ZM - streng geheim: Siebter Roman - Die Geisterhand Roms

 
 
dotbooks Verlag
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 7. Dezember 2017
  • |
  • 107 Seiten
 
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E-Book | ePUB ohne DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-96148-222-1 (ISBN)
 
Atemberaubende Spannung und jede Menge Lesespaß! Die Kinder-Abenteuerserie "ZM - streng geheim" von Marliese Arold jetzt als eBook bei dotbooks. Dieses Mal begibt sich die Zeitmaschine auf Alleingänge - und bringt einfach einen Mann aus dem alten Rom in die Gegenwart. Heike, Michael, Thomas und Onkel Ambrosius treffen sofort alle Vorbereitungen, um den bekannten Gelehrten in seine Zeit zurückzubringen. Doch kaum haben sie ihn abgeliefert, schlägt dieser Alarm - während er weg war, wurde sein Schüler entführt. Um den Fehler ihrer Maschine wiedergutzumachen, helfen die vier Freunde, den jungen Rufus wiederzufinden ... und legen sich dabei mit der berühmt-berüchtigten Verbrecherorganisation "Die Geisterhand" an. Jetzt als eBook kaufen und genießen: Eine atemlose Reise ins alte Rom für Leser ab 8 Jahren erlebt ihr in "Die Geisterhand Roms" von Marliese Arold. Wer liest, hat mehr vom Leben: dotbooks - der eBook-Verlag.
  • Deutsch
  • 1,13 MB
978-3-96148-222-1 (9783961482221)
Marliese Arold, Jahrgang 1958, entdeckte schon als Kind ihre Leidenschaft für Geschichten. Statt Schriftstellerin wurde sie aber erst mal Bibliothekarin. Seit der Geburt ihrer Kinder schreibt sie selbst - über 180 Bücher sind es mittlerweile, die in 20 Sprachen übersetzt wurden. Sie lebt mit ihrem Mann in Erlenbach am Main. Bei dotbooks veröffentlicht sie: "SOKO Ponyhof, Band 1: Gefahr in den Ferien" "SOKO Ponyhof, Band 2: Das gestohlene Gemälde" "SOKO Ponyhof, Band 3: Die Jagd nach dem Dieb" "SOKO Ponyhof, Band 4: Mädchen vermisst" "ZM - streng geheim, Band 1: Das Geheimnis des alten Professors" "ZM - streng geheim, Band 2: Grabraub im Tal der Könige" "ZM - streng geheim, Band 3: Die Sonnenstadt von Ol-Hamar" "ZM - streng geheim, Band 4: Die Feuerhexe" "ZM - streng geheim, Band 5: Das Rätsel von Machu Picchu" "ZM - streng geheim, Band 6: Der Herrscher von Atlantis" "ZM - streng geheim, Band 7: Die Geisterhand Roms" "ZM - streng geheim, Band 8: Im Schatten des Dschingis-Khans" Die Autorin im Internet: www.marliese-arold.de

Kapitel 1
Unternehmen Teisias


»In genau drei Minuten beginnt das Hörspiel«, kündigte Michael an und lümmelte sich bequem auf die Wohnzimmercouch. »Ruhe und äußerste Konzentration! Es darf gegruselt werden!«

Heike seufzte. Sie saß mit hochgezogenen Knien in einem Sessel und las ein Pferdebuch. Das heißt, sie versuchte zu lesen, aber es war zwecklos, denn ihr Bruder redete immer dazwischen.

»Kannst du denn nicht einmal eine Sekunde lang den Mund halten?«

»Völlig unmöglich«, grinste Michael, der seine Schwester absichtlich störte. »Wußtest du, daß man mit einer Gänsehaut hervorragend einschlafen kann?«

»Sicher«, entgegnete Heike, »vorausgesetzt, man hat keine Nervensäge wie dich im Zimmer.«

Es war Freitagabend. Herr und Frau Jaschke waren mit einem befreundeten Ehepaar ausgegangen und kamen wahrscheinlich nicht vor Mitternacht zurück. Erst hatten die Geschwister den Krimi im Fernsehen ansehen wollen, aber die Geschichte war dermaßen langweilig, daß Heike nach einer Viertelstunde abgedreht hatte. Dann hatte Michael in der Programmzeitschrift entdeckt, daß im Hörfunk ein Gruselhörspiel gesendet wurde. So schien der Abend gerettet, wenigstens für Michael, den Gespensterfan. Vorerst plärrte im Radio ein Sänger noch immer unentwegt, daß er vor Eifersucht gleich vergehen würde.

