RoboLOVE #2 - Operation: Copper Blood

 
 
RoboLOVE (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 22. November 2019
 
E-Book | ePUB ohne DRM | Systemvoraussetzungen
978-87-26-23629-3 (ISBN)
 
Panamerikanische Staaten im Jahr 2056: Lennox Copper kann den gewaltsamen Tod seiner Frau und vor allem seine Mitschuld daran nicht verwinden. Als er von Regierungstruppen entführt und zum Hybrid-Söldner umgewandelt wird, scheint sein Schicksal besiegelt. Doch ihm gelingt die Flucht und er findet bei den Rebellen von Hunter's Lane ein neues Zuhause. Lennox wird von seiner traumatischen Vergangenheit eingeholt, als er im Auftrag seiner Organisation die weltbekannte Influencerin Jill Ambush vor einem heimtückischen Attentäter bewahren und sie mit seinem Charme für die Zwecke der Rebellen gewinnen soll. Um seine Mission zu erfüllen, lässt er sich von Jill als Bodyguard engagieren und geht eine leidenschaftliche Beziehung mit der verwöhnten Society Lady ein. Ein gefährliches Spiel. Als Lennox sich zu allem Übel in Jills Tochter Emma verliebt scheint das Chaos komplett. Zumal ihnen der Attentäter dicht auf den Fersen ist und Emma ein tödliches Geheimnis hütet, von dem sie selbst nichts ahnt und das sie alle den Kopf kosten könnte... RoboLOVE Operation: Copper Blood. Romantisch, humorvoll und mega spannend. Zweiter Teil der RoboLOVE Serie von Martina André Die deutsche Bestsellerautorin Martina André wurde 1961 in Bonn geboren. Sie hat viele erfolgreiche Werke veröffentlicht und ist besonders für ihre Templerromane bekannt. Martina André lebt heute mit ihrer Familie in der Nähe von Koblenz sowie in Edinburgh in Schottland, das ihr zur zweiten Heimat geworden ist.
  • Deutsch
Saga Egmont
  • 0,42 MB
978-87-26-23629-3 (9788726236293)
Die deutsche Bestsellerautorin Martina André wurde 1961 in Bonn geboren. Sie hat viele erfolgreiche Werke veröffentlicht und ist besonders für ihre Templerromane bekannt. Martina André lebt heute mit ihrer Familie in der Nähe von Koblenz sowie in Edinburgh in Schottland, das ihr zur zweiten Heimat geworden ist.

Kapitel 1 - Ein ganzer Kerl


New York, Oktober 2056

Mit rasendem Puls schreckte Lennox hoch und starrte in die aufgebrachten Gesichter einiger Kameraden.

Seit einigen Wochen wohnte er nun schon in Hunter's Lane, einem geheimen Rebellenstützpunkt, mitten in der kanadischen Wildnis.

Cathrin Porter, eine begnadete Wissenschaftlerin, hatte diesen Zufluchtsort für Robots und Menschen geschaffen, um zusammen mit ihnen gegen die Machenschaften der Panamerikanischen Regierung zu kämpfen. Silver, wie sich der Robot nannte, der ihn von den Killingfields gerettet hatte, war mit ihm sofort hierhergeflogen, weil es sich unter den Robots, deren Bewusstsein erwacht war, inzwischen herumgesprochen hatte, dass Cathrin ihnen einen sicheren Unterschlupf bot. Und nicht nur das. Sie hatte Lennox mitsamt den dazu passenden Prothesen wieder zusammengeflickt. Niemand, der seine Verletzungen nicht gesehen hatte, würde auch nur ahnen, dass seine Unterarme und das restliche Bein nicht zu ihm gehörten.

 

»Hey, Kumpel«, murmelte Max, der wie Lennox ein Hybridkämpfer war, aber im Gegensatz zu ihm die Killingfields nie gesehen hatte. »Das ist jetzt das vierte Mal in dieser Woche. Ich schlage vor, du gehst morgen zu Cathrin und lässt dir einen stärkeren Tranquilizer verschreiben. Oder du fragst sie, ob du ein Einzelzimmer haben kannst. So geht's jedenfalls nicht weiter.«

»Tut mir leid.« Lennox, dessen angeschlagenes Nervenkostüm sich zu allem Übel nur langsam von seinen traumatischen Erfahrungen erholte, rang nach Luft. Aber es waren nicht die Erlebnisse im Krieg, die ihn hauptsächlich quälten. Vielmehr war es Rachels Tod, dessen Umstände er trotz der Gehirnwäsche und Drogen bei der Armee nicht vergessen konnte. Er hatte gehofft, die Bilder in seinem Kopf würden mit der Zeit verblassen. Aber eher war das Gegenteil der Fall. Sie wurden mehr - nicht weniger. Wie auch immer schien die Auswahl an Albträumen, die seine kranke Psyche passend dazu entwarf, schier unerschöpflich zu sein.

