Sinnliches Rendezvous mit Folgen

 
 
Cora Verlag GmbH & Co. KG
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 31. Januar 2017
  • |
  • 144 Seiten
 
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978-3-7337-0807-8 (ISBN)
 
"Für mich bist du einfach nur ein Mann." Prinz Eduardo lächelte. "Ein Mann, den du begehrt hast. Den du gehabt hast. Und den du nun nicht mehr los wirst", sagte er. "Und du machst, was ich dir sage: Du heiratest mich!" Ein einziges Mal vergisst Stella ihre Pflicht. Statt ihr Land zu verteidigen, flieht sie an den Strand von San Felipe - in die Arme von Prinz Eduardo. Überwältigt von nie gekannter sinnlicher Sehnsucht tut sie, was sie noch niemals vorher gewagt hat: Selbstvergessen gibt sie sich dem berüchtigten Playboy hin ... Als sie drei Monate später entsetzt feststellt, dass sie ein Kind unter dem Herzen trägt, zahlt sie einen hohen Preis für ihren Fehltritt. Erst verliert sie ihren Job, dann lässt Eduardo sie entführen und verlangt Unmögliches von ihr ...

1. KAPITEL

Stella Zambrano fühlte sich wie eine Erstklässlerin, die zum Schulleiter bestellt worden war. Sie wusste, dass sie Ärger bekommen würde, hatte aber keine Ahnung, warum.

Der Militärtrakt des Palastes von San Felipe war ehrfurchteinflößend mit den hohen, gewölbten Decken, dem Mosaikboden und der Ahnengalerie der De Santis.

San Felipe, das berühmte Inselfürstentum im Herzen des Mittelmeeres, wurde zurzeit von Antonio De Santis regiert. Der dienstbeflissene und trotz seiner Strenge beliebte Antonio wurde von seinem charmanten jüngeren Bruder Eduardo unterstützt, den alle anhimmelten. Als Aushängeschild von San Felipe sorgte der wagemutige, weltgewandte Eduardo so gut wie allein dafür, dass der Tourismus auf der Insel florierte. Alle Welt nannte die beiden "die Prinzen", obwohl Antonio nach dem frühen Tod der Eltern Staatsoberhaupt war. Für die Bevölkerung war er nach wie vor der Kronprinz.

Das neueste Portrait in dem großen Raum zeigte Antonio und Eduardo Seite an Seite in vollem militärischem Ornat. Es hing an der Wand direkt vor Stella. Sie hoffte inständig, dass die Brüder heute nicht im Palast waren.

"Leutnant Zambrano? Der General will Sie jetzt sehen."

Endlich.

Stella sah dem Hauptmann ins Gesicht, doch das war völlig ausdruckslos. Sie hatte gerade ihren Morgenlauf beendet gehabt, als ein Feldwebel mit versteinerter Miene aufgetaucht war und sie dringend in den Palast beordert hatte. Ihr war keine Zeit geblieben, sich umzuziehen. Der Feldwebel hatte sie direkt vom Stützpunkt zum Palast gefahren, in dem sich das Quartier des Generals von San Felipe befand.

Sie fühlte sich überhaupt nicht wohl in ihrer Haut, wünschte, sie hätte ihre dunkelblauen Hosen, eine weiße Bluse und ihre goldbetresste Jacke an. Ihren Dienstanzug. Stattdessen trug sie einen fleckigen Tarnanzug und dreckige Stiefel. Doch vielleicht würde der General über ihre unordentliche Erscheinung hinwegsehen. Vielleicht war sie hierher bestellt worden, um in den Auslandseinsatz geschickt zu werden, auf den sie schon so lange wartete.

Leider fürchtete sie, dass es etwas anderes war. Die Ablehnung ihres letzten Gesuchs lag nicht lang genug zurück. Und die bemüht ausdruckslosen Gesichter des anwesenden Personals, die Art, wie sie ihrem Blick auswichen . Es musste etwas anderes sein.

"Leutnant?", wiederholte der Hauptmann mit schneidender Stimme.

