Mein Baby entdeckt sich und die Welt

Kindliche Entwicklung achtsam begleiten nach Emmi Pikler
 
 
Random House ebook (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 14. Juni 2011
  • |
  • 160 Seiten
 
E-Book | PDF mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-641-56003-4 (ISBN)
 
Ausgebuchte Pikler-Kurse, heiß begehrte Pikler-Krippen - die Pädagogik der ungarischen Kinderärztin Emmi Pikler erfreut sich wachsender Beliebtheit. Sie steht für die aufmerksame und respektvolle Begleitung des Kindes von Geburt an. In diesem Buch erfahren Sie alles zu den grundlegenden Pikler-Prinzipien für die ersten 18 Monate - hochwertig ausgestattet und mit über 100 Farbfotos.


Monika Aly ist Kinderphysiotherapeutin, systemische Beraterin und Vorsitzende der Pikler Gesellschaft Berlin. Sie bietet laufend Elternberatung und Fortbildungen für Erzieherinnen an, außerdem Coaching und Fallsupervision für Therapeuten und Teams. Monika Aly ist eine der renommiertesten Pikler-Expertinnen Deutschlands.
  • Deutsch
  • 10,49 MB
978-3-641-56003-4 (9783641560034)
3641560039 (3641560039)
weitere Ausgaben werden ermittelt
1 - Inhaltsverzeichnis [Seite 5]
2 - Vorwort [Seite 9]
3 - Die Grundbedürfnisse des Neugeborenen [Seite 15]
3.1 - Wärmeregulation und geeignete Kleidung [Seite 16]
3.2 - Die räumliche Umgebung: überschaubar und geborgen [Seite 18]
3.3 - Kinderwagen, Tragetuch und Spazierengehen [Seite 22]
4 - Das Baby und seine Eltern lernen sich kennen [Seite 27]
4.1 - Die ersten Wochen [Seite 27]
4.2 - Das Stillen kann Geduld erfordern [Seite 30]
4.3 - Die Beziehung zwischen Kind und Eltern [Seite 34]
4.4 - Fütterzeiten, Tagesablauf und Nachtschlaf [Seite 37]
4.5 - Missbehagen und Weinen [Seite 39]
4.6 - Rücken- oder Bauchlage? [Seite 42]
4.7 - Bewegen heißt, das Gleichgewicht finden [Seite 44]
5 - Die ersten Monate und täglich etwas Neues [Seite 49]
5.1 - Das Baby schaut, entdeckt, begreift [Seite 49]
5.2 - Erste einfache Spielgegenstände [Seite 52]
5.3 - Elterliche Umsicht, kindliches Vertrauen [Seite 54]
5.4 - Strampeln, Abstemmen, Drehen [Seite 63]
5.5 - Babygruppen, Babyschwimmen, Babymassage [Seite 66]
6 - Die Zeit vom Krabbeln zum Sitzen [Seite 71]
6.1 - Ungleiche Entwicklungsfortschritte [Seite 71]
6.2 - Von der Brust oder Flasche zum Löffel [Seite 72]
6.3 - Freude am Kriechen und Krabbeln [Seite 77]
6.4 - Die Spielumgebung - eine Aufgabe der Eltern [Seite 83]
6.5 - Wie das Kind sitzen lernt [Seite 89]
7 - Vom Aufrichten bis zum freien Gehen [Seite 95]
7.1 - Klettern, Schieben und Hochziehen [Seite 95]
7.2 - Wie Eltern die Bewegungsfreude fördern [Seite 104]
7.3 - Der Reiz verschiedener Spielobjekte [Seite 106]
7.4 - Das Spielen und die Rolle der Eltern [Seite 108]
7.5 - Vom ersten Schritt bis zum Gehen [Seite 109]
7.6 - Kommunikation und Sprache [Seite 115]
8 - Ausblick bis zum dritten Lebensjahr [Seite 119]
8.1 - Eigenständig und geborgen [Seite 119]
8.2 - Sammeln, Nachahmen, Rollenspiel [Seite 121]
8.3 - Treppen, Spielplätze, Laufrad [Seite 126]
8.4 - Selbstständigkeit, Regeln, Rituale [Seite 128]
9 - Entwicklungsbogen nach Judit Falk [Seite 135]
9.1 - Anleitung zum Führen der Tabelle [Seite 136]
9.2 - Begriffe und Definitionen [Seite 139]
9.3 - Entwicklungsbogen zum eigenen Gebrauch [Seite 148]
10 - Anhang [Seite 153]
10.1 - Literaturempfehlungen [Seite 153]
10.2 - Register [Seite 156]
10.3 - Bildnachweis [Seite 159]
"Ausblick bis zum dritten Lebensjahr (S. 119-120)