Nur gut, dass er am Morgen einen Termin bei seiner Chefin hatte, die für alle hier wie eine Mutter war, obwohl man ihre Entschlossenheit im Kampf gegen den Krieg und die darin verwickelten Parteien nicht unterschätzen durfte.

 

Cathrin Porter lächelte wie immer freundlich, als sie ihn an der Tür zu ihrem Sprechzimmer empfing.

»Guten Morgen Lennox, wie geht's? Ich habe gehört, du hast beim Aufbautraining weiterhin gute Fortschritte gemacht.«

Ihre verständnisvolle Stimme gab ihm jedes Mal das Gefühl, nach Hause zu kommen. Ihr und Silver verdankte er sein Leben. Das würde er den beiden nie vergessen.

»Schlecht«, sagte er ehrlich und wartete darauf, dass sie ihm einen Platz auf einem der weißen Bambusstühle anbot, die vor einem ovalen weißen Tisch standen, an dem sie gewöhnlich ihre dienstlichen Besprechungen abhielt. Nicht nur das weiß getünchte Sprechzimmer mit den wenigen Möbeln war minimalistisch. Auch sie selbst schien keine großen Ansprüche zu stellen. Die zierliche Frau, deren dickes, silbergraues Haar zu einem einfachen Bob geschnitten war, trug einen schlichten weißen Arbeitsoverall, in dem sie beinahe versank.

Im Gegensatz zu Cathrin war Lennox ein Kerl wie ein Baum. Aber dass er inzwischen wieder trainieren konnte wie früher, hatte er ausschließlich ihr zu verdanken.

»So setz dich doch! Möchtest du etwas trinken?« Mit einem Nicken bot sie ihm einen Kaffee an.

»Ich hätte lieber ein Bier.« Wenig später hatte er einen Becher mit alkoholfreiem Bier vor sich stehen und begann, sich das erste Mal am Tag zu entspannen.

»Ich träume jede Nacht von Rachel«, murmelte er mit gesenktem Kopf. »Nicht wie ich sie liebe, sondern wie sie erschossen wird und wie ich vergeblich versuche, sie vor dem Tod zu bewahren. Ich renne und renne und komme jedes Mal zu spät. Und wenn ich wach werde, weiß ich, es ist kein Traum, sondern die Wahrheit. Es macht mich fertiger als alles, was ich auf den Killingfields erlebt habe. Manchmal denke ich, am besten wäre ich auch dort gestorben, dann hätte die Quälerei ein Ende. Ich fühle mich schuldig, weil ich noch lebe und sie nicht beschützen konnte.«

»Das ist ganz natürlich Lennox«, beschwichtigte Cathrin ihn. »Und eigentlich auch ein gutes Zeichen. Es zeigt, du entwickelst wieder Gefühle, die dir unter dem Einfluss der Drogen als Hybrid genommen wurden, und dass deren Wirkung langsam vollständig nachlässt.«

»Aber meine Kameraden, mit denen ich mir die Unterkunft teile, finden das überhaupt nicht witzig. Ich schrecke fast jede Nacht schreiend hoch. Max meinte, ich solle mir einen stärkeren Tranquilizer verschreiben lassen.«

Cathrin machte ein nachdenkliches Gesicht und schüttelte entschieden den Kopf. »Ich hatte eigentlich vor, deine Medikamente zu reduzieren. Was du brauchst, sind keine Pillen. Was du brauchst, ist eine Aufgabe. Ich hatte es bei unserer letzten Besprechung bereits angedeutet. Wir müssen Mac 2 im Blick behalten. Monty MacIntyres' Klon ist weitaus gefährlicher als sein menschliches Original. Er will einflussreiche Politiker der Panamerikanischen Regierung durch täuschend echt aussehende Robot Kopien ersetzen und mit ihnen die Herrschaft über die Menschheit übernehmen. Das umzusetzen, benötigt natürlich etwas Zeit. Aber wir haben es hier mit einer besonders hochentwickelten Form künstlicher Intelligenz zu tun, die wir keinesfalls unterschätzen dürfen. Wir wissen nicht, wo er anfangen wird, prominente Menschen auszutauschen, aber ich bin sicher, er hat den Dunstkreis des Panamerikanischen Präsidenten als erstes im Auge. Und dazu zählen auch dessen Familienangehörige. Jonathan Junger hat nicht die geringste Ahnung, dass es nicht mehr Monty MacIntyre selbst ist, mit dem er Geschäfte betreibt und der in Wahrheit seinen Krieg finanziert, sondern eine heimtückische künstliche Intelligenz, die ihn und seine gesamte Familie bedroht.«

