60 die gleichnamige Reihe der Poetik-Vorlesungen zu »Problemen zeitgenössischer Dichtung« eröffnet, indem sie ihre poetologischen Überlegungen erstmals systematisch zusammenfasst und im Prozess der Moderne literarhistorisch verortet. Mit Hilfe des an Musil entwickelten Begriffs der »Literatur als Utopie« und im Glauben an ihre »verändernde  Wirkung« verpflichtet die Autorin die Literatur nach dem Nationalsozialismus auf die kritische Dekonstruktion der »schlechten Sprache« der öffentlichen Diskurse (W IV, 270 f.). In der Auseinandersetzung mit den >sozialen, mitmenschlichen und politische Konflikten< der Zeit geht es ihr nicht zuletzt um die Erkundung von »neuer Wahrnehmung, neuem Gefühl, neuem Bewußtsein« (W IV, I90 f., 195). Dieses selbstbewusste Vertrauen auf die Fähigkeit der Literatur, angesichts der verzweiflungsvolle »Dunkelhaft der Welt« «im Widerspiel des Unmöglichen mit dem Möglichen [...] unsere Möglichkeiten [zu erweitern]« (W IV, 276 f.), spiegelt sich in den gleichzeitig entstandenen Erzählungen des Bandes Das dreißigste Jahr (1961) in der Thematik der Grenze und Grenzüberschreitung, der  Dekonstruktion der bestehenden gesellschaftlichen, moralischen und diskursiven Ordnung der Nachkriegszeit auf der prekären Suche nach einer anderen, gewaltfreien Ordnung, die die Literatur jedoch nicht vorzuführen, sondern nur anzumahnen in der Lage ist.
Trotz des kritischen Echos, auf das Bachmanns erster Erzählband vor dem Hintergrund ihres Ruhmes als Lyrikerin stieß, hat sich die Autorin in ihren Berliner Jahren (1963-65) und dann wieder in Rom (1965-73) schwerpunktmäßig auf die Prosa konzentriert. Die Trennung von Max Frisch (1962) fällt mit einer Lebenskrise zusammen, die zugleich den Ausgangspunkt für einen literarischen Neuansatz bildet, die literarische Darstellung der verborgenen >Verbrechen< auf dem »Mordschauplatz« Gesellschaft und insbesondere im Verhältnis der Geschlechter (S. 276,6), die unter dem Titel Todesarten von nun an im Mittelpunkt ihres Schreibens steht. Neben dem Roman Malina und einer Fülle zu Lebzeiten unveröffentlichter und fragmentarischer Texte wie der Erzählung Requiem für Fanny Goldmann, dem Buch Franza und dem Goldmann/Rottwitz-Roman gehört auch Bachmanns zweiter Erzählband Simultan (1972) mit seinen Porträts ganz unterschiedlicher Wienerinnen und ihrem (teils ironisch erzählten) »Abstürzen« aus der »Banalität ihrer Existenz« »in die letzten Dinge« (TKA 4, 3) kontrapunktisch in den weiteren Zusammenhang dieses Projekts einer literarischen Sittengeschichte der (österreichischen) Nachkriegsjahrzehnte, das nicht mehr zum Abschluss gelangen konnte, da die Autorin am 17. Oktober 1973 in einem römischen Krankenhaus den (durch Medikamentenentzug noch erschwerten) Folgen eines Brandunfalls erlag.

