Die Altmark

Geschichte einer kurmärkischen Landschaft in der Frühneuzeit (Ende des 15. bis Anfang des 19. Jahrhunderts)
 
 
BWV Berliner Wissenschafts-Verlag
  • 2. Auflage
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  • erschienen am 26. Januar 2018
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  • 1580 Seiten
 
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978-3-8305-2996-5 (ISBN)
 
Die Altmark schlägt die Brücke vom westelbischen Sachsen zum ostelbischen Landesausbaugebiet auf dem Boden slawischer Stämme und Völker, politisch, wirtschaftlich, ethnisch und kulturell. Bis zum Ende des 12. Jahrhunderts ostsächsische Grenzregion des Reiches und des Herzogtums Sachsen, wuchsen die Teilregionen auf dem Boden der sich erst nach und nach formierenden Altmark in den Machtkämpfen des Spätmittelalters zu einem der Hauptkreise der Mark Brandenburg zusammen. Die Altmark bewahrte aber vielerlei historische Wurzeln, bis zur Reformationszeit ihre Zugehörigkeit zu den sächsischen Bistümern Halberstadt und Verden, die enge Verflechtung der acht Immediatstädte mit Hansestädten, soziokulturelle Eigentümlichkeiten u.a.m., und auch in der Frühneuzeit, die den zeitlichen Schwerpunkt des Buches bildet, vielerlei Bezüge zu den politischen Nachbarn, den Fürstentümern Magdeburg und Halberstadt, Braunschweig und Lüneburg mit dem Wendland. Daraus erwächst von selbst der vergleichende Aspekt, wie er auch den ostelbischen Regionen der Mark Brandenburg gilt. Die Vergleiche heben die Merkmale hervor, die die Altmark bis zum Ende des Alten Reiches charakterisieren: eigenständige Gerichtsinstanzen, gute besitz- und personenrechtliche Verhältnisse der bäuerlichen Bevölkerung, eine auf verbriefte Privilegien wie auf angemaßte Observanzen pochende Ritterschaft, starke kommunale Kräfte in Stadt und Land, Bürgerschaften und Landgemeinden, die ihren Anspruch auf Selbst- und Mitbestimmung nicht aufgaben und auch im Zeitalter des Absolutismus um ökonomische, soziale und kulturelle Freiräume kämpften. Das manifestiert sich in vielfältigen, aus archivalischen Quellen ermittelten sozialen wie individuellen Handlungen, Verhaltens-, Lebens- und Denkweisen unterschiedlicher Interessengemeinschaften und gesellschaftlicher Gruppierungen in ihrem Mit- und Gegeneinander.
  • Deutsch
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  • 17,98 MB
978-3-8305-2996-5 (9783830529965)
3830529961 (3830529961)
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  • Intro
  • Inhalt
  • Vorwort
  • Einleitung
  • Vorbemerkung
  • Physisch-geographische Beschaffenheit der Altmark
  • A. Politische Geschichte
  • I. Werden der Region im Mittelalter
  • 1. Vom Herzogtum Sachsen zur Mark Bandenburg
  • 2. Landesherr und Stände
  • II. Vom Ende des 15. bis zum Beginn des 17. Jahrhunderts
  • 1. Die Altmark bis zur Reformation
  • a) Amtsträger
  • b) Gerichtsbarkeit
  • c) Fehdewesen und Landfriedensbruch
  • d) Stände
  • 2. Reformation und Säkularisation
  • 3. Die Altmark bis zum DreiÃ?igjährigen Krieg
  • a) Der Kurfürst und die Stände
  • b) Gefährdungen des Landfriedens
  • c) Kriegsgefahr und Landesdefension
  • III. Der DreiÃ?igjährige Krieg und die Nachkriegszeit
  • 1. Der DreiÃ?igjährige Krieg
  • a) Die Dänen
  • b) Die Kaiserlichen
  • c) Die Schweden
  • d) Selbsthilfe der Bauern
  • e) Kriegsbilanz
  • 2. Erste MaÃ?nahmen in der Nachkriegszeit
  • 3. Neue Kriege
  • 4. Die letzten Jahrzehnte des 17. Jahrhunderts
  • 5. Kreisverwaltung und Kreisstände, Städte und Stadtaufsicht
  • IV. Region im Absolutismus
  • 1. Frühe Reformversuche und Domanialpolitik
  • 2. Städtepolitik
  • 3. Die Allodifi kation der Lehen
  • 4. Verwaltungs- und Justizreformen, Militärwesen
