33 Geheimnisse der Immobilienfinanzierung, die Ihnen Ihre Bank nicht verrät

... und wie Sie die optimale Finanzierung finden.
 
 
Books on Demand (Verlag)
  • 1. Auflage
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  • erschienen am 25. Januar 2018
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  • 184 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-7460-4192-6 (ISBN)
 
Es gibt viele Finanzbücher und so wenige wie dieses. In einfachen Worten führt Sie der Autor durch den Wald der Banken und Finanzierungsangebote. Er weist Sie genau auf die Fallstricke hin und führt Sie durch die Tücken hinweg auf den richtigen Weg. Er zeigt Ihnen, wo und wie die Banken ihr Geld wirklich verdienen, und was Sie tun müssen, um selbst zu profitieren.
1. Auflage
  • Deutsch
  • 0,75 MB
978-3-7460-4192-6 (9783746041926)
3746041929 (3746041929)
weitere Ausgaben werden ermittelt
Norman Argubi, Volljurist, Masterconsultant in Finance und Vorstand eines Finanzberatungsunternehmens. Er ist seit über 28 Jahren als freier Investmentmakler und Finanzierungsvermittler im Norden von Hamburg tätig, betreut seine Kunden persönlich bundesweit.

1. Grundregeln


Es ist wie bei jedem Spiel. Wer die Regeln nicht kennt, kann nicht erfolgreich spielen. Wer nur glaubt, die Regeln zu kennen, diese aber nicht beherrscht, wird später von anderen Mitspielern ausgenommen. Das ist gerade bei der Baufinanzierung eine unangenehme Situation, weil es in der Regel um viel Geld geht. Es ist auch deswegen unangenehm, weil die Mitspieler in diesem Spiel meist Banken, Bausparkassen oder Versicherer sind, die deutlich größer sind als man selbst und die nicht nur die Regeln besser beherrschen, sondern auch mit größerer Personalstärke und noch mehr Geld immer am längeren Hebel sitzen. Aus diesem Grund ist es so ungemein wichtig, hier einmal über die Regeln und Prinzipien zu sprechen, die Sie so und in dieser Form woanders noch nie gelesen haben.

In allen Berichten der üblichen Presse geht es beim Thema Baufinanzierung immer nur um einen Zinsvergleich, man schaut, wo man 20 Euro Rate sparen kann, ohne die Hintergründe weiter zu beleuchten. Dabei verstehen die meisten noch gar nicht, worauf sie grundsätzlich bei der Finanzierung achten müssen. Wie ist eine Finanzierung aufgebaut, welche Rechte haben sie und wie sehr sie sich - und vor allem wodurch - in eine Abhängigkeit begeben. Jedoch kann man aus meiner Sicht nur dann eine gute und ausgewogene Entscheidung treffen, wenn man um diese Dinge weiß. Die meisten wissen es jedoch nicht und hoffen einfach mal darauf, dass alles gut gehen möge. Sie sind jetzt schon einen Schritt weiter, denn Sie halten dieses Buch in der Hand.

Jede Baufinanzierung startet mit der Frage, ob die ausgesuchte Immobilie die richtige ist. Das gilt bei der Kapitalanlage genauso wie bei dem selbstgenutzten Häuschen. Ist das Haus den Preis tatsächlich wert, was muss die nächsten Jahre noch investiert werden? Habe ich zu diesem Zeitpunkt dieses Geld oder muss ich für die nächsten Renovierungen einen Kredit aufnehmen? Bekomme ich später überhaupt noch ein Darlehen? Allein bei dieser letzten Frage scheitern schon eine Reihe von Menschen, weil sie sich hierüber eben keine Gedanken machen. Sie leben einfach in der Hoffnung, dass die 25 Jahre alte Heizung in dem Haus, das sie sich gerade eben leisten können, doch bitte noch 20 Jahre halten möge. Sicher kann man so kalkulieren, oft genug geht das aber schief.