Deutsch
1,87 MB
978-3-518-74550-2 (9783518745502)
3518745506 (3518745506)
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Ingeborg Bachmann wurde am 25. Juni 1926 als erstes von drei Kindern des Volksschullehrers Matthias Bachmann (1895-1973) und seiner Frau Olga (geb. Haas, 1901-1998) in Klagenfurt (Österreich) geboren. Ihre Mutter stammt aus dem an >Böhmen< und Ungarn grenzenden Niederösterreich, ihr Vater aus Obervellach bei Hermagor im Kärntner Gailtal, wo die Familie in Ingeborg Bachmanns Kindheit oft Ferien verbrachte. Dieser Kärntner Grenzraum im Dreiländereck Österreich-Italien-Slowenien repräsentiert für die Autorin später »ein Stück wenig realisiertes Österreich (...), eine Welt, in der viele Sprachen gesprochen werden und viele Grenzen verlaufen» (WIV, 302), und damit die Utopie eines gewaltfreien Miteinanders der Völker, die bereits der ebenfalls in Klagenfurt geborene Autor Robert Musil (1880-1942), Bachmanns wohl wichtigster Bezugspunkt in der literarischen Moderne Österreichs, mythisierend auf das Kaiserreich Österreich-Ungarn als Vielvölkerstaat projiziert hatte. Noch in dem Roman Malina steht dieses »Haus Österreich« als literarische Utopie für eine »geistige Formation«, die kritisch gegen die Verkrustungen der österreichischen Nachkriegsgesellschaft und gegen die Verdrängung des österreichischen Anteils an der Katastrophe des Nationalsozialismus gewendet wird, um zugleich gegen die wachsende kulturelle Dominanz Westdeutschlands einen spezifisch österreichischen »Erfahrungsfundus, Empfindungsfundus» zu behaupten. Rückblickend nach dem Erscheinen des Romans Malina (1971) hat die Autorin den »Einmarsch von Hitlers Truppen in Klagenfurt« (im Rahmen des >Anschlusses< Österreichs an das Deutsche Reich am 12.  März 1938) symbolisch zum biographischen Ausgangspunkt ihres Schreibens erklärt und als »einen zu frühen Schmerz« bezeichnet, mit dem ihre »Erinnerung« anfange. Mit dieser Pointierung unterstreicht sie die moralische Verpflichtung und zeitkritische Ausrichtung ihres literarischen Werks als ein »Schreiben gegen den Krieg« (Höller 2004), das seine »Problemkonstanten« in der Auseinandersetzung mit den Verflechtungen von >kleiner< und »großer GESCHICHTE« (TKA 1, 53), Individual- und Zeitgeschichte im Zeichen gesellschaftlicher Gewalt findet. Bachmann beginnt schon als Schülerin in Klagenfurt zu schreiben, bis ihr nach ihrem ersten, in Innsbruck und Graz verbrachten Studienjahr (1945/46) mit der Erzählung Die Fähre schließlich die erste Veröffentlichung gelingt. Im September 1946 vollzieht sie den eigentlichen Aufbruch aus der Provinz, indem sie ihr Studium der Philosophie (mit den Nebenfächern Germanistik und Psychologie) in Wien fortsetzt, wo sie zugleich den Kontakt zur Wiener Literaturszene sucht. Aufgrund der offiziellen Anerkennung Österreichs durch die Alliierten als das >erste Opfer Hitler-Deutschlands< konnte das literarische Leben in Wien nach 1945 unmittelbarer als in Deutschland an die Vorkriegszeit anknüpfen, und so haben Repräsentanten der älteren Autorengeneration wie Heimito von Doderer (1896-1966) und jüdische Remigranten wie Hermann Hakel (1911-1987) und Hans Weigel (1908-1991) an Bachmanns literarischem Debüt in den Publikationsorganen der Wiener Nachkriegsliteratur wesentlichen Anteil. Das Jahr 1949 markiert mit Bachmanns Dissertation über Die kritische Aufnahme der Existentialphilosophie Martin Heideggers nicht nur den Abschluss des Studiums, sondern auch die Professionalisierung ihrer schriftstellerischen Arbeit durch die Veröffentlichung erster Gedichte in der Zeitschrift Lynkeus und einer Reihe von Erzählungen in der Wiener Tageszeitung. Zugleich arbeitet die Autorin an einem ersten, unveröffentlichten und verschollenen Roman (Stadt ohne Namen), dessen überlieferte Fragmente (TKA 1, 3-25) in ähnlicher Weise wie die Gedichte und Erzählungen dieser frühen Wiener Jahre durch die zeittypische, existentiale Metaphorisierung zeitgeschichtlicher Generationserfahrung und durch kafkaeske Parabolik gekennzeichnet sind. Nach ihrer Promotion findet Bachmann im Herbst 1951 eine Stelle im Script-Department des amerikanischen Senders Rot-Weiß-Rot, die zum Ausgangspunkt ihrer Rundfunkarbeit wird, aus der in den 1950er Jahren Rundfunkbearbeitungen zeitgenössischer angloamerikanischer und französischer Dramen, Rundfunkessays (u. a. zu Musil, Wittgenstein und Proust) und Hörspiele (Ein Geschäft mit Träumen, 1952; Die Zikaden, 1955; Der gute Gott von Manhattan, 1958) hervorgehen. Aus der Perspektive der Wiener Schule, der neopositivistischen Wissenschaftstheorie ihres Doktorvaters Viktor Kraft (1880-1975) und der Sprachkritik Ludwig Wittgensteins (1889-1951) hatte die Kritik am »deutschen Irrationaldenken«, das Bachmann in Heidegger (auch wegen seiner Verstrickung in den Nationalsozialismus) verkörpert sah (GuI, 137), am Schluss ihrer Dissertation zu der Überzeugung geführt, dass nur Literatur und Kunst in der Lage seien, den existentialen Grunderlebnissen des »modernen Menschen« und insbesondere seinen Erfahrungen »mit der >Angst< und dem >Nichts<« Ausdruck zu verleihen (Diss., 130). Die Bekanntschaft