Hexerei in Nigeria zwischen Christentum, Islam und traditionellen Praktiken

Globale Verflechtungen und lokale Positionierungen bei den Yoruba
 
 
Nomos (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 23. Juli 2021
  • |
  • 496 Seiten
 
E-Book | PDF mit Adobe-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-7489-2426-5 (ISBN)
 
Die Studie eröffnet einen neuen Blick auf Hexerei in Afrika. Anhand von ethnografischen Daten werden muslimische, christliche und traditionelle Yoruba-Perspektiven auf Hexerei im Nigeria des 21. Jahrhunderts aufgearbeitet. Dies geschieht in den Themenkomplexen Öffentlichkeit von Hexerei, Religion und Geschlechterverhältnisse. Mithilfe einer Geschichte der Yoruba-Hexerei werden diese lokalen Konzepte als Positionen in einer globalen Hexerei-Debatte kontextualisiert. Die Studie richtet sich an Interessierte aus Ethnologie, Soziologie, Religionswissenschaft, Politikwissenschaft, Theologie und Entwicklungsarbeit.
Judith Bachmann ist wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Heidelberg und forscht zu Religion in Afrika.
  • Deutsch
  • Baden-Baden
  • |
  • Deutschland
  • 3,23 MB
978-3-7489-2426-5 (9783748924265)
weitere Ausgaben werden ermittelt
  • Cover
  • 1. Hexerei in Afrika - lokale Positionierungen, globale Verflechtungen
  • 1.1. Die Relevanz von Hexerei in Afrika heute: ein Beispiel
  • 1.2. Alte und neue Forschungsansätze
  • 1.2.1. Die neue Hexerei-Forschung als postkoloniales Projekt
  • 1.2.2. Hexerei als afrikanische Moderne
  • 1.3. Hexerei im Kontext christlicher und islamischer Dämonologien in Afrika
  • 1.3.1. Pfingstbewegung und christliche Dämonologien in Afrika
  • 1.3.2. Islamische Dämonologien und Heilpraktiken in Afrika
  • 1.3.3. Komparatistische Studien zu Hexerei in Afrika
  • 1.4. Hexerei als translinguale Praxis in globalgeschichtlicher Verflechtung
  • 1.4.1. Hexerei als translinguale Praxis
  • 1.4.2. Hexerei zwischen Macht und Agency
  • 1.4.3. Hexerei in einer globalen Religionsgeschichte
  • 1.5. Forschungsfeld
  • 1.5.1. Kirchen
  • 1.5.2. Moscheen
  • 1.5.3. Traditionelle Heilpraktiken
  • 1.6. Quellen und Methoden
  • 1.7. Aufbau des Buchs
  • 2. Yoruba-Religionsgeschichte
  • 2.1. Mission, Kolonialisierung und Yoruba-Geschichtsschreibung im 19. Jahrhundert
  • 2.2. Entstehung von christlichen und muslimischen Massenbewegungen (1920er-1950er)
  • 2.2.1. Die christliche Massenbewegung zwischen Mission und Unabhängigkeit
  • 2.2.2. Die muslimische Massenbewegung zwischen Kolonialregierung und Bildungsreformen
  • 2.2.3. Die politische Massenbewegung und ihr religiöser Schatten
  • 2.3. Traditionalisierung im Angesicht des politischen "Vakuums" (1960er-1970er)
  • 2.3.1. Die Ibadaner Religionswissenschaftliche Schule, indigene Künste und die (Re-) Traditionalisierung Nigerias
  • Die Ibadaner Religionswissenschaftliche Schule
  • Die Indigenen Künste und Schreine
  • Ifá und traditionelles Heilen
  • 2.3.2. Die nigerianische Studierendenbewegung und ihre Bedeutung für die Religionen
  • "Kulte" und die kommunistische Studierendenbewegung als Gegenüber