Blinzelnd besann sie sich. Noch nie war es vorgekommen, dass ein höhergestellter Offizier einen Befehl an sie hatte wiederholen müssen. Steif folgte sie ihm zu der großen, mit Schnitzereien verzierten Tür, betrat den Raum und nahm in respektvollem Abstand zum Schreibtisch des Generals eine stramme Haltung ein. Die Tür fiel geräuschvoll hinter ihr zu.

Der uniformierte Mann hinter dem Schreibtisch sah nicht zu ihr auf. Er sagte ihr nicht, dass sie sich rühren sollte. Nicht, dass sie sich setzen sollte. Er sagte überhaupt nichts. Stattdessen starrte er auf eine Personalakte, die aufgeschlagen vor ihm lag. Stella wusste, dass es ihre war, doch sie hielt den Blick fest auf die Wand hinter dem General geheftet. Nur am Rand registrierte sie das angegraute Haar des Generals - und dass er eine Brille trug, um in der Akte zu lesen. Er diente seit fast 50 Jahren in dieser Armee. Andere Männer in seinem Alter wären bereits in den Ruhestand gegangen. Er würde das nie tun. Er würde bis an sein Lebensende dabeibleiben. Denn das Militär war sein Leben.

Sie respektierte das. Verstand es. Weil es ihr genauso ging.

"Leutnant", sagte er schließlich.

"Zu Befehl, Sir." Sie salutierte.

Er sah noch immer nicht auf. "Am Nachmittag des 27. Juli waren Sie in der Kaserne von San Felipe im Dienst, ist das richtig?"

Ihr Mut sank. Das Datum hatte sich in ihr Gedächtnis eingebrannt.

"Ich denke ja, Sir." Sie befeuchtete ihre entsetzlich trockenen Lippen mit der Zunge.

Ihre Ahnung hatte sie nicht getäuscht. Hier ging es nicht um den Einsatzbefehl, auf den sie hoffte.

"Und sind Sie vorschriftsmäßig den gesamten Nachmittag und Abend in der Kaserne gewesen?"

Sie schluckte. Es war nur eine Stunde gewesen. Eine Stunde, in der sie .

Nein. Nicht dran denken.

Stella verdrängte die Erinnerung, wie sie es während der vergangenen Wochen immer wieder recht erfolgreich getan hatte, und dachte an all die Jahre, in denen sie sich streng an die Regeln gehalten hatte.

Jemand musste sie verraten haben.

"Leutnant?", fuhr der General fort. "Haben Sie die Kaserne an dem Tag ohne Erlaubnis verlassen?"

Die letzten Monate hatte sie in ständiger Anspannung verbracht und sich gefragt, ob ihre Irrsinnsaktion irgendwelche Konsequenzen nach sich ziehen würde. Doch da nichts passiert war, hatte sie schließlich geglaubt, dass sie noch einmal glimpflich davongekommen sei.

Womit sie sich wohl getäuscht hatte.

"Der 26. Juli", wiederholte der General. "Erinnern Sie sich an den Nachmittag, Leutnant?"

Leider gab es keine Antwort auf diese Frage, die sie laut hätte äußern können. "Ich war nicht weit weg. Ich habe das Kasernengelände nur sehr kurz verlassen."

"Sie waren in Bereitschaft. Und hatten keine Genehmigung, den Stützpunkt zu verlassen."

Sie war die Klippen hinunter in die Bucht geklettert, die nur wenige Meter vom Stützpunkt entfernt war. Sie hätte es gehört, wenn die Sirenen zum Einsatz gerufen hätten.

"Letzte Woche waren Sie bei der Routineuntersuchung." Der General warf einen Blick in ihre Akte.

"Ja, Sir." Der plötzliche Themenwechsel verunsicherte Stella.

"Bei der Blutuntersuchung gab es einen Befund."

Einen Befund? Sie war doch gesund und fit! Zwar war sie bei ihrem morgendlichen Lauf in letzter Zeit tatsächlich etwas müder gewesen, aber sonst .

"Seit wann wissen Sie, dass Sie schwanger sind?"

"Was?" Vor Schreck vergaß sie die formelle Ansprache.

"Sie haben Ihren Zustand nicht an Ihren Vorgesetzten gemeldet. Ein weiteres Dienstvergehen."