mit den frühen psychotherapeutischen Forschungen Viktor E. Frankls (1905-1997) zu den Konzentrationslagern der Nationalsozialisten, vor allem aber die Begegnung (1948) und Freundschaft mit dem deutsch-jüdischen Dichter Paul Celan (1920-1970) aus der Bukowina, dessen Familie zu den Opfern des Holocaust gehörte, bewirkt in der Weiterentwicklung dieses existentialistischen Ausgangspunkts eine »tiefgreifende Verwandlung ihres Denkens und Schreibens« (Höller 1999, S.59) im Sinne jenes kritischen Ethos, das sie in ihrer Rede zur Verleihung des Hörspielpreises der Kriegsblinden (1959) in die Formel »Die Wahrheit ist dem Menschen zumutbar« (W IV, 275) fasst. So sind z. B. die Gedichte ihres ersten Lyrikbandes Die gestundete Zeit für die sie 1953 den renommierten Preis der Gruppe 47 erhält, von expliziter Zeitkritik durchzogen und appellieren angesichts von Kaltem Krieg und gesellschaftlicher Restauration an das kritische Gewissen der Zeitgenossen. Auch wenn der zweite Gedichtband Anrufung des Großen Bären (1956) das Pathos dieser Zeitkritik wieder einschränkt und auch traditionellere lyrische Formen wiederentdeckt, war Bachmanns Synthese von Zeitkritik, literarischer Moderne und lyrischer Tradition doch die Grundlage ihres raschen Aufstiegs zur wichtigsten deutschsprachigen Dichterin der Nachkriegszeit. Ermutigt durch ihren Erfolg in Deutschland, bricht Bachmann im Sommer 1953 auf Einladung des gleichaltrigen deutschen Komponisten Hans Werner Henze (* 1926) aus Wien nach Italien auf, um dort eine Existenz als freie Schriftstellerin zu begründen. Die Freundschaft und Zusammenarbeit mit Henze, der sie in ganz neuer Qualität in die Welt der europäischen Musik und insbesondere der Oper einführt, schlägt sich u.a. in den Opernlibretti Der Prinz von Homburg (1958) und Der junge Lord (1965) sowie in theoretischen Überlegungen zum Verhältnis von Musik und Dichtung (W IV, nieder, wirkt jedoch bis in die späten Gedichte der 1960er Jahre und den Roman Malina hinein auch auf ihr literarisches Schreiben zurück. In den zehn Jahren nach dem Aufbruch aus Wien, in denen Bachmann in Rom (1953-57), München und Neapel (1957/58) sowie (zusammen mit Max Frisch) abwechselnd in Zürich und Rom wohnt (1958-63), entstehen neben Gedichten, Hörspielen und Essays auch die Frankfurter Vorlesungen, mit denen die Autorin im Wintersemester 1959/60 die gleichnamige Reihe der Poetik-Vorlesungen zu »Problemen zeitgenössischer Dichtung« eröffnet, indem sie ihre poetologischen Überlegungen erstmals systematisch zusammenfasst und im Prozess der Moderne literarhistorisch verortet. Mit Hilfe des an Musil entwickelten Begriffs der »Literatur als Utopie« und im Glauben an ihre »verändernde  Wirkung« verpflichtet die Autorin die Literatur nach dem Nationalsozialismus auf die kritische Dekonstruktion der »schlechten Sprache« der öffentlichen Diskurse (W IV, 270 f.). In der Auseinandersetzung mit den >sozialen, mitmenschlichen und politische Konflikten< der Zeit geht es ihr nicht zuletzt um die Erkundung von »neuer Wahrnehmung, neuem Gefühl, neuem Bewußtsein« (W IV, I90 f., 195). Dieses selbstbewusste Vertrauen auf die Fähigkeit der Literatur, angesichts der verzweiflungsvolle »Dunkelhaft der Welt« «im Widerspiel des Unmöglichen mit dem Möglichen [...] unsere Möglichkeiten [zu erweitern]« (W IV, 276 f.), spiegelt sich in den gleichzeitig entstandenen Erzählungen des Bandes Das dreißigste Jahr (1961) in der Thematik der Grenze und Grenzüberschreitung, der  Dekonstruktion der bestehenden gesellschaftlichen, moralischen und diskursiven Ordnung der Nachkriegszeit auf der prekären Suche nach einer anderen, gewaltfreien Ordnung, die die Literatur jedoch nicht vorzuführen, sondern nur anzumahnen in der Lage ist. Trotz des kritischen Echos, auf das Bachmanns erster Erzählband vor dem Hintergrund ihres Ruhmes als Lyrikerin stieß, hat sich die Autorin in ihren Berliner Jahren (1963-65) und dann wieder in Rom (1965-73) schwerpunktmäßig auf die Prosa konzentriert. Die Trennung von Max Frisch (1962) fällt mit einer Lebenskrise zusammen, die zugleich den Ausgangspunkt für einen literarischen Neuansatz bildet, die literarische Darstellung der verborgenen >Verbrechen< auf dem »Mordschauplatz« Gesellschaft und insbesondere im Verhältnis der Geschlechter (S. 276,6), die unter dem Titel Todesarten von nun an im Mittelpunkt ihres Schreibens steht. Neben dem Roman Malina und einer Fülle zu Lebzeiten unveröffentlichter und fragmentarischer Texte wie der Erzählung Requiem für Fanny Goldmann, dem Buch Franza und dem Goldmann/Rottwitz-Roman gehört auch Bachmanns zweiter Erzählband Simultan (1972) mit seinen Porträts ganz unterschiedlicher Wienerinnen und ihrem (teils ironisch erzählten) »Abstürzen« aus der »Banalität ihrer Existenz« »in die letzten Dinge« (TKA 4, 3) kontrapunktisch in den weiteren Zusammenhang dieses Projekts einer literarischen Sittengeschichte der (österreichischen) Nachkriegsjahrzehnte, das nicht mehr zum Abschluss gelangen konnte, da die Autorin am 17. Oktober 1973 in einem römischen Krankenhaus den (durch Medikamentenentzug noch erschwerten) Folgen eines Brandunfalls erlag.