  • 5. Melioration und Binnenkolonisation
  • 6. Der Siebenjährige Krieg und die Nachkriegszeit
  • 7. Kreis, Stände, Regionalismen
  • 8. Die Altmark am Ende des Alten Reiches
  • B. Die ländliche Gesellschaft in der Frühneuzeit
  • I. Agrarstruktur im Wandel
  • 1. Die Bodenverhältnisse der Altmark im Ã?berblick
  • 2. Die Flurverfassung der Dörfer
  • a) Hufenverfassung und Hufenlosigkeit
  • b) Flurgestaltung und Flurveränderung
  • c) Fazit
  • 3. Bodennutzung und Bodenverbesserung
  • a) Ackerland
  • b) Grünland, Holzung und Gewässer
  • c) Fazit
  • 4. Die Landwirtschaft, Anbau und Viehzucht
  • a) Ã?berblick um 1800
  • b) Acker- und Gartenbau
  • c) Viehzucht
  • d) Sonstige
  • d) Fazit
  • II. Das Siedlungsbild der Altmark im Wandel der Frühneuzeit
  • 1. Siedlung und Entsiedlung im Mittelalter
  • 2. Neusiedlung und Wüstungsnutzung im 16. und frühen 17. Jahr hundert
  • a) Wiederaufbau total wüster Dörfer
  • b) Auf- und Ausbau von Gutsbesitz bei Altsiedlungen bis 1550
  • c) Bebauung wüster Feldmarken zu Gutszwecken bis 1550
  • d) Weiterer Gutsausbau bis 1625
  • e) Nutzung der unbebauten wüsten Feldmarken
  • f) Das Siedlungsbild um 1625
  • 3. Das Siedlungsgeschehen im späten 17. und im 18. Jahrhundert
  • a) Nachkriegszeit bis 1700
  • b) Kampf der Bauern um die Wüstungsmarken
  • c) Landesherrliche Kolonisationspolitik
  • d) Wandlungen im Feudalbesitz
  • 4. Fazit
  • III. Die Lebensverhältnisse der Dorfbewohner
  • 1. Wirtschafts- und Sozialstruktur
  • a) Ã?berblick
  • b) Tabellen
  • 2. Die Bauern und Kossäten
  • a) Die bäuerlichen Besitzrechtsverhältnisse
  • b) Das persönliche Recht der bäuerlichen Bevölkerung
  • c) Die grundherrlichen Abgaben
  • d) Die öffentlichen Lasten
  • e) Die Dienste
  • f) Hofbesitz
  • g) Individuelle Hofwirtschaft
  • h) Hof und Familie
  • i) Vermögen und Unvermögen
  • j) Fazit
  • 3. Handwerk und Gewerbe
  • a) Krüger
  • b) Müller
  • c) Schmiede
  • d) Leineweber
  • e) Fischer
  • f) Schiffer
  • 4. Hirten und Schäfer
  • 5. Tagelöhner und Arbeitsleute
  • IV. Die Dorfverfassung
  • 1. Schulze und Dorfgericht
  • a) Verfassungsstatus
  • b) Funktion und Kompetenz des Dorfgerichts und Schulzenamts
  • c) Rechts- und Besitzqualität des Schulzengerichts
  • d) Schulzenhof und Familie
  • e) Fazit
  • 2. Die Gemeinde
  • a) Duale Dorfverfassung
  • b) Funktionen der Gemeinde
  • c) Ã?konomische Grundlagen und Aktivitäten
  • d) Grundherrliche und öffentliche Lasten
  • e) Fazit
  • V. Grundherrschaft und Gutswirtschaft
  • 1. Das feudale Grundeigentum
  • a) Anteil der ständischen Kategorien an der Grundherrschaft zu Beginn der Frühneuzeit
  • b) Die landesherrliche Grundherrschaft
  • c) Die geistliche Grundherrschaft
  • d) Die städtische Grundherrschaft
  • e) Andere Institutionen als Grundherren
  • f) Der adlige Lehnsbesitz
  • g) Der bürgerliche Lehnsbesitz
  • h) Afterlehen und Freihöfe
  • i) Fazit
  • 2. Die grundherrlichen Herrschaftsrechte und -funktionen
  • a) Jurisdiktion
  • b) Patronat
  • 3. Die Gutswirtschaft
  • a) Produktion, Verbrauch und Verkauf
  • b) Gutsbetrieb
  • c) Bilanzen
  • 4. Soziale und individuelle Verhältnisse der grundherrlichen Familien
  • a) Adelsränge
  • b) Ehe, Familie, Verwandtschaft
  • c) Signaturen des Lebensstandards
  • d) Bildung und Beruf
  • e) Vermögen und Unvermögen
  • f) Lebensart und Mentalität
  • 5. Fazit: Die Agrarverfassung der Altmark
  • C. Die städtische Gesellschaft
  • I. Die Städte an der Wende vom Mittelalter zur Frühneuzeit
  • 1. Die landesherrlichen Städte
  • a) Stadtrecht, Feldmark, Stadtbesitz
  • b) Wirtschaft und Gesellschaft
  • c) Verfassung, Recht und Bürgerfreiheit
  • d) Baulichkeiten am Ende des Mittelalters