»Na, dann tu's doch endlich«, knurrte Michael ungnädig. »Dieses Gejaule ist ja nicht zum Aushalten. Kein Wunder, daß deine Zimtzicke nichts mehr von dir wissen will.«

Im gleichen Augenblick wurde der Sänger unterbrochen, und eine Frauenstimme sagte: »Achtung, Achtung, wir wiederholen eine Sondermeldung der Polizei. Warnung an alle Autofahrer: Heute nachmittag wurde in der Nähe von Kronnenburg ein Mann gesehen, der offenbar geistesgestört ist. Er läuft ziellos durch die Gegend. Möglicherweise handelt es sich um einen Patienten eines Krankenhauses oder einer Nervenklinik. Seine Beschreibung: Er ist etwa fünfzig Jahre alt, höchstens einssechzig groß, schlank, hat schwarzes, lockiges Haar und einen schwarzen Vollbart. Trotz der kühlen Witterung trägt er nur ein Nachthemd. Wer hat diesen Mann gesehen? Wer kann nähere Angaben zu seiner Person und seinem jetzigen Aufenthaltsort machen? Hinweise bitte an die Polizeidienststelle von Kronnenburg. - Und nun wieder Musik.«

»Ist Kronnenburg nicht ganz in der Nähe von Obereichenbach, wo Onkel Ambrosius wohnt?« fragte Heike interessiert.

»Ich glaube schon«, antwortete Michael. »Onkel Ambrosius kann es aber nicht sein, denn er sieht ganz anders aus. Allerdings traue ich es ihm schon zu, daß er versehentlich im Nachthemd herumläuft.«

»Tja, das stimmt, zerstreut ist er«, sagte Heike. »Aber verrückt ist er deswegen noch lange nicht.« Sie ließ ihr Buch sinken und dachte an den Professor und seine selbstgebaute Zeitmaschine. Noch nie hatten die Geschwister so viel erlebt wie im vergangenen Sommer.

Inzwischen war es November geworden; draußen war es kalt und regnerisch, und sicher würde man in diesem Jahr nicht mehr lange auf den Schnee warten müssen. Hier in der Stadt waren die Geschäfte bereits weihnachtlich geschmückt. Für Heike und Michael waren die Wochen ausgefüllt mit Schularbeiten und kleinen Alltäglichkeiten, und die Zeit bei Onkel Ambrosius erschien ihnen immer mehr wie ein Traum.

»Das Hörspiel müßte längst anfangen«, sagte Michael ungeduldig, nachdem er auf seine Armbanduhr gesehen hatte.

Er rutschte von der Couch und ging zum Radio. »Ach, Mist! Wer hat denn wieder den Sender verstellt?« Er drehte hastig an dem Knopf.

»Sicher Mutter, die nachmittags immer Gymnastik hört«, meinte Heike, aber ihre Worte gingen unter in dem Gemisch von Geigengedudel, Börsenbericht, amerikanischen Nachrichten und harter Rockmusik. Endlich hatte Michael den richtigen Sender gefunden.

»Da ist es. Natürlich! Es hat schon begonnen!«

». in den alten Schloßruinen aber hauste Carnular, der Vampir«, sagte ein Sprecher mit dunkler Stimme. Wölfe heulten, und dem Wind nach kündigte sich ein Sturm an.

»Ich weiß nicht, ob ich mir diesen Blödsinn anhöre.« Heike stand entschlossen auf. »Ich lese lieber noch ein bißchen.«

»Feigling«, bemerkte Michael. »Es gibt doch nichts Schöneres als Vampire.«

»Du leidest sowieso an Geschmacksverirrung«, erwiderte Heike. »Du mit deinem Carnular oder Dracula oder wie die Sippe auch immer heißt.«

»Pst!« machte Michael ärgerlich. »Ich will das jetzt hören.«

Heike tippte sich an die Stirn und ging zur Wohnzimmertür. In diesem Moment läutete das Telefon.

»Ausgerechnet jetzt!« schimpfte Michael und sah wütend auf den Apparat, der auf einem kleinen Tischchen stand. »Bestimmt nur für die Eltern.«

»Ich geh schon ran«, sagte Heike und griff nach dem Hörer. »Jaschke.« Gleich darauf wurden ihre Augen groß, und in ihrem Gesicht malte sich Erstaunen. »Was, du, Thomas? - Was ist los? He, sprich lauter! . Verstehe ich richtig? Das soll ein Abschied sein? - Aber warum? Wieso?« Sie sah ärgerlich zu Michael.

»Mach doch mal das Radio aus. Ich kann Thomas so schlecht verstehen.«

»Thomas?« Jetzt erst reagierte Michael. Mit einem Sprung war er beim Radio und schaltete ab. Wenn Thomas aus Obereichenbach anrief, mußte es sehr wichtig sein. Thomas Pahl wohnte im Nachbarhaus von Onkel Ambrosius, und die Geschwister hatten den Jungen in den Sommerferien kennengelernt. Bisher hatte Thomas noch nie bei ihnen angerufen. Er schrieb höchstens mal eine Postkarte - und auf der standen gewöhnlich kaum mehr als zwei Sätze.

