Frozen Hearts: Arctic Heat

 
 
Cursed Verlag
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 19. August 2020
  • |
  • 326 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-95823-837-4 (ISBN)
 
Owen hat gerade erfolgreich seine Krebserkrankung besiegt und sich fest vorgenommen, jetzt die Dinge anzugehen, die er in seinem Leben unbedingt noch machen möchte. Unter anderem freiwillig einen Winter lang in der Wildnis von Alaska als Ranger zu arbeiten. Der grummelige Naturbursche Quill, der ihn unter seine Fittiche nehmen soll, hat es Owen von der ersten Minute an angetan, auch wenn Quill zunächst nicht von den Annäherungsversuchen des Großstadtjungen begeistert zu sein scheint. Aber je länger die verschneiten Nächte werden, desto weniger kann Quill Owens Flirten widerstehen und zwischen den beiden unterschiedlichen Männern funkt es gewaltig. Doch was passiert, wenn der Frühling anbricht? War ihre gemeinsame Zeit nur eine belanglose Affäre oder kann sich daraus etwas viel Tieferes entwickeln?

Band 3 der "Frozen Hearts"-Reihe. Buch ist in sich abgeschlossen.
  • Deutsch
  • Taufkirchen
  • |
  • Deutschland
  • 0,95 MB
978-3-95823-837-4 (9783958238374)

 

Kapitel 1


 

 

Kommen Sie für den Schnee. Bleiben Sie für den Ranger-Porno. Owen konnte das Lächeln nicht unterdrücken, als er den großen Konferenzraum des Amtes für natürliche Ressourcen und Umweltschutz inspizierte. Er war wirklich hier in Alaska und tat, was so lange nur ein Tagtraum gewesen war. Glückliche Schauer rannen ihm über den Rücken. Die anderen Freiwilligen waren hauptsächlich junge Studenten und Rentner, aber sein Blick verweilte bei den uniformierten Rangern, die vorne standen. Er versuchte, nicht zu starren, scheiterte aber vermutlich kläglich. Denn wow. Diese Kerle ließen das triste Grün und Kaki geradezu sexy aussehen, mit ihren breiten Schultern und großzügigen Muskeln und stoppeligen Kieferpartien.

Die Einweisung war für neue ehrenamtliche Mitarbeiter wie Owen, die für den Winter in den State Park gekommen waren und die Saison an abgeschiedenen Orten verbringen würden, um die Ranger und andere bezahlte Mitarbeiter zu unterstützen. Erfahrene Ranger würden sie über alles, von Lawinengefahr bis hin zur Bedienung von Generatoren und den Nutzungsvorschriften des bundesstaatseigenen Landes, aufklären. Einige wiederkehrende Ehrenamtliche und Ranger waren für die Erste-Hilfe-Auffrischungskurse dabei, gesellige Leute, die sich offensichtlich schon kannten und lachten und scherzten, während sie sich an der Kaffeestation an der Seite des Raums bedienten.

Owen musterte die Leute, denen er zugeteilt werden könnte, und ein Mann, der abseits stand, zog immer wieder seine Aufmerksamkeit auf sich - ein uniformierter Ranger, der bereits einige Jahre hinter sich hatte, wahrscheinlich in den Vierzigern, fast schon ein Silberfuchs und mit seinem strammen Körperbau und klassisch gutem Aussehen eindeutig in der Ja, bitte-Kategorie. Das Amt würde zweifellos dreimal so viele Bewerbungen auf ihre Stellenausschreibungen bekommen, wenn ein Foto von diesem Kerl beigefügt wäre. Ja, wenn ein Winter in Alaska nicht ohnehin auf Owens Wunschliste stehen würde, hätte ein Blick aus diesen stahlblauen Augen dafür gesorgt, dass er auf der Liste landete.

Er hoffte, dass er einigen coolen Leuten zugeteilt werden würde, da er mit nur wenigen Menschen in regelmäßigem, engem Kontakt stehen würde und aus erster Hand wusste, wie wichtig Chemie in einem Team war. Er würde jeden nehmen, der umgänglich war, aber Mann. Chemie war noch untertrieben. Der blauäugige Ranger verwandelte den Funken der Erwartung in Owens Bauch in etwas Wärmeres und Intimeres. Und verdammt, nach all den nagenden Sorgen, dass sie für immer verschwunden sein könnte, war es schön, diese Anziehungskraft wieder zu spüren.

Owen war nicht besonders eingebildet, aber er war verdammt aufmerksam und hatte bemerkt, wie der Blick dieser Augen mehr als einmal in seine Richtung gehuscht war. Klar, zum Teil lag das bestimmt daran, dass Owen die Situation verkannt hatte, mit dem hübschen Hemd und der Stoffhose zu fein gekleidet war und in dem Raum voller Kaki, Flanell und Jeansstoff herausstach. Und vielleicht lag es zum Teil daran, dass er einer der wenigen Asiaten im Raum war. Vielleicht war der Kerl einfach neugierig, aber Owen hatte bereits mehrere Male neugierig in interessiert verwandelt.