  • Die christliche Studierendenbewegung
  • Die muslimische Studierendenbewegung
  • 2.3.3. FESTAC '77 und der Versuch der nationalen Einigung Nigerias
  • 2.4. Christianisierung und Islamisierung um "Religion" und "das Okkulte" (1980er-2000er)
  • 2.4.1. Scharia-Debatten und die Islamisierung des Südwestens
  • 2.4.2. Die nationale Politisierung "des Okkulten" und die Verbreitung von Heilpraktiken
  • 2.4.3. Die Entstehung der Nation der "Wiedergeborenen"
  • 2.5. Fazit
  • 3. Geschichte der Yoruba-Hexerei
  • 3.1. Hexerei in der globalen Missionsbewegung (1840er-1880er)
  • 3.1.1. Die Problematisierung des Ursprungs "afrikanischer" Hexerei
  • 3.1.2. Hexerei im Europa des frühen 19. Jahrhunderts
  • 3.1.3. Hexerei in der frühen Yoruba-Mission und Übersetzung des Neuen Testaments
  • 3.2. Hexerei in der früh- bis hochkolonialen Phase (1880er-1910er)
  • 3.2.1. Hexerei in der Religionswissenschaft und Völkerkunde
  • 3.2.2. Hexerei in der späten Yoruba-Mission und Übersetzung des Alten Testaments
  • 3.2.3. Hexerei im kolonialen Westafrika
  • 3.2.4. Hexerei in der kolonialen Rechtsordnung
  • 3.3. Hexerei in der spätkolonialen Phase (1920er-1950er)
  • 3.3.1. Vor den Alatinga: Hexerei bei der Yoruba-Elite und in der Erweckungsbewegung
  • Hexerei im Yoruba-Gewohnheitsrecht
  • Hexerei in der Erweckungsbewegung
  • Yoruba-Hexerei in der spätkolonialen Wissensproduktion zu Afrika
  • 3.3.2. Die Alatinga-Hexenjagd: Hexerei im aktiven und systematischen Gebrauch in der spätkolonialen Phase
  • 3.3.3. Nach den Alatinga: Hexerei als globale Vergleichskategorie oder Wicca in Westafrika
  • 3.4. Hexerei in der frühen Unabhängigkeitsphase (1960er-1970er)
  • 3.4.1. Europäische und nordamerikanische Perspektiven: Hexerei als Teil der Yoruba-Mythologie / -Theologie
  • 3.4.2. Yoruba-Perspektiven: Hexerei als Teil der afrikanischen Theologie und Grundstein der Yoruba-Philosophie
  • Omoyajowo: Hexerei und die Reform des Christentums
  • Idowu: Hexerei und die Afrikanisierung des Christentums
  • Olukunle: Hexerei in der Yoruba-Metaphysik
  • 3.4.3. Frauen und Geschlechterverhältnisse in der Produktion der Yoruba-Tradition
  • 3.5. Hexerei zwischen Nationalismus, New Age, Pfingstbewegung und Reformislam (1980er-2000er)
  • 3.5.1. Nationalismus unter der Militärdiktatur: Die Entstehung studentischer Geheimkulte als Identifikationsort von Hexerei
  • 3.5.2. Pfingstbewegung und Reformislam: Hexerei als Dämonisierung weiblicher Unabhängigkeit und konkurrierender Heilpraktiken
  • Pfingstbewegung: Geheimkulte, Frauen und Weiße Gewänder-Kirchen
  • Reformislam: Magie, Frauen und muslimische Heilpraktiken
  • 3.5.3. New Age und Yoruba-Religion: Hexerei als Religion der afrikanischen Frau
  • New Age: Frauen zwischen Bürgerrechtsbewegung und spirituellem Feminismus
  • Africana-Studien: Frauen zwischen spirituellem Feminismus und Yoruba-Tradition
  • 3.6. Fazit
  • 4. Die Öffentlichkeit von Hexerei
  • 4.1. Die Öffentlichkeit von Hexerei in den überregionalen Medien
  • 4.1.1. Atheistische Kritik: Die Gefahren des Hexerei-Aberglaubens