  • 2. Die Mediatstädte
  • 3. Flecken oder Dorf?
  • II. Die wirtschaftlichen Verhältnisse in der Frühneuzeit
  • 1. Handel und Verkehr
  • a) Rechte, Privilegien, Restriktionen
  • b) Marktbeziehungen und Handelsgut
  • c) Händler und Händlergilden
  • d) Verkehrswege, Fracht- und PoststraÃ?en
  • 2. Handwerk und Gewerbe
  • a) Gilden, Zünfte, Innungen
  • b) Rohstofflage, Produktion und Absatz
  • c) Andere Gewerbe
  • 3. Heilkundliche Berufe und Apotheken
  • a) Bader, Barbiere, Ã?rzte
  • b) Hebammen
  • c) Apotheken
  • 4. Land- und Waldwirtschaft
  • a) Stadt- bzw. Kämmereibesitz
  • b) Holzungen
  • c) Ackerbau und Viehzucht
  • 5. Fazit
  • III. Die Stadtbevölkerung
  • 1. Bürger und Einwohner
  • a) Einwohnerzahl und Sozialstruktur
  • b) Bürgerrecht und Bürgerpflicht
  • c) Zuzug in die Stadt und Kolonisten
  • d) Einwohner mit Sonderstatus
  • 2. Die sozialen und individuellen Verhältnisse
  • a) Sozialstatus und soziale Mobilität
  • b) Ehe, Familie, Verwandtschaft
  • c) Signaturen des Lebensstandards
  • d) Bildung und Beruf
  • e) Vermögen und Verschuldung
  • f) Lebensart und Mentalität
  • 3. Fazit
  • IV. Verfassung, Recht und Bürgerfreiheit
  • 1. Die landesherrlichen Städte
  • a) Landesherr und Stadtverfassung
  • b) Die städtische Gerichtsbarkeit
  • c) Rat, Gewerke und Bürgerschaft im 16. und 17. Jahrhundert
  • d) Reformen gegen Ende des 17. Jahrhunderts
  • e) Magistrat und Bürgerschaft im 18. Jahrhundert
  • 2. Die adligen Mediatstädte
  • a) Bismark und Kalbe/M.
  • b) Apenburg und Beetzendorf
  • 3. Die ehemaligen Städtchen und Flecken
  • 4. Fazit
  • V. Das städtische Bauwesen
  • 1. Stadtbefestigung und Rathaus
  • 2. Geistliche Bauten
  • 3. Baubestand und Stadthygiene
  • 4. Fazit
  • D. Kultur und Lebensweisein Stadt und Land
  • I. Kirche, Geistlichkeit und religiöse Gemeinschaften
  • 1. Kirchen- und Pfarrorganisation
  • 2. Pfarrer
  • a) Bestallung und Emolumente
  • b) Pfarrer und Kirchengemeinde
  • 3. Kirchen
  • a) Bauwerke
  • b) Innenausstattung
  • c) Friedhöfe
  • d) Kirchenvorsteher
  • e) Patrozinien
  • 4. Religiöse Gemeinschaften und Aktivitäten
  • a) Stifte und Klöster im Mittelalter
  • b) Evangelische Stifte in der Frühneuzeit
  • c) Andere religiöse Gemeinschaften
  • d) Wallfahrten
  • II. Schul- und Hochschulbildung, Gelehrsamkeit
  • 1. Schulen
  • a) Städtische Schulen
  • b) Dorfschulwesen
  • 2. Hochschulbildung
  • 3. Individuelle Gelehrsamkeit und geistig-geselliges Leben
  • III. Zauberei und Hexenwahn
  • 1. Doktrin und Realität â?? die groÃ?e Angst
  • a) Rahmenbedingungen
  • b) Klagefälle bis 1600
  • c) Hexenverfolgungswellen
  • d) Im Krieg
  • e) Nachkriegszeit und Ausklang
  • 2. Gegensteuerung â?? die Unerschrockenen
  • 3. Vorläufi ges Fazit für die Altmark
  • IV. Individuelle und soziale Lebensweise
  • 1. Geburt, Krankheit und Tod
  • a) Hebammen
  • b) Kranken-, Armen- und Altenpflege
  • c) Epidemien und Sterblichkeit
  • 2. Festtagsfreuden und Geselligkeit
  • a) Familienfeiern
  • b) Fastnacht, Pfingstbier und andere Geselligkeit
  • 3. Umgang mit Fremden
  • a) Wenden
  • b) â??Zigeunerâ??
  • c) Andere Fremde
  • 4. Wege und Abwege der Konfl iktaustragung
  • a) Kriminelle Reaktionen
  • b) Widerstand und Zugriff anderer Art
  • c) Ehre, Ehrverletzung und Versöhnung
  • AUSBLICK
  • SIGLEN, MÃ?NZEN, MASZE, GEWICHTE
  • QUELLEN UND LITERATUR
  • Archivalische und andere ungedruckte Quellen
  • Quelleneditionen
  • Literatur und Nachschlagewerke
  • Bildnachweis
  • Verzeichnis der Tabellen
  • PERSONEN-UND ORTSREGISTER
  • WÃ?STUNGSREGISTER DER ALTMARK
  • SACHREGISTER UND GLOSSAR
  • Abbildungen

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