Physik. Vorlesung über Natur. Erster Halbband

Bücher I-IV. Griechisch-Deutsch
 
 
Meiner, F (Verlag)
  • erschienen am 1. Januar 1986
  • |
  • 272 Seiten
 
E-Book | PDF mit Adobe DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-7873-2302-9 (ISBN)
 
Die Physik des Aristoteles, einer der Grundtexte des abendländischen Denkens, untersucht die empirischen Voraussetzungen jeder Naturerfahrung und begründet Wissenschaft als gegenstandsbezogene Lehre von den Ursachen und Zwecken sowie den Kategorien, die für die menschliche Erkenntnis des Naturgeschehens leitend sind: Bewegung, Raum, Zeit und Kontinuität. - Die Ausgabe bietet parallel zum griechischen Text eine völlige Neuübersetzung.
Unveränderte eBook-Ausgabe der 1. Aufl. von 1986.
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  • 18,14 MB
978-3-7873-2302-9 (9783787323029)
3787323023 (3787323023)
weitere Ausgaben werden ermittelt
Aristoteles wird 384 v. Chr. in Stagira (Thrakien) geboren und tritt mit 17 Jahren in die Akademie Platons in Athen ein. In den 20 Jahren, die er an der Seite Platons bleibt, entwickelt er immer stärker eigenständige Positionen, die von denen seines Lehrmeisters abweichen. Es folgt eine Zeit der Trennung von der Akademie, in der Aristoteles eine Familie gründet und für 8 Jahre der Erzieher des jungen Alexander des Großen wird. Nach dessen Thronbesteigung kehrt Aristoteles nach Athen zurück und gründet seine eigene Schule, das Lykeion. Dort hält er Vorlesungen und verfaßt die zahlreich überlieferten Manuskripte. Nach Alexanders Tod, erheben sich die Athener gegen die Makedonische Herrschaft, und Aristoteles flieht vor einer Anklage wegen Hochverrats nach Chalkis. Dort stirbt er ein Jahr später im Alter von 62 Jahren.Die Schriften des neben Sokrates und Platon berühmtesten antiken Philosophen zeigen die Entwicklung eines Konzepts von Einzelwissenschaften als eigenständige Disziplinen. Die Frage nach der Grundlage allen Seins ist in der "Ersten Philosophie", d.h. der Metaphysik jedoch allen anderen Wissenschaften vorgeordnet. Die Rezeption und Wirkung seiner Schriften reicht von der islamischen Welt der Spätantike bis zur einer Wiederbelebung seit dem europäischen Mittelalter. Aristoteles' Lehre, daß die Form eines Gegenstands das organisierende Prinzip seiner Materie sei, kann als Vorläufer einer Theorie des genetischen Codes gelesen werden.
  • Cover
  • GLIEDERUNG, THEMENÜBERSICHT, INHALT NACH KAPITELN
  • VORWORT
  • EINLEITUNG
  • ABKÜRZUNGEN
  • BUCH I
  • 1 Notwendigkeit der Prinzipienbestimmung für die Grundlagenwissenschaft von der Natur
  • 3 Widerlegung der Beweisschlüssigkeit bei Melissos
  • Auseinandersetzung mit Parmenides nach gleichem Schema und darüberhinaus aus dem Begriff
  • 4 Grundgedanken der Naturphilosophen über Prinzipien
  • Auseinandersetzung mit der Stofflehre des Anaxagoras
  • 5 Die Prinzipien als Gegensätze
  • Untersuchung des Gegensatz-Verhältnisses auf der logischen Ebene
  • Aufzählung und Bewertung der Prinzipien, die von den Naturphilosophen namhaft gemacht worden sind
  • 6 Vorläufige Diskussion der Anzahl der Prinzipien
  • Dreierlösung wird vorgeschlagen: Ein fundamentales Gegensatz-Paar, ein ihnen zugrundeliegendes Substrat
  • 7 Sprachlogische Analyse der Werdensstruktur
  • Herausarbeitung des Substratbegriffs und seiner Substantialität
  • der Formbegriff und seine »Aufhebung« der Gegensätze
  • Analogiestruktur der Erkenntnis des Substrats
  • 8 Lösung der Probleme der alten Seins- und Naturdenker auf zwei Wegen, (a) Unterscheidung zwischen eigentlicher und akzidenteller Bedeutung von Sätzen, die Prozesse beschreiben
  • (b) Unterscheidung zwischen einer Möglichkeit und der Wirklichkeit des Vorliegens eines Tatbestandes und seiner Aussage