Schwanger?

"Ich bin nicht ." Sie atmete tief ein. "Ich kann nicht ." Das konnte nicht sein. Es war nur das eine Mal passiert. Und sie hatte sich geschützt. Nie im Leben hatte sie schwanger werden wollen!

Der General hielt ein Blatt Papier hoch. "Der Test wurde mit der zweiten Blutprobe wiederholt. Es besteht kein Zweifel. Machen Sie Ihren Abgang nicht noch unwürdiger, als er ohnehin schon ist."

"Meinen Abgang?" Das konnte, das durfte nicht wahr sein.

"Sie sind aller Aufgaben enthoben", verkündete der General emotionslos. "Sie haben sich ohne Erlaubnis vom Stützpunkt entfernt. Sie haben Ihren Zustand geheim gehalten. Sie scheiden mit sofortiger Wirkung aus der Armee von San Felipe aus. Nach Ihrer Rückkehr zur Kaserne haben Sie Ihre Uniform abzugeben. Alles, was sich ansonsten an Eigentum des Fürstentums auf Ihrem Zimmer befunden hat, ist bereits abgeholt worden. Ihre eigenen Sachen sind gepackt. Wenn Sie das Kasernengelände nicht binnen zehn Minuten verlassen haben, wird man das als Hausfriedensbruch auffassen und Sie vom Stützpunkt entfernen."

Ihr wurde schwindelig. Sie wurde aus der Armee geworfen! Aus der Armee, die ihre Heimat war. Der einzige Ort, wo sie hinkonnte. Und sie war schwanger.

Sie konnte nicht schwanger sein. Nicht von . Wussten sie, mit wem sie zusammen gewesen war? Wer sie dazu gebracht hatte, sich zu verhalten, wie es sonst gar nicht ihre Art war? Wer solche intensiven Gefühle in ihr ausgelöst hatte?

Panik drohte sie zu überwältigen, doch ihr Selbsterhaltungstrieb rettete sie. Sie rang um Fassung. Hier ging es um ihre Zukunft.

"Müsste ich nicht vor ein Militärgericht gestellt werden?", fragte sie und hoffte, dass der General nicht merkte, wie ihre Stimme schwankte. "Müsste nicht ein Soldat vor Ort sein und diese Unterhaltung aufzeichnen?" Stella wollte keine Vorzugsbehandlung. Nicht für das, was sie getan hatte und mit wem.

Und auch nicht dafür, wer sie war.

Der General brummelte etwas Unverständliches. Das war sein erster Ausreißer während dieses Gesprächs - ein winziger Hinweis darauf, dass er tatsächlich menschlich sein könnte. Er senkte seinen Blick wieder auf die Akte. "Wir hielten es für das Beste, Ihnen die Blamage zu ersparen."

Seine barsche Antwort machte Stellas letztes bisschen Hoffnung zunichte.

Wer hatte diese Entscheidung getroffen? Wer war "wir"? Und ging es wirklich darum, ihr die Blamage zu ersparen? Oder jemand anderem? Jemandem, der viel wichtiger war als sie?

Wollten sie, dass sie unauffällig verschwand, damit sie die Sache unter den Teppich kehren konnten? Damit dieser Zwischenfall aus der Welt war? Blinde Wut packte sie. Am liebsten hätte sie die Ungerechtigkeit laut herausgeschrien. Aber das konnte sie nicht. Es war ihre eigene Schuld, dass ihr Leben ruiniert war. Es war ihre eigene falsche Entscheidung gewesen. Aber diese absurde Behauptung, dass sie schwanger sei . Das konnte einfach nicht wahr sein.

"Ich bin nicht schwanger", wiederholte sie nachdrücklich. Sie wollte es nicht glauben.

"Wegtreten!"

Der schonungslose Befehl ließ sie erstarren. Der General hatte ihr unmissverständlich klargemacht, dass ihre Karriere beendet war und ihn ihre Reaktion und ihre Einwände nicht interessierten. Sie waren ihm egal. Er wollte nur, dass Stella schnell und ohne großes Aufhebens verschwand.

...

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