»Und warum sagt ihm das niemand?«

»Wer sollte das tun? Wir? Wohl kaum. Mac 2 hat bereits alles perfekt manipuliert«, klärte ihn Cathrin mit einem finsteren Blick auf. »So wie es sich darstellt, hat er eine neue Serie von R8-Robots konstruiert, nachdem er bei Jack den Quellcode kopiert hat. Sie unterscheiden sich nicht nur äußerlich kaum noch von einem Menschen, auch innerlich können nur noch Spezialisten erkennen, ob es sich um Robots handelt. Natürlich sind sie körperlich um einiges schneller und stärker als Menschen. Er selbst hat nach unseren Ermittlungen weitere Kopien von sich angefertigt. Wir haben keine Ahnung, wie viele Kopien es von ihm gibt. Aber genau da steckt das Problem. Sollten Jungers Geheimdienste tatsächlich auf die Idee kommen, ihn zu scannen, weil jemand ihnen einen Hinweis dazu gibt, wird die Kopie ohne Skrupel behaupten, von mir entworfen und von uns eingeschleust worden zu sein. Wir können das nicht widerlegen und wenn sie ihn vernichten, taucht ein neuer Mac auf und erklärt, der echte zu sein. Was glaubst du, wie oft Jungers Geheimdienste einen neuen Scan unternehmen, nur um herauszufinden, dass es keine menschliche Version von Monty MacIntyre mehr gibt?«

»Nicht sehr oft, schätze ich. Irgendwann werden sie ihm glauben, der echte MacIntyre zu sein«, gab Lennox nachdenklich zurück.

»Genau so wird es ablaufen«, bestätigte Cathrin seine Vermutung. »Vor allem, weil die Regierung nach wie vor von MacIntyres Konzern abhängig ist und gar nicht auf deren Robot-Produktion verzichten kann. Jedenfalls nicht, solange der Krieg gegen die Panasiatische Front nicht gewonnen ist.«

»Das bedeutet, zunächst müsste der Krieg beendet werden«, murmelte Lennox mehr zu sich selbst.

»Das wird kaum geschehen, solange Junger und seine Leute davon profitieren, indem sie mit Hinweis auf den Krieg permanent die Steuern erhöhen«, erwiderte Cathrin mit ernstem Blick. »Die einzige Möglichkeit, Bewegung in die Sache zu bringen, wäre, die Bevölkerung über die wahren Hintergründe und Gefahren, die von diesem Krieg ausgehen, zu informieren. Da sämtliche Kommunikationswege streng überwacht werden und die Leute nur zu sehen bekommen, was sie sehen sollen, bleibt nur ein Weg, diese Kette zu durchbrechen.«

Lennox blickte interessiert auf. »Und der wäre?«

»Wir müssen jemanden auf unsere Seite ziehen, der an der Spitze dieser Kommunikationskette steht.« Cathrin warf ihm einen gewichtigen Blick zu.

»Und wer soll das sein?«

»Jill Ambush«, erklärte Cathrin und lächelte schwach. »Sie ist die wichtigste Influencerin im Alltag der Panamerikaner. Ihr Wort ist Gesetz. Was sie verkündet, ist wegweisender als Gottes Wort in der Bibel. Zufällig ist sie die Schwester der First Lady und ihr Ex-Mann ist sein Verteidigungsminister. Zudem ist sie Jungers inoffizielles Sprachrohr. Obwohl sie selten über politische Themen berichtet. Und ich bin auch nicht davon überzeugt, dass sie etwas über die Gräueltaten ihres Verflossenen weiß. Vielleicht ist es Naivität oder Desinteresse. Aber das sollte sich möglichst bald ändern, weil sie die Schlüsselfigur zu unserem Plan ist.«

»Jill Ambush.«, Lennox warf Cathrin einen zweifelnden Blick zu. »Ist das nicht die affektierte Braut, die Jack im Auftrag von Hunter's Lane im >Universe< in Chicago gevögelt hat?«

Cathrin nickte mit einem hintergründigen Lächeln. »Genau die«, antwortet sie, ohne die Geschehnisse ausführlicher zu...

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