Der Geschmack von Liebe

Roman
 
 
dotbooks Verlag
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 1. August 2018
  • |
  • 292 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
E-Book | ePUB ohne DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-96148-283-2 (ISBN)
 
Weil Liebe durch den Magen geht - direkt ins Herz: Der berührende Liebesroman "Der Geschmack von Liebe" von Pippa Arden jetzt als eBook bei dotbooks. Nomen est omen! Franzi Engel ist genau das: Engel und Retterin der Armen, Ungeliebten und Verzweifelten. In ihrer Küche bekocht und umsorgt sie die Gestrandeten - doch bisher wusste niemand ihren Einsatz so richtig zu schätzen. Nun soll Schluss damit sein, nun sorgt sie nur noch für sich selbst und ihre Haustiere John Wayne und Popcorn ... bis sie auf einer Parkbank Felix entdeckt, den attraktiven Mann mit den traurigen Augen. Franzi wird rückfällig und nimmt ihn mit nach Hause, um ihn aufzupäppeln - nicht ahnend, dass sie damit ihr ganzes Leben auf den Kopf stellt ... Ein warmherziger Roman über Liebe, Freundschaft und die Herausforderung, den eigenen Weg zu finden - mit hinreißenden Figuren, die Sie so schnell nicht vergessen werden: Viktor, Mitbewohner und leidenschaftlicher Freizeit-Transvestit, Shakti, herrlich verrückte Tantra-Lehrerin, und Luna, Shaktis liebenswert pragmatische Teenie-Tochter. Jetzt als eBook kaufen und genießen: "Der Geschmack von Liebe" von Pippa Arden. Wer liest, hat mehr vom Leben: dotbooks - der eBook-Verlag.
  • Deutsch
  • 1,37 MB
978-3-96148-283-2 (9783961482832)
Unter dem Pseudonym Pippa Arden schreibt die Autorin Carola Wolff, Jahrgang 1962, humorvolle, herzerwärmende Liebesgeschichten. Die Berlinerin ist gelernte Buchhändlerin, hat englische Literatur studiert und erzählt nun leidenschaftlich gern fesselnde Geschichten. Bei dotbooks veröffentlicht sie: "Der Geschmack von Liebe" Mehr über die Autorin und ihre aktuellen Projekte im Internet: Website/Blog zum Pseudonym: https://pippaarden.net/ Website/Blog: www.carolawolff.de Facebook: https://www.facebook.com/carolawolffautorin/ und https://www.facebook.com/AutorinPippaArden/ Twitter: https://twitter.com/carolawolff Instagram: https://www.instagram.com/carolawolff/

Kapitel 2


Sie hatten es am gestrigen Nachmittag dann doch nicht mehr in den Park geschafft. Doch jetzt machte Franzi alles wieder wett. Über den morgendlichen Himmel huschten graue Wolken, und unter Franzis Sneakers raschelten Blätter. Mit Popcorn an der Leine lief sie an einer Gruppe von eifrigen Tai-Chi-Jüngern vorbei, die in ihren merkwürdigen Positionen wie erstarrt wirkten. Am frühen Morgen gehörte der Schlosspark Charlottenburg den Joggern und allen anderen gesundheitsbewussten Menschen, die ihr Leben im Griff hatten. Franzi war jetzt eine von ihnen. Tapfer keuchte sie weiter und ignorierte ihren knurrenden Magen. Der wollte lieber nach Hause und frühstücken. Am liebsten starken schwarzen Tee mit Kandiszucker, dazu ein warmes Baguettebrötchen mit Butter und Serranoschinken. Franzis Kopf jedoch wollte nie wieder dicke Tage erleben. Der wollte auf einem schlanken Körper sitzen, umhüllt von einem eleganten schwarzen Kleid. Franzi hatte gestern Ananas gekauft. Aber die Dame aus der Boutique hatte recht gehabt: Ananas allein genügte nicht. Sport musste sein. Franzi hatte ihre alten Turnschuhe herausgekramt, dazu ein buntes Sweatshirt und eine rote Jogginghose. Jetzt atmete sie tief durch und ignorierte ihr leichtes Seitenstechen. Davon ließen sich toughe Frauen nicht aufhalten. Franzi war stolz auf sich. Sie bog schnaufend um eine große alte Kastanie. Vor ihr lag der Teich. Franzi befahl ihrem Magen, mit dem Grummeln aufzuhören, und ihren Füßen, nicht mehr protestierend zu quengeln. Um sich abzulenken, dachte sie an Steve, diesen professionellen Herzensbrecher, vor dem ihr Kopf sie sofort gewarnt hatte. Doch ihr Bauch wollte ihn, und ihr Bauch hatte gewonnen. Ihr Bauch gewann meistens. Deshalb steckte sie ja auch in diesem Schlamassel. Die Frau im schwarzen Kleid würde sich mit Typen wie Steve gar nicht erst abgeben. Sie würde sich in den richtigen Mann verlieben. Kein Taugenichts, sondern beruflich erfolgreich und von Kopf bis Fuß ein Gentleman der alten Schule. Dabei kam es Franzi gar nicht so sehr auf die Umgangsformen an. Es war schön, wenn ein Mann einer Frau die Tür aufhielt. Aber was für Franzi den wahren Gentleman ausmachte, das war ein Mann, der alle Menschen, egal welchen Alters, Aussehens und welcher Hautfarbe, respektvoll behandelte. Einer, der ehrlich war und zuverlässig. Einer, der wusste, was er wollte. Franzi hätte auch nichts dagegen, wenn er außerdem noch charmant und humorvoll wäre. So ungefähr wie Cary Grant in Über den Dächern von Nizza (Franzi hatte eine Vorliebe für alte Filme, die sie mit Viktor teilte). Steve jedenfalls war alles andere als ein Gentleman. Als Gitarrist einer aufstrebenden Indie-Rockband war er viel zu beschäftigt mit Sessions, Auftritten, Groupies und Alkohol.