Ich weiß, wovon ich rede. Als ich mein erstes Haus gebaut habe, musste ich feststellen, dass es im Laufe der Zeit von Planung bis Fertigstellung fast 50.000 Euro teurer wurde. Da hat man einen Festpreis »schlüsselfertig« vereinbart und denkt als junger unerfahrener Mensch nicht daran, dass man das, was dort an Bemusterung einkalkuliert ist, vielleicht gar nicht mag. Erst im Laufe des Baufortschritts kommt man nämlich dazu, sich zum Beispiel mal die Türen anzuschauen. Oder gar die Türgriffe. Will man wirklich mit Plastiktürgriffen die nächsten 20 Jahre leben, oder sollte das lieber etwas Ordentliches sein?

Da werden Fliesen für 25 Euro einkalkuliert, aber spätestens wenn man mit seinem Ehepartner durch die Fliesenausstellung wandert, stellt man fest, dass genau diese Fliesen eher hässlich sind, die anderen für 49 Euro oder für 79 Euro viel schöner aussehen - man baut schließlich nur einmal.

Haben Sie sich mal angesehen, welche Bäder Bauträger in Häuser einbauen wollen bzw. welche sie zumindest einkalkulieren? So ein Bad mit Möbeln von »Ideal Standard«, die man in billigen Restaurants oder in Schulen findet. In den Badausstellungen sind die übrigens immer ganz hinten in der Ecke eingebaut. So muss man erst einmal durch die gesamte Ausstellung laufen, hat also schon x Varianten gerade betrachtet, wo ein Badezimmer schöner ist als das andere, und kommt dann in »seinem« neuen Albtraum Bad an, dass sich sofort als No-Go darstellt. Also planen Sie anschließend das Bad gleich noch einmal neu - mit deutlich höheren Kosten.

Das Ganze machen Sie dann noch mit den Fußbodenbelägen, mit den Fußleisten, mit den Pflastersteinen draußen und mit der Elektroinstallation, weil Sie immer viel mehr Steckdosen benötigen, als ursprünglich kalkuliert. Wenn Sie sich dann noch vor Elektrosmog schützen möchten und abgeschirmte Kabel einbauen lassen, kostet auch das extra.

Heute haben wir ein altes Haus mit über 140 Jahren und durften auch hier feststellen, dass natürlich ein paar Jahre später Sanierungsmaßnahmen anstehen. Und am Ende wird das auch nie aufhören. Das ist bei Häusern auch nicht anders als bei Gebrauchtwagen. Hat das Auto erst einmal die 100.000 km überschritten, häufen sich die Reparaturen.

Neben den Kaufkosten der Immobilie und den Reparaturen unterschätzen die meisten ebenso die Nebenkosten. Und damit meine ich jetzt nicht den Makler, Notar und Gerichtskosten, vielmehr die laufenden Kosten der Immobilie, die sogenannten Instandhaltungskosten. Während der Mieter einfach seine Hausverwaltung anruft, wenn der Wasserhahn tropft, muss er sich nun als Hauseigentümer selbst darum kümmern - und es dann sogar bezahlen. Sie sind also doppelt gestraft. Es kostet Sie plötzlich Zeit und Geld. Sie müssen also plötzlich Handwerker aussuchen und sich entscheiden, welche Maßnahme jetzt die richtige ist. Alles Gedanken, um die sich ein Mieter dauerhaft keine Sorgen machen muss. Auch das unterschätzen viele.

An dieser Stelle mal ein erster kleiner Tipp, insbesondere für Kapitalanleger zum Thema Nebenkosten. Die meisten suchen ja aus naheliegenden Gründen ihre Immobilien am liebsten vor der Haustür. Wenn ich allerdings als Kapitalanleger statt in Schleswig-Holstein lieber in Sachsen oder in Bayern investiere, dann spart allein diese eine Überlegung häufig Zehntausende von Euros. Denn die Grunderwerbsteuer ist in Schleswig-Holstein unfassbare 85,7 % höher als in Bayern und in Sachsen. In vier anderen Bundesländern kann man ebenfalls 85,7 % mehr Steuern zahlen. Auch das ist ein Gedanke, der von Anfang den Gewinn stärker beeinflusst, als bei der Finanzierung 0,2 % zu sparen. Dieses Buch soll Ihnen schließlich einen echten Mehrwert bieten, egal worum es bei Ihrem Immobilienprojekt geht.