1 - Cover [Seite 1]
2 - Informationen zum Buch/Inhalt [Seite 2]
3 - Impressum [Seite 4]
4 - Die Radiofamilie [Seite 5]
4.1 - Folge 2: Geldborgen, Guido [Seite 7]
4.2 - Folge 4: Geburtstag, Wolferl, Liesl [Seite 29]
4.3 - Folge 9: Ferienpläne [Seite 51]
4.4 - Folge 10: Hexenschuss [Seite 73]
4.5 - Folge 15: Schulanfang [Seite 95]
4.6 - Folge 18: Horoskop [Seite 117]
4.7 - Folge 20: Der D.P. [Seite 139]
4.8 - Folge 21: Erzherzog Guido [Seite 161]
4.9 - Folge 24: Unliebsamer Panigl [Seite 181]
4.10 - Folge 29: Goldener Sonntag [Seite 205]
4.11 - Folge 32: Die Florianis gehen ins Theater [Seite 227]
4.12 - Folge 41: Geburtstagsüberraschung - ein Kind kommt aus Holland [Seite 247]
4.13 - Folge 45: Psychologie in Purkersdorf [Seite 269]
4.14 - Folge 54: Kunstausstellung [Seite 289]
4.15 - Folge 63: Puppenspiele II [Seite 311]
5 - Anhang [Seite 335]
5.1 - Nachwort [Seite 337]
5.2 - Editorischer Bericht [Seite 389]
5.3 - »Es wirkten mit ...« [Seite 399]
5.4 - Verzeichnis der Folgen [Seite 402]
5.5 - Literatur [Seite 405]
5.5.1 - Primäre Quellen [Seite 405]
5.5.2 - Weitere Literatur [Seite 406]
5.5.3 - Zeitungsartikel und Archivdokumente [Seite 409]
5.5.4 - Bildnachweise [Seite 410]
5.6 - Danksagung [Seite 411]
6 - Inhalt [Seite 413]