»Nein, kapier ich nicht«, sagte Heike ins Telefon. »Erzähl noch mal alles von Anfang an.«

Natürlich war es wichtig, was Thomas zu berichten hatte. Sehr wichtig sogar. Wie die Geschwister insgeheim vermuteten, drehte es sich um die Zeitmaschine.

»Dem Professor ist ein fürchterliches Mißgeschick passiert«, erklärte Thomas am anderen Ende der Leitung, und die Geschwister konnten hören, wie der Junge wieder Geld in den Münzfernsprecher warf. »Er hat ein Teil aus seiner Maschine ausgebaut - die Zeitkonstante . ist ja egal, und auf einmal steht Teisias im Laboratorium.«

»Wer in aller Welt ist Teisias?« fragte Heike verblüfft.

»Ein Römer. Nein, eigentlich ein Grieche. Genau: ein griechischer Römer. Die Zeitmaschine hat ihn versehentlich aus seiner Zeit geholt und ihn zu uns ins zwanzigste Jahrhundert gebracht. Und nun müssen der Professor und ich Teisias wieder zurücktransportieren, das ist klar. Und weil wir nicht sicher sind, ob wir diesmal auch wieder zurückkommen, rufe ich an. Damit ihr wenigstens Bescheid wißt, was los ist, falls wir nicht mehr auftauchen.«

Heike schluckte. Was sie eben gehört hatte, war schlimm. Noch schlimmer war, sich vorzustellen, daß Thomas und der Professor tatsächlich auf Nimmerwiedersehen verschwinden würden.

»Moment mal«, mischte sich da Michael ein und riß Heike den Hörer aus der Hand. »Was ihr vorhabt, kommt gar nicht in Frage. Ihr wollt ohne uns losfahren? Warum denn? Bisher haben wir doch alles gemeinsam gemacht.«

Es knisterte in der Leitung, und als Thomas antwortete, klang seine Stimme noch weiter entfernt als zuvor.

»Der Professor meint, wir müssen den Römer so bald wie möglich zurückschaffen, bevor er bei uns noch mehr Verwirrung anrichtet. Wenn die Polizei ihn nämlich findet, kommt die ganze Geschichte mit der Zeitmaschine heraus, und was das bedeutet, könnt ihr euch vorstellen.«

»He«, sagte Michael, »warum soll denn die Polizei auf die Idee kommen, daß in eurem Haus ein waschechter Römer .« Er verstummte, denn in seinem Kopf machte es plötzlich Klick! »Nachthemd? Geistesgestört? Sag mal, war das etwa -«

»Ihr habt die Meldungen also auch gehört? - Ja, das stimmt, unser Römer ist ausgebüchst und hat hier eine Menge Unruhe ausgelöst. Im Augenblick wird noch die ganze Umgebung mit Polizeihunden abgesucht. Sie hatten ihn schon im Kronnenburger Wald eingekreist und fast erwischt. Glücklicherweise hat Moorteufel ihn zuerst aufgespürt, und ich konnte dem Professor Signale geben, wo er mit seiner Zeitmaschine auftauchen mußte. Gemeinsam haben wir Teisias dann in die Maschine gezerrt, puh! Er sträubte sich mit Händen und Füßen.«

»Und warum habt ihr ihn denn nicht gleich zurückgebracht?« erkundigte sich Heike.

»Kunststück! Wir wußten ja nicht, aus welcher Epoche der Römer stammte. Wir müssen nämlich unbedingt den richtigen Zeitpunkt abpassen - gerade den Augenblick, in dem Teisias verschwunden ist. Wenn wir den falschen Moment erwischen, gibt es nämlich Teisias doppelt.«

Bis Michael Thomas' Gedankengängen gefolgt war, sprach dieser schon weiter. »Und deswegen hat sich Professor Ambrosius erst mal eine Weile mit diesem Typen unterhalten, damit wir ein paar Anhaltspunkte bekommen. Natürlich hat er Teisias auch zu beruhigen versucht, damit er nicht wieder ausreißt. - Na ja, richtig schuld daran war eigentlich Frau Schneider.«

Was hatte die Haushälterin des Professors damit zu tun? Sie ahnte ja gar nichts von der Zeitmaschine, die im Keller des Erfinders stand.

»Frau Schneider hat Teisias nämlich erschreckt«, erklärte Thomas. »Sie ist mit ihm auf der Kellertreppe zusammengestoßen. Der Professor hat Teisias einen Moment lang allein in seinem Laboratorium gelassen, um sich aus seiner Bibliothek ein Lateinwörterbuch zu holen. Er wußte nicht, daß Teisias ihm folgte. Und Frau Schneider sah sein weißes Gewand und schrie: >Huch, ein Gespenst!< - Das war zuviel für den armen Kerl!«

Trotz der ernsten Lage mußten die Geschwister lachen. »Frau Schneider hat sich gleich ins Bett gelegt, weil sie gedacht hat, daß sie...

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