Auch wenn Franzis Bauch ihn noch sosehr wollte, so sagte ihr Kopf doch, es wäre besser, wenn sie sich einen anderen suchen würde.

Zum Beispiel so einen wie . wie den Mann, der auf der Bank am Teich saß und zumindest äußerlich wie ein Gentleman wirkte. Franzi drosselte ihr Tempo, bis es nicht mehr war als das sanfte Kriechen einer Schnecke. Popcorn blickte sie fragend an. Wenn es nach ihm gehen würde, könnte das mit dem Rennen gerne noch weitergehen.

»Gleich«, versprach Franzi ihm.

Der Mann auf der Bank hatte kurze schwarze Haare, trug einen dunkelgrauen Anzug und auf seinen Knien lag ein schwarzer Aktenkoffer. Er war natürlich nicht Cary Grant, nur jemand, der diesem sehr ähnlich sah. Groß, schlank, gut gekleidet. Ein Hauch von Herbstnebel umwehte Mann und Bank, hüllte beide in graue Melancholie. Was tat dieser Mann hier, warum war er nicht auf dem Weg zur Arbeit? Warum saß er an einem kühlen Oktobermorgen ganz allein am Wasser und wirkte so, als hätte ihn jemand ausgesetzt? Vor allem: Warum trug er keine Schuhe? Denn das war es, dieses eine kleine Detail, das Franzi endgültig zum Stehenbleiben brachte. Sie suchte mit den Augen die Umgebung der Parkbank ab. Hatte er seine Schuhe ausgezogen, weil er seine Füße lüften wollte? War er ein heimlicher Esoteriker, der jeden Morgen den Kontakt zur Natur suchte, bevor er sich in den Arbeitsalltag stürzte? Franzi suchte vergeblich. Keine Schuhe, keine Socken. Nur ein paar nackte Füße, groß und blass. Es ging sie rein gar nichts an. Auch wenn dieser Mann aussah wie Cary Grant (jedenfalls ein bisschen). Auch wenn er verloren wirkte, als wäre er von einem seiner Dächer in Nizza abgestürzt und Grace Kelly hätte ihm noch zusätzlich einen Tritt verpasst, als er schon zuckend auf dem Boden lag. Franzi lief entschlossen weiter. Leider in die falsche Richtung. Denn anstatt den Teich zu umrunden, wie sie es ursprünglich vorgehabt hatte, schlug Franzi den Weg ein, der zu den Bänken am Wasser hinunterführte. Kies knirschte unter ihren Füßen und Popcorn hechelte leise. Doch der Mann auf der Bank ließ nicht erkennen, ob er sie gehört hatte. Oder gesehen. Er starrte einfach weiterhin auf den trüben, mit vereinzelten Laubblättern dekorierten Teich. Die Parkbank hatte eine grazil geschwungene Rückenlehne, in die jemand fuck off eingeritzt hatte. Franzi ignorierte die Botschaft des Sitzmöbels. Je näher sie dem schicken grauen Anzug kam, desto klarer wurde ihr, dass hier etwas nicht stimmte. Der Stoff sah teuer aus, die breiten Schultern waren gut betont, der Schnitt war perfekt. Aber die Bürouniform wirkte zerknittert, so als hätte ihr Besitzer darin geschlafen. Und in seinen leicht strubbeligen Haaren steckte ein kleines, dunkelrotes Blatt. Franzi ging hinter ihm vorbei, trat ans Ufer und versank prompt mit den Füßen in einer weichen, nachgiebigen Masse. Franzi blickte nach unten. Sie war im morastigen Teichufer stecken geblieben.