(langes Ratschen des Telefons; dann energisches Abheben des Hörers, sofort sprechend)

HANNI: Hier bei Floriani, ja Flo-ri-a … oh, grüß dich, Anni, also, ich finde das einfach phantastisch, daß du mich ausgerechnet jetzt anrufst, stell dir vor, wie wir gestern von der Schule nach Hause sind und auf die Landesgerichtsstraße einbiegen, wer kommt uns entgegen … aber nein, geh, mach mich nicht nervös, wieso, die Gisela, die war doch krank … du, das ist ja zum Verrücktwerden, du hast sie gesehen, wie sie mit einem älteren Herrn … ich werd hin … Aber das ist doch ihr Onkel gewesen, der Juwelier wahrscheinlich, von dem sie damals die goldene Brosche bekommen hat, du weißt schon, die mit den Roserln … Roserln, sag ich, und einer kleinen weißen Perle drin …

PETER: Jetzt hör schon auf mit deinem Geschnatter, gestern hast mir doch versprochen, daß du mir bei der Lateinaufgabe hilfst, gleich wird der Vater da sein, und der soll dich nur telefonieren sehen, dann staubt’s aber.

HANNI: Sei schon still, zupf mich nicht – nein, Anni, das hab ich zum Peter gesagt, der gibt mir keine Ruh … Du, Anni, sei nicht bös, ich hör grad den Vater nach Haus kommen, nein, jetzt nicht, morgen, gell, komm halt um zehn Minuten früher, pünktlich vor der Schule, ja! (hängt das Telefon krachend auf) Daß du nichts sagst, Peter, verstanden.

PETER: Bäh.

(Tür auf, Schritte näher kommend)

HANS: Grüß euch Gott …

VILMA: (kommt hinter ihm herein; erst fern vom Mikro, dann näher) Geh, bitt dich, Lieber, du kommst da mit den nassen Schuhen herein, kannst du nicht draußen wenigstens …

MARIE: Jesus, der Herr Rat, ich habe mir ja gleich gedacht … und wo doch die Flecken von die Parketten ewig nicht aussagehn … Gnä’ Frau, ich hab’s mir ja gleich gedacht …

VILMA: Ja regnet’s denn noch so stark … Hans, daß du auch gar nicht … was denkst du dir eigentlich dabei.