Und da Owen ein Mann der Tat war, ging er mit seinem Tee, seiner Einführungsbroschüre und seinem Notizblock näher an den Kerl heran und versuchte, sich spontan einen guten Gesprächsanfang einfallen zu lassen. Bevor er jedoch etwas sagen konnte, klatschte eine Frau mit breitem Gesicht und dunklen Haaren vorne im Raum in die Hände.

»Also gut, setzt euch alle mal. Wir fangen in ein paar Minuten an, also holt euch euren Kaffee jetzt!«

Sein Rangeropfer setzte sich sofort und da war sie, Owens Chance, für die nächsten paar Stunden in dieser heißen Ausstrahlung zu baden. Er war in der perfekten Position, um auf den Stuhl neben seinen Traumkerl zu gleiten, ihm sein bestes Lächeln zu schenken und - fuck - heißen Tee zu verschütten. Der Teil war überhaupt nicht geplant gewesen und dem finsteren Blick des Mannes nach zu schließen war die Störung alles andere als willkommen.

»Ups. Entschuldige! Alles in Ordnung?« Owen reichte ihm eine Serviette und widerstand der Versuchung, die feuchte Uniformhose des Kerls selbst abzutupfen.

»Mir geht's gut.« Der Ranger runzelte weiterhin die Stirn, während er den Tee aufwischte, der sowohl auf seine Hose als auch auf die Schreibfläche seines Stuhls geschwappt war. »Es wird wieder trocknen.«

»Normalerweise bin ich nicht so ungeschickt. Ich heiße Owen. Owen Han.« Nachdem er sorgfältig seinen Kram geordnet hatte, streckte er die Hand aus. »Ich bin neu hier.«

»Dachte ich mir.« Die Hand, mit der der Ranger Owens ergriff, war so warm und fest, wie Owen gehofft hatte. Und das winzige Lächeln, das an seinem Mundwinkel zupfte, war so liebenswert, dass es ihn beinahe schwindeln ließ. »Und ich bin Quill Ramsey. Nicht neu.«

»Dachte ich mir.« Owen versuchte ein weiteres Lächeln, das hoffentlich nicht zu kokett war, aber doch ein weiteres Gespräch anregte. »Netter Name. Bin nicht sicher, ob ich den schon mal gehört habe.«

»Meine Mutter ist exzentrisch.« Die Art, wie Quill exzentrisch sagte, deutete darauf hin, dass seine Beziehung zu seiner Mutter angespannt war. »Anscheinend hat sie all ihre Lieblingsnamen in einem Buch eingekreist und dann den Zufall entscheiden lassen.«

»Eigentlich ist das irgendwie cool. Ich bin nach dem Lehrer benannt, der meine Eltern in der Highschool für ein Unterrichtsprojekt in eine Gruppe gesteckt hat. Mütter, oder?«

»Ja.« Quills Ton lud nicht gerade zu weiterer Konversation ein, aber wenn Owen eins war, dann freundlich. Und beharrlich. Seine Schwester, die Therapeutin, nannte es aggressiv extrovertiert und hatte damit nicht unrecht.

»Also, hilfst du bei den Präsentationen oder bist du hier, um dein Erste-Hilfe-Wissen aufzufrischen?«

»Beides.« Quill verzog den Mund zu einem Ausdruck, der einer Grimasse ähnelte. Owen mochte seine Stimme - leise und tief, mit einem für den Westen typischen Beiklang, aber nicht näselnd. Seine Sprechweise, als würde ihn jedes Wort strapazieren, gab Owen das Gefühl, als hätte er sich ein Geschenk verdient, als Quill fortfuhr: »Hab nicht bemerkt, dass meine Reanimationskenntnisse eingerostet sind. Wir hatten einen Wechsel des Hilfspersonals in unserer Außendienststelle, aber ich hätte es trotzdem wissen sollen. Und ja, da ich sowieso hier bin, hat Hattie mich dazu überredet, die Diskussion über das Lawinenrisiko zu leiten.« Er deutete auf die Frau, die vorne im Raum stand, bevor sein Blick wieder über Owen wanderte. »Nicht, dass ihr alle diesen Vortrag brauchen werdet. Machst du hier in der Zentrale dein Praktikum? Ich hab gehört, sie holen sich ein paar Leute mit Finanz- und Wirtschaftshintergrund dazu.«