  • 9 Kritik an den Prinzipien der Akademie
  • das Material als Mithelfer der Form beim Werden
  • Substantialität der Materie
  • BUCH II
  • 1 Begriff der Naturbeschaffenheit, (1) als Material, (2) als Form
  • Vorrang der Form
  • 2 Unterschied zwischen Physiker und Mathematiker: Die Formprinzipien des Physikers sind vom Material nicht ablösbar, der Mathematiker betrachtet die Form idealiter
  • der Physiker hat Form und Material zum Gegenstand, und die Finalursache auch
  • 3 Untersuchung des Ursachenbegriffs
  • das Vier-Ursachen-Schema
  • Anwendung und Gebrauchsweisen des Ursachenbegriffs
  • 4 Zufall und Fügung: Exposition des Problems anhand der Inkonsequenzen in der bisherigen Behandlung dieser möglichen Ursachen
  • 5 Definition von Zufall und Fügung
  • ihre Unbestimmtheit, Paralogik und Unbeständigkeit
  • Nachfolgebestimmungen
  • Glück/Unglück
  • 6 Unterschied zwischen Zufall und Fügung: Zufall ist der weitere Begriff, bezieht sich auch auf Wesen, die nicht vorsätzlich handeln können
  • die Bestimmung »vergeblich«
  • Einordnung ins Ursachen-Schema unter Bewegungsursache
  • 7 Reduktion des Vier-Ursachen-Schemas auf zwei Seiten: Stoff - übrige drei
  • die heuristischen Fragen des Physikers und die verschiedenen Aspekte der Angabe des »Weshalb«
  • 8 Die Finalursache in gegensätzlicher Konkurrenz zu blinder Notwendigkeit und Zufall
  • Vortrag der Gegenrede und deren Widerlegung: Naturbeschaffenheit ist wesentlich eine Finalursache
  • Beispiele für zweckhafte Vorgänge in der Natur
  • Vergleich mit den technischen Produkten
  • Erklärung der Entstehung von Fehlern im Finalnexus
  • Regelmäßigkeit im Naturprozess
  • Zweck und Zufall
  • 9 Notwendigkeit
  • Ablehnung bloßer, »mechanischer « Kausalität
  • Notwendigkeit nur in dem Sinne der materiellen conditio sine qua non
  • Anhang 1: »notwendig« in der Mathematik
  • Anhang 2: »notwendig « im Bereich der Begriffe selbst
  • BUCH III
  • 1 Themenkatalog: Veränderung, Kontinuum, Unendlich, Ort, Leeres, Zeit. - Definition von Veränderung in drei Anläufen
  • Arten der Veränderung: Eigenschaftswechsel, Wachsen/Schwinden, Werden/ Vergehen, Ortswechsel
  • 2 Bestätigung der Richtigkeit der Definition aus dem Vergleich mit anderen Lösungen
  • Schwierigkeit des Veränderungsbegriffs
  • Wechselwirkung bei der Berührung
  • Formprägung durch das Verändernde.
  • 3 Diskussion und Lösung dialektischer Schwierigkeiten am Veränderungsbegriff: Der Vorgang bei der Veränderung ist ein einheitlicher, an Beteiligten sind begrifflich mindestens zwei zu unterscheiden. Konklusion zu Kap. 1-3
  • 4 Problemaufriß: Notwendigkeit der Untersuchung
  • Doxographie: Pythagoras, Platon, Anaxagoras, Demokrit, Anaximandros
  • Argumente für die Existenz von Grenzenlosem
  • Schwierigkeiten bei dieser Annahme
  • drei Bedeutungen des Ausdrucks »unendlich «
  • 5 Argumente für die Unmöglichkeit eines real existierenden unendlich großen Körpers: Ein für sich bestehender Begriff kann »unbegrenzt« nicht sein, die Bestimmung kann nur an Raumgrößen vorkommen
  • die Definition von Körper enthält den Begriff von Begrenzung
  • weder als zusammengesetzt noch als gleichartig kann ein unendlich großer Körper gedacht werden
  • Argumente von den Raumstrukturen her
  • Auseinandersetzung mit Anaxagoras
  • Welt-Körper und die Lokalisation der empirischen Körper in ihm
  • 6 Argumente dafür, daß »unendlich« doch etwas bedeuten muß: Es existiert im Bereich der Möglichkeit als fortlaufende Teilung oder Hinzusetzung
  • verschiedene Bedeutungen des Ausdrucks
  • Definition von «unendlich»
  • Ganzheit der Welt
  • 7 Unbegrenztes an Raumgrößen, Zahl, Zeit, Veränderung