HANS: Also vor allem denke ich mir, daß meine liebwerten Kinder grüßen könnten, wenn ich abends … todmüde … also ich muß schon sagen …

VILMA: Hanni, Peter … der Papa hat ganz recht …

PETER: Natürlich, wenn ich mitten in der Lateinaufgabe bin … ich muß mich doch konzentrieren … sagt ihr immer …

HANNI: (gedehnt) Grüß dich Gott, Papa … ich helf doch dem Peter.

PETER: Ha, die hat ja keine Ahnung von Latein … Sie liest ja nur heimlich einen Liebesroman.

(Ein Buch wird auf den Tisch geschmettert; langsam laut und deutlich: Gib mich frei …)

HANNI: Gib das sofort her … au, du, so ein frecher Bengel … du drückst mir ja den Arm ab, gib mir augenblicklich das Buch …

(Die beiden raufen hörbar miteinander.)

PETER: (triumphierend) Gib mich freiGib mich frei … Nein, ich geb dich nicht frei … Und das Buch geb ich auch nicht frei. Der Papa sagt immer, du sollst lieber die Klassiker lesen …

HANS: Also ich muß schon sagen … eine Begrüßung ist das. Besser hättet ihr euch das nicht ausdenken können. Eins nach dem andern.

HELLI: Der Peter soll lieber dem Papa die Hausschuhe hereinbringen, sonst gibt’s eine Überschwemmung …

PETER: Ooch, immer ich! Das soll die Marie tun …

VILMA: Die Marie hat genug Arbeit. Ihr müßt ihr das Leben nicht noch schwerer machen. Ihr führt euch ja traurig auf; und ausgerechnet jetzt am Abend, wenn der Papa …

HANS: (leicht ironisch) Nur keine Rücksichten bitte, nur keine … Bevor ich demonstrativ ein Familienidyll vorgesetzt bekomme, ist’s mir schon lieber, ihr benehmt euch so wie immer, auch wenn ihr euch schlecht benehmt.

PETER: (schmeichelnd) Papalein, ich hol dir gleich die Hausschuhe, aber du sagst mir dann, wie die Sätze gehen … So was Blödes, ein ganzes Lesestück sollen wir übersetzen. Ein Besuch in Rom: »Roma urbs pulchrissima est … quando, magister, Pompeii proficisceremur? Discipulus rogavit.«

HANS: Vor allem versteh ich nicht, warum du jetzt noch … es ist halb sieben Uhr … Was hast du eigentlich am Nachmittag gemacht, daß du jetzt erst zu einem Rom-Besuch aufbrichst?

PETER: Nachmittag war Turnen.

HANS: Den ganzen Nachmittag?

PETER: Mmm.

VILMA: Die Herren haben dann noch Fußball gespielt. Bis zum Einbruch der Dämmerung.

PETER: (schreiend) Um fünf Uhr war ich zu Hause.

VILMA: Um dreiviertelsechs.

PETER: (steckt um) Der Papa versteht mich viel besser als du, du hast ja keine Ahnung – aber er hat auch einmal Fußball gespielt.

HANS: (räuspert sich) Aber ich habe eben zuerst meine Aufgaben gemacht und dann erst Fußball, oder was immer, gespielt. (dozierend) Überhaupt sollte das Spiel, das Vergnügen, eine Belohnung sein, die aus einer richtigen Arbeitseinteilung entspringt. Du kannst ja kein gutes Gewissen und keine ganze Freude an deiner Fußballschlacht haben, wenn dir dabei konstant durch den Kopf geht, daß du noch dieses und jenes zu tun hast.

PETER: No, ja schon, aber eigentlich denk ich beim Spielen gar nicht so an die Aufgaben. (ein Versuch, altklug zu sein) Das ist es eben, daß das Gewissen nicht immer funktioniert – so wie bei Landesgerichtsräten.

HANNI: (schallend herauslachend) Hahahaha … wie bei Landesgerichtsräten.

VILMA: Ich weiß nicht, Kinder, ich finde das gar nicht so lustig.