Eigenständig und geborgen

Auf den vorangegangenen Seiten habe ich dargestellt, wie Eltern und auch Krippenerzieherinnen den Lebensumkreis eines Babys möglichst günstig und entspannt gestalten können. Vertrauen, Regelmäßigkeit, Zuwendung und Autonomie, also der Verzicht auf Erwartungsdruck und vorschnelle Interventionen, stehen im Mittelpunkt. Auf dieser Basis kann das Neugeborene den Weg zum Kleinkind, das sich frei bewegt und spielt, leicht und seinem Temperament entsprechend zurücklegen. Für die Bewertung kindlicher Entwicklungsfortschritte kommt es nicht auf sogenannte Meilensteine wie Sitzen oder Stehen an, sondern darauf, wie ein Kind von einem Entwicklungsschritt zum nächsten gelangt, wie es diesen vorbereitet und wie viele Variationen es in aller Freiheit und Ruhe ausprobiert – je mehr, desto besser.

Wichtig dabei ist nicht das Wann, sondern das Wie und dass das Kind seine Fähigkeiten in den ersten drei Lebensjahren selbst erreicht – zwar in einer günstig eingerichteten Umgebung, aber ohne fremdes (wohlmeinendes) Unter-die-Arme- Greifen. Das gilt für jede erworbene Fähigkeit. In erster Linie ist die Qualität der kindlichen Bewegungsabläufe wichtig, deren flüssige und geschmeidige Harmonie, nicht das erreichte Ziel. Je sicherer ein Kind sein Gleichgewicht austarieren kann, desto feiner kann es die Übergänge zwischen einzelnen Positionen abstimmen, desto runder werden seine Bewegungen, desto eher findet es auch sein inneres Gleichgewicht.

Dieses Ziel erreichen Eltern dann, wenn sie ihrem Baby einen Rahmen schaff en, der ihm Geborgenheit und dezente, wohldosierte Anregungen gibt. Eltern sollten ihrem Kind keine Spiele vorführen, sondern ihm je nach Alter und Aktivität einen ausreichenden, überschaubaren Erfahrungsraum bieten. Hier kann es Interesse, Initiative und Bewegungsfreude, also geistige und körperliche Aktivität, miteinander verbinden.

Haben die Eltern die für die ersten 18 Monate entwickelten Prinzipien als hilfreich erkannt, bedürfen sie kaum des weiteren Rats. Sie wissen am besten, was ihr Kind braucht. Der folgende kurze Ausblick bis zum Ende des dritten Lebensjahrs bildet die Brücke zu dem im Anschluss abgedruckten Entwicklungsbogen, der bis zum Alter von gut drei Jahren reicht. Sammeln, Nachahmen, Rollenspiel Mit dem freien Gehen erstreckt sich der Aktionsradius des Kindes auf die gesamte zugängliche Wohnung. Besonderes Interesse wecken nicht Teddybären, eher schon Handys oder Fernbedienungen, Objekte also, die den Eltern wichtig sind.

Im Zentrum des Spiels stehen jetzt das Sammeln, das Ein- und Ausräumen und das Sortieren – natürlich nach den Ordnungsgesichtspunkten des Kindes, die den Eltern nicht selten eher unverständlich erscheinen. Gegenstände werden verglichen, gestapelt und angeordnet, sei es nach Größe, Gewicht, Oberfl ächenbeschaff enheit oder nach Kriterien, die sich den Erwachsenen nicht erschließen. Gerne bildet das Kind mit Bechern, Autos, Klötzen oder Steinen Reihen. Farben bedeuten ihm viel weniger, als auf Förderung bedachte Erwachsene oftmals denken. Deshalb brauchen auch Bausteine nicht bunt zu sein."

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