»Mist!«

Franzi befreite ihre Turnschuhe aus dem nasskalten Modder und hüpfte vorsichtig zur Bank hinüber. Jeder Schritt fühlte sich an, als würde sie in verfaulte Kürbisse treten. Der Gentleman saß ganz außen auf der Bank. Er sah immer noch nicht zu ihr herüber. Selbst Popcorn schien ihn nicht zu interessieren. Franzi steuerte auf die andere Seite der Bank zu und ließ sich mit einem kleinen Seufzer darauffallen. Sie streckte ihre Beine von sich und musterte die traurigen Überreste des ersten Joggingausflugs ihres Lebens.

»Dieser Park ist verdammt gefährlich. Jedenfalls für Schuhe. Hat es Ihre auch erwischt?«

Franzis Worte wurden von einem Rascheln im Schilf beantwortet. Eine kleine, bunte Ente steckte neugierig ihren Kopf hervor und musterte sie erwartungsvoll. Der Mann schwieg. Plötzlich kam Franzi ein schrecklicher Gedanke. Saß sie etwa neben einer Leiche? Franzi wandte so rasch den Kopf nach rechts, dass sie ihre Halswirbel knirschen spürte. Wenn, dann hatte diese Leiche zumindest ein schönes Profil. Auch aus der Nähe betrachtet war die Ähnlichkeit mit dem eleganten amerikanischen Schauspieler frappierend. Ein echter Gentleman. Schmale Lippen, energisch vorgeschobenes Kinn, ein Hauch von Bartstoppeln. In den ruhigen Augen spiegelte sich der graublaue Teich. Und die Augen blinzelten nicht einmal. Franzi hielt die Luft an. Dann hob sich die Anzugbrust fast unmerklich und senkte sich wieder. Franzi atmete aus. Wie gut, dass wenigstens das geklärt war. Im Schilf raschelte es wieder. Der ersten Ente war eine weitere gefolgt, in einfachem braunem Federkleid und sehr viel zurückhaltender als ihr Gefährte. Ein Pärchen, ganz offensichtlich.

»Frühstückshunger?«

Das bunte Männchen steuerte hocherfreut auf Franzi zu. Das Weibchen folgte gelassen. Franzi steckte ihre Hand in die Bauchtasche ihres Sweatshirts und wurde fündig. Die grell orangefarbene Verpackung des Müsliriegels sah zwar mitgenommen aus, aber das schokoladenüberzogene Innere war noch intakt. Franzi brach den Riegel in zwei Hälften und hielt ihrem Banknachbarn eine davon hin.

»Wie sieht's mit Ihnen aus?«

Cary Grant rückte ein wenig von ihr ab. Popcorn hingegen setzte sich erwartungsvoll vor sie und bettelte mit großen braunen Augen.

»Schokolade ist nicht gut für dich«, sagte Franzi.

Der Erpel hatte mittlerweile das Ufer erreicht und quakte laut. Die Ente hielt sich ein Stück abseits. Franzi zerbröselte den Müsliriegel, nahm eine besonders schön glänzende Rosine und warf sie in Richtung der Entendame.

Mit lautem Gequake stürzte sich das bunte Männchen darauf und schnappte sie ihr vor der Nase weg. Popcorn winselte enttäuscht.

»Typisch Mann.«

Franzi schielte zu ihrem Banknachbarn hinüber. Wenn ihn das nicht aus der Reserve locken würde. Und siehe da, der Gentleman bewegte sich tatsächlich. Er beugte sich vor und hielt Popcorn seinen Handrücken hin. Dieser schnüffelte aufgeregt daran und ließ sich streicheln, mit sichtlichem Wohlbehagen.

»Er ist ein echter Charmeur«, sagte Franzi.

Der Gentleman wandte sich Franzi zu, doch sein Blick wanderte an ihr vorbei und blieb an etwas anderem hängen. Franzi drehte sich ebenfalls um. Am Ufer des Sees stand eine kleine Tafel, und darauf hieß es:

Bitte nicht füttern!

Die zusätzliche Fütterung der Wasservögel führt zu Überpopulation auf engstem Raum, zur Massenvermehrung von Bakterien, zur tödlichen Gefahr für Tiere und Gewässer.

Die Müsliriegelreste schmolzen langsam zwischen Franzis Fingern.

Cary hatte die sture Betrachtung des Teiches wiederaufgenommen. Popcorn winselte enttäuscht. Na gut, Franzi war nicht Grace Kelly. Nie gewesen. Aber er konnte doch trotzdem mit ihr reden. Er war eben doch kein Gentleman, sondern nur pingelig. Ein echter Aktendeckelschubser. Und sie hatte sich eingebildet, dass er ein Problem hatte und dringend Hilfe brauchte. Franzi stopfte sich eine Handvoll pappig schokoladiger Haferflocken in den Mund. Aber deine Diät!, kreischte es in Franzis Kopf. Schokolade!,...

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