Owen musste sich ein Stöhnen verbeißen. Er hätte sich wirklich für ein Outdoor-Outfit entscheiden sollten anstatt für Muss einen guten ersten Eindruck hinterlassen als Motto. Er wusste sehr gut, dass er jung aussah, aber er hatte es gründlich satt, für einen Twink im Studentenalter gehalten zu werden statt für einen Erwachsenen, der mit beiden Beinen im Berufsleben stand. Und er hatte früher zwar im Finanzsektor gearbeitet, aber von diesem Leben hatte er sich verabschiedet. »Ich mache kein Wirtschaftspraktikum. Ich bin sechsunddreißig und für diesen Winter im Chugach State Park eingeteilt.«

»Ach ja?« Quill blinzelte und Owen gefiel es irgendwie zu wissen, dass er ihn überrascht hatte. Gut. Vielleicht konnte er ihn auch in anderen Dingen überraschen.

Der Ranger öffnete den Mund, als wollte er mehr sagen, aber Hattie klatschte erneut in die Hände und zog ihre Aufmerksamkeit zum Podium. Während sie ihre Willkommensrede begann, die von fröhlichen PowerPoint-Folien begleitet war, warf Owen unwillkürlich einen weiteren Blick auf Quill. Seine vorschnellen Annahmen waren vielleicht ärgerlich, aber er war genauso, wie Owen sich einen Ranger in Alaska immer vorgestellt hatte. Er musste unbedingt sofort herausfinden, wo er eingesetzt war, denn Owen würde liebend gerne mit diesem Bizeps und diesen intensiven Augen eingeschneit werden. Das wäre wahrhaftig ein Traumwinter.

 

***

 

Gott sei Dank würde der allzu redselige Neuling nicht in Quills Zuständigkeit fallen. Ein anderer würde ihn bis zum Frühling am Leben halten müssen, denn dieser Kerl schrie geradezu leichte Beute. Es war nicht nur seine Kleiderwahl, die besser in die Buchhaltung passte - seine sorgfältig gestylten, dunklen Haare und die Hipsterbrille verrieten, dass er anspruchsvoll und süchtig nach Aufmerksamkeit war, was sich nie gut mit der harten, oft mörderischen Arbeit in winterlichen Nationalparks vertrug. Wenigstens hatte er den richtigen Körperbau, um möglicherweise mithalten zu können: überraschend muskulöse Arme und Schultern sowie einen schlanken Oberkörper. Tatsächlich war es seine Figur gewesen, die Quill als Erstes aufgefallen war, seine unheimliche Ähnlichkeit mit einem gewissen Schwimmer, einem Landeschampion im Schmetterlingsstil, dessen Karriere Quill vor einer Million Leben leidenschaftlich verfolgt hatte.

Aber das war damals gewesen, hier und jetzt durfte Quill sich nicht ablenken lassen. Er war hier, um Hattie einen Gefallen zu tun, nicht, um sich mit frischen Augenweiden aufzuhalten. Und ebenso wie der Körperbau des Kerls eine Erinnerung ausgelöst hatte, so hatten seine Stimme und Freundlichkeit eine andere losgetreten und Quill ein wenig zu sehr an JP erinnert, der eine ähnliche Art...

Dateiformat: ePUB
Kopierschutz: Wasserzeichen-DRM (Digital Rights Management)

Systemvoraussetzungen:

Computer (Windows; MacOS X; Linux): Verwenden Sie eine Lese-Software, die das Dateiformat EPUB verarbeiten kann: z.B. Adobe Digital Editions oder FBReader - beide kostenlos (siehe E-Book Hilfe).

Tablet/Smartphone (Android; iOS): Installieren Sie bereits vor dem Download die kostenlose App Adobe Digital Editions (siehe E-Book Hilfe).

E-Book-Reader: Bookeen, Kobo, Pocketbook, Sony, Tolino u.v.a.m. (nicht Kindle)

Das Dateiformat ePUB ist sehr gut für Romane und Sachbücher geeignet - also für "fließenden" Text ohne komplexes Layout. Bei E-Readern oder Smartphones passt sich der Zeilen- und Seitenumbruch automatisch den kleinen Displays an. Mit Wasserzeichen-DRM wird hier ein "weicher" Kopierschutz verwendet. Daher ist technisch zwar alles möglich - sogar eine unzulässige Weitergabe. Aber an sichtbaren und unsichtbaren Stellen wird der Käufer des E-Books als Wasserzeichen hinterlegt, sodass im Falle eines Missbrauchs die Spur zurückverfolgt werden kann.

Weitere Informationen finden Sie in unserer E-Book Hilfe.


Download (sofort verfügbar)

5,99 €
inkl. 5% MwSt.
Download / Einzel-Lizenz
ePUB mit Wasserzeichen-DRM
siehe Systemvoraussetzungen
E-Book bestellen