Im Bereich der Kapitalanlagen muss man immer unterscheiden zwischen den sogenannten umlagefähigen und nicht umlagefähigen Kosten. Nur die ersteren zahlt der Mieter, die anderen belasten nur Sie. Wenn Sie das vorher wissen und es einkalkulieren, dann ist alles gut. Wenn Sie zuvor nur an die Kaltmiete und Ihre Raten für die Bank denken, werden Sie einige Zeit später eines Besseren belehrt. Mir ist es hier wichtig, Sie einfach auf diverse Punkte aufmerksam zu machen, auf die man von einem reinen Immobilienmakler oder seiner Bank nur selten oder gar nicht hingewiesen wird.

Ein anderes Thema ist die dauerhafte Offenlegung von Vermögen. Das ist den meisten Kunden so nicht bewusst, wie heute die Darlehensverträge bei den Kreditgebern ausgestaltet sind. Dass man bei der Kreditanfrage eine Selbstauskunft ausfüllt und seine Einkünfte, Guthaben und Verbindlichkeiten benennt, ist den meisten schon bewusst. Nur endet diese Verpflichtung nicht nach Kreditunterschrift. Zu diesem Punkt habe ich zum Beispiel auch noch nie etwas in der öffentlichen Presse gelesen. Die Bank hat ein dauerhaftes Recht, sich über Ihre finanzielle Situation zu informieren. Sie kann Sie also jedes Jahr auffordern, Ihre Einkommensbelege zu offenbaren. Im Bereich der gewerblichen Kunden und auch im Bereich der Kapitalanlagen kommt das heute schon fast regelmäßig vor.

Das ist dann besonders unangenehm, wenn es gerade finanziell eng ist, weil zum Beispiel einer der Partner gerade arbeitslos oder in der Kinderbetreuung ist. Das Ganze kann so unangenehm werden, dass die Bank im Zweifel Ihr Darlehen kündigen kann, wenn sie der Meinung ist, dass Sie nicht dauerhaft in der Lage sein werden, die Raten zu bedienen. Das kann die Bank sogar dann tun, wenn Sie bis dato alle Raten immer pünktlich gezahlt haben. War Ihnen das bewusst?

Um Ihnen ein Gefühl dafür zu geben, wie die Bank darauf kommt, dass Sie sich die Immobilien nicht dauerhaft leisten können, hier eine aktuelle Prüfung der Commerzbank. Diese Bank, die ja nur mit staatlicher Hilfe in der Finanzkrise gerettet werden konnte, kalkuliert aktuell sehr streng die sogenannte Kapitaldienstfähigkeit der Ratenverpflichtungen. Kapitaldienstfähigkeit bedeutet: Welchen Kapitaldienst, also welche Rate an Zins und Tilgung können Sie sich dauerhaft leisten?

Die Bank führt eine Art Stresstest durch mit einer Annuität von 8 %. Dabei wird auf der Einnahmeseite Ihr Gehalt angerechnet, von den Mieteinkünften, die Sie bekommen, werden Ihnen hingegen nur 75 % anerkannt. Im Detail sieht das dann wie folgt aus: Sie haben ein Gehalt von 4.000 Euro und finanzieren ein kleines Mehrfamilienhaus von 1 Mio Euro. Das Haus ist vermietet und Sie erhalten in guter Lage eine Miete von 3.500 Euro im Monat. Insgesamt stehen Ihnen also 7.500 Euro im Monat zur Verfügung.

An die Bank zahlen Sie 2.500 Euro Zinsen und die gleiche Summe an Tilgung. Es bleiben Ihnen zum Leben demnach 2.500 Euro im Monat. Kosten für Verwaltung, Instandhaltung und anderes lassen wir hier aus Vereinfachungsgründen einfach mal weg. Die Commerzbank und einige andere Banken kalkulieren...

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