  • 4.1.2. Pfingstliche Positionen: Die Gefahr von Hexerei und ihre Überwindung
  • 4.1.3. Politischer Gebrauch: Hexerei in der Opposition
  • 4.1.4. Die Witches and Wizards Association of Nigeria: Der Schutz Nigerias durch Hexerei
  • 4.1.5. Zwischenfazit
  • 4.2. Die lokale Öffentlichkeit von Hexerei
  • 4.2.1. Das Wissen von Hexerei in der lokalen Bevölkerung
  • Erzählungen von Àjé?-Geständnissen
  • Zweifel an Àjé?-Geständnissen
  • Natur- und Tiererscheinungen als Hinweise auf Àjé?
  • 4.2.2. Àjé? in staatlichen und privatwirtschaftlichen Institutionen
  • Àjé? in staatlichen Institutionen
  • Àjé? in der Landlord Association
  • 4.2.3. Àjé? bei traditionellen Heilpraktiken und in Kirchen
  • Nächtliche Gebetsveranstaltungen gegen Àjé?
  • Traditionelle Heilpraktiken gegen Àjé?
  • Der Befreiungsdienst gegen Àjé?
  • 4.3. Fazit
  • 5. Hexerei und Religion
  • 5.1. Àjé?-Theologien
  • 5.1.1. Àjé? als übernatürliche Gunst oder als göttliche Strafe
  • 5.1.2. Àjé? als Besessenheit
  • Àjé? als Besessenheit durch Jinne
  • Àjé? als Besessenheit durch Dämonen
  • 5.1.3. Àjé? als Nichts und Allah als Alles
  • 5.1.4. Zwischenfazit
  • 5.2. Àjé? als traditionelles Heilen
  • 5.2.1. Die (Fremd-)Identifizierung von traditionellem Heilen mit Àjé?
  • Àjé? als traditionelles Heilen aus christlicher Perspektive
  • Àjé? als traditionelles Heilen aus muslimischer Perspektive
  • 5.2.2. Àjé? als Erweis der Überlegenheit von Heilpraktiken
  • Àjé? und die Überlegenheit christlicher Heilpraktiken
  • Àjé? und die Überlegenheit muslimischer Heilpraktiken
  • Àjé? und die Überlegenheit traditioneller Heilpraktiken
  • 5.3. Fazit
  • 6. Hexerei und Geschlechterverhältnisse
  • 6.1. Benennung und Begrenzung von Àjé? als weibliche Praktiken
  • 6.1.1. Benennung von Àjé? als weibliche Praktiken durch Sprichworte und Erzählungen
  • 6.1.2. Benennung und Begrenzung von Àjé? als weibliche Praktiken im traditionellen Heilen
  • 6.1.3. Benennung und Begrenzung von Àjé? als weibliche Praktiken bei Austreibungs- und Heilpraktiken
  • 6.2. Frauen in der Àjé?-Debatte
  • 6.2.1. Abgrenzung von Àjé? durch Schicksalsbestimmung im traditionellen Heilen
  • 6.2.2. Abgrenzung von Àjé? durch Prophetie und Geisterunterscheidung in Weiße Gewänder-Kirchen
  • 6.2.3. Abgrenzung von Àjé? durch Gebetskampf und Befreiungsdienst in der Pfingstbewegung
  • 6.3. Fazit
  • 7. Gesamtfazit und Ausblick
  • 7.1. Zusammenfassung
  • 7.1.1. Hexerei in Ibadan im 21. Jahrhundert
  • 7.1.2. Schlussfolgerung: Yoruba-Hexerei zwischen Positionierung und Positioniertsein
  • 7.1.3. Yoruba-Hexerei in der globalen Verflechtungsgeschichte
  • 7.1.4. Schlussfolgerung: Yoruba-Hexerei als translinguale Praxis in globaler Verflechtung
  • 7.2. Implikationen
  • 7.2.1. Afrika in einer globalen Religionsgeschichte
  • 7.2.2. Erforschung von Christentum, Islam und traditionellen Praktiken in Afrika
  • 7.2.3. Hexerei und Religion
  • 7.3. Ausblick: Die Frage des Verfolgungswissens und die Öffentlichkeit von Religion und Hexerei
  • Interviewverzeichnis
  • Literaturverzeichnis
  • Index

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