HANNI: (schluckt noch weiter vor Lachen)

VILMA: Ja, denn es scheint mir sehr wichtig, daß einmal etwas Ordnung in unsere freie Zeit gebracht wird. Von heute ab werdet ihr gleich nach dem Essen die Aufgaben machen – dann erst dürft ihr Freunde anrufen und davonlaufen.

HANS: Meine Liebe, natürlich hast du ganz recht. Was mich betrifft, so wollte ich dich eigentlich auch längst ersuchen, über die guten Vorsätze hinaus, die bei uns ab und zu, in jedem Herbst vorm Schulanfang und zu Neujahr, gefaßt werden, auch einmal auf die Verwirklichung dieser löblichen Vorsätze zu dringen. Ich kann mich ja nicht um alles kümmern.

VILMA: »Ich kann mich ja nicht um alles kümmern« … Ich find, du machst es dir wirklich manchmal etwas zu leicht …

HANS: Nun sag schon!

VILMA: Einmal muß ich es ja sagen. Du hast bestimmt den Kopf mit allem möglichen voll und ich will nicht haben, daß du ihn nicht damit voll hast, aber diese Bemerkung geht doch zu weit. Wer kümmert sich hier zu Hause um alles?

PETER: (halblaut) Gehen wir, Hanni?

HANS: Beruhig dich, so war es nicht gemeint … die Kinder (Er ist offensichtlich verlegen.) Wo ist denn die Zeitung? Ah! (Blättern von Papier) Peter, wenn du die Zeitung liest, leg sie gefälligst auch wieder zusammen. Es ist kein Vergnügen für mich, dieses zerknüllte Gebilde jeden Abend zu entwirren.

VILMA: Natürlich, jetzt lenkst du wieder ab. Bitte, hör mir zu, wenn ich zu dir spreche.

PETER: (beiseite) Au weh, dicke Luft.

HANS: Halt den Mund, mein Junge.

VILMA: (leise, spöttisch) Auch eine Erziehungsmethode! (laut) Aber wenn du meinst, lassen wir’s.

HANS: Kinder, geht einmal hinaus, ja.

HANNI: (gedehnt) Mit Vergnügen!

PETER: (affektiert) Aber, bitte.

VILMA: (unsicher) Was hast du denn?

HANS: (lachend) Nichts. Einen Kuß möchte ich dir geben.

VILMA: Das kommt aber plötzlich …

HANS: Ich möchte uns dran hindern, dumm zu sein.

VILMA: Ja? Das ist aber auch dumm.

HANS: Aber schön dumm.

VILMA: Weißt du noch, in den ersten Jahren …

HANS: Ja, in den ersten Jahren … aber sind’s denn nicht immer noch die ersten Jahre?

VILMA: Wie du mich anschaust …

HANS: Es wär gut, wenn du auch manchmal so zurückschauen würdest … »aber ich kann mich ja nicht um alles kümmern« …

VILMA: (lacht sehr lieb) Werd ich mich halt kümmern … Du, was ich übrigens sagen wollte. Der Guido hat angerufen und will heute noch kommen. Ich hab so ein untrügliches Gefühl, daß er sich wieder Geld ausborgen will.

HANS: Alle Achtung vor deinem untrüglichen Gefühl!

VILMA: Geh, bitt dich! Ich frag mich nur manchmal, ob es unmoralisch ist, ihm etwas zu geben oder ihm nichts zu geben.

HANS: Mein lieber Halbbruder ist nun einmal ein trauriges Kapitel.

VILMA: Aber es hat auch seine amüsanten Seiten. Zudem kommen die Guidos in den besten Familien vor. Was mich aber wirklich brennend bewegt, ist, weißt, ganz prinzipiell sozusagen, ob das richtig ist, was wir tun: dem armen Guido ab und zu seine Hirngespinste finanzieren und ein anderes Mal dann wieder ablehnen. Glaubst du nicht, daß es für ihn beschämend ist?

HANS: Ja und nein. Schau, das ist so kompliziert, Liebe, daß ich selbst oft nicht weiß, was zu tun ist. Wir haben uns doch selbst schon ein-, zweimal etwas ausborgen müssen –...

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