  • unbegrenzte Teilungsmöglichkeiten von Körpern, Unteilbarkeit der 1
  • Abbildung von Größen in der Mathematik
  • das Unbegrenzte als Materialursache in Einklang mit der Tradition
  • 8 Beantwortung der fünf Argumente für die Existenz von Unendlichem (Kap. 4): Sie sind widerlegbar oder, soweit akzeptabel, modifiziert in die eigene Theorie eingebaut
  • BUCH IV
  • 1 Themafragen und Begründung der Schwierigkeit
  • Argumente für die Existenz von Ort, seine mögliche Prinzipialität
  • Argumente, die die Bestimmung des Ortsbegriffs als schwierig erscheinen lassen
  • 2 Mögliche Bestimmung von Ort als Form- oder als Stoffursache
  • Entwicklung beider Gesichtspunkte und Feststellung ihrer Unmöglichkeit
  • 3 Bedeutungsuntersuchungen, (a) »In-einem-anderen- Sein«, (b) »In-sich-selbst-Sein«
  • Letzteres stellt sich als trivial, fast sinnleer heraus
  • 4 Zusammenfassung der Postulate
  • apagogische Herleitung der Definition von »Ort« aus vier Möglichkeiten
  • Supplemente
  • 5 Kosmologische Korollarien des Ortsbegriffs
  • All und Bewegung
  • All und Ort
  • Beantwortung der Schwierigkeiten (Kap. 1)
  • Andeutung über Umwandlung der Elemente ineinander
  • 6 Themafragen
  • Argumente für und gegen die Existenz von Leerem
  • 7 Bedeutungen von «leer»
  • Abweisung einer Existenz von Leerem unter Rekurs auf die Ortsdefinition
  • es gibt nicht notwendig eine Verknüpfung zwischen Leerem und der Möglichkeit von Ortsbewegung
  • Widersprüchlichkeit der Argumente für die Existenz von Leerem
  • 8 Nochmalige ausführliche Beweise für die Nichtexi stenz von Leerem aus den physikalischen Eigenschaften von Ortsbewegung: Eine mögliche Bewegung im Leeren ist in kein rationales Verhältnis zu bringen mit den empirischen Bewegungsabläufen
  • Argumentation vom durch teilten Medium und vom bewegten Körper aus
  • begriffliche Argumentation: Leeres kann nicht ausweichen
  • 9 Möglichkeit von Bewegung ohne die Notwendigkeit der Annahme von Leerem
  • auch »locker« und »dicht« lassen sich bei Körpern als Eigenschaften ansetzen, ohne Leeres annehmen zu müssen
  • Ortstausch und Stoffumwandlung ermöglichen im All Bewegung
  • zusätzliche Bemerkungen über Stoffumwandlung. Konklusion für Kap. 6-9
  • 10 Themafragen
  • Aporetik mittels Überlegungen verschiedener Herkunft
  • Schwierigkeit der Definition von Zeit anhand zweier vorliegender Versuche
  • Zeit und Veränderung: Sie gehören zusammen, sind jedoch nicht identisch
  • 11 Zeit und Bewußtseinsveränderung
  • Zeit als ein Moment am Bewegungsverlauf
  • Zeit als Kontinuum
  • ihr »davor« und »danach« in Analogie zur Ortsbewegung
  • Definition von Zeit: Sie ist Meßzahl von Bewegung
  • Zeit als Anzahl von Einheiten (Jetzten)
  • Jetztproblematik: Einerseits ist ein Jetzt immer dasselbe, andrerseits je ein anderes .
  • 12 Attribute von Zeit: Viel, wenig, lang, kurz
  • W echselseitigkeit der Messung: Zeit mißt Bewegung, Bewegung mißt Zeit
  • In-der-Zeit-Sein als Von-ZeitUmfaßt- Sein und Durch-Zeit-Gemessen-Werden
  • Zeit als Urheberin von Verfall
  • Zeit als Maß von Bewegung und Ruhe
  • zeitliche und nicht-zeitliche- Gegenstände
  • 13 Zwei Arten von Jetzt: Das strenge und das umgangssprachliche
  • Unendlichkeit der Zeit
  • zur Zeit gehörende Bestimmungen: Einmal, gerade, eben, vormals, plötzlich
  • 14 Früher und später
  • jeder Wandel als in der Zeit
  • Zeit und Bewußtsein
  • Zeit von Formen der Veränderung
  • Gleichzeitigkeit von Vorgängen
  • die Meßeinheit von Zeit: Der kosmische Kreislauf
  • Nachtrag
  • ANMERKUNGEN DES HERAUSGEBERS
  • Zu Buch I
  • Zu Buch II
  • Zu Buch III
  • Zu Buch IV
  • VERZEICHNIS HERANGEZOGENER LITERATUR
  • Leere Seite

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